21. Dezember 2017 – 14:37
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Der Kooperationsverbund QTA hat eine Vereinbarung mit HLX-Touristik getroffen, in deren Rahmen die rund 8.000 Büros der angeschlossenen Kooperationen Pauschalreisen sämtlicher Marken buchen können, für die die holidays.ch Group mit Sitz in Basel als Veranstalter fungiert. Darunter sind unter anderem die mit HLX-Technik bestückten Portale von Lufthansa, Swiss, Condor und Sun Express.

In einer Testphase können die QTA-Büros nun zudem Pauschalreisen von Ryanair Holidays buchen. Bislang  liefen Buchungen von Ryanair-Flügen über Reisebüros, wenn überhaupt, nur mit Hilfe des so genannten Screen  Scrapings, also des maschinellen Auslesens von Daten der Ryanair-Website durch andere Anbieter. Gegen dieses Screen Scraping geht der irische Billigflieger immer wieder juristisch vor. Der Deal mit HLX bietet den Agenturen nun die Möglichkeit, Urlaubspakete mit Ryanair-Flügen offiziell zu buchen. 

QTA-Sprecher Thomas Bösl sieht in der Integration des Ryanair-Portals einen notwendigen Schritt der Sortimentserweiterung. „Der stationäre Vertrieb versteht sich als Vollsortimenter. Wir wollen für unsere Kunden Beratungs- und Verkaufsstelle für alle touristischen Produkte sein. Ryanair-Flüge sind da eine hervorragende Ergänzung“, sagt er. Um die Angebote zu nutzen, müssen die Reisebüromitarbeiter ihre gewohnte Buchungsmaske allerdings verlassen. Suche und Buchungen erfolgen über das QTA-Extranet, das über eine Schnittstelle zur HLX-Technik verfügt. Die Nutzung stelle sich für die Reisebüros ähnlich dar, wie auf der Endkunden-Website, heißt es von HLX.

21. Dezember 2017 – 13:42
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Der Medienkonzern Pro Sieben Sat1, der schon seit längerem öffentlich über den Verkauf seiner Touristiksparte nachdenkt, hat einen Käufer für das Portal weg.de gefunden. Für zwölf Millionen Euro erwirbt lastminute.com mit Sitz im schweizerischen Chiasso die Comvel GmbH, die das Portal weg.de sowie das Portal ferien.de betreibt. Nicht im Verkaufspaket enthalten ist der Veranstalter Tropo. 

Fabio Cannavale, CEO von lastminute.com, lobt den Deal als "perfekte Ergänzung unseres Business Modells“. Durch den Zukauf  komme man dem Ziel, der "entscheidende Player im Europäischen Package Urlaubssegment zu werden" näher. Vor allem im deutschen Markt soll die Expansion durch den Neuzugang vorangetrieben werden. Durch die Akquisition wachse das Umsatzvolumen im deutschen Markt von 17 Millionen Euro auf rund 37 Millionen Euro, wenn man die Zahlen des Jahres 2016 zugrunde lege. Cannavale hatte zuvor bereits um den Kauf von Unister-Portalen mitgeboten, die schließlich an den tsvchechischen Investor Rockaway Capital gingen.

 

21. Dezember 2017 – 12:15
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Zugegeben: leichte Kost ist das nicht. Auf mehr als 550 Seiten fasst die 2. Auflage des Standardwerks "Reiseveranstalter- und Reisevertriebsmanagement“ die Grundlagen des Geschäfts von Veranstaltern und Reisemittlern zusammen. Dabei werden neben den Strukturen des Reiseveranstalter- und Reisemittlermarktes detailliert die Prozesse der Veranstaltung beleuchtet. Neu sind in der aktualisierten Ausgabe unter anderem zahlreiche Ergänzungen im Bereich Digitalisierung und Online-Vertrieb. Daneben wurden Teile des Buches "Reisebüro-Management“, das zuletzt 2008 neu aufgelegt wurde, in aktualisierter Form in das Werk integriert. Zudem haben die Autoren sämtliche Daten umfassend aktualisiert.

Die drei Verfasser sind erfahrene Experten in der touristischen Praxis sowie im Lehr- und Forschungsbereich an Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen. Prof. Dr. Adrian von Dörnberg lehrt an der Hochschule Heilbronn Reiseveranstaltermanagement und Luftverkehr. Er arbeitete zuvor im Vorstand von Lufthansa und der Europäischen Reiseversicherung. Prof. Dr. Walter Freyer führte ein mittelständisches Reisebüro samt Veranstalter und war Leiter des Lehrstuhls für Tourismuswirtschaft an der TU Dresden. Werner Sülberg ist Bereichsleiter Unternehmensentwicklung und Marktforschung bei der DER Touristik.

Interessant ist das Buch außer für Lehrende und Studierende der Tourismuswirtschaft auch für Praktiker, die mehr über die Hintergründe und Strukturen ihres täglichen Geschäfts wissen wollen. Zu haben ist es im Verlag De Gruyter unter ISBN 978-3-11-048146-4 für 39,80 Euro.

 

20. Dezember 2017 – 19:35

Die USA verweigern Bürgern aus einigen EU-Ländern nach Angaben der EU-Kommission als einziges Land  der Welt die visumsfreie Einreise, obwohl US-Bürger ohne ein solches Dokument nach Europa reisen dürfen. Derzeit benötigen Bürger aus Bulgarien, Kroatien, Zypern, Polen und Rumänien eine besondere Einreiseerlaubnis für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Zuletzt sei mit Kanada die gegenseitige Visumspflicht komplett aufgehoben worden, so die Behörde. Das Land habe im Dezember die Visumspflicht für rumänische und bulgarische Staatsbürger abgeschafft. Nach geltendem Recht kann die EU-Kommission für Bürger aus Staaten, die sich dem Prinzip der gegenseitigen Visafreiheit verweigern, Einreisebarrieren verhängen. Allerdings scheut sie sich im Fall der USA, das zu tun. Dies wäre „kontraproduktiv", heißt es dazu, vermutlich mit Blick auf US-Touristen. Die Kommission setzt auf Verhandlungen. In den kommenden Monaten will sie den Dialog zwischen den betroffenen EU-Staaten und den USA intensivieren.

Das Thema trifft indirekt auch Deutschland und seine Reiseindustrie. 2016 lebten hierzulande knapp 800.000 Polen, mehr als eine halbe Million Rumänen, mehr als 300.000 Kroaten und rund eine Viertelmillion Bulgaren.

20. Dezember 2017 – 15:51
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Dass kleine Gesten manchmal große Wirkung entfalten, ist bekannt. Doch nicht immer ist die Wirkung so, wie der Absender sich das wünscht. Jedenfalls löste ein simpler und zudem unverfänglich formulierter Weihnachtsgruß des insolventen Berliner Veranstalters an seine Geschäftspartner auf einschlägigen Social-Media-Plattformen eine umfangreiche, ziemlich emotional geführte Debatte aus. "Dürfen die das? Nach allem, was passiert ist?" Dabei zeigte sich deutlich, dass der Reisebürovertrieb in seiner Haltung zu dem insolventen Veranstalter, der nun vom Discounter Lidl übernommen werden soll, zutiefst gespalten ist und dass bei einigen Vertretern die Nerven ziemlich blank liegen. Die Bandbreite der Kommentare erstreckt sich von nicht zitierfähigen Beiträgen mit dem Tenor, Unternehmensgründerin Jasmin Taylor lasse es sich in ihrer Villa gut gehen, während der Vertrieb seine Provision abschreiben müsse, bis hin zu verständnisvollen Anmerkungen hartnäckiger "Sympathisanten“. Dass dabei auch der Kontrast zwischen den pompösen Promi-Parties der Unternehmerin, ihrem Auftritt in der Doku-Soap „Shopping Queen“ und der neuen Zuflucht des Veranstalters immer wieder gernüsslich zelebriert wird, verwundert nicht. Jedenfalls verdeutlichen die Dialoge, dass nicht wenige Verkaufsprofis nach dem Pleite-Chaos der vergangenen Monate ein ausgeprägtes Bedürfnis haben, mal richtig Dampf abzulassen. Nachvollziehbar ist das ja.

Christian Schmicke

 

20. Dezember 2017 – 14:14

Wenn Deutschlands oberste Testinstitution, die Stiftung Warentest, sich eines Themas annimmt, dann ist ihr die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewiss. Schließlich gilt die mit öffentlichen Mitteln geförderte Stiftung, anders als Medien und sonstige Akteure, die sich in diesem Tätigkeitsfeld tummeln, als besonders unabhängig und gewissenhaft in ihrer Methodik. Deshalb dürfte auch die Touristik das jüngste Ergebnis eines Veranstaltertests durch die Stiftung aufmerksam verfolgen.

Mit Alltours, Dertour, FTI, Neckermann, Schauinsland und Tui knöpften sich die Tester Marken der größten Anbieter vor, um sie auf ihr Preisniveau, die Kundenzufriedenheit, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten und Mängel in den AGB zu überprüfen. Einen eindeutigen Testsieger konnten sie nach eigener Aussage nicht ermitteln. In allen vier Disziplinen positiv schnitt nach ihrem Urteil als einzige Marke Neckermann ab.

Für die Anbieter erfreulich fiel das Ergebnis einer Umfrage unter 400 Kunden zur Zufriedenheit aus. Zwischen 75 (FTI) und 88 Prozent (Tui und Neckermann) der Teilnehmer erklärten, sie seien mit der Produktqualität der Anbieter zufrieden. Zwischen 88 (FTI) und 94 Prozent (Tui) gaben an, sie würden bei dem Veranstalter wahrscheinlich wieder buchen.

Schauinsland am billigsten, Dertour am teuersten. Interessant ist, dass zwischen der Einschätzung der Kunden zum Preisniveau der Veranstalter und dem Testergebnis eine Lücke klafft. So ermittelte die Stiftung Warentest Schauinsland als günstigsten Veranstalter, während die Kunden dieses Attribut am ehesten Alltours zuschrieben. Im Test lagen die Preise von Alltours hingegen um knapp elf Prozent über denen von Schauinsland, als teuersten Anbieter identifizierten die Warentester Dertour und als zweitteuersten Tui.

In Sachen Nachhaltigkeit bescheinigt die Stiftung den Veranstaltern Nachholbedarf. Bei Tui und Neckermann wollen sie immerhin "Hinweise auf ein nennens­wertes Engagement für Umwelt­schutz und Soziales“ entdeckt haben. Dertour werden "wenigs­tens Ansätze zur Nach­haltig­keit" attestiert. Die anderen Veranstalter böten dazu hingegen "wenig bis nichts Erkenn­bares“.

In den Geschäfts­bedingungen der Veranstalter fanden die Tester nur wenige unzu­lässige Klauseln. Eine Ausnahme sei FTI, bemängeln sie. So behalte sich der Veranstalter vor, Reisen, bei denen die Mindest­teilnehmerzahl nicht erreicht werde, zwei Wochen vor Reise­beginn abzu­sagen. Bezahlt werden müssten diese aber 30 Tage vor Antritt. Für kritikwürdig befand die Stiftung Warentest einige "verbraucherunfreundliche Klauseln“. Diese bezogen sich in der Regel auf hohe Anzahlungen und Stornokosten.

Aussagekraft ist begrenzt. Bleibt die Frage, welcher Erkenntnisgewinn sich aus dem Veranstaltertest ableiten lässt. An der Kundenbefragung mit 400 Kunden aus einer für die deutsch­sprachige Onlinebevölkerung ab 18 Jahren repräsentativen Gruppe gibt es nichts zu bemängeln. Über das positive Ergebnis kann sich die Touristik durchaus freuen. Der Aussagewert des Preisvergleichs ist dagegen begrenzt. Denn wie die Tester selbst einräumen, waren sie zwar bemüht, vergleich­bare Reisen auszuwählen. Doch gelinge dies selten hundert­prozentig, weil die Veranstalter nicht immer dasselbe Hotel, dieselbe Air­line und dieselben Flug­zeiten anböten. Ermittelt werden konnte damit allenfalls eine Art mittleres Preisniveau der Veranstalter bei jeweils 30 Urlaubspaketen, der Vergleich identischer Produkte fehlt dagegen. Als grober Orientierungsrahmen mag dies etwas taugen, den individuellen Preisvergleich erspart der Test den Kunden aber keineswegs.

Einigermaßen dünn fällt auch der Test der Nachhaltigkeitsaktivitäten aus. Dafür wurde auf den Websites nach Informationen zum Thema gesucht. Die Veranstalter selbst sollten in einer Befragung Auskunft zu ihrer Unter­nehmens­politik zur Nach­haltig­keit geben und ihre Nach­haltig­keits­aktivität mit Dokumenten belegen, beispiels­weise Zertifikaten. Das kratzt allenfalls an der Oberfläche der komplexen Thematik, denn die Ergebnisse basieren ausschließlich auf der Selbstdarstellung der Unternehmen. Ein echter Test sieht anders aus.

Christian Schmicke

 

19. Dezember 2017 – 17:18
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Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien macht die Niki-Pleite den Veranstaltern jede Menge Arbeit. Urlauber, die noch mit Niki in die Zielgebiete gereist waren, pünktlich vor Weihnachten nach Hause zu bringen, ist die eine Sache. Passende Flüge für jene Kunden zu finden, die ihren Urlaub inklusive Niki-Flug in den Weihnachtsferien gebucht hatten, das andere Problem. Marktführer Tui schätzt, dass rund 5.000 seiner Gäste bis zum Jahresende von der Niki-Pleite betroffen sind. Bis zum Ende der Sommersaison seien es knapp 36.000.

Sonderflüge von Tuifly und Condor. Sorge, nicht verreisen zu können oder am Urlaubsort festzusitzen, müsse jedoch niemand haben, beteuert Tui. Für sämtliche Kunden könnten passende Flüge gefunden werden. Dazu beitragen sollen unter anderem 60 Sonderflüge noch in diesem Jahr, größtenteils mit der hauseigenen Tuifly. Sonderflüge legt auch Condor auf. Sieben Sondermaschinen setze man ein, um Kunden in den Urlaub oder nach Hause zu befördern, teilt das Mutterunternehmen Thomas Cook mit. Wie viele Kunden ursprünglich auf Niki-Flüge gebucht waren, kann oder will der Konzern nicht sagen.

Neue Flugzeiten, Flugtage und Airports. Auch DER Touristik, Alltours und FTI hüllen sich zur Zahl betroffener Gäste in Schweigen. Zugleich sind sie bemüht, den Eindruck zu erwecken, dass sie die Lage im Griff haben. Gleichwohl räumen sie ein, dass es zu Weihnachten Engpässe gibt. Geänderte Flugzeiten sind bei Flugumbuchungen der Normalfall, aber auch neue Abflughäfen und geänderte Reisetage sind an der Tagesordnung. Der Duisburger Veranstalter Schauinsland Reisen, der nach eigener Aussage täglich für 150 bis 300 Gäste Alternativen finden muss, erklärt, rund 80 Prozent der Fälle seien binnen kurzer Zeit lösbar. Und wenn Probleme aufträten, versuche man, "im Sinne der Kunden eine Lösung zu finden".

Für manche Kunden muss ein neues Ziel her. DER Touristik teilt mit, Gästen, die nicht umgebucht werden könnten, biete man veränderte Reisetermine an. Zudem schlage man den Kunden Umbuchungen auf alternative Strecken und Ziele vor. Auch FTI-Geschäftsführer Ralf Schiller bestätigt, dass sich die Suche nach Alternativen nicht immer ohne Airport- und Verkehrstagswechsel bewerkstelligen lasse. "Für einzelne Zielgebiete, wie beispielsweise Madeira, wo Flugkapazitäten begrenzt sind, bieten wir Kunden in bestimmten Fällen andere Destinationen an", sagt er.

In zwei Tagen auf die Kanaren. Wie umständlich und kostspielig die Suche nach Lösungen für Urlauber und Veranstalter sein kann, zeigt ein Beispiel von DER Touristik. Die befördert Kunden aus Wien und Salzburg, die am Heiligabend von Wien oder von Salzburg via München nach Gran Canaria fliegen sollten, nun am 23. Dezember zunächst nach Hannover, wo sie auf Kosten des Veranstalters übernachten und verpflegt werden. Von dort aus geht es am 24. weiter auf die Kanareninsel.

Vorteil: Charter. Auf Entspannung dürften die Zeichen erst zum Ende der Weihnachtsferien nach dem 8. Januar  stehen, wenn die saisontypische Nachfragedelle einsetzt. Für die mittel- und langfristigen Planungen der Veranstalter bleiben indes viele Fragen offen. Zuverlässige Planungen gestalten sich vor diesem Hintergrund schwierig. Wer einen größeren Teil seiner Flugplanungen mit Chartern außerhalb der Airberlin-Gruppe geregelt hat, ist 2018 jedenfalls klar im Vorteil.

Christian Schmicke

19. Dezember 2017 – 15:04
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Die französische Reederei Ponant hat die norwegische Vard-Werft, eine Tochtergesellschaft der italienischen Fincantieri-Werft, mit dem Bau eines Eisbrechers beauftragt, der von 2021 an in See stechen soll. Der "Ponant Icebreaker", so der Projektname, wird mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet und kann so mit umweltfreundlichem LNG als Treibstoff betrieben werden. Zusätzlich erhält das Schiff Akkus, um kürzere Strecken emissionsfrei mit Elektroantrieb zu überwinden. Auch Energiemanagement und Wasseraufbereitung sollen sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden.

Der Expeditions-Eisbrecher soll 135 Kabinen bieten, bei einer Länge von 150 Metern bei 10 Metern Tiefgang. An Bord gibt es drei Restaurants. Um die Mobilität in polaren Gefilden zu optimieren, sollen neben 16 Zodiacs auch zwei Helikopter mitgeführt werden. Die Besatzungsstärke ist auf 187 Personen angesetzt. Der Rumpf des Schiffes soll Polarklasse 2 entsprechen. Diese zweithöchste Polarklasse bedeutet, dass das Schiff mit mittlerem, mehrjährigem Treibeis in den Extremzonen der südlichen und nördlichen Hemisphäre zurechtkommt.

Nicolas Dubreuil, Expeditionsleiter der Reederei Ponant, wirbt schon im Vorfeld euphorisch für die Möglichkeiten der neuen Schiffsklasse: "Der Icebreaker wird es uns ermöglichen, Orte zu besuchen, die bisher aufgrund Ihrer extremen Abgeschiedenheit unzugänglich waren. Ich habe mir bereits Expeditionskreuzfahrten durch das Packeis vor Nunavut und Grönland vorgestellt, auf denen man den Inuit Siedlungen besonders nah kommen kann. Unsere Gäste werden die Möglichkeit haben vom Schiff zu gehen, das Eis zu betreten und in das Leben dieses ursprünglichen Volkes einzutauchen. In der Antarktis hingegen werden wir die Kaiserpinguine auf dem Packeis hautnah erleben. Und auch eine Expedition zum Nordpol muss nicht mehr länger ein unerfüllter Traum bleiben."

 

 

19. Dezember 2017 – 11:15

Anlass für die Entscheidung der Tui ist ein neues Gesetz, das am 13. Januar in Deutschland in Kraft tritt. Es verbietet die Erhebung von Gebühren bei so genannten "regulierten Kreditkarten“. Dabei handelt es sich um Karten, die über die Privatkonten der Nutzer abgerechnet werden und nicht direkt von der Kreditkartenfirma, sondern von Banken an ihre Kunden ausgegeben werden. Das ist bei den meisten privat genutzten Kreditkarten der fall. Tui kündigt nun an, der Konzern werde bei sämtlichen Kreditkarten auf die Gebühr verzichten. Die Abschaffung der Gebühr gilt damit auch bei nicht regulierten Karten, die außerhalb der EU ausgestellt wurden, sowie Firmenkreditkarten oder den Karten von American Express.

18. Dezember 2017 – 14:42
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Der Kreuzfahrtverband Clia hat seine Prognose für das kommende Jahr abgegeben und weist auf die wichtigsten Entwicklungen hin, die das Kreuzfahrtsegment nach seiner Einschätzung im kommenden Jahr prägen werden. Insgesamt geht der Verband davon aus, dass sich 2018 mehr als 27 Millionen Passagiere weltweit eine Kreuzfahrt gönnen; gut fünf Prozent mehr als im auslaufenden Jahr. Die wichtigsten Trends laut Clia:

Kreuzfahrer finden sich in allen Einkommensklassen. Zwar sind gut situierte Haushalte insgesamt nach wie vor in der Mehrheit. Günstigere Preise und kürzere Reisedauern machen das Segment aber auch für Bezieher geringerer Einkommen erschwinglich.

Ausgefallene Erlebnisse gewinnen an Bedeutung. Der Wunsch der Kunden, intensiver in die Reisesziele einzutauchen, macht auch vor dem Kreuzfahrtsektor nicht Halt. Neben Standardausflügen werden daher individuellere Angebote wie Harley-Touren in Alaska oder Pinguinbeobachtung in der Arktis wichtiger.

Nachhaltigkeit. Die ökologische und soziale Bilanz der Branche steht im Fokus. Technische Neuerungen und Initiativen, etwa zum Recycling und zur Müllvermeidung, werden für die Reiseentscheidung der Kunden wichtiger.

Millennials auf Flusskreuzfahrt. Die Bemühungen der Anbieter von Flusskreuzfahrten, ihr Publikum zu  verjüngen, tragen Früchte. Auf Millennials warten nach Einschätzung der Clia "perfekte Instagram-Momente".

Opa-Oma-Enkel-Trips.  Der Anteil der Reisen, bei denen Großeltern ohne die dazwischen liegende Generation mit den Enkeln unterwegs sind. wächst.

Kalte Ziele heiß begehrt. Das Baltikum, Kanada, Alaska und die Antarktis liegen im Trend – auch in der kalten Jahreszeit.

Wellness als Erfolgsfaktor. Gesundheit für Körper, Geist und Seele wird nicht nur im Alltag ein immer wichtigerer Faktor. Mittlerweile gibt es ganze Weight-Watchers-Kreuzfahrten und eigene Angebote für veganes Reisen, aber auch für Allergiker und Diabetiker.

Noch mehr Technik an Bord. Die Schiffe werden immer smarter. Armbänder mit Sensoren sorgen für Zutritt, Buchungen und Abrechnung. Sämtliche Services können da geordert werden, wo der Gast sich gerade befindet.

Reisebüros auf der Erfolgsspur. Der Counter bleibt wichtigster Vertriebsweg für das beratungsintensive Kreuzfahrtprodukt.