18. August 2016 – 15:53
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Die Experten aus dem DER-Eigenvertrieb sollen passend zu ihren Zielgebietskenntnissen schon auf der Seite von DER.com mit der Hotelauswahl erscheinen. Das System zeigt jeweils drei Berater mit ihren Kontakt an, die sich in der Destination gut auskennen.

Allerdings werden nur ein Foto, E-Mail und Telefon als Kontakt angegeben. Reiseinteressenten müssen zum Hörer oder in die Tasten greifen. Ein Livechat ist nicht möglich. Die potenziellen Kunden wissen auch nicht, ob der Expedient zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich verfügbar ist.

DER Touristik will die sogenannte Expertenleiste jetzt drei Monate testen. Dafür wurden aus den 2.000 Reisebüromitarbeitern der Filialen jeweils drei für Mallorca, Teneriffa und Gran Canaria ausgeguckt und auf den Internet-Seiten platziert.

Die Expertenleiste hat Traveltainment für DER Touristik entwickelt. Nach dem Test soll die Booking Engine aus der Datenbank auch DER-Experten für andere Zielgebiete und Reisearten herausfiltern.

18. August 2016 – 13:58

Lucas Flöther, Insolvenzverwalter des Portalbetreibers, weist die Behauptungen der "Zeit" zurück, Unister stehe unter Einfluss rechtsextremer Kreise. Das Blatt hatte aus der Verbindung des Ex-Managers und Gesellschafters Daniel Kirchhof zu Rechtsextremisten gefolgert, Unister sei von Rechten unterwandert. "Meine Nachforschungen zu dieser Frage haben ergeben, dass nach vorliegenden Informationen bei Unister keine vorbestraften Menschen mit rechtsextremer Biografie als Berater und Teilhaber aktiv sind. Keiner der Gesellschafter von Unister war oder ist nach verbindlicher Auskunft des Unternehmens bisher vorbestraft oder durch rechtsextremes Gedankengut auffällig geworden", so Flöther in einem Statement.

Unister hat sich schon früh von rechtsradikalem Gedankengut distanziert. Das Unternehmen hatte im Frühjahr mit der bewusst im lokalen Umfeld von „Legida“ gestarteten Marketingaktion „Travel statt Trouble“ ein Zeichen für Toleranz und Völkerverständigung gesetzt. Unister beschäftigt Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen.

17. August 2016 – 14:20
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In Kalifornien breiten sich gewaltige Waldbrände zunehmend auf beliebten Touristenrouten aus. Zwischen Los Angeles und San Francisco sowie in Richtung Las Vegas gibt es derzeit gleich mehrere riesige Brandherde.

Nördlich von San Bernadino brennen 70 Quadratkilometer. Mehr als 80.000 Menschen werden evakuiert. Viele Straßen sind gesperrt, darunter sogar streckenweise der Interstate 15. Das ist die Hauptverbindung zwischen Los Angeles und Las Vegas. Dieses sogenannte "Bluecut Fire" breitet sich durch heftige Winde schnell weiter aus.

Im Monterey County nördlich der Hightway-1-Attraktion Big Sur sind fast 300 Quadratkilometer von Waldbränden betroffen. Über eine Evakuierung wird aktuell noch beraten. Die Flammen haben bereits 70 Häuser vernichtet, ein Mensch kam ums Leben. Ursache war laut Feuerwehr ein unerlaubtes Lagerfeuer. Weiter südlich lodern die Flammen im San Luis Obispo County. Dort brennen rund 25 Quadratkilometer Busch und Wald.

Die Brände bei Fresno dagegen sind weitgehend gelöscht oder unter Kontrolle. Dort brannten 25 Quadratkilometer nieder.

Über die aktuelle Lage der Waldbrände in Kalifornien informiert die Seite Cal Fire.

16. August 2016 – 13:43
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Die Verbraucherzentrale Sachsen macht derzeit mit dem Unister-Fall einer Urlauberin Schlagzeilen, die für drei Personen bei Urlaubstours zwei Wochen Kreta gebucht hatte und nach ihrer Ankunft im Hotel noch einmal 2.900 Euro zahlen sollte. Das tat sie nicht, sondern machte kehrt und flog zurück. Nun fordert sie 4.700 Euro von der Versicherung des insolventen Veranstalters.

Der Sprecher des vorläufigen Unister-Insolvenzverwalters hält das für einen Einzelfall, der nun geprüft werde. Dies sei bisher nicht möglich gewesen, weil die Buchungsnummer gefehlt habe. Grundsätzlich würden alle Reisen durchgeführt, die vor der Insolvenz gebucht waren. Dies sei mit der Insolvenzversicherung, in diesem Fall der Generali, so vereinbart.

Wenn Kunden von sich aus stornieren, riskieren sie den Verlust ihrer Anzahlung oder sogar des gesamten Reisepreises. Denn dann entsteht ein sogenannter Erstattungsanspruch, allerdings nicht gegen die Generali, sondern gegen die insolvente Urlaubstours. Kunden werden dann zu normalen Gläubigern und müssen wie alle anderen ihre Forderungen bei der Eröffnung einer Insolvenz anmelden.

Indes treibt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther den Verkauf des Portalbetreibers als Ganzes oder in Einzelteilen voran. Seit Montag können sich Interessenten in einem virtuellen Datenraum über Zahlen und Assets der Unternehmen informieren, um dann ein Angebot abzugeben. Das Interesse ist angeblich groß.

16. August 2016 – 11:55

Der Fachverlag T&M Media, der neben dem touristischen Fachblatt "Travel One" auch das Mice-Magazin "CIM" herausgibt, baut seine Führung um. Tobias Farnung, Chefredakteur von Travel One, ist nun auch für die wirtschaftliche Entwicklung des Blatts verantwortlich. Bei der CIM hat seit Juni Andreas Huber das Sagen, der neu an Bord ist. Farnung und Huber lösen Christopher Zippert als Verlagsleiter ab, der den Job erst im vergangenen Jahr übernommen hatte.

 

15. August 2016 – 17:46
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Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Pokémon-Hype Verletzte oder Tote fordert. In Osnabrück lief heute Morgen ein 22-Jähriger auf den Bahngleisen entlang, um ein spezielles Pokémon-Monster zu fangen. Der Streckenabschnitt wurde für den Zugverkehr komplett gesperrt und die Bundespolizei holte den Mann von den Gleisen. Fünf Züge mussten warten, bis die Gleise wieder frei waren.

Auch die deutschen Flughäfen sorgen sich um leichtsinnige Pokémon-Spieler. Sie könnten in Versuchung geraten, ohne Berechtigung oder Ticket in die Sicherheitsbereiche zu dringen. Flughafenverband ADV und Bundespolizei fürchten offenbar  auch, dass Passagiere und Pokémon-Süchtige auf dem Vorfeld nicht direkt ins Flugzeug steigen, sondern Monstern hinterherjagen. Das könne empfindliche Strafen zur Folge haben.

Bisher sind auf deutschen Airports aber noch keine konkreten Fälle bekannt geworden. Der Hinweis auf die Gefahren und empfindliche Strafen sei rein präventiv. Pokémon-Stopps hinter den Sicherheitskontrollen sollten durch den Betreiber gelöscht werden, fordern Bundespolizei und ADV. Doch beide geben zu, dass sie gar nicht wissen, ob und wo Monster auf Flughäfen versteckt sind.

12. August 2016 – 13:34
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Ein Jahr nach dem vermutlich durch eine Bombe verursachten Absturz eines russischen Urlauberjets in Sharm el-Sheikh kehrt mit Germania die erste deutsche Airline auf den Sinai zurück. Von November an gibt es montags Nonstop-Flüge von Düsseldorf und München. Auf der Maschine hat FTI einen Großteil der Plätze übernommen, aber auch andere Veranstalter steigen wieder ein. "Die Buchungsanfrage nach Sharm el-Sheikh ist in den letzten Wochen gestiegen", begründet FTI-Ägypten-Chef Elia Gad die Wiederaufnahme der Nonstop-Flüge.

Bei der Flugzeug-Katastrophe Ende Oktober kamen 224 Menschen ums Leben. Offenbar war eine Bombe an Bord. Nach dem Absturz hatte das Bundesverkehrsministerium verfügt, dass Rückflüge mit Passagieren von Sharm el-Sheikh nach Deutschland nur ohne Gepäck starten durften, was praktisch einem Flugverbot gleichkam. Erst im Mai wurde die Gepäcksperre aufgehoben.

12. August 2016 – 11:53

Gloobi.de hat die großen Veranstalter gefragt, wie sie auf die Bombenanschläge in Thailand reagieren:

TUI: Alle anreisenden Gäste sowie die Urlauber, die sich derzeit in Thailand aufhalten, werden aktiv über die Situation informiert. Für alle Anreisen bis einschließlich Montag, 15. August, werden gebührenfreie Umbuchungen und kostenlose Stornierungen angeboten. Die Kulanzregelung gilt jedoch nicht für Stopover-Gäste, die auf der Weiterreise in ein anderes Fernreiseziel einen Zwischenstopp in Bangkok eingeplant haben. Urlaubern, die vorzeitig nach Deutschland zurückkehren möchten, ist TUI bei der Organisation behilflich. TUI hat derzeit gut 2.000 deutsche Gäste in Thailand.

DER Touristik: Alle Reisegäste der DER Touristik in Thailand sind nach den Explosionen vom Donnerstag wohlauf. Die DER Touristik gewährt ihren Gästen auf Anfrage kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für Anreisen nach Thailand bis Montag, den 15. August. Die DER Touristik führt ihre touristischen Programme in ganz Thailand in vollem Umfang durch. Vor Ort ist nach den Anschlägen jedoch mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen.

Thomas Cook: Thomas Cook bietet den Kunden seiner deutschen Veranstaltermarken zunächst kostenfreie Umbuchungen oder Stornierungen für Anreisen nach Thailand bis einschließlich 15. August an. Die deutschen Thomas-Cook-Veranstalter haben derzeit insgesamt rund 1.500 Gäste in Thailand. Die Sommersaison ist keine Hauptsaison für Reisen in das asiatische Land.

FTI: Unter den Opfern sind keine FTI-Gäste. Kunden vor Ort, die eine Pauschalreise gebucht hatten, konnten sich am Freitag entscheiden, vorzeitig abzureisen. Auf Anfrage und nach individueller Prüfung erlaubt FTI, kostenfrei umzubuchen und zu stornieren. Die Kulanzregelung gilt für Gäste mit Anreise nach Thailand bis einschließlich 15. August. Es gibt keine Vorgabe für Alternativ-Zielgebiete.

Alltours: Alltours hat derzeit knapp 180 Gäste in Thailand. Wir beobachten die Situation. Derzeitigen Informationen nach, sind keine Gäste von uns unter den Opfern.

Alle Reisegäste der DER Touristik in Thailand sind nach den Explosionen vom Donnerstag, den 11.08.2016, wohlauf. Die DER Touristik gewährt ihren Gästen auf Anfrage kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für Anreisen nach Thailand bis Montag, den 15.08.2016.

Die DER Touristik führt ihre touristischen Programme in ganz Thailand in vollem Umfang durch. Vor Ort ist nach den Anschlägen jedoch mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen. Die DER Touristik beobachtet die Lage äußerst aufmerksam, steht in ständigem Kontakt mit allen relevanten Behörden und informiert ihre Gäste umgehend, sollte sich die Situation vor Ort verändern.

12. August 2016 – 11:35
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Eine ganze Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert beliebte Urlaubsziele in Thailand. Betroffen sind Hua Hin, Khao Lak, Krabi, Phang-Na, Phuket, Surat Thani und Trang, listet die "Bangkok Post" auf. Mindestens drei Menschen starben, mehr als 20 wurden verletzt. Darunter sollen auch drei deutsche Touristen sein. Andere Medien sprechen von mehr als 30 Verletzten.

Begonnen hatte der Terror vergangene Nacht im beliebten Badeort Hua Hin rund 200 Kilometer südlich von Bangkok. Dort waren in einem belebten Kneipenviertel in kurzem Abstand zwei Sprengsätze mit Handys ferngezündet worden. dabei kam ein Mensch ums Leben, 20 wurden verletzt. Es folgten nach und nach weitere Explosionen an anderen Orten. Einige Sprengsätze konnten vor der Detonation zerstört werden, andere richteten geringe Schäden an, berichten örtliche Medien.

"Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden", schreibt das Auswärtige Amt in seinem Reisehinweis und rät daher zu "äußerster Vorsicht". Reisenden in Thailand empfiehlt die Behörde, "öffentliche Plätze und Menschenansammlungen zu meiden, die Medien aufmerksam zu verfolgen und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden unbedingt Folge zu leisten".

Im Grenzgebiet zu Malaysia im Süden Thailands kommt es seit Jahren immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Deshalb rät das Auswärtige Amt auch von Reisen in diese Region dringend ab. Die Touristengebiete blieben davon aber bisher verschont.

11. August 2016 – 17:15

Die Zukunft des Berliner Reiseveranstalter ist offen. Geschäftsführer Serdar Yilmaz verspricht zwar auf der Facebook-Seite, "der Geschäftsbetrieb der Sun Trips Reisen GmbH wird im vollen Umfang aufrecherhalten". Wie das gehen soll und mit weiteren Informationen zur aktuellen Lage, dazu will das Unternehmen jedoch nichts sagen. Nicht einmal, wie viele Kunden von der Insolvenz betroffen sind und ob weiter Buchungen angenommen werden.

Auf der Sun-Trips-Homepage fand sich heute keinerlei Hinweis auf die Insolvenz, angeblich wegen Serverproblemen. Auf der Facebook-Seite von Sun Trips häufen sich die Einträge besorgter Kunden, deren Abreise bevor steht. Reisenden, die unterwegs in Hotels noch einmal bezahlen mussten, rät Sun Trips die Unterlagen bei der Hanse Merkur einzureichen, die sie dann erstatten werde.

Sun Trips ist bei der Hanse Merkur insolvenzversichert, bestätigt Unternehmenssprecher Heinz-Gerhard Wilkens. Ansonsten auch hier kein Kommentar. "Derzeit laufen vertrauliche Gespräche mit Sun Trips, so dass ich Sie um Verständnis dafür bitte, dass wir es als kontraproduktiv erachten, uns zum Stand des laufenden Verfahrens in der Öffentlichkeit zu äußern", heißt es auf Anfrage von Gloobi.de.

Immerhin bestätigt die Kanzlei Feser & Spliedt, dass Rechtsanwalt Dr. Jürgen Spliedt vom Amtsgericht Charlottenburg zum Sachverständigen für die Sun-Trips-Insolvenz bestellt worden ist.