29. August 2017 – 15:25
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Zusätzliche Sicherheitschecks an europäischen Flughäfen haben nach Informationen des Airline-Verbandes Iata dazu geführt, dass sich die Zahl verspäteter Flüge in der Zeit von April bis Juni nahezu verdoppelt hat. In einem gemeinsamen offenen Brief an die Justiz- und Innenminister der EU-Staaten appellieren Iata, der Verbund Airlines for Europe (A4E), das Airlines Council International Europe, die European Regional Airlines Association und die Airlines International Representation in Europe an die Minister, dringend Maßnahmen zur Beschleunigung der Sicherheitschecks zu ergreifen, um die Zahl der Verspätungen zu reduzieren.

Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen an europäischen Flughäfen kosteten pro Passagier rund 20 Sekunden, rechnen sie vor. Das könne sich für einen Passagier schnell zu einer zusätzlichen Stunde Wartezeit bei der Abfertigung summieren. Von den daraus resultierenden Verspätungen seien rund 319 Millionen Passagiere pro Jahr betroffen. Und etwa fünf Prozent verpassten durch die verzögerte Abfertigung ihren Flieger.

"Wir unterstützen zusätzliche Grenzkontrollen, wenn die Regierungen glauben, dass dies die Sicherheit der Bürger erhöht", sagt der Iata-Repräsentant für Europa, Rafael Schvartzman. "Aber dazu bedarf es zusätzlicher Ressourcen, für die die Behörden bislang nicht gesorgt haben. Ein Anstieg der Zahl verspäteter Flüge um 97 Prozent aufgrund verzögerter Bodenkontrollen ist völlig inakzeptabel",  so der Iata-Vertreter. Es müssten zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und weitere automatische Abfertigungsstellen in Betrieb genommen werden.

Christian Schmicke

 

29. August 2017 – 14:41
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Am Dienstag war Niki Lauda in der deutschen Hauptstadt zu Besuch und führte dort nach eigener Aussage gegenüber dem Boulevard-Blatt "Österreich" ein "sehr gutes, konstruktives Gespräch". Wie berichtet will der Ex-Rennfahrer, passionierte Pilot und Airliner „seine“ Niki, die er gründete und an Airberlin verkaufte, zurück erwerben und wieder in Eigenregie betreiben. Das wird nicht ganz einfach, denn auch Lufthansa ist an Niki interessiert, um sie in die Low-Cost-Tochter Eurowings zu integrieren. Zudem will Lufthansa nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für Eurowings etwa ein Dutzend der 17 Langstreckenmaschinen von Airberlin übernehmen. Die Planungen sähen vor, zwei der Flugzeuge in Berlin und bis zu zehn in Düsseldorf zu stationieren, berichtet das Blatt unter Berufung auf Insider. Von der Hauptstadt solle eine Verbindung zur US-Ostküste angeboten werden. Insgesamt bietet Lufthansa demnach für bis zu 90 der rund 140 Maschinen, inklusive Niki, und würde bis zu 3.000 der insgesamt 8.600 Beschäftigten übernehmen – und zwar ausschließlich fliegendes Personal.

Zwei Offerten für Komplettübernahmen. Dagegen hat nicht nur Lauda etwas, sondern auch Hans Rudolf Wöhrl, der am Mittwoch in Berlin vorstellig wird und Airberlin komplett übernehmen und weiter betreiben will. Ebenfalls für Mittwoch hat Ryanair-Chef Michael O’Leary eine Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt angekündigt. Ob mit ihm ebenfalls konkrete Gespräche geführt werden oder ob er lediglich die Rolle des Provokateurs von der Außenlinie einnimmt, ist nicht bekannt. Allerdings hat sich Berlins Regierender Bürgermeister  schon einmal prophylaktisch vehement gegen einen möglichen Einstieg der Iren, die Airberlin laut O'Leary ebenfalls gerne komplett übernehmen würden, ausgesprochen. "Käme Ryanair zum Zuge, habe ich große Befürchtungen“, erzählte er dem Berliner "Tagesspiegel“. "Dann müssten die Mitarbeiter von Airberlin, die nicht gekündigt würden, wahrscheinlich zu irischen Arbeitsverträgen als selbstständige Subunternehmer arbeiten. Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist frühkapitalistisch." Mittlerweile soll Ryanair das Interesse an der Übernahme der kompletten Fluggesellschaft allerdings ohnehin relativiert haben. So zitiert die "Zeit" Marketingchef Kenny Jacobs mit der Bemerkung, seine Airline interessierte sich lediglich "für einige Vermögenswerte von Airberlin, hauptsächlich die Routen".

Nach aktuellem Stand können Interessenten noch bis zum 15. September Gebote für die insolvente Airberlin und ihre nicht in die Insolvenz einbezogene Tochtergesellschaft Niki abgeben. Dabei stehen die Beteiligten unter großem Zeitdruck, weil Airberlin täglich drei bis vier Millionen Euro verbrennt, so die Einschätzung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Allerdings macht die immer länger werdende Liste der Interessenten die Verhandlungen komplexer. Wann es zu einer abschließenden Lösung kommt, ist daher unklar.

Germania klagt gegen Bürgschaft. Auch auf Nebenkriegsschauplätzen herrscht einige Bewegung. So hat die Fluggesellschaft Germania beim Landgericht Berlin ein Eilverfahren eingeleitet, durch das es dem Bund untersagt werden soll, Airberlin den zugesagten Überbrückungskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zu gewähren, bevor die EU-Kommission die Beihilfe genehmigt hat. Der Antrag richtet sich gegen das Verkehrsministerium, das Wirtschaftsministerium und das Finanzministerium. Die mündliche Verhandlung über den Antrag ist für den 15. September geplant.

Christian Schmicke

 

29. August 2017 – 13:49
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Allerdings fehlt der australischen Airline bislang noch das passende Fluggerät dazu. Deshalb rief Qantas-CEO Alan Joyce nun die Flugzeughersteller Boeing und Airbus auf, Maschinen mit einer entsprechenden Reichweite zu entwickeln. Vom Jahr 2022 an, so Joyce, wolle seine Airline in der Lage sein, voll besetzte Flüge ohne Zwischenstopp etwa von Sydney nach London, von Brisbane nach Paris und von Melbourne nach New York anzubieten. Das sei die "letzte Grenze", die es in der Passagierluftfahrt noch zu überwinden gelte, sagt der Qantas-Chef. Bereits jetzt seien beide Hersteller mit der Entwicklung der Boeing 777X und dem Airbus A350ULR nah daran, dieses Ziel zu erreichen.

Im März nächsten Jahres startet Qantas tägliche Flüge mit einer Boeing 787 vom westaustralischen Perth nach London. Dieser Strategiewechsel könnte langfristig die Position der großen Hubs in den Golfstaaten bedrohen, die bislang davon profitierten, dass die Strecke zwischen Australien und Europa zu lang ist, um sie ohne Zwischenlandung zurückzulegen. Seit 2013 bedient Qantas etwa die Strecke nach Frankfurt nicht mehr selbst, sondern bietet sie ausschließlich im Codeshare mit Emirates an. Letztere ist dabei für die Verbindung ab Dubai zuständig. Die neue Route ab Perth markiert einen ersten Schritt auf dem Weg, sich von den Hubs in den Emiraten und Südostasien unabhängig zu machen. Würde die Reichweite der Flugzeuge ausreichen, um auch von den Städten im Osten Australiens nach Europa zu fliegen, dann dürfte dies den Hub-Strategien, die den Airline-Wettbewerb der vergangenen Jahre prägten, einen herben Dämpfer versetzen.

Christian Schmicke

 

28. August 2017 – 16:48
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Bereits 2012 schickte der Axel-Springer-Verlag seinen langjährigen "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann für ein Jahr ins Silicon Valley. Dort ließ er sich einen langen Bart wachsen, hörte auf, sich die Haare zu gelen und tauchte als eine Art Praktikant in die digitale Welt ein. Hierzulande gibt er seither den Internet-Welterklärer. Das soll er am 8. Dezember auch vor Touristikern tun. Bei der DRV-Jahrestagung in Ras Al Khaimah spricht Diekmann zum Thema: "Wie ein Megatrend die Welt verändert und wie man diesen mitgestalten kann."

Daneben soll das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle spielen. Gerhard Schindler, früherer Präsident des Bundesnachrichtendienstes, erläutert die Auslandsaktivitäten der Geheimdienstler und soll den Teilnehmern vermitteln, was sie für die Sicherheit deutscher Urlauber tun.

Für den lebenspraktischen Teil des Kongresses soll der Abenteurer und Polarforscher Arved Fuchs sorgen. Der Mann, der im selben Jahr zu Fuß den Nord- und den Süpol erreichte und seit Jahren den fortschreitenden Klimawandel dokumentiert, wolle der Branche zeigen, wie "verantwortlicher und nachhaltiger Tourismus in Zukunft gelingen kann", kündigt der DRV an.

Für die Tagung können sich Interessierte noch bis zum 20. Oktober anmelden. Die Pakete mit Flug, Übernachtung, Verpflegung und Transfers kosten für Verbandsmitglieder ab 749 Euro und für Nichtmitglieder ab 998 Euro. Anmeldungen unter drv-jahrestagung.de

 

28. August 2017 – 13:12
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Der Tourismus auf den Kanarischen Inseln boomt weiter. Allerdings kommt das Wachstum zumindest auf den „großen“ Inseln Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura nicht mehr aus dem deutschen Quellmarkt. So meldet die offizielle Statistik des Flughafenbetreibers Aena für die ersten sieben Monate ein Gästeplus von gerade mal 1,8 Prozent aus Deutschland, während der Zuwachs bei den Ankünften insgesamt bei acht Prozent liegt. Wachstumsstärkste Quellmärkte sind Portugal mit einem Viertel mehr Besuchern als im Vorjahr sowie Österreich und Polen mit jeweils 15 Prozent mehr Ankünften. Dass auch große Quellmärkte noch deutliches Wachstum generieren können, zeigen die Briten. Sie stellen mit 14 Prozent Zuwachs und 3,2 Millionen Einreisen die mit Abstand größte Besuchergruppe vor den Deutschen mit 1,8 Millionen. Auf Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura stagnieren die Touristen zahlen aus Deutschland fast vollständig. La Palma legt hingegen um knapp sieben und Lanzarote um elf Prozent zu.

Christian Schmicke

 

27. August 2017 – 19:15
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Nachdem die Debatte um die Übernahme von Teilen der insolventen Airberlin in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche noch einmal Fahrt aufnahm, nachdem am Mittwoch bei einer Versammlung des Gäubigerrates keine Vorentscheidung zu Gunsten von Lufthansa gefallen war, blieb es am Wochenende vergleichsweise ruhig.

Seehofer will Lufthansa helfen. Zwei Akteure nutzten allerdings die Gelegenheit, um sich und ihre Pläne ins Gespräch zu bringen. Der erste war Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Er sprach sich für eine Übernahme von Airberlin durch Lufthansa aus, deren Ziel es sei, die größte deutsche Airline „im Rahmen des Rechts zu stärken“. Es sei „wichtig, an die heimische Wirtschaft zu denken“, sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das unterscheide ihn „von vielen in der Europäischen Kommission, die den Betrieben in Europa große Schwierigkeiten machen, obwohl es ihre Aufgabe wäre, die europäischen Unternehmen zu stärken gegenüber der amerikanischen und chinesischen Konkurrenz“, erklärte der Ministerpräsident, ganz im Wahlkampfmodus.

Lauda denkt an Rückkauf. Außerdem meldete sich der Gründer der Airberlin-Tochter, Niki Lauda, zu Wort. Der will sich gerne die Bücher der Fluggesellschaft ansehen, um gegebenenfalls auch ein Gebot abzugeben. Der Tageszeitung „Österreich“ sagte er: "Ich habe einen Brief vom Insolvenzverwalter von Airberlin bekommen. Mit der Einladung, mir die Papiere anzuschauen. Das werde ich jetzt machen. Und am kommenden Dienstag habe ich bei ihm bereits einen Termin.“

Wöhrl darf doch in die Bücher schauen. Einen Tag später, am Mittwoch, will der Nürnberger Unternehmen Hans Rudolf Wöhrl bei Airberlin vorstellig werden. Wöhrl, der die Fluggesellschaft komplett übernehmen und das Geschäft wieder auf Deutschlandstrecken und europäischen Ferienflüge konzentrieren will und dem von Airberlin-Chef Thomas Winkelmann zunächst vorgeworfen worden war, er betreibe „Trittbrettfahrerei in einer für viele Mitarbeiter sehr schwierigen Situation“, bezeichnete die Einladung als „sehr erfreuliche Trendwende“. Im Anschluss an den Termin werde man „die aktuelle Situation analysieren und eine Fortführungsprognose erstellen, um auf dieser Basis ein qualifiziertes Angebot unterbreiten zu können“, sagte er dem Portal „Airliners“.

Die Phalanx ernsthafter Aspiranten wird damit immer länger. Auch Ryanair-Chef Michael O’Leary hatte bekundet, er würde gerne für die komplette Airberlin bieten, doch seien ihm die Wirtschaftsdaten der Airline bislang nicht zugänglich gemacht worden. Condor soll an der Übernahme der Leasingverträge für mindestens zehn Airberlin-Maschinen inklusive der Slots interessiert sein. Easyjet interessiert sich für Airberlin-Slots in Düsseldorf. Und Lufthansa würde bekanntlich gerne rund 90 Airberlin-Maschinen samt der kompletten Niki als Wachstumsbeschleuniger für die Low-Cost-Tochter Eurowings nutzen.

Letztere sorgte bereits mit Stellenausschreibungen im großen Stil für Piloten und Flugbegleiter für Aufregung. Der „Spiegel“ zitiert aus einem internen Schreiben von Eurowings-Flugbetriebsleiter Michael Spohr, in dem die eigene Belegschaft um Verständnis bitet, dass die Firma bereits Stellenausschreibungen für zusätzliche Crews veröffentlicht habe, auf die sich von Arbeitslosigkeit bedrohte Airberlin-Kollegen bewerben könnten – in der Regel allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen. Dagegen gingen die Airberlin-Beschäftigten auf die Barrikaden. In einem offenen Brief an die Bundesregierung heißt es, diese vertrete „im Zuge einer Aufspaltung der Airberlin einseitig deutsche Wirtschaftsinteressen" und vernachlässige  die "soziale Schutzwürdigkeit" der Angestellten. Es dränge sich "der Eindruck auf, dass die Übernahme der Air Berlin durch die Lufthansa lange vorbereitet war; und dies mit dem Wohlwollen der Bundesregierung".

Christian Schmicke

 

25. August 2017 – 16:21
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Was sich bereits in den vergangenen Tagen andeutete, steht jetzt fest. Auch das Kundenbindungsprogramm Topbonus von Airberlin ist pleite. Aus dem Unternehmen heißt es in einer Mitteilung: „Diese bedauerliche Entwicklung folgt auf die Entscheidung von Airberlin von letzter Woche, Insolvenzantrag zu stellen. Aufgrund der aktuellen Situation von Airberlin und dem unmittelbaren Zusammenhang für das Vielfliegerprogramm, hatte Topbonus keine andere Wahl, als diesen Schritt zu gehen.“

Das Sammeln und Einlösen von Meilen, das bereits unmittelbar nach der Pleite von Airberlin ausgesetzt worden war,  bleibt damit weiterhin außer Kraft. Der Kontozugang für Mitglieder, um Profile und Meilenguthaben zu prüfen, sowie die Topbonus Mitgliedschaft selbst blieben aber bestehen, erklärt die zu 70 Prozent zu Etihad Airways gehörende Gesellschaft Topbonus Limited mit Sitz in London. Gleichwohl stehen die Chancen schlecht, dass die mehr als vier Millionen Mitglieder des Meilenprogramms, unter denen auch Inhaber von Airberlin-Kreditkarten sind, die mit ihren Umsätzen Meilen sammelten, ihre Guthaben jemals einlösen können.

 

24. August 2017 – 18:26
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Bierpreise sind in vielen Regionen ein guter Indikator zur Einschätzung des Preisniveaus. Das spanische Schnäppchenportal "Cuponation“  hat in Bars in 53 Städten im ganzen Land die Preise für eine Caña, also ein kleines Glas Bier, ermittelt und veröffentlicht. Demnach liegt der mittlere Preis für ein kleines Bier, eine „Caña“, in Spanien bei 1,87 Euro. Am teuersten ist es im Zentrum von Madrid, wo die Caña im Durchschnitt 2,93 Euro kostet. Die günstigste  Provinz ist  Cádiz an der andalusischen Atlantikküste. Dort stehen im Schnitt nur 1,25 Euro auf der Rechnung. Nach Madrid sind das Baskenland mit 2,29 Euro und die Balearen mit 2,25 Euro pro Glas die teuersten Bierregionen. Deutlich günstiger ist die Extremadura mit 1,38 Euro. In Aragón werden am Tresen 1,59 Euro kassiert, in Murcia 1,60 Euro und in Castilla-La Mancha  1,75 Euro. Für ein Bier in den Zentren der Kanarischen Provinzhauptstädte Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife muss man 1,83 Euro berappen.

Der Tourismus spielt für die Preisbildung eine wichtige Rolle. So sind die Provinzen an Spaniens Küsten deutlich teurer als das Inland. In Meeresnähe liegt der Durchschnittspreis für ein Glas im Schnitt bei 1,95 Euro, im Binnenland sind es im Durchschnitt 1,80  Euro.

Auf dem Rückzug ist laut der Umfrage die klassische Tapas-Kultur. Traditionell wird in spanischen Bars zu jedem Glas Bier oder Wein ohne Aufpreis eine Kleinigkeit serviert. Laut der Erhebung tun dies allerdings nur noch 58,5 Prozent der Wirte kostenlos. In vielen touristisch stark frequentierten Gegenden ist diese Tradition fast ganz verschwunden.

 

24. August 2017 – 17:32
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Nach der Insolvenz von Airberlin war Programm bereits eingefroren worden. Kunden können seither keine Bonusmeilen mehr einlösen und  auch keine mehr sammeln. Da Topbonus zu 70 Prozent Etihad Airways gehört und überdies in eine Gesellschaft namens Topbonus Limited in London ausgegliedert wurde, fühlt sich Airberlin für das Programm nicht mehr zuständig. "Um die Bonusmeilen kümmert sich eine separate Gesellschaft", sagte Insolvenzverwalter Frank Kebekus der „Wirtschaftswoche“. Eine Zukunft gibt er dem Kundenbindungsprogramm ohnehin nicht mehr: "Auch dort hat der Gesellschafter die Finanzierung beendet und es zeichnet sich eine Insolvenz ab", sagt er.

Neben den rund 4,3 Millionen Teilnehmern an dem Programm, deren Punkte damit vermutlich wertlos geworden sind, trifft dies auch Inhaber von Airberlin-Kreditkarten, die einige Kreditinstitute ausgegeben haben. So kostet etwa die Karte der Landesbank Berlinknapp 90 Euro pro Jahr. Für jeden Umsatz darüber konnten Kunden Prämien- und Statuspunkte sammeln. Kunden erhielten darüber am Dienstag folgendes Schreiben:  “Informationen zu Ihrer airberlin Visa Card. Sehr geehrter Herr XYZ, leider hat sich die Situation seit unserer E-Mail vom 16. August 2017 verändert. Topbonus hat am Wochenende neben dem Einlösen nun auch das Sammeln von Meilen bis auf Weiteres ausgesetzt. Damit werden also auch keine Meilen mehr gutgeschrieben. Wir stehen zur Klärung der Sachlage in engem Austausch mit Topbonus. Angesichts der weiterhin unklaren Verhältnisse bitten wir Sie noch um Geduld. Ihre Karte ist natürlich weiterhin – innerhalb Ihres Verfügungsrahmens – einsetzbar. Bei Fragen stehen wir ihnen rund um die Uhr telefonisch unter der Telefonnummer 030/2455 2494 zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Airberlin Kreditkarten-Service Landesbank Berlin AG“

Airberlin verweist gegenüber Gloobi.de hinsichtlich der Spekulationen über eine bevorstehende Topbonus-Insolvenz auf Etihad als Mehrheitsgesellschafter. Die arabische Airline hatte die Anteile Ende 2012 für mehr als 180 Millionen Euro von Airberlin übernommen. Etihad äußerte sich zu einer Anfrage zur Zukunft von Topbonus Unlimited bislang nicht.

Christian Schmicke

 

24. August 2017 – 16:51
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Geschäftsreisende nehmen immer mehr technische Geräte mit auf Reisen und fühlen sich dadurch produktiver. Das zeigen die Ergebnisse der "CWT Connected Traveler Study“, die Carlson Wagonlit Travel veröffentlicht hat. Für die Studie wurden mehr als 1.900 Geschäftsreisende befragt. Die Business Traveler haben durchschnittlich vier verschiedene Gerätetypen dabei. Wenig überraschend ist das Smartphone für die meisten der wichtigste Begleiter. Mehr als 80 Prozent der Reisenden weltweit nutzen ihr Mobilfunkgerät, um unterwegs Geschäfte fortzuführen.

Die Studie zeigt auch die Unterschiede in der Kontaktaufnahme mit Kollegen oder der Familie. Während die Reisenden mit ihren Familien und Freunden vorwiegend über Telefon (44 Prozent), Skype (24 Prozent) und Textnachrichten (17 Prozent) kommunizieren, dominiert bei Geschäftskollegen die E-Mail (44 Prozent), gefolgt vom Telefon (24 Prozent) und Textnachrichten (14 Prozent).

Zwei Drittel der Reisenden finden es allerdings lästig, so viele Geräte mit sich zu führen. Dennoch wollen sie auf den vergleichsweise schweren Laptop nicht verzichten. Mehr als drei Viertel der deutschen Business Traveler nutzen ihn für berufliche Zwecke hauptsächlich, ehe sie zu anderen Geräten greifen.

Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie hier.