04. September 2017 – 14:57
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In einer Umfrage des Geschäftsreisedienstleisters American Express Global Business Travel (GBT) lassen die Geschäftsreisenden kaum ein gutes Haar an den großen deutschen Hauptbahnhöfen. Mangelnde Sauberkeit und unangenehme Gerüche (95%), zu wenige Sitzgelegenheiten (90%), hohe Parkgebühren (72%), das Fehlen von kostenlosem W-Lan (68%) sowie überhöhte Preise für Lebensmittel und Getränke (84%) sind die Hauptärgernisse, die sie bemängeln.

Bei der Ankunft am Bahnhof ärgern sich überdurchschnittlich viele Geschäftsreisende über nicht ausreichende Parkmöglichkeiten direkt am Bahnhof (60%). Auch lange Wege zu den Gleisen werden kritisiert (58%). Im Bahnhof bekommen die sanitären Anlagen sehr schlechte Noten: 92 Prozent der Befragten ärgern sich über die Zustände auch auf Bahnhöfen mit Bezahl-WCs. Für 78 Prozent der Befragten ist zudem die Größe der Toiletten ein Problem, da sie zu klein für Mensch und Gepäck seien.

Mehr als 90 Prozent der Befragten halten Ticketschalter für überflüssig und kommen mit den Automaten gut zurecht. 59 Prozent fehlt es an Geldautomaten. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der Informationspraxis der Bahnhöfe bei Verspätungen, Gleisänderungen und Änderungen der Wagenreihung unzufrieden. Fast 90 Prozent geben an, sich schlecht oder nicht frühzeitig genug informiert zu fühlen.

Im bundesdeutschen Vergleich schneidet der Berliner Hauptbahnhof in der Befragung noch am besten ab, gefolgt von Hamburg und Hannover. Sehr in der Kritik stehen dagegen die Hauptbahnhöfe von Frankfurt am Main und Stuttgart.

 

01. September 2017 – 17:38

Sieben von zehn Hotels auf Mallorca waren im August überbelegt. Das ergab eine Stichprobe der mallorquinischen Behörden, bei der 40 Hotelbetriebe überprüft wurden. Demnach hatten die meisten Hoteliers zwischen einem und zehn Prozent mehr Gäste untergebracht, als sie offiziell gedurft hätten. In einigen Fällen habe die Überbelegung aber auch zwischen 50 und 64 Prozent gelegen. Die spanische Tageszeitung "Diario de Mallorca“ zitiert die balearische Generaldirektorin für Tourismus, Pilar Carbonell, mit den Worten, die Ergebnisse seien besorgniserregend. Denn die Überbelegung bedeute eine übermäßige Belastung für das Personal, dessen Planung sich ja an der zugelassenen Gästezahl orientiere. Zudem gefährde eine Belegung der Unterkünfte über das zulässige Maß hinaus die Sicherheit der Betriebe. Laut der spanischen Zeitung können Verstöße dieser Art mit Strafen von bis zu 40.000 Euro belegt werden.

 

01. September 2017 – 16:42
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Nach dem Ausstieg von Ryanair und Hans Rudolf Wöhrl aus dem Bieterwettbewerb um die insolvente Fluggesellschaft bringt sich offenbar ein neuer Interessent in Stellung. Nach Informationen des „Spiegel“ ist der Investor und Unternehmer Utz Claasen „womöglich“ an einer Komplettübernahme interessiert. Claasen habe in einem Schreiben an Airberlin-Sachwalter Lucas Flöther versichert, er wolle "einen möglichst großen Anteil der Arbeitsplätze...gewährleisten". Dazu habe er "hochpotente und hochseriöse internationale Investoren" kontaktiert, mit denen er "freundschaftlich verbunden" sei. Um ein konkretes Angebot vorzulegen, hat Claasen noch bis zum 15 Dezember Zeit. Am 21. September will der Gläubigerausschuss von Airberlin über die Vergabe von Anteilen entscheiden.

Der frühere Chef des baden-württembergischen Energieversorgers EnBW machte in den vergangenen Jahren eher durch Rechtsstreitigkeiten auf sich aufmerksam, etwa als er EnBW wegen Übergangs- und Antrittsgeldern verklagte oder im Zuge eines ähnlichen Streits mit dem Technologieunternehmen Solar Millennium. Außerdem stritt er sich mit dem früheren Chef des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, um Investitionen in eine kleine Medizintechnik-Firma.

Effizienzproblem und falsche Leasing-Verträge. Im Mai hatte sich Claasen in einem Beitrag für das "Manager Magazin“ zu den Gründen geäußert, die seiner Menung nach für die Dauermisere der Fluggesellschaft verantwortlich waren. Das Problem liege vor allem "im Bereich der Effektivität und im Bereich der geleasten Flugzeuge, die laut diversen Branchenexperten – aus welchen Gründen auch immer – langfristig zu Konditionen angemietet wurden, die eine angemessene Ertragskraft allem Anschein nach nicht zu erlauben scheinen“, schrieb er. Die Lösung dafür sei eine "Reduktion des ertragsstrukturellen Gewichtes solcher Leasing-Verträge: durch Expansion, Flottenwachstum zu wettbewerbsfähigen Konditionen und margenträchtige Effizienzsteigerungen“. Man darf gespannt sein, wie er diese Erkenntnisse nun umsetzen will.

Knapp zehn Prozent Zins für Überbrückungskredit. Unterdessen sollen die Konditionen für den Airberlin-Überbrückungskredit, für den die Bundesregierung bürgt, feststehen. Demnach soll die KfW-Bank dafür einen Zinssatz von knapp zehn Prozent erhalten. Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, stellte im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" allerdings die Notwendigkeit des Kredits in Frage. "Es gibt jährlich rund 21.000 Insolvenzen, da werden keine Kredite vom Staat vergeben“ sagte er. Insolvenzen seien "bitter für das Unternehmen und seine Mitarbeiter, aber sie sind wichtig in unserer Wirtschaftsordnung“.

Weitere Flugausfälle. Das Flugchaos, das die vergangenen Monate prägte, ist bei Airberlin offenbar nach wie vor nicht ausgestanden. "Aus operativen Gründen“ habe man Flüge streichen müssen, teilte die Airline am Sonntag mit. "Wir bedauern die für unsere Fluggäste entstandenen Unannehmlichkeiten sehr.“ Passagiere, die von einer Flugstreichung betroffen seien, werde "die bestmögliche Reisealternative angeboten". Am Flughafen Berlin-Tegel fielen laut den online genannten Abflügen vereinzelt Verbindungen aus, etwa nach Köln/Bonn oder Stuttgart, aber nach San Francisco. Für Entschädigungsansprüche verweist das Unternehmen auf seine Website.

 

Christian Schmicke

 

 

31. August 2017 – 17:32
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Nun steht es fest: Die Touristensteuer auf Mallorca wird im nächsten Jahr verdoppelt. Das kündigte der balearische Tourismusminister und Vizepräsident Biel Barceló gemeinsam mit Finanzministerin Catalina Cladera am Donnerstag an. Im Haushalt für das neue Jahr könnten dadurch Gesamteinnahmen aus der Ecotasa in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro veranschlagt werden. Gestützt wird der Beschluss von den Parteien der Linksregierung – Més per Mallorca und der PSOE sowie der Protestpartei Podemos. Das Gesetz soll im Januar in Kraft treten. Damit steigt der Tagessatz in Fünf-Sterne-Hotels von bislang zwei auf vier Euro. In der günstigsten Kategorie wird statt 50 Cent pro Tag ein Euro berechnet. Auch von sämtlichen Kreuzfahrtpassagieren wird die Steuer künftig kassiert. Bislang waren Gäste mit Aufenthalten von weniger als zwölf Stunden im Hafen davon ausgenommen.

Angesichts der vollen Betten auf Mallorca in diesem Jahr befürchtet die Regierung offenbar nicht, dass sich die Erhöhung negativ auf die Nachfrage auswirkt. Barceló verweist darauf, dass man schließlich auch keinen Besucherrückgang infolge der Einführung der Steuer im vergangenen Jahr festgestellt habe. Die Auslastung der Hotels sei im Gegenteil um 3,5 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent gestiegen und auch die Ausgaben der Touristen hätten zugelegt. Die Abgabe sei wichtig, um mit Hilfe von Nachhaltigkeitsprojekten die Folgen des Tourismus auf die Umwelt zu kompensieren, so der Minister.

Fast schon reflexhaft erfolgte die Reaktion der Industrie auf die Ankündigung. Nach Angaben der "Mallorca Zeitung" erklärte Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser, eine höhere Touristensteuer bedeute Mehrkosten für die Reisenden, die sich dann bei gleichwertigen Angeboten für eine andere Destination entscheiden könnten. Dies sei insbesondere im Fall von Familien denkbar. Eine höhere Abgabe werde "Folgen für die Kunden, die Unternehmen und die Destination selbst haben“, zitiert das Blatt den Konzernchef. Auch Inma de Benito, die Präsidentin des mallorquinischen Hoteliersverbandes,kritisierte die Entscheidung als "miserabel“. Eine höhere Abgabe könne Urlauber "in großer Zahl abschrecken, und das nicht nur in der Hauptsaison“. Zudem verfügten die Urlauber angesichts des daraus resultierenden Preisanstiegs über weniger Kaufkraft, was für die Gastronomie und den Einzelhandel nachteilig sei.

 

31. August 2017 – 13:47
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Nicht als profanes Reisebüro, sondern als "Travel Boutique“ im Lounge-Stil will Sascha Nitsche sein erstes stationäres Reisebüro verstanden wissen. Am Freitag eröffnet der Chef des mobilen Vertriebssystems Solamento am neuen Unternehmenssitz in Essen-Kettwig das Ladenlokal. Seine Zielgruppe seien „Reisende, denen die Suche im Internet zu unübersichtlich ist und die eine individuelle Beratung durch erfahrene Spezialisten schätzen“, sagt Nitsche.

Auf Katalogwände, Aufsteller und die übliche Schaufenster-Dekoration verzichtet das Solamento-Büro. Stattdessen prägen Elemente wie eine Bar im Design der Kreuzfahrt-Reederei Silversea, ein Besprechungstisch und Beratungstische mit edlem Apple-Equipment das Bild. Auch sonst wird in Sachen Technik eher geklotzt als gekleckert. Sechs Boxen und ein zwei Meter breiter Bildschirm sollen etwa bei Kundenabenden für eindrucksvolle Präsentationen sorgen. Gerne möchte Nitsche sein stationäres Konzept auf eine breitere Basis stellen und es in Serie gehen lassen. Erste Anfragen von möglichen Franchise-Partnern gebe es bereits, sagt er.

 

31. August 2017 – 13:01
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Der Hannoveraner Veranstalter für Amerika- und Kanada-Reisen hat den ebenfalls dort ansässigen Luxusveranstalter Pangea Travel & Tourism GmbH gekauft. Mit der Akquise wolle er den Ausbau der eigenen Luxusmarke Feinreisen vorantreiben, sagt Geschäftsführer Timo Kohlenberg. Die bisherige Geschäftsführerin von Pangea, Katja Lafferenz, sowie zwei weitere Mitarbeiter ziehen in das Team von America Unlimited ein. Lafferenz übernimmt die Leitung für das Produkt und die strategische Weiterentwicklung der Marke Feinreisen. Sie bringt durch ihren Veranstalter Expertise zu Reisen im hochpreisigen Segment nach Afrika, Australien, Neuseeland und in den Oman mit.

 

31. August 2017 – 12:32
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Mark Okerstrom, bisher Finanzchef des Unternehmens, übernimmt die Nachfolge von Dara Khosrowshahi, der neuer CEO des Fahrdienstanbieters Uber wird. Für eine Revolution bei Expedia wird der neue Mann an der Spitze wohl nicht sorgen. Schließlich war er in seiner bisherigen Rolle als CFO ohnehin eng in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden. Gegenüber amerikanischen Journalisten kündigte er an, dass er an Khosrowshahis Strategie einer Expansion durch Zukäufe festhalten wolle. Dies liege „in der DNA“ von Expedia. Zugleich solle das organische Wachst und die Expansion in aufstrebenden großen Märkten wie Indien vorangetrieben werden, so Okerstrom.

Mit dem Wechsel seines bisherigen Chefs zu Uber könnte auch eine engere Verbindung zwischen beiden Unternehmen entstehen, deutete Okerstrom an. Schließlich seien die Services des Fahrdienstportals „ergänzende Angebote zum bestehenden Expedia-Portfolio“. Khosrowshahi wird  Expedia ohnehin verbunden bleiben. Er erhält einen Sitz im Board des OTA-Riesen; seine Rolle dürfte dann mit der eines Aufsichtsrats vergleichbar sein.

Christian Schmicke

 

30. August 2017 – 20:34
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von Christian Schmicke

Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Mann beruft eigens in Berlin eine Pressekonferenz ein, um anzukündigen, dass er etwas nicht tun wird. Ryanair wird nicht für Airberlin bieten. Das ist alles. Dafür hätte es eine kurze Pressemitteilung auch getan, oder ein kurzes Statement auf Nachfrage. Wenn überhaupt. Eigentlich, denn das machen viele andere so, aber nicht er. Denn Ryanair-Chef Michael O’Leary verfolgt mit seiner Nicht-Ankündigung ein einziges klares Ziel. Und das heißt: Maximale Aufmerksamkeit.

Und so holte er am Mittwochnachmittag in Berlin zum großen Rundumschlag aus. Das Verfahren um die Übernahme der insolventen Airberlin sei ein "abgekartetes Spiel", wiederholte er zum xten Male. Ebenso wie seine Vorwürfe, dass die Lufthansa bevorzugt werde und dass durch ein "offensichtliches Komplott" von Regierung, Lufthansa und Airberlin gegen die Wettbewerbsregeln in Deutschland und der EU verstoßen werde. Deshalb habe Ryanair am Mittwoch das Bundeskartellamt und die EU-Wettbewerbsbehörde aufgefordert, diese "künstlich erzeugte Insolvenz" zu untersuchen. Denn auch der Zeitpunkt der Insolvenz sei für ihn fragwürdig, erklärte der Ryanair-Chef: Im August habe jede Fluggesellschaft ausreichend Geld – deshalb gehe er davon aus, dass vor der Bundestagswahl im September "maximaler Druck" auf die Politik ausgeübt werden sollte, um Bilder von gestrandeten Urlaubern zu vermeiden.

Er selbst habe weder Kontakt zu Airberlin noch zu deren Sachwalter Lucas Flöther gehabt. Er sei auch nicht um ein Angebot gebeten worden. Gäbe es ein transparentes Verfahren, hätte Ryanair auch mitgeboten, sagt er. Und last but ot least: Bei Ryanair wäre die Situation der Beschäftigten besser als bei Lufthansa.

An vielen von O’Learys Vorwürfen könnte durchaus ein Körnchen Wahrheit sein. Aber das spielt keine große Rolle. Mit seinem Auftritt in Berlin verfolgte er genau jene Strategie, mit der er Ryanair groß machte und dabei riesige Summen an Werbegeldern einsparte – und dies zu einem nicht geringen Anteil übrigens bei genau den Verlagen, die ständig über seine Eskapaden berichten. Wahlweise mit Provokation, Sticheleien, Konkurrenten-Bashing oder spinnerten Ideen verschaffte sich der irische Bauernsohn mediale Aufmerksamkeit. Jedes Interview, jede Mitteilung, jeder Affront  macht seit Jahren sofort die Runde, weil Journalisten etwas zu schrieben brauchen und weil sie sich bei Michael O’Leary darauf verlassen können, dass er einen markigen Spruch loslässt. Auch wenn ihn, frei nach Konrad Adenauer, sein dummes Geschwätz von gestern ein paar Tage später oft nicht mehr interessiert.

Was lernen wir daraus? Erstens, dass ein Image nicht unbedingt gut sein muss, um zu funktionieren. Hauptsache, man hat eins. Es genügt, wenn in jedem Zeitungsartikel das Thema "billige“ oder gar "kostenlose“ Flugtickets ausreichend oft vorkommt. Ob man O’Leary sympathisch oder den Umgang seiner Airline mit ihren Mitarbeitern in Ordnung findet, ist dann ziemlich wurscht. Das zeigen Ryanairs Passagier- und Wachstumszahlen.

Und zweitens, dass es fast unmöglich ist, dem Marketingmonster O’Leary zu entkommen. Das zeigt, ironischerweise und zum Leidwesen des Verfassers, nicht zuletzt dieser Artikel.

 

30. August 2017 – 17:37

Bislang hatte es nur geheißen, die Thomas-Cook-Airline sei an mindestens zehn Maschinen und Strecken der insolventen Fluggesellschaft interessiert. Nun bringt das Berliner Boulevardblatt "BZ“ eine Komplettübernahme ins Spiel. Nach "BZ“-Recherchen habe es in der vergangenen Woche erste Gespräche zwischen Airberlin-Managern, dem Insolvenzverwalter und Vertretern von Thomas Cook, darunter Condor-Chef Ralf Teckentrup und der Airline-Chef der Thomas Cook Group, Christoph Debus gegeben. Es werde geprüft, ob Thomas Cook Airberlin als Ganzes übernehmen könne, heißt es unter Berufung auf "mehrere an den Kaufverhandlungen beteiligten Personen". Das Interesse von Thomas Cook werde bei Airberlin sehr ernst genommen, zitiert das Blatt einen "Insider“.

Für einen solchen Deal könnte sprechen, dass Condor deutlich weniger mit starken Einwänden von Kartell- und Wettbewerbsbehörden rechnen müsste als etwa Lufthansa. Zudem sucht die Fluggesellschaft schon länger nach einem Partner, um im Wettbewerb mit den Low-Cost-Carriern schlagkräftiger zu werden. Allerdings ist Thomas Cook verschuldet. Die Bilanz für das vergangene Jahr weist einen Schuldenstand von umgerechnet 1,9 Milliarden Euro aus.

Thomas Cook und Condor haben bislang lediglich bestätigt, dass sie "bereit" seien, "eine aktive Rolle bei möglichen Auffanglösungen zu spielen". Zu Details hat sich das Unternehmen nicht geäußert.

 

30. August 2017 – 15:38
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Der Flughafen Pittsburgh International führt Anfang September eine Neuheit ein, die angesichts der alles dominierenden Debatten um das Thema Sicherheit zunächst verwunderlich erscheint. Besucher ohne Flugticket können dann zwischen neun Uhr morgens und fünf Uhr nachmittags in der Sicherheitszone, also hinter Check-in und Sicherheitskontrolle die Shops und Gastronomie des Flughafens nutzen. Das gemeinsam mit der Transportation Security Administration (TSA) ausgearbeitete Konzept sieht vor, dass die Gäste an einem eigens dafür eingerichteten Schalter einchecken und dieselben Sicherheitskontrollen passieren wie Flugpassagiere.

Seitens des Flughafens heißt es, die Initiative sei unter anderem gestartet worden, um Besuchern die Möglichkeit zu bieten, Familienangehörige oder Freunde bis ans Gate zu begleiten. Der wichtigere Grund dürfte allerdings darin liegen, dass die Shops, Bars und Restaurants auf mehr Kunden hoffen dürfen. Wie der Airport versichert, sollen durch die zusätzlichen Gäste keinerlei Verzögerungen für Passagiere mit Ticket entstehen, weil die Kunden ohne Ticket an einem separaten Check-in-Schalter eingelassen würden und Fluggäste bei den Sicherheitskontrollen immer Vorrang hätten. Man darf gespannt sein, ob das Beispiel Schule macht.

Christian Schmicke