09. Dezember 2016 – 14:09
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Das Flugangebot in Europa wächst schneller als die Nachfrage. Eine Prognose des Airline-Verbandes Iata geht für das nächste Jahr von einem Kapazitätswachstum von 4,3 Prozent aus, während die Nachfrage nur um vier Prozent zulegen werde. In Erwartung höherer Kerosinkosten sagt der Verband außerdem voraus, dass die Gewinne der europäischen Carrier von sieben Milliarden Euro in diesem Jahr auf 5,2 Milliarden schrumpfen. Pro Passagier entspricht das einem Gewinn in Höhe von 5,20 Euro. Zum Vergleich: Nordamerikas Fluggesellschaften verdienen an jedem Fluggast mehr als 18 Euro. Im weltweiten Vergleich stehen Europas Airlines mit ihrer Marge allerdings gar nicht so schlecht da. Bei den Asiaten sind es etwas mehr als vier Euro pro Passagier, bei den Golfstaaten-Gesellschaften weniger als 1,50 Euro. Und in Lateinamerika fallen im Schnitt nur 70 Cent ab.

Einen weltweiten Höhenflug erleben unterdessen die staatlichen Einnahmen aus dem Luftverkehr. Die Iata schätzt ihre Höhe auf 215 Milliarden Euro allein für Ticketsteuern, während sich die übrigen Steuereinnahmen aus dem Airline-Geschäft auf 115 Milliarden Euro summieren.

08. Dezember 2016 – 17:45
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Der Katalog für 2018/19 erscheint erst Ende Januar, aber die Reisen für den Sommer 2018 sind jetzt schon buchbar. Und die Pläne der Reederei für diese Saison haben es in sich – vor allem im Hinblick auf den deutschen Markt. 2018 will MSC ein zweites Schiff in Hamburg stationieren. Neben der "Magnifica" soll dann auch die neue "Meraviglia" von der Hansestadt aus kreuzen. Das Schiff startet von dort aus zu Fahrten rund um die britischen Inseln, zu den nordischen Ländern und durch die Ostsee. Damit wächst die Kapazität in Hamburg um satte 130 Prozent, denn die "Meraviglia" bietet Platz für bis zu 5.700 Gäste. Insgesamt sind im übernächsten Jahr 34 Anläufe in Hamburg vorgesehen, 13 mit der "Meraviglia", 21 mit der "Magnifica". Rechnet man Kiel, von wo aus die "Preziosa" zu 20 Fahrten aufbricht, sowie Rostock-Warnemünde mit der "Orchestra" und 16 Abfahrten noch hinzu, ergibt sich insgesamt eine Zunahme des MSC-Angebots für die Reisen im Norden um 50 Prozent.

Insgesamt will die Reederei in den nächsten zehn Jahren neun Milliarden Euro in den Bau von elf neuen Schiffen investieren. Zur "Meravilglia", die im nächsten Jahr fertig sein soll, gesellt sich im Frühjahr 2019 die baugleiche "Bellissima". 2020 und 2022 folgen die "Meraviglia Plus 1" und "2" mit jeweils 200 Kabinen mehr Kapazität. Die "Seaside", "Seaview" und "Seaside 2" sollen Ende 2017 bis 2021 in Dienst gestellt werden und 5.300 Passagieren Platz bieten. Und ab 2021 sind vier weitere baugleiche Schiffe für bis zu 7.000 Kreuzfahrer geplant.

08. Dezember 2016 – 14:43

Zu diesem Ergebnis kommt das Unternehmen A3M, das mit seinem Global-Monitoring-Tool Ereignisse erfasst, die Einfluss auf Touristik und Geschäftsreisen haben. Während sich die Sicherheitslage im Hinblick auf politische und religiös motivierte Ereignisse im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat, hielt sich die Zahl der Naturkatastrophen eher in Grenzen. So zählte das Unternehmen 1.380 Terrorakte, 2015 wurden lediglich 810 registriert. Ein Anstieg bewaffneter Konflikte und Krisen lässt sich ebenfalls aus den Zahlen ableiten. Während im Vorjahr insgesamt 133 Krisenereignisse erfasst wurden, waren es in diesem bisher 183. Auch die Anzahl von Demonstrationen und Unruhen stieg von 841 auf 1.111.

Die Zahl der Naturkatastrophen fiel dagegen geringer aus. 2015 waren es 1.933, in diesem Jahr lediglich 1.790. Dabei wurden sowohl weniger Erdbeben (933 nach 1.014 im Vorjahr) als auch weniger Hochwasserereignisse (121 statt 144) registriert. Die Zahl besonders schwerwiegender Ereignisse ging ebenfalls zurück. So entsprachen 38 Erdbeben den höchsten Stufen 4 und 5, nach 48 im Vorjahr. Hochwasser der Stufe 4 und 5 ereigneten sich 2015 sogar viermal so oft wie in diesem Jahr. Tropische Wirbelstürme und Unwetter lagen in etwa auf dem Niveau von 2015.

08. Dezember 2016 – 13:40
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"Unsere Gäste sind pflegeleichte Kunden", sagt Peter-Mario Kubsch im Interview mit dem "Reise vor9 Magazin". Damit meint er keineswegs, dass seine Kunden es ihrem Reiseveranstalter besonders leicht machen würden, sondern er bezieht sich auf deren Erwartungen an die Reisebüros. "Sie wissen meist sehr konkret, was sie wollen", erläutert der Inhaber des Studienreisespezialisten. "Die Kunden informieren sich in den ausführlichen Katalogen im Vorfeld, und dann geht es oft nur noch um die Abwicklung der Buchung." Mehr Beratung sei lediglich bei Neukunden nötig, weil ihnen die Reisebüros Preisunterschiede zwischen Studien- und Erlebnisreisen, größeren und kleineren Gruppen und unterschiedlichen Komfortstandards erklären müssten.

Obwohl viele Gäste ihre Reise schon im Vorfeld und ohne zusätzliche Beratung auswählen, sieht Kubsch die Rolle des stationären Vertriebs beim Verkauf von Studienreisen nicht in Gefahr. Das Gewicht zwischen Reisebüro- und Direktbuchungen verlagere sich lediglich um etwa einen Prozentpunkt pro Jahr zugunsten der direkten Buchungen. Aktuell liege der Anteil, der online, per Mail oder via Telefon generiert werde, bei 18 Prozent.

Auch im Hinblick auf die Zukunft der Studienreise ist Kubsch unbesorgt: "Natürlich werden Stammkunden mit uns älter", sagt er. "Aber es kommen neue Generationen nach." Studienreisen fänden ihre Fans in der Altersgruppe ab 50, wenn die Kinder aus dem Haus seien und die Eltern wieder frei reisen könnten. Das komplette Interview lesen Sie im aktuellen "Reise vor9 Magazin“.

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08. Dezember 2016 – 08:00
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Die Kooperationen-Allianz QTA reagiert auf die Tendenz der Veranstalter, Reiseunterlagen nur noch elektronisch zur Verfügung zu stellen mit einem neuen Angebot an ihre Mitglieder. Es sieht vor, dass die Agenturen für ihre Kunden Reiseunterlagen inklusive Reisebüro-Logo, Image-Schreiben, für Reisebüros personalisierten Kofferanhängern und Gutscheinen von Werbepartnern bestellen können. Dafür bezahlen die Büros ab 1,49 Euro pro Reiseunterlage plus monatlich fünf Euro Servicepauschale. Angeboten wird der Service zusammen mit dem Werbemittel-Dienstleister Infox.

In einer zweiten Stufe sei eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Zielgebieten vorgesehen, die die Aktivitäten unterstützen sollen, kündigt QTA-Chef Thomas Bösl an. Später sollen weitere Sponsoren an Bord des Projekts geholt werden. Ziel sei es, mittelfristig den neuen Mehrwert für Reisebüros und Kunden kostenneutral anzubieten, sagt Bösl.

Zuletzt hatte die Ankündigung von Tui, für Buchungen ab Mitte Dezember nur noch elektronische Unterlagen anzubieten, im Vertrieb für Aufruhr gesorgt. In einer "Counter vor9"-Umfrage, an der mehr als 600 Vertriebsprofis teilnahmen, erklärten mehr als 90 Prozent der befragten Vertriebsprofis, es sei falsch, dass Tui künftig keine gedruckten Reiseunterlagen mehr liefere. Drei Viertel von ihnen zeigten sich überzeugt, dass sich mehr als die Hälfte ihrer Kunden gedruckte Unterlagen wie die bisher wahlweise verschickten Tui-Booklets wünschten.

Den kostengetriebenen Verzicht der Veranstalter auf gedruckte Unterlagen will der QTA-Chef nun zum Vorteil für den stationären Vertrieb ummünzen. "Wenn wir die Produktion von Reiseunterlagen nun selbst in die Hand nehmen, nutzen wir die gute Gelegenheit, das Reisebüro beim Kunden sichtbar in den Vordergrund zu rücken. Ich bin gespannt wie intensiv die neue Dienstleistung von unseren Reisebüropartnern genutzt wird", sagt er.

07. Dezember 2016 – 12:51
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"Die Macht der Bilder prägt unsere Realität und auch die Tourismusindustrie", sagt RTL-Chefreporterin Antonia Rados im Gespräch mit dem "Reise vor9 Magazin". Diese Tatsache liefere auch die Begründung dafür, dass sich die touristische Nachfrage für Reisen nach Tunesien deutlich langsamer erhole als etwa für Urlaub in Ägypten. "Viele Dinge im Leben sind emotional und irrational. Die Bilder von Sousse haben gezeigt, dass dort am Strand unschuldige Menschen umgebracht wurden, in dem Moment, wo sie sorglos und entspannt waren“, erläutert die Krisengebiets-erfahrene Journalistin. Es werde "lange dauern, bis das überwunden ist“. Aus Ägypten dagegen gebe es solche Bilder nicht.

Dabei bewertet Rados die tatsächliche Lage in Tunesien deutlich positiver als im Land der Pharaonen. "In Tunesien haben wir eine relativ stabile politische Struktur. Das Land bemüht sich sehr und hat gute Chancen, die Tourismusindustrie wieder zu beleben. Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen", sagt sie. Ägypten sei dagegen "sehr instabil“. "Wir wissen nicht, wohin sich das Land entwickelt." Das komplette Interview lesen Sie im aktuellen "Reise vor9 Magazin“.

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07. Dezember 2016 – 10:53
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Thorsten Dirks übernimmt zum 1. Mai die Führung bei Eurowings von Karl Ulrich Garnadt, der, wie bereits bekannt, in den Ruhestand geht. Dirks Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst drei Jahren. Aus dem Lufthansa-Aufsichtsrat heißt es, er solle "den Airline-Verbund der Eurowings-Gruppe in einer Phase des starken Wachstums mit neuen Impulsen weiterentwickeln" und den Anteil von Eurowings am Gesamtumsatz des Lufthansa-Konzerns bis 2020 "deutlich steigen"

Der neue Airline-Chef begann seine berufliche Laufbahn als Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik bei der Luftwaffe. Anschließend arbeitete er im Bereich Telekommunikation. Als Leiter des operativen Geschäfts war er für den Mobilfunkanbieter E-Plus aktiv. bei dem er 2007 die Geschäftsführung übernahm. Nach der Übernahme von E-Plus durch den Telefónica-Konzern wurde Dirks 2014 CEO von Telefónica Deutschland, besser bekannt als Anbieter der Mobilkfunkmarke O2.

06. Dezember 2016 – 14:36
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Das ergab eine exklusive Umfrage des „Reise vor9 Magazins“, an der rund 350 Inhaber, Leiter und Mitarbeiter von Reisebüros teilnahmen. Noch schlechter sieht es im Vertrieb für Tunesien aus. Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer bieten ihren Kunden Reisen in das nordafrikanische Land nicht aktiv an. Bei Ägypten halten sich 36 Prozent der Reisebüros mit dem aktiven Verkauf zurück, zu Marokko-Reisen rät rund ein Viertel nur auf ausdrücklichen Wunsch. Dass die Zurückhaltung der Reiseprofis nicht auf generellen Bedenken gegenüber islamischen Ländern basiert, belegt eine andere Zahl: Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate verkaufen 92 Prozent ohne Vorbehalte. Weitere Ergebnisse der Exklusivumfrage lesen Sie im aktuellen „Reise vor9 Magazin“.

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06. Dezember 2016 – 12:15
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Der Aufsichtsrat des Kölner Handels- und Touristikkonzerns beruft den DER-Touristik-Chef zum 1. Juli neu in seinen Vorstand. Der 52-Jährige ist dann der erste Rewe-Vorstand, der sich vollständig auf das Touristikgeschäft konzentriert. Finanzvorstand Christian Mielsch, der aktuell auch für die Touristik zuständig ist, zieht sich aus diesem Bereich zurück. Er soll von 2019 an zusätzlich die Verantwortung für das Geschäft der Baumarktkette Toom übernehmen.

Die Nachfolge für den am Ende 2018 ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Alain Caparros übernimmt Lionel Souque, der heute für das Geschäft von Rewe und Rewe Digital zuständig ist. Insgesamt wird der Vorstand der Rewe Group ab Anfang 2019 von heute sechs auf vier Mitglieder verkleinert.

06. Dezember 2016 – 11:09
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In einem Agenturschreiben kündigt das Unternehmen die Streichung des bislang aufpreisfreien Zug-zum-Flug-Tickets bei Buchungen über den Tui Ticket Shop an. Die neue Regelung gelte für alle Flugbuchungen ab dem 1. Dezember mit Abreise vom 1. April an. Kurios mutet die Begründung an: "Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage für das bei Tui Ticket Shop Baustein kostenfrei hinzubuchbare Zug-zum-Flug-Ticket stark abgenommen hat", heißt es da. "Wir kommen hiermit dem vielfachen Wunsch unserer gemeinsamen Kunden nach, nur noch Leistungen anzubieten, die auch in Anspruch genommen werden." Immerhin: Ein kostenpflichtiges Hinzubuchen sei künftig "zu attraktiven Konditionen möglich". 

Damit nicht genug. "Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Neuerung ein noch attraktiveres Tui Ticket Shop Baustein Produkt anbieten zu können", teilt Tui  abschließend in dem Schreiben mit. In den Vertriebsforen der sozialen Netzwerke sorgt der Schritt, ebenso wie seine kommunikative Verpackung, für eine Mischung aus Unverständnis, Empörung und Heiterkeit. Nicht ganz einig sind sich die Vertriebsprofis darin, welche Reaktion auf die Ankündigung angemessen ist. Während einige Agenturen damit drohen, ihre Flugbuchungen künftig bei anderen Partnern zu platzieren, setzen andere noch darauf, den Tui Ticket Shop mit Protest-Mails und -Anrufen zu überhäufen. Denn dessen Mitarbeiter seien über die Aktivitäten ihres Arbeitgebers selbst schockiert, berichten Reisebüromitarbeiter, die in der Angelegenheit telefonischen Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen hatten.