07. Februar 2017 – 10:26
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Bei Lufthansa und Austrian Airlines müssen Reisende in allen Buchungsklassen der Economy Class auf der Langstrecke für Sitzplatzreservierungen pro Flugsegment 25 Euro bezahlen. Damit passt der Konzern nach eigenem Bekunden zum 21. März die Buchungsbedingungen seiner deutschen und österreichischen Marke denen der Swiss an, bei der diese Regelung schon seit längerem gültig ist. Bisher wurden bei Langstreckenflügen mit Lufthansa und AUA nur in den besonders günstigen Buchungsklassen (W, S, T, L und K)  Gebühren für die Sitzplatzreservierung fällig. Kunden mit innerdeutschen Anschlussflügen müssen in Zukunft zudem zehn Euro pro Strecke extra zahlen, wenn sie auch für den Zubringerflug einen Sitzplatz reservieren wollen.

So summieren sich die Reservierungsgebühren damit auf 50 Euro für den Hin- und Rückflug ohne Zubringerflüge und auf insgesamt 70 Euro bei durchgehender Sitzplatzreservierung inklusive Zubringer.

Ausgenommen von der neuen Regelung sind Gruppenbuchungen sowie Vielflieger mit Senatoren- oder HON-Circle-Member-Status. Die Auswahl verbleibender freier Sitze beim Online-Check-in ab 24 Stunden vor dem Abflug bleibt ebenfalls kostenlos.

06. Februar 2017 – 17:31
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Benjamin Rauser hat zum Monatsbeginn als Direktor für Strategie und neue Geschäftsfelder bei der Unternehmensgruppe angeheuert. Er soll den "strategischen Ausbau des Geschäfts und die Implementierung neuer Urlaubsprodukte und Services", vorantreiben, erklärt der neue Arbeitgeber. Außerdem fallen die Marke Mietwagen-Check sowie die internationalen Webseiten der Holiday-Check AG in seinen Aufgabenbereich.

Der 31-Jährige war zuvor als General Manager beim Lieferdienstanbieter Deliveroo für den Ausbau des Deutschlandgeschäfts verantwortlich. Davor arbeitete er bei McKinsey als Berater in den Bereichen Automobil, Pharmazie und Telekommunikation. Welche neuen Projekte konkret geplant sind, sagt Holiday-Check noch nicht. CEO Georg Hesse erklärt lediglich, der Anbieter werde das "Produkt- und Serviceangebot rund um das Thema Erholungsurlaub erweitern".

06. Februar 2017 – 14:19

Eurowings hat gestern mit dem Verkauf der ersten Zehnerkarten für Flugtickets begonnen. Reisebüros und Flugportale sind vom Vertrieb des "Flightpass" vorerst ausgenommen, so Eurowings auf Anfrage von Gloobi. "Der Verkauf findet aktuell ausschließlich über die Plattform Flightpass statt und ist nur für Endkunden möglich." Denn über die Website könnten die Zehnerkarten nicht nur gekauft werden, sie diene gleichzeitig Buchungsplattform. Käufer können sich dort einloggen, das verbleibende Flugkontingent abrufen und Flüge reservieren vornehmen. 

Der Flightpass berechtigt für zehn Oneway-Flüge und wird für drei verschiedene Zielgruppen angeboten: Pendler, Business Traveller und Studenten. Studenten bis 26 Jahre zahlen mit dem Student Pass für zehn ausgewählte innerdeutsche und europäische Strecken 499 Euro. Der City-Pass ist die Zehnerkarte für Pendler und gilt auf einer innerdeutschen Strecke. Zehnmal fliegen kostet 699 Euro. Beim Business-Pass stehen alle innerdeutschen Strecken zur Wahl. Für 1.499 Euro sind die Strecken bis sechs Stunden vor Abflug buchbar.

Der Flightpass ist ein Prototyp, der gemeinsam vom Lufthansa Innovation Hub und Eurowings entwickelt wurde. Die Airlines haben aus vielen Kunden-Feedbacks den Wunsch nach neuen und vereinfachten Buchungs- und Preismodellen herausgelesen. "Ziel des Prototypen ist innerhalb der nächsten Wochen in Erfahrung zu bringen, ob Kunden ein Abomodell fürs Fliegen nutzen und welches Modell dabei besonders interessant ist." Erst nach der Testphase soll entschieden werden, ob und in welcher Form die Zehnerkarte weiter angeboten wird. "Bei einer Weiterführung des Produkts ist es aber durchaus denkbar, auch andere Vertriebskanäle für den Verkauf der Pässe mit einzubinden", so Eurowings.

06. Februar 2017 – 13:50
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Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko nach der Amtsübernahme durch Donald Trump haben bereits Folgen für den Tourismus im südlichen Nachbarland der Vereinigten Staaten. Wie die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" berichtet, sind die Buchungen aus den USA bei den balearischen Hotelketten, die in Mexiko Anlagen betreiben, dort gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zurückgegangen. Dies betreffe vor allem populäre Ziele wie Cancun, die Riviera Maya und die Riviera Nayarit. Ketten wie Meliá, Barceló, Iberostar, Riu, Palladium, Bahía Príncipe und Viva Hotels sind dort stark vertreten.

Die Zeitung zitiert Vertreter der Unternehmen mit der Vermutung, dass die Sorge vor einer antiamerikanischen Stimmung in Mexiko nach den Ankündigungen Trumps, zwischen beiden Staaten eine Mauer zu bauen, alle illegal in den USA lebenden Mexikaner auszuweisen und den Handel zu erschweren, US-Bürger von Reisen nach Mexiko abhält. Trump hatte bereits im Wahlkampf scharf gegen die Mexikaner polemisiert und mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger, Mörder und Verbrecher verunglimpft. Es habe nach seiner Wahl zahlreiche Stornierungen zuvor gebuchter Reisen gegeben, berichten die spanischen Hotelketten. Davon profitierten andere Karibik-Ziele wie Aruba, Jamaika und die Dominikanische Republik.

06. Februar 2017 – 12:11

Der schwere Sturm erreichte am heutigen Monatg Mauritius und sorgte dort bereits für Flugausfälle, obwohl der nicht direkt über die Insel hinwegzog. South African Airways und Air Mauritius strichen für heute geplante Flüge. Ein Condor-Flug von Frankfurt startete dagegen planmäßig. Auf Mauritius bleiben die Schulen am Montag geschlossen und die Anbieter von Ausflügen für Urlauber haben ihre Exkursionen gestrichen.

Den jüngsten Prognosen der Meteorologen zufolge bewegt sich Carlos in den nächsten Tagen weiter Richtung Süd/Südwest und gewinnt dabei an Kraft. Am Dienstag wird "Carlos voraussichtlich in Réunion auf Land treffen. Dabei werden Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern mit bis zu 148 Stundenkilometer starken Böen erreicht. Eine Sturmflut von bis zu 1,5 Metern über dem Durchschnitt sei möglich, kündigen die Wetterdienste an. Aufgrund der Regenfälle und des Anstiegs der Wasserpegel könne es vor allem entlang der Küste zu Überschwemmungen kommen. Auch mit Flug- und Verkehrseinschränkungen sei am Dienstag zu rechnen, heißt es.

03. Februar 2017 – 15:26
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Seit 2013 dürfen Passagiere der Billig-Airline neben einem bis zu zehn Kilo schweren Koffer noch eine Handtasche, einen Rucksack, eine Fototasche oder Ähnliches kostenlos in die Kabine mitnehmen. Erlaubt sind derzeit ein Koffer, der maximal 55x40x20 Zentimeter groß sein darf, und eine Tasche mit Maximalmaßen von 35x20x20 Zentimetern. Außerdem darf eine bis zu fünf Kilo schwere Wickeltasche mit ins Handgepäck, wenn jemand mit einem Baby unterwegs ist.

Das könnte sich demnächst ändern. Laut spanischen Medien beklagte Kenny Jacobs, der Marketingchef der Airline, vor Journalisten in Madrid, dass viele Passagiere die "großzügige" Regelung dazu  ausnutzten, um eine weitere Reisetasche im Handgepäck zu transportieren. Wenn sich dies nicht ändere, sei man gezwungen, das zweite Handgepäckstück wieder zu verbieten. Weil es zu lange dauere, überzähliges Handgepäck im Flieger zu verstauen, sei es schon häufig zu Verspätungen gekommen.

03. Februar 2017 – 13:36
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Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft fordert, dass sich der Bund deutlich stärker als bisher an den sogenannten Luftsicherheitskosten beteiligt. Der neue Verbandspräsident, Fraport-Chef Stefan Schulte, kritisiert, dass die Behörden die Fluggesellschaften und Flughäfen alleine für diese Kosten im Umfang von rund 700 Millionen Euro pro Jahr aufkommen lassen. Weil dies in anderen Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Italien und den USA, anders sei, erwachse der Luftfahrt in Deutschland daraus ein Wettbewerbsnachteil. Der werde immer größer, denn "jeder neue Vorfall, jeder neue Anschlagsversuch sorgt für zusätzliche Maßnahmen", die zwar die Sicherheit verbesserten, aber auch die Kosten in die Höhe trieben.

"Die Aufgaben der Gefahrenabwehr und der Terrorbekämpfung sind immer mehr zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden", argumentiert Schulte. Deshalb sollten die Kontrollaufgaben der Behörden zu einem erheblichen Teil vom Staat getragen werden. So, wie es bei anderen Verkehrsträgern und im öffentlichen Raum insgesamt bereits der Fall sei.

Anlass der Forderung war die Vorstellung der Branchenbilanz für das vergangene Jahr. Während das Wachstum der deutschen Airlines magere 1,4 Prozent betrug, legten die europäischen Fluggesellschaften insgesamt immerhin um 4,6 Prozent zu.  Das starke Wachstum des Luftverkehrs im Nahen Osten (+ 11,2 %) und Asien (+9,2 %) hielt unterdessen an. "Die deutsche Luftverkehrswirtschaft fällt zurück", schlägt Schulte Alarm. Die Jahreszahlen seien "ein erneuter und lauter Weckruf in Richtung Politik zum Handeln".

03. Februar 2017 – 11:28

Während die meisten Maschinen der karibischen Regionalfluglinie auf Anweisung der Behörden von Curaçao derzeit aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben müssen, hat der neue CEO der Airline, Gilles Filiatreault, angekündigt, dass er die Gesellschaft mit Hilfe staatlicher Unterstützung wieder fit machen will. Rund 14 Millionen Euro sollen nach Informationen der Zeitung "Curaçao Chronicle" in Technik und die Verbesserung der Sicherheitsstandards fließen. Anschließend will sich Filiatreault, der zuvor als CEO für Air Madagaskar arbeitete und als Experte für die Restrukturierung kriselnder Airlines gilt, mit der Verbesserung der Profitabilität und dem Abbau von Schulden befassen. Binnen 48 Stunden solle Insel Air den vollständigen Flugbetrieb wieder aufnehmen, schreibt die Zeitung.

02. Februar 2017 – 17:21
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Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten auf der Antilleninsel Curaçao hat seinen Mitarbeitern untersagt, mit der regionalen Fluggesellschaft Insel Air zu fliegen. Grund seien Sicherheitsmängel, heißt es in einer Mitteilung. So habe am 27. Dezember eine Maschine der Gesellschaft aufgrund von Problemen mit dem Kabinendruck in Kolumbien notlanden müssen. Am 13. Januar sei aufgrund desselben Problems auf einem Flug nach Miami eine Notlandung erforderlich gewesen. Insgesamt hätten in den vergangenen sechs Monaten vier weitere Flugzeuge der Airline wegen Druckabfalls oder Problemen mit der Elektrik nach dem Start umkehren müssen. Zudem hätten die Behörden von Aruba und Curaçao bereits zahlreiche Maschinen der Fluggesellschaft aus Sicherheitserwägungen für weitere Untersuchungen gegroundet.

Die 2006 gegründete  Fluggesellschaft betreibt nach eigenen Angaben 18 Flugzeuge und ist von Curaçao und Aruba zu 26 Zielen in der Karibik, Süd- und Mittelamerika unterwegs. In den USA fliegt der Carrier Miami an. Er hat Interline-Abkommen mit mehreren Fluggesellschaften geschlossen, darunter Airberlin und Air France/KLM. Mit letzterer besteht auch ein Codeshare-Abkommen.

02. Februar 2017 – 16:04
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Bei der Recherche nach wettbewerbswidrigen Praktiken im Online-Handel ist die EU-Kommission auch touristischen Unternehmen auf der Spur. Nach Beschwerden von Kunden prüft die Kommission nun Vereinbarungen zwischen den größten europäischen Reiseveranstaltern und Hotels. Ausdrücklich genannt werden in diesem Zusammenhang Kuoni, Rewe, Thomas Cook und Tui sowie auf der Hotelseite Sol Meliá. Dabei geht es um die Frage, ob die Veranstalter Hotelbetten in einzelnen EU-Staaten bewusst günstiger verkaufen als in anderen – was in der Tat gängige Praxis ist. Die Kommission begrüße zwar, dass Hotels innovative Preissetzungsmechanismen entwickeln und einführen, um ihre Zimmerauslastung zu maximieren, teilen die Wettbewerbshüter mit. Allerdings dürften Hotels und Reiseveranstalter ihre Kunden nicht aufgrund ihres Standorts diskriminieren. Die Vereinbarungen, die die Kartellwächter derzeit prüfen, "könnten Bestimmungen enthalten, die zu einer Diskriminierung der Kunden aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Wohnsitzes führen", heißt es. Infolgedessen würden den Kunden nicht alle verfügbaren Hotelzimmer angezeigt, und sie könnten die Zimmer nicht zu den günstigsten Preisen buchen.

Diese Praxis würde gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen, da die Verbraucher "allein aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Wohnsitzes daran gehindert werden, Hotelzimmer zu den von Reiseveranstaltern in anderen Mitgliedstaaten angebotenen günstigeren Konditionen zu buchen", formuliert die Behörde. Neben der Touristik ermitteln die EU-Wettbewerbskommissare auch bei Videospielen und im Bereich Unterhaltungselektronik.