28. November 2016 – 18:12
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Nachdem Lufthansa am Montagabend eine Beschwerde gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Arbeitsgerichts München zur Rechtmäßigkeit des Streiks der Piloten zurückzog, ist der Weg für die angekündigten Arbeitskampfmaßnahmen am Dienstag und Mittwoch frei. Lufthansa war bereits am Dienstag vergangener Woche vor zwei Arbeitsgerichten in Frankfurt mit dem Versuch gescheitert, die Streiks gerichtlich zu stoppen.

Nun wollen die Flugzeugführer, wie bereits angekündigt, am Dienstag und Mittwoch tatsächlich ein weiteres Mal die Arbeit niederlegen. Am Dienstag betrifft der ganztägige Streik die Kurzstrecke, am Mittwoch die Kurz- und Langstrecke. Lufthansa hat die Flugpläne für Dienstag und Mittwoch auf der Website veröffentlicht und bittet ihre Kunden, sich vor der Anreise zum Flughafen vorsorglich auf LH.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Durch den erneuten Streikaufruf fallen am Dienstag rund 816 Flüge aus und am Mittwoch 890.

28. November 2016 – 13:46
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In dem französischen Skiort werden ernsthaft Pläne diskutiert, eine Skihalle zu bauen. Die Anlage, deren Investitionsvolumen mit 62 Millionen Euro angesetzt ist, soll in einer Höhe von 2.100 Metern gebaut werden und mittels einer 400 Meter langen, 50 Meter breiten künstlich beschneiten Piste ganzjährigen Skibetrieb ermöglichen. Neben der Indoor-Skipiste inklusive Sessellift, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten soll der Komplex auch ein Wellenbad erhalten, in dem Surfer ihre Fähigkeiten beweisen können. In der Nähe der Anlage entsteht zudem ein Club Med mit 1.050 Betten. Findet das Projekt den Segen der Behörden und genügend Investoren, dann soll die "Ski Line" bereits 2018 den Betrieb aufnehmen.

In Frankreich wird das Vorhaben äußerst kontrovers diskutiert und stößt vor allem bei Umweltorganisationen auf herbe Kritik. Die Pläne seien absurd und degradierten die majestätische Berglandschaft zu einer Art Disneyland, heißt es. "Haben wir es nötig, Dubai zu kopieren?" fragt der Vertreter einer Umweltinitiative in Anspielung auf die bestehende Skihalle in dem Wüstenstaat.

Unterdessen versichern die Befürworter des Projektes, die Halle werde sich perfekt in die Natur einfügen und mit Hilfe sauberer Energie aus Biomasse, Wasserkraft und Photovoltaik höchsten ökologischen Standards genügen. Sie sehen darin zudem eine Lösung für die Herausforderungen durch den Klimawandel. Denn die zum Skilauf nutzbare Fläche des 3.500 Meter hoch gelegenen Grand-Motte-Gletschers, auf dem heute der Sommerskilauf von Tignes betrieben wird, ist in den vergangenen Jahren um 30 Prozent geschrumpft. Und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.

27. November 2016 – 23:39

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit will am Dienstag alle Kurzstreckenflüge und am darauffolgenden Mittwoch sämtliche Lufthansa-Flüge inklusive der Langstrecke bestreiken. Betroffen sind alle Verbindungen ab Deutschland. Die Begründung der Gewerkschaft gehorcht, ebenso wie die Reaktion der Aitrline, alt bekannten Mustern. Ein kurzfristig anberaumtes Spitzengespräch am Sonntag habe kein Ergebnis gebracht, erklärt die Vereinigung Cockpit. Es liege "weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Lufthansa zur Vergütung der Piloten vor, so dass die Arbeitskampfmaßnahmen weitergeführt werden" müssten.  Die Lufthansa-Vertreter erklären, sie seien "sehr enttäuscht, dass die VC das Gespräch nicht fortsetzen wollte, sondern nun wieder den Weg der Eskalation geht und zu weiteren Streiks aufruft". Die Gewerkschaft habe auf Forderungen beharrt, die weit über das hinausgingen, was zum Beispiel andere Berufsgruppen verlangt hätten. Das sei nicht akzeptabel.

Lufthansa arbeitet nun erneut an einem Sonderflugplan für Dienstag und Mittwoch. Fluggäste können sich auf LH.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Außerdem informiert Lufthansa Kunden, die ihre Kontaktdaten im Kundenprofil hinterlegt haben, per E-Mail oder SMS über etwaige Streichungen. Zudem können Kunden in Deutschland die kostenfreie Service-Hotline unter 0800 850 60 70 anrufen.

25. November 2016 – 16:04
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Der jetzige Vertriebschef der Netzairlines der Lufthansa Group übernimmt zum Jahreswechsel den Vorsitz der Geschäftsführung von Jaan Albrecht, der den deutsch-türkischen Carrier verlässt, um CEO von Saudi Arabian Airlines zu werden. Der 51-Jährige, seit 1990 in Diensten von Lufthansa, solle Sun Express "insbesondere in der Türkei und Europa, erfolgreich ausbauen", sagt Aufsichtsratschef Ilker Ayci. Kein leichter Job, denn das Türkei-Geschäft ist bekanntlich schwierig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Sun Express auf die schwache Türkei-Nachfrage reagiert, indem ein Teil der Flotte zur deutschen Tochter verlagert und in andere Destinationen geschickt wurde. Weitere Maschinen und Crews gab die Fluggesellschaft im Wetlease ab, zum Beispiel an Condor und Eurowings. Da auch im kommenden Jahr zahlreiche Fragezeichen hinter dem Türkei-Geschäft stehen, verstärkt Sun Express weiter die Verbindungen von Deutschland nach Bulgarien und auf die Kanaren. Zudem muss der Carrier hoffen, dass das Ägypten-Geschäft wieder anzieht.

Bischof begann seine Lufthansa-Laufbahn bei Lufthansa Cargo. Im März 2005 übernahm er die Verantwortung für die Integration der Swiss in den Lufthansa-Konzern. Als Vice President The Americas wechselte Bischof 2006 für fünf Jahre nach New York und war dort für die Lufthansa Organisation in Nord- und Lateinamerika verantwortlich.

Sun Express ist ein Joint Venture von Lufthansa  und Turkish Airlines.

24. November 2016 – 18:36
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"Lieber einige Tage ohne Lufthansa als irgendwann ganz ohne Lufthansa." So beschreibt Lufthansa-Chef Carsten Spohr seine Haltung zum Streik der Piloten, der am Freitag dazu führt, dass 830 Kurz- und Mittelstreckenflüge ausfallen, und am Samstag die Langstreckenverbindungen schachmatt setzen soll. In dem Tarifkonflikt gehe es nicht darum, Härte zu beweisen, sondern um "die Zukunft der Fluggesellschaft". Würde die Führung des Konzerns der Forderung der Piloten nachkommen, deren Gehälter im Rahmen einer Neuauflage des seit fünfeinhalb Jahren abgelaufenen Tarifvertrages um 20 Prozent zu erhöhen, dann hätte die Airline "keine Chance, zu überleben".

Angesichts der Expertenmeinungen zur aktuellen Wettbewerbssituation im Airline-Gewerbe erscheint die Argumentation des Lufthansa-Vorstandschefs plausibel. Noch überzeugender wäre sie vielleicht auch für die Angestellten, hätte sich nicht der Vorstand vor rund einem Jahr selbst eine ordentliche Gehaltserhöhung genehmigt. Spohrs Jahresgehalt stieg damals um 15 Prozent auf 2,3 Millionen Euro, die übrigen vier Vorstandsmitglieder erhielten jeweils rund 100.000 Euro mehr. Wobei nach Expertenmeinung einzuräumen ist, dass Lufthansa-Vorstände im Dax-Vergleich relativ geringe und wenig gestaffelte Gehälter beziehen. Dagegen können sich die Pilotengehälter auch im  internationalen Vergleich durchaus sehen lassen.

"Irgendwann fliegt Eurowings nach Frankfurt"

Für das Unternehmen und seine Kunden deutet jedenfalls auch am dritten Streiktag nichts auf eine baldige Einigung hin. Der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, erklärte am Freitag in Frankfurt: "Es gibt kein vorher festgelegtes Enddatum für den Streik." Es muss nicht direkt mit der aktuellen Eskalation zusammenhängen, passt aber ins Bild, dass Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister jüngst bei einer Fachtagung des Travel Industry Clubs ankündigte, "irgendwann" werde die Lufthansa-Billigtochter Eurowings von und nach Frankfurt fliegen. Nicht als Zulieferer für die Lufthansa-Langstrecke, sondern zum Beispiel für Ferienflüge nach Heraklion auf Kreta. Wenn solche Verbindungen kostengünstiger mit Eurowings bedient werden könnten, werde man das tun. Es gehe dabei ncht um die wachsende Konkurrenz durch Ryanair, sondern um "Kundenbedürfnisse", so der LH-Vorstand.

Für die Tarifverhandlungen facht die Führungsspitze den Konflikt damit weiter an. Denn hinter den Kulissen spielt die Ausgliederung von Wachstumssegmenten an Eurowings in der Auseinandersetzung eine große Rolle. Da diese kein Bestandteil der Tarifverhandlungen ist, darf sie offiziell aber keine Relevanz haben. Im September 2015 musste Cockpit den 13. Ausstand auf Anweisung des Landesarbeitsgerichts in Frankfurt abbrechen, weil der Gewerkschaft vorgeworfen wurde, sie verfolge Ziele, die bei Verhandlungen über Tarifverträge gar nicht erreicht werden könne. Spätestens, wenn es irgendwann doch noch zu einer Schlichtung kommt, werden beide Seiten aber nicht mehr umhin kommen, ihre Streitthemen in sämtlichen Facetten neu aufzurollen. (CS)

23. November 2016 – 16:12
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Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat nun zum dritten Streiktag in Folge aufgerufen. Am Freitag sollen alle innerdeutschen und europäischen Flüge bestreikt werden, die Langstreckenflüge sollen dagegen planmäßig stattfinden. Bis zum Mittag will die Airline über den Flugplan für Freitag informieren. Für Donnerstag hat Lufthansa bereits einen Sonderflugplan aktiviert. Am zweiten Streiktag fallen 912 Flüge aus, darunter 82 Langstreckenflüge. 2.088 Flüge könnten planmäßig durchgeführt werden, so die Airline. Das liegt vor allem daran, dass Töchter wie  Germanwings, Eurowings, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines nicht bestreikt werden. Von den ersten beiden Tagen des Ausstandes sind insgesamt 215.000 Passagiere betroffen.

Auch über die Flugplanjustierung und die Umbuchung von Passagieren auf andere Airlines hinaus ist Lufthansa um Schadensbegrenzung bemüht. So seien im Rhein-Main-Gebiet und im Münchener Raum vorsorglich fast 4.000 Hotelzimmer reserviert worden. Für Fluggäste, die aufgrund fehlender Visa nicht in Deutschland einreisen dürfen und deshalb in der Transitzone verweilen müssen, haben Lufthansa und Fraport rund 400 Feldbetten aufgestellt. Mitarbeiter versorgen die vom Streik betroffenen Fluggäste in den Terminals mit Getränken, Snacks und Telekommunikationsmöglichkeiten. Gleichzeitig seien mobile Informationsstände eingerichtet und die Kapazitäten an den Ticketschaltern verstärkt worden, erklärt die Fluggesellschaft.

Kunden, deren Flug streikbedingt ausfällt, können kostenfrei umbuchen oder stornieren. Das gleiche gilt für Fluggäste, die am Donnerstag mit Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines reisen wollten, unabhängig davon, ob ihr Flug gestrichen wird. Für innerdeutsche Ziele können Flugtickets gegen Voucher der Deutschen Bahn eingetauscht werden.

Fronten verhärten sich weiter

Unterdessen gehen die Kampfhähne immer mehr auf Konfrontationskurs. Lufthansa bezeichnet die Forderung der Piloten nach insgesamt 20 Prozent mehr Lohn als unverhältnismäßig und fordert die Arbeitnehmervertreter auf, das Schlichtungsangebot anzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nur dort könne ein Kompromiss gefunden werden. Die Piloten argumentieren, ihre Forderung entspreche gegenüber dem 2011 ausgelaufenen Tarifvertrag lediglich einer Erhöhung von 3,6 Prozent pro Jahr und lehnen eine Schlichtung nach wie vor ab. Das Lufthansa Management zeige "weiterhin keinerlei Bewegung" und habe "kein verhandlungsfähiges Angebot übermittelt", so Jörg Handwerg, Mitglied des Cockpit-Vorstandes, der die Haltung der Lufthansa-Führung kompromisslos nennt. Zusätzliches Öl gießt die Lufthansa-Chefetage ins Feuer, indem sie vermeintliche Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe gegen Cockpit wieder aufleben lassen will. Das Unternehmen erklärte, die zwischenzeitlich ruhende Schadenersatzklage über 60 Millionen Euro werde weiterverfolgt. Die Forderung der Airline bezieht sich auf die erste Streikrunde im aktuellen Tarifkonflikt aus dem Jahr 2014. Lufthansa hält die damaligen Streiks für unrechtmäßig.

23. November 2016 – 15:30
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Der Aufsichtsrat der Tui AG hat seine Zustimmung zu weiteren Schritte für die Gründung eines neuen europäischen Airline-Joint-Ventures mit Etihad gegeben. Das Gremium stimmte dem Plan zu, die deutsche Ferienflug-Tochter Tuifly in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Etihad einzubringen. Etihad will den touristischen Flugbetrieb von Airberlin, vor allem in Südeuropa und Nordafrika, kaufen und ihn einschließlich der Beteiligung von Airberlin an Niki in das Joint Venture einbringen.

Der neue Airline-Verbund mit Firmensitz in Wien solle mit einer Gesamtflotte von rund 60 Flugzeugen und einer Sitzplatzkapazität von 15 Millionen Plätzen pro Jahr von Abflughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein "umfassendes Streckennetz" bedienen. Tui soll 24,8 Prozent der Anteile an dem Joint Venture halten, Etihad 25. Die übrigen 50,2 Prozent würden durch die bereits bestehende Niki-Privatstiftung gehalten. Als deren Leiter ist laut Medienberichten Airberlin-Chef Stefan Pichler vorgesehen.

Tui betont, die gegenüber den Arbeitnehmern von Tuifly getroffenen Zusagen hätten weiterhin Gültigkeit und würden derzeit "in Verhandlungen weiter konkretisiert". Dies betreffe auch die Aussagen zur Sicherung des Standorts Hannover. Bisher hat der Konzern zugesagt, dass Tui­fly für die Dauer von mindestens drei Jahren am Flughafen in Langenhagen bleibt. Auch die heutigen Arbeitsverträge der Mitarbeiter sollten bestehen bleiben und die Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge ihre Gültigkeit behalten. Einschnitte bei den Gehältern seien nicht geplant.

In den nächsten Wochen wollen Etihad und Tui Details zum künftigen Verbund vorstellen. Das geplante Joint Venture steht zudem noch unter dem Vorbehalt der kartell- und luftfahrtrechtlichen Zustimmung durch die entsprechenden Behörden.

22. November 2016 – 17:02
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Laurens Leurink übernimmt zum Jahreswechsel den Posten von Holger Taubmann und wird Mitglied des Executive Committees. Taubmann, der den Bereich seit 2011 leitete, trete aus persönlichen Gründen zurück, heißt es von Amadeus. Seine neue Position werde "zu gegebener Zeit bekannt gegeben".

Laurens Leurink kommt nach Stationen bei Expedia und Booking.com zu Amadeus. Bei Booking.com arbeitete er als Chief Operating Officer, bei Expedia leitete Leurink die Abteilung für Hoteldienstleistungen. Amadeus-CEO Luis Maroto hofft, dass der neue Mann seine "Erfahrung mit zwei dynamischen und innovativen Online-Reiseunternehmen sowie seine starke strategische und finanzielle Expertise" für den Technikdienstleister nutzen kann. Er verweist auf den schnellen Wandel in der Distributionswelt, den es zu nutzen gelte. Taubmann lobt er für einen "hervorragenden Beitrag", mit dem er die Expansion in Märkten wie den USA und Asien und in zentralen Bereichen wie Online Travel vorangebracht habe.

20. November 2016 – 20:10

Die Lockangebote für Online-Kunden über 50 Euro sind 48 Stunden lang gültig. Sie können sowohl für Online- als auch für Reisebürobuchungen eingesetzt werden und sollen laut Tui-Deutschland-Chef Sebastian Ebel "selektiv" eingesetzt werden. Erste Erfahrungen hätten gezeigt, dass 80 Prozent der Kunden mit den Coupons ins Reisebüro gingen, sagt Ebel. Derartige Rabattgutscheine werden bereits von zahlreichen Online-Anbietern eingesetzt.

20. November 2016 – 15:42

Was in den Vorjahren als Misserfolg gegolten hätte, genügt Deutschland-Chef Sebastian Ebel in diesem Jahr, um sein Unternehmen dafür zu feiern. Der Tui-Umsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil geblieben, sagt er. Angesichts der Einbußen im Gesamtmarkt, die Ebel auf sieben Prozent beziffert, habe der Konzern den Marktanteil im Sommer um 1,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 22,3 Prozent steigern können. Erklärtes Ziel des Marktführers ist es, einen Anteil von 25 Prozent im Quellmarkt Deutschland zu erreichen.

Dass Tui besser performte als der Branchendurchschnitt, dürfte unter anderem daran liegen, dass das Unternehmen über umfangreiche Bettenkapazitäten in Spanien verfügt und so die Nachfrageverschiebung von Ländern wie Türkei, Ägypten und Tunesien hin zu Zielen wie Spanien besser in Buchungen umsetzen konnte als andere. Besonders auf der Fernstrecke dürften Tui zudem Probleme bei der Einführung eines neuen Buchungssystems bei Dertour zur Hilfe gekommen sein. Jedenfalls behaupten die Hannoveraner nun, sie seien im USA-Geschäft, in dem die DER Touristik traditionell eine starke Rolle spielt, zum Marktführer avanciert.

Davon abgesehen unterscheiden sich die Buchungstrends bei Tui nicht von denen bei der Konkurrenz. Zu den Gewinnern unter den Destinationen zählen neben Spanien, das über 20 Prozent mehr Buchungen generierte, Griechenland, Bulgarien, Kroatien, Portugal, Italien und Österreich. Zudem sei die Nachfrage nach Ferienhäusern in Deutschland gestiegen, erklärt Ebel. Unter den Fernzielen hebt er Mauritius, Südafrika und Mexiko hervor. Auch hinsichtlich der Verlierer unterscheidet sich Tui nicht vom Mainstream. Es handelt sich um die Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko.