21. November 2017 – 21:22
paragraphwikipedia

Der Bundesgerichtshof hat Klägern eine Entschädigung zugesprochen, die einen Teil ihres Urlaubs in einem anderen Hotel als erwartet verbringen mussten. Allerdings entsprach es den Forderungen der Kunden nicht in der Höhe, die diese eingefordert hatten.

Die Familie hatte 2015 über Alltours eine Reise ins türkische Antalya gebucht. Weil das gewählte Hotel bei der Ankunft überbucht war, wurde sie zunächst drei Tage lang in einem anderen Hotel untergebracht. Das Zimmer, das sie erhielten, hatte anders als gebucht keinen Meerblick,das Hotelgebäude war noch nicht fertiggebaut und die Hygiene war nach Angaben der Kunden mangelhaft. Das Amtsgericht Düsseldorf hatte in einer ersten Entscheidung eine Minderung des Reisepreises in Höhe von 600 Euro für angemessenerklärt. Das Düsseldorfer Landgericht erhöhte die Summe in zweiter Instanz um gut 370 Euro.

Doch das war den Kunden zu wenig. Sie forderten zusätzlich eine Entschädigung von mindestens 1.250 Euro wegen "nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit". Die unangenehmen ersten drei Tage hätten den Elf-Tage-Urlaub insgesamt nachhaltig beeinträchtigt, argumentierten die Kläger. Alltours wollte dagegen eine Wiederherstellung des Urteils der ersten Instanz erreichen.Zwar räumte der Anwalt des Veranstalters ein, dass den Kunden eine Reisepreisminderung zustehe. Doch dass die ersten drei Tage den gesamten Urlaub beeinträchtigt hätten, verneinte er. Der BGH folgte dieser Argumentation nicht, traf aber ein Urteil, dass sich in der Mitte zwischen den Forderungen beider Parteien bewegt. Die Familie erhält zusätzlich zur Minderung des Reisepreises eine Entschädigung in Höhe von 600 Euro.

Zum Urteil

 

21. November 2017 – 21:04
paragraphwikipedia

Airlines haften grundsätzlich auch für Verletzungen, die Passagieren vor dem Einsteigen und nach dem Verlassen des Flugzeuges, etwa auf der Fluggastbrücke entstehen. Diese Entscheidung fällte der Bundesgerichtshof im Zusammenhang mit einer Klage eines Passagiers gegen Lufthansa.  Dieser war nach einem Flug von Düsseldorf nach Hamburg in der Fluggastbrücke ausgerutscht und hatte einen Knochenbruch erlitten.

Der Passagier machte Ersatz für Heilkosten, Erwerbsausfall und Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 48.000 Euro geltend, nachdem er nach seiner Darstellung im Februar 2013 an einer nassen Stelle ausgerutscht war, weil sich dort Kondenswasser gebildet hatte. Seine Klage war vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht Düsseldorf gescheitert. Die Fluggesellschaft hafte nur für Unfälle beim Ein- und Aussteigen, wenn diese luftfahrtspezifisch seien, argumentierten die Richter.Rutsche jemand in der Fluggastbrücke aus, dann liege daas im Bereich des allgemeinen Lebensrisikos.

Der BGH  schloss sich dieser Einschätzung nicht an, weil das Ein- und Aussteigen ausschließlich über die tunnelartige Fluggastbrücke möglich gewesen sei. Die rechtliche Grundlage für die Haftung liefert das europäische Übereinkommen von Montreal. Dort wird Schadenersatz für Körperverletzungen dem Flugunternehmen angesetzt, “wenn sich der Unfall an Bord des Flugzeugs oder beim Ein- oder Aussteigen ereignet hat”.

Dennoch wurde der Fall an das  Oberlandesgericht Düsseldorf zurückverwiesen. Da sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht eine Verpflichtung zum Schadenersatz von vornherein ausgeschlossen hatten, führten sie keine Beweisaufnahme dazu durch, ob der Unfall tatsächlich durch die nasse Stelle verursacht wurde. Diese Überprüfung muss nun noch nachgeholt werden.

Zum Urteil

 

20. November 2017 – 18:25

Der Flusskreuzfahrtanbieter A-Rosa hat unter den mobilen Websites der Touristik die kürzeste Ladezeit. Das geht aus dem "Speed Index“ hervor, den die "Mobile Marketing Association" und Google entwickelt haben. 2,2 Sekunden braucht die Website demnach für den Aufbau und liegt dabei noch unter der Nutzererwartung an die mobile Ladegeschwindigkeit, die der Verband und Google auf drei Sekunden taxieren. Richtig schnell sind demnach auch das Unterkunftsportal bestfewo.de mit 2,5 Sekunden, das Flugportal flug.de, das Portal last-minute-flughafen.de sowie das Vergleichsportal holidu.de mit 2,6 Sekunden und das Portal des Hamburger Verkehrsverbundes hvv.de mit 2,7 Sekunden. Als langsamste unter den 25 Transport- und Touristikportalen entpuppten sich Tripadvisor mit 4,3 Sekunden Ladezeit, das Vergleichsportal busliniensuche.de mit 4,2 Sekunden und das Portal ferienknaller.de mit 4,1 Sekunden. Das Tui-Portal tui.com bewegt sich mit 3,1 Sekunden im Mittelfeld.

Langsame Websites kosteten Unternehmen immer noch viele Kunden, erklären die Verfasser der Untersuchung. So brächen 53 Prozent der Nutzer den Ladevorgang einer Website ab, wenn dieser länger als drei Sekunden dauere.  Der "Speed Index“ für mobile Anwendungen soll von nun an vierteljährlich veröffentlicht werden. Ergänzend dazu ermitteln die Partner den so genannten "First Interactive“. Dabei handelt es sich um die Zeit, die vergeht, bis ein Nutzer frühestens mit der Website in Interaktion treten kann. Die schnellste Zeit erreichten dabei die Portale last-minute-flughafen. de und ferienwohnungen.de, am längsten dauerte es bei der Last-Minute-Seite 5vorflug.de mit 12,6 Sekunden.

 

20. November 2017 – 17:24
kaisannwaldcreditsunnycars

Zwar werben Autovermieter gerne mit SUV, Cabrios oder Sportwagen doch die schnöde Realität sieht zumindest in Sachen Ferienmietwagen anders aus. So hat der Mietwagenbroker Sunny Cars ermittelt, dass acht von zehn Buchungen auf ganz normale Alltagsfahrzeuge, meist Limousinen, entfallen. Auch das übrige Buchungsverhalten orientiert sich an praktischen Erwägungen: Gut drei Viertel aller Kunden übernehmen ihr Fahrzeug am Flughafen, etwa 16 Prozent im Stadtbüro und neun Prozent lassen sich das Auto zum Hotel liefern. Von Einwegmieten, also die Rückgabe des Wagens an einer anderen Station als bei der Übergabe, machen lediglich zehn Prozent der Urlauber, die bei Sunny Cars buchen, Gebrauch. Noch weniger Menschen entscheiden sich für die Buchung von Sonderzubehör. Lediglich sieben Prozent Kunden entscheiden sich dafür –  rund die Hälfte von ihnen wählt dabei Kindersitze und etwa 40 Prozent ein GPS-System.

Trotz der Bescheidenheit der Kundschaft ist der Broker, der nach eigener Aussage 80 Prozent seiner Umsätze über Reisebüros erwirtschaftet, mit dem Geschäft zufrieden. 770.000 Buchungen entsprechen laut Geschäftsführer Kai Sannwald einem Zuwachs um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gestützt wird das Wachstum laut Sannwald durch die starke Nachfrage in Zielen wie Spanien, Italien und Portugal. In diesen Ländern ist der Anteil der Gäste, die einen Mietwagen buchen, traditionell hoch. Allerdings, so Sannwald, seien unter den Top-Ten-Zielen auch Fernreisedestinationen wie die USA, Südafrika oder Kanada.

 

20. November 2017 – 13:09
thiemann-pluta

Aktuell prüfe er "erste Angebote" potenzieller Investoren für den insolventen Berliner Reiseveranstalter, sagt Rechtsanwalt Stephan Thiemann. Mit einem Ergebnis werde "noch in diesem Jahr gerechnet". Urlauber, die eine Reise mit JT Touristik für das nächste Jahr gebucht haben, werden sich mit Informationen darüber, ob diese Reise wie gebucht stattfindet, also noch gedulden müssen. Denn bislang ist die Durchführung gebuchter Reisen lediglich bis zum 31. Dezember gesichert. In den vergangenen Wochen hatten einzelne Kunden berichtet, dass der Veranstalter ihrem Wunsch, eine Reise im nächsten Jahr kostenlos zu stornieren, stattgegeben habe. Der Insolvenzverwalter erklärte dazu, entsprechende Ansinnen würden im Einzelfall geprüft und es existiere noch keine generelle Regelung dafür.

Im Oktober und in der Zeit bis Mitte November seien insgesamt 12.923 JT-Reisen mit 30.769 Gästen durchgeführt worden, so Thiemann. Lediglich für ein Prozent der geplanten Reisen habe es wegen der Pleite von Airberlin keine Lösung gegeben.

Reisebüros haben mit Blick auf ihre Provisionsansprüche schlechtere Karten als die meisten Kunden. Angesichts der Insolvenz wird ihnen das Geld nicht ausgezahlt. Sie können ihre Ansprüche, die erfahrungsgemäß nicht weit oben auf der Liste der mit Priorität zu behandelnden Forderungen stehen, erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens geltend machen.

Vergangene Woche war es dabei zu einer Panne gekommen. Mehrere Reisebüros berichteten ebenso übereinstimmend wie überrascht, dass sie eine Provisionsabrechnung für Buchungen mit Abreise im Oktober erhalten hätten. Tags darauf teilte der Veranstalter in einem Entschuldigungsschreiben mit: "Leider ist uns bei der gestrigen Zustellung Ihrer Provisionsansprüche ein technischer Fehler unterlaufen. Insolvenzbedingt kann Ihre Provision nicht von JT Touristik ausgezahlt werden."

Christian Schmicke

 

19. November 2017 – 12:21

Eine Flugbegleiterin und zwei Piloten der insolventen Fluggesellschaft haben beim Düsseldorfer Arbeitsgericht Klagen gegen ihre Freistellung eingereicht. Wie viele andere Mitarbeiter waren sie von Airberlin auf Widerruf freigestellt worden, was dazu führt, dass sie derzeit weder Arbeitslosengeld noch Gehälter erhalten. Die Mitabeiter argumentieren, dass es für sie Einsatzmöglichkeiten gäbe. Der klagende Pilot und der Co-Pilot führen außerdem an, dass sie Flugeinsätze benötigten, um die Erlaubnis zum Führen von Flugzeugen bestimmter Typen zu behalten. Das Gericht hat für den kommenden Mittwoch und Donnerstag Verhandlungstermine angesetzt und will im Eilverfahren über die Klagen entscheiden.

Unterdessen fordert die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi weiterhin, die Übernahme von Airberlin-Mitarbeitern durch Lufthansa und die Tochter Eurowings tarfivertraglich zu regeln. Mit ihrer aktuellen Strategie umgehe Lufthansa den eigentlich fälligen Betriebsübergang, um betriebswirtschaftlich das optimale Ziel zu erreichen, indem "billiger tarifiertes und bei Eurowings Europe in Wien untarifiertes Kabinenpersonal eingestell0t" werde.  Slots und Flugzeuge würden von Lufthansa gerne übernommen; dafür werde sogar eine Milliardensumme investiert. Für die Beschäftigten hingegen gebe es keinen Cent.

Der Ex-Chef von Airberlin, Thomas Winkelmann, hat sich Ende vergangener Woche erstmals öffentlich zu seinem garantierten Millionengehalt geäußert. Nach der Insolvenz als "Manager mit goldenem Fallschirm“ hingestellt worden zu sein, tue weh, sagte Winkelmann laut „Handelsblatt“. Bei seinem Amtsantritt sei ihm zwar klar gewesen, dass Airberlin "gewaltige Probleme“ mit sich herumschleppe. Davon, dass Gesellschafter Etihad so schnell "den Stecker ziehen“, also die Hilfen für die defizitäre Fluggesellschaft streichen würde, habe man jedoch nicht ausgehen können. Zugleich lobte er die aktuelle Lösung, die Flugzeugverkäufe an Easyjet und Lufthansa sowie die Übernahme eines Teils der Beschäftigten vorsieht. Angesichts des erweiterten Engagements von Easyjet und einer starken Eurowings werde der Flugverkehr von und nach Berlin "der große Gewinner sein“, so Winkelmann.

 

19. November 2017 – 11:00

Die Generaldirektorin im balearischen Tourismusministerium, Pilar Carbonell, hat Ende vergangener Woche ihren Rücktritt erklärt. Er erfolgte vor dem Hintergrund des Verdachts, dass die in spanischen Medien als rechte Hand von Minister Biel Barceló bezeichnete Carbonell, die Freizeitunternehmen des Diskotheken-Königs Bartomeu Cursach begünstigt haben soll. Cursach selbst sitzt wegen Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Korruptions- und Sexskandal um die Lokalpolizei von Palma in Untersuchungshaft.

Carbonell muss nun am 29. November vor dem Ermittlungsrichter erscheinen. Basis des Verdachts, sie habe Cursach bei Lizenzvergaben bevorzugt behandelt, sind abgehörte Telefonate. Am Freitag durchsuchten Ermittler in Zivil das Tourismusministerium in Palma, um Dokumente sicherzustellen.

Cursach selbst bestreitet die Vorwürfe. Sie und ihr Team hätten alle Unternehmen, die sich unter anderem wegen Genehmigungen an das Tourismusministerium wandten, gleichwertig und rechtmäßig behandelt, erklärte sie. Zu ihrem Nachfolger wurde der Rechtsberater der Ministeriums, Toni Sansó, ernannt.

 

17. November 2017 – 10:50
disneyparischristmas-atmosphere-during-christmas-season900x360

Es ist ein kalter, verregneter Novembertag, doch auf der Main Street drängen sich die Menschenmassen. Rechts und links säumen zweistöckige Häuschen mit Geschäften und Restaurants die Straße, geradeaus, an ihrem Ende, erscheint die verschnörkelte Silhouette eines rosafarbenen Märchenschlosses. Aus den Lautsprechern ertönt Weihnachtsmusik. Tags zuvor wurde umdekoriert  und die Halloween-Deko der vergangenen Wochen wich einer üppigen Weihnachts-Deko, die nun für acht lange Wochen das Straßenbild prägt.

Die Main Street, idealisierte Kulisse einer amerikanischen Kleinstadt um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, befindet sich mitten in Europa, genauer gesagt im Disneyland Paris. Dem Vernehmen nach spiegelt sie wider, wie Walt Disney seinen Heimatort Marceline im US-Bundesstaat Missouri in Erinnerung hatte. Der Besucher könnte hier in eine amerikanische Nostalgie-Filmkulisse eintauchen, wäre das nicht die pausenlose Weihnachtsmusik-Berieselung und die albernen Micky-Maus-Ohren auf den Frisuren vieler, beileibe nicht nur kindlicher Parkbesucher.

Kein Park wie jeder andere. Schon auf der Fahrt hierhin mit dem TGV vom Flughafen Paris-Charles-de Gaulle wurde deutlich, dass dies nicht irgendein Vergnügungspark ist. Scharen mit ebendiesen Ohren ausgestatteter britischer junger Frauen mit deutlichem Hang zu Rosatönen fieberten der letzten Etappe auf der Reise zu ihrem Sehnsuchtsort entgegen. Auch auf der Main Street ist der Besuchermix ziemlich international. Neben Französisch und Englisch sind spanische, deutsche, aber auch nordische und osteuropäische Wortfetzen zu hören. Der Einzugsbereich von Disneyland Paris ist groß.

Die Zahlungsbereitschaft der Disneyfans ist es offenbar ebenfalls. Für ein Wochenende in der Zwei-Sterne-Unterkunft inklusive Zwei-Tages-Ticket für die beiden Parks sind bei zwei Erwachsenen und einem Kind rund 1.200 Euro fällig – ohne Anreise- und Nebenkosten. Wenn es etwas komfortabler sein soll, etwa mit Unterkunft im plüschigen Disneyland Hotel, kann die Rechnung auch schnell um die Hälfte höher ausfallen.

Dem Besucheransturm tut das keinen Abbruch. Allein am besagten verregneten Novembertag verkaufte Disneyland Paris 70.000 Eintrittskarten. Im Jahr 2016 zog es 13,4 Millionen Besucher in den Disneyland Park und die Walt Disney Studios, 2015 waren es 14,8 Millionen. Da kann es an beliebten Ausflugsterminen schon mal ganz schön voll werden, vor den Attraktionen drohen dann bisweilen Wartezeiten von mehr als einer Stunde. Pfiffige Besucher können den so genannten "Fast Pass“ nutzen, um allzu lange Warterei zu vermeiden. Damit zieht man sich sozusagen einen Slot, erscheint zur angegebenen Uhrzeit vor dem Fahrgeschäft und gelangt durch einen separaten Eingang schneller ans Ziel.

Eine Attraktion wird zur Filmvorlage. Die Beliebtheit der Fahrgeschäfte hat durchaus ihre Berechtigung. Den Disney-Entwicklern, im internen Jargon "Imagineers“ genannt, gelingt es, Attraktionen zu schaffen, von denen einige eher Kinder, andere aber auch Erwachsene begeistern können, selbst wenn sie mit der Disney-Welt selbst  nicht viel anfangen können. Ein wichtiger Aspekt sind dabei die liebevoll und detailverliebt gestalteten Fantasiewelten, wie etwa "Pirates oft he Caribbean“. Da schippern Gäste auf einer Art Unterweltfluss zunächst durch die laue Karibiknacht, um anschließend in wilde Seeschlachten und Piratenangriffe zu geraten, bevor sie durch verwüstete, brennende Dörfer in die düsteren Schatzkammern der Piraten gelangen, wo die wilden Gesellen Gold, Silber und Edelsteine angehäuft haben. Das alles ist nicht wirklich täuschend echt, wohl  aber atmosphärisch dicht und durch ideenreiche Special Effects  durchaus unterhaltsam. Übrigens stand in diesem Fall  die Disney-Attraktion Pate für die Kino-Block-Buster "Fluch der Karibik“ –  und nicht umgekehrt.

High-Tech für den Kick. Voll auf komplexe Technologie setzt dagegen „Star Tours“, ein wilder Ritt durch das "Star-Wars-Universum“ mit 3D-Brille in einem waschechten Flugsimulator. Und auch richtige Adrenalin-Junkies  finden ihre Spielwiese, zum Beispiel bei 13 Meter tiefen freien Fall im „Hollywood Tower Hotel“, das bis zu den Anschlägen von Paris noch "Tower of ´Terror“ hieß. Oder im "Rock ‘n Roller Coaster Starring Aerosmith“ der Besucher in unter  drei Sekunden auf fast hundert Stundenkilometer katapultiert und anschließend unter zuckenden Lasern und Lichteffekten durch Nebelschwaden, Loopings, Steilkurven und Schrauben rast, angetrieben von dröhnenden Aerosmith-Klängen.

Dem aufregenden Inferno entstiegen, lullt wieder die allgegenwärtige, seichte Disney-Musik die Besucher ein. Eltern werden ihre liebe Mühe damit haben, den Nachwuchs um die vielen Shops mit Starwars-Artikeln und Disney-Nippes jeglicher Couleur herumzulenken. Bei rund 100 Euro sollen die durchschnittlichen Ausgaben für Tand, Süßigkeiten und Verpflegung am Tag liegen – pro Kopf, versteht sich.

Christian Schmicke

 

16. November 2017 – 14:05
barcelona-credit-lutor44creativecommons

Vier Mediatoren sollen in der katalanischen Hauptstadt bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Touristen, die in privaten Ferienapartments wohnen, und Anwohnern vermitteln. Die professionellen Konfliktlöser sollen zunächst im Altstadtviertel Ciutat Vella und in L’eixamplae im oberen Teil der Innenstadt zum Einsatz kommen. Dort befinden sich die meisten der insgesamt 9.657 registrierten privaten Touristenunterkünfte der Stadt. Nach Informationen des spanischen Fachmagazins "Hosteltur" werden in Barcelona jährlich rund 2.000 Beschwerden von Anwohnern über das Verhalten von Besuchern in Privatunterkünften registriert. Im Sommer kam es zu Protesten gegen die vermeintliche Überflutung der Stadt durch Partytouristen. Dabei wurde unter anderem ein Touristenbus mit Farbe attackiert und die Reifen von Mietfahrrädern zerstochen.

 

16. November 2017 – 12:51

Die Fluggesellschaft führt einen zusätzlichen Tarif für aufgegebenes Gepäck bis zu einer Gewichtsgrenze von 15 Kilo ein. Die Preise dafür variieren je nach Strecke und Buchungsdatum zwischen 11,69 und 38.99 Euro. Die Grenze für das Standardgepäckstück wird unterdessen von 20 auf 23 Kilo angehoben. Der Tarif dafür bewegt sich zwischen 18,19 und 44,19 Euro. Wie bisher können bis zu einer Gesamtgrenze von 32 Kilo je drei Kilo Zusatzgewicht für 15 Euro hinzugebucht werden. Die neuen Gepäcktarife gelten für Neubuchungen ab sofort.