06. März 2017 – 13:48

Nun hat auch die Lufthansa-Low-Cost-Tochter ihre eigene Veranstaltermarke. Seit Montag ist Eurowings Holidays buchbar. Für Unterkünfte und Abwicklung sorgt der Veranstalter Tropo, der zur Pro-Sieben-Sat1-Gruppe gehört. Der neue Anbieter wirbt mit 15.000 Hotels, die mit Eurowings-Flügen zu Paketen geschnürt werden können. Darunter seien ausschließlich Häuser mit einer Weiterempfehlungsrate von mehr als 70 Prozent bei Holidaycheck, verspricht Tropo-Geschäftsführer Julius Kirscheneder. Die angebotenen Pauschalreisen enthalten in der Standardversion keine Transfers, diese sind aber hinzubuchbar. Dasselbe gilt für andere Leistungen, wie zum Beispiel die Verpflegung im Flugzeug. Ein Stück Freigepäck bis zu 23 Kilo ist dagegen im Leistungsumfang enthalten.

Mit dem bereits im vergangenen Frühling angekündigten Angebot folgt Eurowings einem Trend. Neben Lufthansa und Airberlin, die schon länger eigene Veranstalter betreiben, ist seit kurzem auch Ryanair in diesem Segment aktiv. Die deutsch-türkische Airline Sun Express hat ebenfalls angekündigt, mit einem eigenen Veranstalterportal aktiv zu werden.

06. März 2017 – 10:06

Über die touristischen Interessenvertretungen und ihre Lobbyarbeit wird viel diskutiert. Wie bewerten Sie die Arbeit von DRV, BTW, ASR, VUSR und ihren jeweiligen Präsidenten? Und in welchem Verband sind die Interessen der Reisebüros am besten aufgehoben? Machen Sie mit bei unserer Blitzumfrage! Die Teilnahme dauert nicht länger als eine Minute. Counter vor9 Umfrage

03. März 2017 – 17:22
gerald-kassner

Vor genau einem Jahr gab Schauinsland-Chef Gerald Kassner eine Prognose ab: Um fünf Prozent sollte das Geschäft im Geschäftsjahr 2015/16 wachsen. Für den erfolgsverwöhnten Veranstalter, der zuvor über Jahre mit Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich geglänzt hatte, war das schon eine recht zurückhaltende Ansage. Doch auch dieses Ziel musste Kassner einige Monate später kassieren. Am Ende reichte es nur für stabile Umsätze in Höhe von 1,1 Milliarden Euro und knapp 1,4 Milionen Gäste. Damit schnitt Schauinsland zwar besser ab als der Veranstaltermarkt insgesamt, aber die Tage rasanten Wachstums schienen zunächst gezählt.

Nun wagt der Schauinsland-Chef erneut einen Blick in die Kristallkugel. "Wir gehen derzeit davon aus, dass wir Ende Oktober ein Teilnehmerplus von sechs Prozent verkünden können", erklärt er. Das Sommergeschäft sei "sehr gut angelaufen", so Kassner. Auf der Gewinnerseite stehen, wie bei anderen Veranstaltern auch, Griechenland, Italien, das spanische Festland, die Fernstrecke und Ägypten. Zur Türkei sagt der Unternehmensinhaber nur, dass sich die Buchungen seit Jahresbeginn über dem Vorjahresniveau bewegten.

Einen Wachstumsschub kann Schauinsland in diesem Jahr gut gebrauchen. Schließlich investierte Kassner gerade in das Airline-Startup Sundair, an dem er mit 50 Prozent beteiligt ist und mit dem er seine Gäste ab Juli von Frankfurt, Berlin und Kassel in die klassischen Badeziele fliegen will. Entsprechend gestiegen ist auch sein unternehmerisches Risiko; wenngleich er die Plätze in seinen Fliegern nicht alleine vermarktet, sondern sie auch an Drittveranstalter verkauft. Zudem hat Schauinsland Reisen die Präsenz in den Werbekanälen für Endkunden deutlich gesteigert. Auch das produziert gegenüber der früheren, auf den B2B-Bereich konzentrierten Strategie deutliche Zusatzkosten. Ungeachtet der B2C-Offensive erneuert Kassner sein Bekenntnis zum Reisebürovertrieb: "Der Erfolg gibt unserem Geschäftsmodell, mit dem wir seit Jahren konsequent auf die Reisebüros setzen, recht", sagt er. (CS)

03. März 2017 – 14:18
hiekeralf

 "Insgesamt wird sich durch die neuen Rechtsvorschriften die Komplexität im Reisevertrieb in allen Vertriebskanälen leider ohne Not weiter erhöhen, doch wir werden damit leben können und – was viel wichtiger ist – auch als Reisebüros weiter bestehen bleiben“, fasst Reisebüroinhaber Ralf Hieke, DRV-Vizepräsident für die mittelständischen Reisemittler, den aktuellen Stand zusammen.

Um dafür zu sorgen, dass die neuen Vorgaben so gut wie möglich in die Verkaufsprozesse und in die Systeme integriert werden, hat eine Arbeitsgruppe innerhalb des Verbandes Kriterien für praktische Umsetzung definiert und sie an die IT-Dienstleister weitergereicht. Die Technikanbieter arbeiten nun an einem Konzept für die Umsetzung.  Dabei sei es "besonders wichtig, dass der entwickelte Prozess sowohl durch den Reisebüro-Mitarbeiter als auch durch Online-Portale sowie mögliche Neuentwicklungen im IT-Bereich praktisch umgesetzt werden kann", sagt der DRV-Vize.

Im Zuge der Beratungen innerhalb des Verbandes habe man zudem festgestellt, dass die Änderungen durch die neue Gesetzgebung nicht nur den Vertrieb betreffen, sondern auch Reiseveranstalter und Leistungsträger, berichtet Hieke. Dies gelte sowohl für deren Eigenvertrieb als auch für die technische und prozessuale Zusammenarbeit mit ihren jeweiligen Vertriebspartnern und die Informationspflichten gegenüber Endkunden.

03. März 2017 – 13:42
michaeljost

Der Online-Dienstleister der Lufthansa City Center, der derzeit noch in Form einer AG als eigenständige Gesellschaft operiert, wird abgewickelt und in der die Lufthansa City Center integriert. Formal erfolgt die Abwicklung zum Jahresende,  alle Aktivitäten und Mitarbeiter werden aber schon zum 1. April in die Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH (LCR) übernommen.

Nicht mehr mit dabei sein wird der bisherige Vorstand der LCC24 Aktiengesellschaft, Michael Jost. Der 49-Jährige werde die LCC-Unternehmensgruppe auf eigenen Wunsch verlassen, heißt es. Er stehe LCC aber weiterhin "in strategischen Fragen beratend zur Verfügung". Jost hatte seit Oktober 2015 die Umstrukturierung der LCC24 AG und den Relaunch des neuen Internet-Auftritts für die Franchise-Partner konzipiert und umgesetzt. Seine Aufgaben sollen nun auf mehrere Abteilungen bei LCR verteilt werden, teilt die Reisebüroorgansiation auf Nachfrage mit. Einen Nachfolger gebe es daher nicht. Der bisherige Co-Vorstand bleibt Frank Jäger bleibt als kaufmännischer Bereichsleiter bei LCR.

03. März 2017 – 13:01
jomique-de-vries

Jomique de Vries, bis Ende Mai noch Geschäftsführer der DER Touristik Online GmbH in Frankfurt, wird von August an Geschäftsführer des Pep-Veranstalters. Unternehmensgründer Martin Fuchs will sich nach eigener Aussage "mittelfristig aus dem operativen Geschäft zurückziehen", um sich anderen Geschäftsfeldern im Bereich Immobilien & Logistik, seinen Boardinghäusern rund um Koblenz und häufigeren privaten Reisen zu widmen.

Neben der Geschäftsführung bei Pepxpress wird de Vries auch Chef der Schwestergesellschaften Pep-IT Software und Expi Bonusclub - letzteres ist ein Portal, das Buchungen bei Partnerunternehmen ankurbeln soll, indem es Reisebüromitarbeiter dafür mit Prämien belohnt.

De Vries war 2012 von Tui zur DER Touristik gestoßen und leitete dort zunächst die Unternehmensentwicklung der Gruppe, bevor er 2013 als Geschäftsführer den Aufbau der neu gegründeten DER Touristik Online GmbH übernahm. In sein Ressort fiel außerdem die Direktvertriebstochter Clevertours.com, die unter anderem für die Online-Portale der Rewe- und Penny-Märkte Reisen produziert.

02. März 2017 – 16:11
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Die Deutschen haben 2016 mehr Geld für ihren Urlaub ausgegeben, doch davon konnten Reiseveranstalter und Reisebüros nicht profitieren. Nach Zahlen des DRV, die in diesem Jahr erstmals auf dem "Mobility"-Panel der Marktforschungsgesellschaft GfK basieren, gaben die Bundesbürger mit rund 86 Milliarden Euro zwei  Prozent mehr für Privatreisen und Urlaub aus als im Vorjahr. Zugleich sank der Umsatz der Veranstalter um zwei Prozent auf gut 30 Milliarden Euro. Die Reisebüroumsätze gingen um 1,3 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro zurück. In den Reisebürozahlen sind auch die Geschäftsreisen enthalten, deren Volumen stabil blieb.

"Die Bundesbürger sind mehr verreist als im Vorjahr, aber sie haben anders Urlaub gemacht“, fasst DRV-Präsident Norbert Fiebig zusammen. Der Rückgang im Veranstalter- und Pauschalreisegeschäft hat mehrere Gründe. Zum einen konnten die Zuwächse in Ländern wie Spanien, Italien, Portugal und Bulgarien den Rückgang in Tunesien, Ägypten und der Türkei im vergangenen Jahr nicht ausgleichen. In den drei Problemländern ist der Anteil klassischer Pauschalreisen extrem hoch, während Reisen nach Italien, aber auch Spanien von den Kunden häufiger individuell organisiert werden. Auch ein kräftiger Nachfrageschub für Urlaub in Deutschland und den Nachbarländern konnte den Umsatzrückgang nicht verhindern. In diesem Segment, das traditionell von individuell gebuchten Urlaubsreisen dominiert wird, konnten die Veranstalter ihren Marktanteil nicht verbessern, obwohl sie versuchten, mit Angebotsausweitungen auf den absehbaren Trend zum Urlaub im Nahbereich zu reagieren.

01. März 2017 – 15:39

Als Reaktion auf die Vorwürfe eines britischen Gerichts, tunesische Sicherheitskräfte hätten bei dem Massaker unter Touristen am Strand von Sousse im Juni 2015 nicht entschlossen genug gehandelt, veröffentlichte die tunesische Regierung nun Informationen zu ihren eigenen Aktivitäten zur Aufklärung der Umstände des Anschlags. Derzeit werde gegen sechs Sicherheitskräfte ermittelt, weil sie beim Schutz der Touristen versagt hätten, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Sprecher der staatlichen Antiterror-Behörde. Insgesamt liefen im Zusammenhang mit dem Anschlag Ermittlungen gegen 32 Personen, von denen 14 in Haft säßen, heißt es.

Der britische Ermittlungsrichter hatte gestern im Zusammenhang mit dem Anschlag, bei dem ein bewaffneter junger Tunesier im Namen der Terrororganisation IS 38 britische Touristen tötete, von einem "chaotischen und feigen Verhalten" der Sicherheitskräfte gesprochen.

01. März 2017 – 13:23
frankfurtsteigenbergerfrankfurterhof

Am kräftigsten kletterten die Tarife nach Auskunft des "Hotel Surveys" des Geschäftsreisedienstleisters HRG in Hamburg. Ein Anstieg um 15 Prozent auf fast 180 Euro entspricht laut HRG der fünfthöchsten Teuerungsrate weltweit. In Düsseldorf legten die Preise um neun Prozent auf ebenfalls knapp 180 Euro zu. Berlin verzeichnete einen Anstieg um drei Prozent auf 158 Euro, München rangiert mit 166 Euro knapp über dem Vorjahresniveau. Ein leichter Preisrückgang um gut ein Prozent war in Frankfurt festzustellen. Mit durchschnittlich 196 Euro belegt die Main-Metropole bei den Zimmerpreisen aber weiterhin  den bundesweiten Spitzenplatz.

Teuerste Metropole weltweit bleibt im HRG-Ranking Moskau mit 312 Euro pro Nacht und Zimmer. Dahinter folgen New York mit 300 Euro, San Francisco mit 298 und Washington mit 287 Euro. Während die Hoteliers in New York City die Hotelpreise um sieben Prozent senkten, verteuerten sich Übernachtungen in der US-Hauptstadt um gut sechs Prozent. In San Francisco blieben die Preise stabil.

01. März 2017 – 12:36
rodriguezjulioniki

Der bisherige Chief Commercial Officer von Airberlin, Julio Rodriguez, ist nun in derselben Position für die österreichische Tochtergesellschaft Niki aktiv. Bei Airberlin übernimmt sein Vorgänger Götz Ahmelmann die Rolle wieder. Er kehrt von Etihad Airways zu Airberlin zurück, wo er seit 2015 die Vertriebsprojekte der europäischen Etihad-Beteiligungen verantwortete. Außerdem soll Carsten Schaeffer, derzeit noch Zentraleuropa-Direktor bei Sabre, als Senior Vice President Sales Commercial Strategy and Distribution das Vertriebsteam verstärken.

Niki soll mit Beginn des Sommerflugplans die touristischen Strecken von Airberlin in Südeuropa, Nordafrika und der Türkei übernehmen und anschließend in eine gemeinsame Holding mit Tuifly eingebracht werden. An der Holding wollen die Niki Privatstiftung, Etihad Airways und Tui Anteile halten. Airberlin verkauft ihre Beteiligung am österreichischen Carrier im Zuge des Deals an den Gesellschafter Etihad.