21. September 2016 – 15:25
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Bei dem insolventen Portalbetreiber müssen rund 100 der derzeit 840 Beschäftigten gehen, kündigt Lucas Flöther an. Betroffen davon seien vor allem die Zentralbereiche der Gruppe, so der Insolvenzverwalter.

Flöther will Unister zudem restrukturieren und sich auf die Kernsparten Flug und Touristik konzentrieren. Die Non-Travel-Bereiche sollen ausgegliedert oder an Investoren übertragen werden. Die internen Strukturen will Flöther deutlich schlanker und transparenter machen.

"Die internen Prozesse der Gruppe haben dem rasanten Wachstum der letzten Jahre nicht Schritt gehalten", kritisiert der Insolvenzverwalter. So habe es für den Großteil der Gesellschaften seit langem keine geprüften Jahresabschlüsse mehr gegeben. Auch die Zahlungsströme und Verrechnungen zwischen den einzelnen Gesellschaften sind äußerst kompliziert und schwer nachzuvollziehen. "Das müssen wir dringend ändern."

"Wir wollen die gute Ertragslage nutzen, um die Gruppe besser und leistungsfähiger aufzustellen", sagt Flöther. Die Gläubiger hätten diesem Kurs zugestimmt. "Unser Ziel ist nicht der schnellstmögliche, sondern ein bestmöglicher Verkauf."

21. September 2016 – 12:35
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13 neue Kreuzfahrtschiffe sollen im nächsten Jahr in Dienst gestellt werden -  und damit noch einmal drei mehr als in diesem Jahr. Eine Handvoll Werften wie STX in Frankreich, Fincantieri in Italien, Mitsubishi in Japan und die Meyer Werften in Papenburg und Finnland bauen den Nachschub für den Urlaub auf See. Das Kreuzfahrt-Buchungsportal kreuzfahrten.de, das zur Reisebüro Nees GmbH gehört, hat sich die Mühe gemacht, die interessantesten Neubauten vor ihrer Jungfernfahrt unter die Lupe zu nehmen. Gloobi.de fasst die Ergebnisse zusammen.

Mein Schiff 6
Nach der Mein Schiff 3 in 2014, der "Mein Schiff 4" in 2015 und der "Mein Schiff 5" in diesem Jahr präsentiert Tui Cruises im Juni 2017 die "Mein Schiff 6". Gebaut auf der Meyer-Werft in Turku, wird die Reederei das Design des Schiffs wie bei den drei baugleichen Vorgängerinnen gestalten. Dazu zählen der Olympia-taugliche 25-Meter-Pool auf dem Sonnendeck und das Klanghaus für Meisterkonzerte auf See. Die Jungfernfahrt ab Kiel ist bereits ausgebucht.

Aida Perla
Es dauerte länger als erwartet, bis die "Aida Prima" die Elbe zu ihrem Heimathafen Hamburg herauffuhr. Sie kam aus Japan, und von dort wird auch ihre Schwester "Perla" erwartet. Am 1. September 2017 soll es soweit sein, dass die "Perla" die im Mittelmeer kreuzt und auf vier Routen Gelegenheit hat, das neue Foliendach über den Activity-Decks zu öffnen. Start- und Zielhäfen werden mit Palma de Mallorca und Barcelona zwei traumhafte und gut zu erreichende Mittelmeer-Metropolen sein. Die weiteren Destinationen heißen Korsika, Toskana, Rom und Côte d’Azur. Auch wenn es noch fast ein Jahr dauert, bis man mit der "Perla" in See stechen kann - buchen lässt sich der Neuzugang der Kussmund-Flotte bereits ab dem 6. Oktober.

Flying Clipper
Ende 2017 startet die neue "Flying Clipper" von Star Clippers. Der 162 Meter lange Segler hat mit 112 Kabinen, 34 Suiten mit Balkon und vier Eigner-Suiten Platz für bis zu 300 Passagiere, denen unter anderem drei Pools zur Verfügung stehen. Einer der Pools soll einen Glasboden bekommen, durch den Nichtschwimmer im Atrium und Restaurant die Wassersportler bewundern können. Letztere können sich zudem auf eine große Badeplattform am Heck des Schiffes freuen.

MSC Meraviglia
Die 315 Meter lange "Meraviglia" mit Platz für rund 5.700 Passagiere soll kein schwimmender Protzpalast, sondern eine "komplexe Kombination aus modernster Technologie, der Liebe zur See, Design, Komfort und Zweckmäßigkeit", verkündet MSC. Mit einem großen VIP-Bereich will die "Meraviglia" ab Juni 2017 auch Wohlbetuchte anlocken. Ein 480-Quadratmeter-LED-Bildschirm soll die Decke der Promenade im Innenbereich in einen digitalen Himmel verwandeln.

Norwegian Joy
Die "Joy" der Norwegian Cruise Line ist eine Weiterentwicklung ihrer älteren Schwestern der Breakaway-Klasse, zu der die "Breakaway", die "Getaway" und die "Escape" gehören. Ein zusätzliches Deck bietet den Passagieren der "Joy" neue Attraktionen, zum Beispiel eine Go-Kart-Rennstrecke. Die 4.200 Passagiere dürften vorwiegend aus China kommen, da der jüngste Flottenzugang von NCL – wie auch die "World Dream" und die "Majestic Princess" – speziell für den asiatischen Markt entwickelt wurde.

Silver Muse
Das neue Flaggschiff von Silversea, die "Silver Muse" wirbt mit "Luxus auf Weltklasse-Niveau". Im Design der Suiten und der Außenbereiche seien "handwerkliche Meisterleistungen" zu entdecken, die dem neuen Flaggschiff für fast 600 Passagiere der Luxusreederei besonderes Flair verleihen, verspricht Managerin Tina Kirfel.

20. September 2016 – 16:33

Die Anzeichen verdichten sich, dass der Internetgigant beim Thema Reisen langsam Ernst macht. Nachdem vor kurzem der Dienst "Google Destinations" freigeschaltet wurde, bringt der Suchmaschinenbetreiber nun "Google Trips" auf den Markt. Passend zu ihrer Ausrichtung auf Smartphones dient diese App der Suche nach Sehenswürdigkeiten und Restaurants, Aktivitäten und Ausflugsrouten während der Reise. Die Desktop-Anwendung "Destinations" konzentriert sich dagegen eher auf die Reisevorbereitung, gibt Hinweise zu Kosten und Dauer für Anreise sowie zu Unterkünften und verlinkt auf Buchungsportale wie Booking.com oder Expedia. "Google Trips" reist nicht nur über die Standortermittlung mit, sondern greift auch auf Reservierungen, Reise- und Flugdaten zu, die Nutzer auf ihrem Gmail-Konto gespeichert haben, und integriert sie in die App. Die Infos zum Trip und zum Reiseziel können auch heruntergeladen und offline genutzt werden, verspricht das Unternehmen.

Zu weiteren Plänen mit beiden Apps äußert sich Google wie gewohnt nicht. Ein logischer Schritt wäre es, Möglichkeiten zur Buchung von Konzert- und Theatertickets, Ausflügen, Stadtführungen oder zur Tischreservierung im Restaurants zu schaffen. Aber auch die Verknüpfung mit Aktivitäten auf einem anderen Feld ergibt einen Sinn. So bestätigte der Schweizer Veranstalter Hotelplan kürzlich fortgeschrittene Verhandlungen über eine Zusammenarbeit mit dem Datenkraken. Das Szenario: Hotelplan versorgt Google direkt mit weltweiten Flug- und Hoteldaten inklusive Buchungsmöglichkeit. Darüber hinaus kümmert sich der Veranstalter um die Abwicklung, vom Garantieschein über Callcenter-Dienste bis hin zur Organisation der Services im Zielgebiet – und übernimmt die Veranstalterhaftung. Dann verdient Google nicht nur mit touristischen Unternehmen, sondern auch mit Reisen und Nebenleistungen Geld.

20. September 2016 – 14:58
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"Please don't climb Uluru", bitten die Ureinwohner Touristen des Roten Zentrums Australiens. Doch tausende Besucher klettern trotzdem auf den 348 Meter hohen Berg. So wie drei junge Männer, die am Montag 16 Stunden in einer mehrere hundert Meter tiefen Felsspalte festsaßen.

Die Australier hatten den offiziellen Pfad verlassen, der mit weißen Strichen deutlich markiert ist, und stiegen zu einem Wasserfall hinab. Auf dem glatten Stein schafften sie es dann nicht wieder nach oben. Ein siebenköpfiges Rettungsteam samt Hubschrauber brauchte 16 Stunden, um die drei 22-Jährigen zu befreien und zu bergen. Die Jungs blieben unverletzt. Ob die leichtsinnigen Kletterer die Rettung bezahlen müssen, ist noch nicht klar.

Der Uluru, früher Ayers Rock, ist ein Wahrzeichen Australiens und ein Heiligtum der Ureinwohner. Es gibt geführte Touren um den Monolithen herum, immerhin zehn Kilometer. Der Aufstieg ist nicht verboten, die Aborigines appellieren jedoch an Besucher, aus Respekt darauf zu verzichten. Doch das hält viele nicht davon ab.

Die Klettertour ist allerdings gefährlich, der Fels steil und glatt gewaschen. Nur ein Weg führt nach oben, nur an wenigen Stellen mit Ketten zum Festhalten. Viele Kletterer unterschätzen zudem die Anstrengung oder die Gefahr der Dehydrierung. Mehr als 35 Menschen kostete der Aufstieg bereits das Leben.

20. September 2016 – 11:34
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In Costa Rica ist am Montag der Vulkan Turrialba ausgebrochen. Der rund 70 Kilometer östlich der Hauptstadt San Jose gelegene 3.340 Meter hohe Vulkan stieß eine rund vier Kilometer hohe Aschewolke aus. Über dem Zentraltal mit der Hauptstadt und dem internationalen Flughafen ging Ascheregen nieder. Am Monatg und am Dienstagvormittag blieb der Airport geschlossen. 68 Abflüge und 52 Ankünfte wurden annuliert. Seit Dienstagmittag Ortszeit ist der Flughafen wieder in Betrieb. Zwischenzeitlich mussten Start- und Landebahn allerdings immer wieder für Reinigungsarbeiten gesperrt werden.

Der Turrialba-Nationalpark ist für Besucher gesperrt, für besonders gefährdete Siedlungsgebiete im Umkreis des Vulkans gilt eine Evakuierungsanordnung der Behörden. Reisenden in der Hauptstadtregion oder mit baldigem Abflug riet das Auswärtige Amt am Dienstag, Kontakt mit ihrem Veranstalter oder der Fluggesellschaft aufzunehmen. Angesichts der "spürbaren Belastung der Luft" sollten sie "vorerst ihr Hotel oder ihre Wohnung nicht verlassen". Dieser Hinweis wurde von der Website der Behörde inzwischen wieder gestrichen.

Bereits seit Mai befindet sich der Vulkan in erhöhter Aktivität. Nach einem Ausbruch am vergangenen Samstag mussten bereits mehrere Siedlungen in direkter Nähe zum Vulkankegel evakuiert werden.

19. September 2016 – 14:35
ameropa

Ameropa hat für Reisebüro-Websites eine White-Label-Buchungsmaschine entwickelt, über die die Pakete des Veranstalters aus Bahnanreise und Hotel buchhbar sind. Integriert sind darin auch die Bahn-Sparpreise für die Anreise. Neben Inlandszielen sind derzeit 30 Auslandsziele in zwölf Ländern im Angebot. Außerdem seien Zusatzleistungen wie City Cards, Wellness-Anwendungen und Ausflüge über die IBE buchbar, so der Veranstalter.

Das neue Tool basiert auf der Player-Hub-Technologie von Peakwork. Reisebüros können die IBE im eigenen Look & Feel gestalten. Die Darstellung sei an alle gängigen mobilen Endgeräte angepasst, verspricht Ameropa.

Reisebüros, die die IBE in ihre Website integrieren, erhalten für Buchungen, die sie darüber generieren, die volle Provision. Das neue Tool ist bereits im Einsatz - auf der Website der Ameropa-Mutter Deutsche Bahn.

19. September 2016 – 12:17
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Der Riese aus der Sharing Economy hat das spanische Start-up Trip4real übernommen. Das 2013 gegründete Unternehmen aus Barcelona betreibt eine Plattform, über die Einheimische Besuchern ihre Dienste als Guides anbieten. Die Angebote sind online buchbar, Trip4real kassiert für die Vermittlung 25 Prozent Provision.

Das Angebotsspektrum des jungen Vermittlers ist beachtlich; es erstreckt sich von Stadtführungen über Erkundungstouren mit dem Rad, Weinproben und Fotografiekursen bis hin zu Segeltörns. Unternehmensgründerin Gloria Molins beschreibt Trip4real als "soziale Plattform, auf der jeder Aktivitäten und Touren anbieten kann, damit die Reisenden das wahre Wesen eines Ortes kennen lernen". Der geografische Schwerpunkt liegt bislang auf spanischen Städten, doch auch für andere europäische Metropolen wie Berlin, Lissabon, Rom, Paris oder London sind mittlerweile Angebote verfügbar. Auf der Website wirbt Trip4real mit 20.000 registrierten Nutzern und rund 3.000 Touren- und Ausflugsangeboten.
Die Geschäftsbedingungen des Start-ups tragen deutlich die Züge eines  Anbieters aus der Sharing Economy. So wird der Rechnungsbetrag beim Kunden zwar vor dem Beginn der gebuchten Tour abgebucht. Die Auszahlung an den Guide erfolgt aber erst 24 bis 30 Stunden danach. Das Unternehmen begründet diese Praxis damit, dass auf diese Weise sicher gestellt werden könne, dass der Kunde seine gebuchte Leistung in vollem Umfang erhalten hat. Beschwert sich ein Gast, behält sich der Vermittler vor, den Betrag nicht auszuzahlen. Ähnlich geht auch Airbnb bei der Vermittlung von Unterkünften vor.

Für den schnell wachsenden Sharing-Economy-Marktführer bedeutet der Zukauf den Sprung in ein benachbartes Marktsegment, das die Kernkompetenz im Bereich Unterkunftsvermittlung sinnvoll ergänzen soll. Dazu passt, dass beide Unternehmen in ihrem Marketing den direkten Kontakt zwischen Einheimischen und Besuchern in den Mittelpunkt stellen. Und so dürfte es nicht lange dauern, bis die Angebote von Trip4real direkt in den Buchungsprozess von Airbnb eingebunden werden. Zudem wird sich die Ausweitung des Angebots auf weitere Städte und Länder stark beschleunigen.

Über die Summe, die Airbnb für Trip4real hingeblättert hat, hüllt sich das Unternehmen in Schweigen. Laut spanischen Medien gehen Experten von fünf bis zehn Millionen Euro aus.

16. September 2016 – 15:16
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Der kanarische Mehrheitsgesellschafter der IFA Hotels hat für 41,2 Millionen Euro von den Erben des norwegischen Großunternehmers Björn Lyng 50 Prozent der Anteile an dem Timesharing-Anbieter Anfi del Mar gekauft. Anfi betreibt auf Gran Canaria zwei Timesharing-Anlagen mit insgesamt rund 1.000 Apartments. Die Zahl der Mitglieder, die bei dem Unternehmen zeitweilige Wohnrechte einkaufen, soll bei rund 30.000 liegen.

Lopesan will damit nach eigenem Bekunden die touristischen Aktivitäten außerhalb der klassischen Hotellerie ausbauen. Die übrigen Anteile an der Anfi-Gruppe hält pikanterweise Santana Cazorla. Das Unternehmen, das von 2005 bis 2013 75 Prozent der Anteile an der Clubmarke Aldiana hielt, gilt als größter kanarischer Konkurrent Lopesans. Santana Cazorla hatte seine Anfi-Beteiligung 2004 für 44,3 Millionen Euro von Tui erworben.

16. September 2016 – 14:24
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Das Amtsgericht Leipzig hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Unister Holding eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde erwartungsgemäß Lucas Flöther bestellt, der bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt war. Der Geschäftsbetrieb der Unister Holding soll auch im eröffneten Verfahren "in vollem Umfang weitergehen". Löhne und Gehälter der Mitarbeiter könnten trotz des Wegfalls des Insolvenzgeldes weiter bezahlt werden, verspricht Flöther.

Die Unister Holding hatte am 17. Juli Insolvenzantrag gestellt. Für den Großteil der übrigen Unister-Gesellschaften, die im Juli Insolvenzantrag gestellt haben, erwartet der Insolvenzverwalter die Verfahrenseröffnung für Ende September. Damit beginnt die Aufarbeitung der wirtschaftlichen Situation. Die Gläubiger können nun ihre Forderungen anmelden. Flöther will sie in den kommenden Wochen anschreiben.

Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren sollen unterdessen fortgesetzt werden. Man sei zwar weiterhin an einem zügigen Verkauf interessiert, betont Flöther, eilig sei das Thema aber nicht. Unister erwirtschafte "mit dem operativen Geschäft positive Erträge", sagt er. Es sei möglich, die Gruppe "auch über den Insolvenzgeldzeitraum hinaus unter Vollkosten fortzuführen". Die Entscheidung über den möglichen Zuschlag liegt beim Gläubigerausschuss.

16. September 2016 – 13:44
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In spanischen Urlaubszentren macht sich offenbar ein neues Geschäftsmodell breit, das angebliche Juristen aus dem Vereinigten Königreich entwickelt haben. Die vermeintlichen Rechtsanwälte rollen in mobilen Büros durch die Straßen und animieren britische Urlauber dazu, bei ihrem Urlaubshotel Entschädigungen für angeblich vergiftete Mahlzeiten einzufordern. Das berichten übereinstimmend mehrere spanische Hotelverbände, darunter die Vereinigung Ashotel von den Kanarischen Inseln und HOSBEC aus dem Touristenzentrum Benidorm. Die Touristen sollen behaupten, sie hätten sich durch das Hotelessen mit Kolibakterien, Noroviren oder ähnlichem infiziert und seien dadurch erkrankt.  Die vorgeblichen Helfer ködern die Urlauber mit dem Versprechen, dass man ihre Dienste nur bezahlen müsse, wenn der Hotelier in die Zahlung der Entschädigung einwilligt. Mit vorgefertigten Schreiben wenden sie sich dann an die Hoteliers.

Für die Anwälte und die Touristen ergibt sich eine Win-Win-Situation. Denn angesichts der Androhung, den Fall in Großbritannien vor Gericht zu bringen, willigen offenbar viele von ihnen in die geforderten Entschädigungszahlungen ein, weil sie die hohen Kosten und den Imageschaden durch einen Gerichtsprozess im Ausland fürchten.

Die Hotelverbände wollen dem nun mit einer groß angelegten Informationskampagne begegnen und fordern zudem ein Treffen mit den großen britischen Reiseveranstaltern wie Tui, Jet2, Thomas Cook oder Monarch. Diese sollten aktiv daran mitarbeiten, dem "betrügerischen und unmoralischen Treiben"  der so genannten "Piratenanwälte" zu begegnen, heißt es. Denn die "überwältigende Mehrheit"der Anschuldigungen sei völlig aus der Luft gegriffen, unterstreicht Ashotel-Präsident Jorge Marichal in einer Erklärung der Organisation. HOSBEC-Präsident Antonio Mayor forderte zudem den spanischen Botschafter in Großbritannien dazu auf, sich beim britischen Außenministerium über die unsauberen Praktiken seiner Landsleute zu beschweren.