02. Mai 2017 – 13:48

Bei dem Unfall, der sich am Montag ereignete, wurden zwei deutsche Touristen getötet. Außerdem wurden zwei Fahrgäste sowie der Reiseleiter und der Fahrer des Busses schwer verletzt, elf kamen mit leichten Verletzungen davon und drei blieben unversehrt. Der Unfall ereignete sich auf der Straße zwischen Schiras und Saadat Shahr, bei der Ruinenstadt Persepolis. Bei den Insassen handelte es sich um Gäste und Mitarbeiter des Trekkingreise-Spezialisten Wikinger Reisen mit Sitz in Hagen. Nachrichtenagenturen berichten unter Verweis auf einen örtlichen Polizeisprecher, der Fahrer des Minibusses sei auf einer glatten Straße zu schnell gefahren und habe das Auto in einer Kurve nicht mehr kontrollieren können.

Der Veranstalter erklärt, er stehe in engem Kontakt zur Agentur vor Ort und dem Auswärtigen Amt. "Wir sind sehr betroffen und in Gedanken bei den Angehörigen. Es ist ein tragisches Unglück", so Geschäftsführer Daniel Kraus. Die Verletzten befänden sich in guter medizinischer Versorgung, teilt der Veranstalter mit. Sie seien auf mehrere Krankenhäuser verteilt und würden derzeit behandelt. Zwei von ihnen will Wikinger Reisen laut Kraus gegebenenfalls mit Spezialflügen nach Deutschland holen. Die übrigen könnten kurzfristig die Kliniken verlassen und den Rückflug antreten.

Zurzeit sind zwei weitere Reisegruppen des Veranstalters im Iran unterwegs. Eine ist seit dem 29. April dort, die andere ist am 1. Mai gestartet. Die vom Unfall betroffene Gruppe reist seit Mitte April durch das Land.

02. Mai 2017 – 12:33
benitoinmaculadafehm

Nach einem Bericht der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora" wollen immer mehr Betreiber von All-inclusive-Anlagen auf der Baleareninsel die Zahl ihrer britischen Gäste für die Saison 2018 reduzieren. Dies hätten sie britischen Reiseveranstaltern im Rahmen der Verhandlungen für das kommende Jahr mitgeteilt, schreibt die Zeitung. Die Präsidentin der Hoteliersvereinigung Fehm, Inmaculada Benito, wird mit der Bemerkung zitiert, die Abwendung der Hoteliers von den Briten und die Hinwendung zu anderen Märkten sei eine "logische unternehmerische Strategie".

Hintergrund des ungewöhnlichen Verhaltens ist laut "Ultima Hora" die massive Zunahme falscher Beschwerden britischer Gäste, die meist wegen angeblicher Magen-Darm-Erkrankungen aufgrund schlechter oder verunreinigter Nahrungsmittel Schadenersatzansprüche an die Hoteliers richten. Dabei spielen britische Anwälte, die die Urlauber zur Stellung von Schadenersatzforderungen animieren, eine zentrale Rolle. (Mehr zur Vorgehensweise der "Juristen" lesen Sie hier.) Diese Praxis hat in der jüngsten Vergangenheit in Spanien massiv zugenommen. Der mallorquinische Hotelverband schätzt, dass sie seine Mitglieder allein in der vergangenen Saison mehr als 50 Millionen Euro kostete. Damit bleibe der Hotellerie im Hinblick auf die nächste Saison nur die Wahl, die Verträge zu ändern, um die britischen Veranstalter an den Kosten zu beteiligen, oder auf andere Quellmärkte auszuweichen. Konkret nennt die Zeitung Frankreich, die Niederlande und die Schweiz als mögliche Alternativen.

28. April 2017 – 16:19
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Dieses Urteil wird auch für die Reisebranche relevant: Wenn ein Vergleichsportal nicht alle Anbieter auflistet, sondern nur diejenigen, von denen es eine Provision erhält, muss es seine Kunden künftig darüber aufklären. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf eine Klage des Bundesverbands der Bestatter hin. Diese Information sei für den Verbraucher von erheblichem Interesse, so die Richter. Denn die Verbraucher dächten meist, sie erhielten einen wirklichen Vergleich von nahezu allen Anbietern.

Zwar klärt das Urteil die Frage streng genommen nur für das Bestattungsportal. Doch die Richter haben in ihrer Begründung keinerlei Einschränkungen vorgenommen. Die Regeln, die sie aufstellten, gelten also auch für Vergleichsportale anderer Branchen, wie etwa die für Reisen, Flüge oder Hotels. Bilden sie aus irgendeinem Grund nicht die gesamte Bandbreite des Marktes ab, müssen sie dies transparent machen.

28. April 2017 – 15:34

Angebot und Nachfrage entwickeln sich weiterhin auf hohem Niveau, so das Ergebnis des Meeting- & Eventbarometers 2016/2017 der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren (EVVC) und des German Convention Bureau (GCB). Doch die Zeiten größerer Zuwächse sind offenbar vorbei. 2016 haben drei Millionen Veranstaltungen mit 394 Millionen Teilnehmern stattgefunden. Das bedeutet gegenüber 2015 eine minimale Zunahme der Teilnehmer um 0,4 Prozent bei einem leichten Rückgang der Veranstaltungen um 1,5 Prozent. Auf der Angebotsseite stehen 7.313 Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations mit jeweils mindestens 100 Sitzplätzen im größten Saal – dies entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber 2016.

Wachstum bei Kongressen, Tagungen und Seminaren. Dagegen wächst der Anteil von Kongressen, Tagungen und Seminaren an der Gesamtheit der Veranstaltungen. Er stieg um knapp sechs Prozentpunkte auf 58 Prozent. Die wachsende Bedeutung dieser Veranstaltungen bestätigt auch der Blick auf die Geschäftsreisezahlen aus Europa im Jahr 2016: Während sich ihr Volumen insgesamt mit rund 13 Millionen nahezu auf dem Vorjahresniveau bewegte, konnte das Segment der Kongresse und Konferenzen deutlich hinzugewinnen.

Verschiebung hin zu großen Veranstaltungen. Bei den Kongressen, Tagungen und Seminaren gab es eine Verschiebung zu großen Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern. Sie verzeichneten Zuwächse von rund zwei Prozent, während die kleineren Veranstaltungen leichte Rückgänge hinnehmen mussten. Joachim König, Präsident des EVVC: "Im Segment der kleineren Meetings gibt es zunehmend Hinweise auf eine Verschiebung in Richtung IT-gestützter alternativer Formen des Austausches."

Michael Noe

28. April 2017 – 13:30
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Die Kooperationen AER und TSS lösen zum Ende des Geschäftsjahres ihren Zusammenschluss in der Kooperations-Allianz TMCV auf. Anlass der Trennung ist, dass sich die AER-Kooperation dem DER-Touristik-Verbund DTPS anschließt, zu dem Organisationen wie Pro Tours, RCE, der Deutsche Reisering oder die Kooperation Tourcontact gehören. Der neue Verbund biete dem AER "zahlreiche Mehrwerte", sagt Vorstand Pedro Turbany, der den touristischen Bereich der Kooperation verantwortet. Zugleich wolle er auch in der neuen Konstellation "die bereits bestehenden engen und erfolgreichen Beziehungen zu allen in unserem Touristikportfolio gelisteten Partnern weiter festigen und ausbauen". Die Trennung von der TSS erfolge "freundschaftlich", so der AER-Chef. Um die eigenen Stärken jeweils besser ausbauen zu können, ohne dabei Rücksicht aufeinander nehmen zu müssen, sei eine Trennung "der nächstliegende Schritt".

Der Zusammenschluss von AER und TSS innerhalb der TMCV war 2002 erfolgt, um gemeinsam eine stärkere Positionen in den Provisionsverhandlungen mit den Veranstaltern zu erreichen. Anfangs gehörte außerdem die FTI-Vertriebsorganisation TVG dazu, die sich aber bereits 2003 von der TMCV trennte. Der TSS-Kooperation sind derzeit rund 3.350, dem AER etwa 1.000 Büros angeschlossen.

TSS-Chef Manuel Molina erklärt, für die TSS-Mitglieder werde sich nichts ändern. Seine Organisation werde unabhängig bleiben und sei auch ohne Partner stark genug aufgestellt.

Christian Schmicke

28. April 2017 – 12:38
playadepalma

Die mallorquinische Gemeinde will das touristische Treiben mit neuen Regeln und Strafen bändigen. Damit folgt sie der Nachbargemeinde Palma, die bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen hat. Ziel der Regeln sei es, "Lärm und Belästigungen durch Menschenansammlungen“ zu unterbinden, heißt es. Der östliche Bereich der als Playa de Palma bekannten Partymeile gehört zur Gemeinde Llucmajor, während der westliche Teil zur Gemeinde Palma zählt.

Je nach Schwere sollen Vergehen künftig in drei Gruppen unterteilt und mit entsprechenden Bußgeldern belegt werden. „Geringe Verstöße“ wie laute Musik und Geschrei kosten dann 50 bis 750 Euro, „schwere Verstöße“ wie Sachbeschädigung oder die Belästigung anderer Menschen im öffentlichen Raum werden mit 750 bis 1.500 Euro bestraft. Für „sehr schwere Verstöße“, zu denen beispielsweise öffentlicher Sex, Exhibitionismus oder Straßenprostitution gezählt werden, rufen die Ordnungshüter 1.500 bis 3.000 Euro auf.

Zwischen Mitternacht und acht Uhr morgens soll zudem der Verkauf von Alkohol verboten sein. Davon ausgenommen sind Restaurants und Hotels, die für den Konsum innerhalb der eigenen Räume ausschenken.

28. April 2017 – 11:35
bayern

Trotz starker Nachfrage – richtig glücklich ist die Liaison zwischen der deutschen Hotellerie und dem stationären Vertrieb nicht. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Gloobi.de-Umfrage unter rund 200 Reisebüros. Für zwei Drittel der Befragten spielt der Deutschland-Tourismus nur eine geringe oder gar keine Rolle. Und zwar keinesfalls wegen mangelnden Interesses der Kundschaft, schreiben viele Vertriebsprofis in ihren Kommentaren. Als Hauptschuldigen haben sie die Hoteliers ausgemacht. 68 Prozent der Teilnehmer an der Online-Umfrage erklären, die deutsche Hotellerie ziehe das Direktgeschäft der Zusammenarbeit mit ihnen vor. 64 Prozent sagen, die Hoteliers interessierten sich nicht für den Reisebürovertrieb. Nur elf Prozent bezeichnen die Zusammenarbeit als gut.

Fokus auf Direktvertrieb. Dabei spielt es offenbar eine entscheidende Rolle, dass viele Hotels Kunden, die den Aufenthalt in ihrem Haus über Veranstalter und Reisebüros gebucht haben, nach wie vor intensiv dazu locken, beim nächsten Mal direkt zu buchen. Dafür offerierten sie häufig Rabatte oder kostenlose Zusatzleistungen, berichten die Vertriebsexperten.

Schwache Veranstalterprogramme. Ein weiteres Manko sehen die Reiseprofis im Angebot der Veranstalter. Nur 30 Prozent bezeichnen deren Programme als umfangreich, hochwertig finden sie nur 23 Prozent. Viele der großen Veranstalter hätten auf den Deutschland-Trend erst reagiert, als sich in den Sonnenzielen ernsthafte Krisenerscheinungen bemerkbar machten, lautet ein häufig geäußerter Vorwurf.

Last but not least spielt auch eine wichtige Rolle, dass die Stornobedingungen bei Direktbuchungen oder Buchungen über Hotelportale meist kulanter sind als bei Veranstalterbuchungen. Das bewege so manchen Kunden dazu, die Dienste der Reisebüros für den Urlaub im eigenen Land nicht in Anspruch zu nehmen, sagen viele Verkäufer.

Fast die Hälfte bleibt optimistisch. Dennoch ist für den Deutschland-Tourismus am Counter offenbar noch nicht Hopfen und Malz verloren. Immerhin glauben 48 Prozent mittelfristig an Wachstum. Zudem stehen die Voraussetzungen für eine bessere Zusammenarbeit aus der Sicht der Reiseprofis gut. 72 Prozent von ihnen bezeichnen die eigenen Kenntnisse in Sachen Deutschland-Tourismus als gut oder sehr gut.

Christian Schmicke

27. April 2017 – 18:00
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Jeder Kunde von DER-Reisebüros bucht im Durchschnitt 1,3 Reisen pro Jahr. "Da ist es eine große Herausforderung langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen", resümiert Geschäftsführer Andreas Heimann. Doch wie bekommt man die Kunden öfter ins Reisebüro? Eine Frage, die Heimann mit Regiondo beantwortet. Das Freizeit- und Ausflugsportal mit 11.000 Aktivitäten gehört seit einigen Monaten zum Sortiment der DER-Reisebürokette. Heimanns Ziel: "Wir wollen uns strategisch als Freizeitplaner positionieren und damit viel häufiger mit unseren Kunden in Kontakt kommen als heute."

Vom Grill-Event bis zum Gruselwochenende

"Das Thema ist allerdings kein Selbstläufer und man braucht einen langen Atem", hat Heimann schon nach einer Testphase mit fünf Büros festgestellt. "Die Kunden müssen erst lernen, dass sie im Reisebüro auch Aktivitäten fürs Wochenende bekommen." Mit Mailings und Schaufenster-TV werden sie auf das erweiterte Angebot fürs Wochenende aufmerksam gemacht. Dabei geht es keineswegs nur um Grill-Events oder Ballonfahrten. Gut laufen etwa die Autostadt Wolfsburg, Pakete für die deutschen Freizeitparks oder Gruselwochenende, erzählt Heimann.

Es locken mehr Umsatz und neue Kunden

Das Geschäft sei für seine Reisebüros in zweierlei Hinsicht attraktiv. "Für so ein Weekend kommen bei mehreren Personen pro Buchung schon mal 1.500 Euro und damit eine interessante Provision zusammen. Wichtig ist aber auch: Wir erschließen für unsere Reisebüros damit eine ganz neue Kundschaft." Auch wer jetzt nur einen Ausflug kaufe, fliege vielleicht irgendwann auch in die Ferne. Doch das haben viele Reisebüromitarbeiter noch nicht auf dem Schirm. Sie waren anfangs zurückhaltend, gesteht Heimann, und es brauchte ein Anschubser. Dabei ist der Verkauf einfach. "Die Buchungsplattform von Regiondo ist in die Vertriebsplattform der DER-Reisebüros integriert, damit Buchungen komfortabel, prozessoptimiert und ohne weitere Anmeldungen erfolgen können."

Thomas Hartung

27. April 2017 – 16:39
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Mit einer ziemlich verrückten "Virtual-Reality"-Version ihrer Buchungsmaschine will die Amadeus-Tochter Navitaire Flugbuchungen offenbar zum Unterhaltungsprogramm machen. Um das Tool anzuwenden, benötigen Nutzer ein 3-D-Headset. Bei der Anwendung stehen sie dann auf einer Plattform und blicken auf einen dreidimensionalen Globus. Der Globus lässt sich drehen, um das Reiseziel auszuwählen, und versetzt die Anwender dann an Ort und Stelle – zum Beispiel nach London mit Blick auf das Riesenrad London Eye. Auch der Buchungsprozess samt Bezahlung spielt sich in dieser virtuellen Realität ab. Während der Flugauswahl können User den Sitzplatz über eine dreidimensionale Darstellung der Flugzeugkabine auswählen, für die Wahl des passenden Mietwagens werden verschiedene Fahrzeugmodelle präsentiert. Künftig könnte die Virtual-Reality-Software auch Hotelbuchungen bieten, oder Social-Media-Funktionen, über die Nutzer sehen können, wo auf dem Globus ihre Facebook-Freunde schon waren, glauben die Macher.

Entwickelt wurde die Anwendung von Justin Wilde, der auf Nutzeroberflächen spezialisiert ist. Wilde glaubt, dass Internetnutzer künftig auch Reisen "in 3 D buchen", sobald die entsprechenden Headsets erst einmal ausreichende Verbreitung gefunden haben. "Ich denke, dass Technologie und das Design von Nutzerprozessen das stärker berücksichtigen sollten", sagt er.

Navitaire arbeitet als Technologiedienstleister für Airlines und Veranstalter und gehört seit Januar 2016 zu Amadeus. Einen Eindruck von dem neuen Tool können Interessierte hier gewinnen.

Christian Schmicke

27. April 2017 – 15:49
graeskewilly

Willy Gräske, innerhalb des Vertriebsteams von LMX bislang für Marketing und Kommunikation zuständig, verlässt den Leipziger Reiseveranstalter nach drei Jahren, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Er wechselt zu Schörnig Reisen einem Busreiseveranstalter im Familienbesitz aus Hannover. Dort verantwortet er das Vertriebsmarketing und die Prozessoptimierung im Produktmanagement.

Gräske, der seine Ausbildung bei Eberhardt Travel in Kesseldorf nahe Dresden absolvierte, arbeitete vor seinem Engagement bei LMX Touristik im Vertriebsmanagement der Autostadt in Wolfsburg.