30. Januar 2017 – 13:44
grueberuediger

Wie das Unternehmen bestätigt, hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn einstimmig der „Bitte“ von Rüdiger Grube entsprochen, mit sofortiger Wirkung abzutreten und seinen laufenden Vertrag, der eigentlich heute verlängert werden sollte, durch eine Auflösungsvereinbarung zu beenden. Hintergrund des überraschenden Rücktritts ist laut „Spiegel“, dass Grube dem Kontrollgremium vorwirft, sich nicht an Absprachen gehalten zu haben. Ihm sei zuvor eine Vertragsverlängerung um drei Jahre bis Ende 2020 zugesichert worden, im Gegenzug habe er auf eine Gehaltserhöhung und auf eine Abfindung im Falle eines vorzeitigen Abgangs verzichtet. In der Aufsichtsratssitzung des Staatskonzerns am Montag habe man ihm dann aber doch nur zwei weitere Jahre als Vorstandschef geben wollen, hieß es unter Berufung auf Aufsichtsratskreise.

Die Bahn hält sich zu den Hintergründen bedeckt. In einer Erklärung teilt sie lediglich mit, dass „zeitnah“ über eine Nachfolge entscheiden werden soll. Bis dahin werde Finanzvorstand Richard Lutz kommissarisch den Vorstandsvorsitz übernehmen. Als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge Grubes wird seit einiger Zeit der frühere CDU-Politiker und jetzige Infrastruktur-Vorstand der Bahn, Ronald Pofalla, gehandelt.

30. Januar 2017 – 12:54

Das Bundeskartellamt den vorsorglich angemeldeten Wetlease-Vertrag zwischen den beiden Airlines abgenickt. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, begründet die Freigabe damit, dass Lufthansa mit den neuen Flugzeugen zwar die Möglichkeit habe, zu expandieren. Dieser Zuwachs sei jedoch "nicht ausreichend, um eine Untersagung des Vorhabens zu tragen", sagt er. Zudem habe die Übernahme der Flugzeuge keinen Einfluss auf die Neuvergabe der Slots, die bislang von Airberlin genutzt wurden.

Der Vertrag sieht die Überlassung von 38 Airberlin-Flugzeugen des Typs Airbus A319 und A320 mitsamt Cockpit-Crew und Kabinenpersonal an Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften Eurowings und Austrian Airlines vor. Wie beim Wetlease üblich, bleibt die operative Verantwortung für Flugbetrieb, Crewplanung und Wartung bei Airberlin.

Mehrere Wettbewerber der Lufthansa hatten sich mit Stellungnahmen gegen das Vorhaben gewandt. Kunden und Reisevermittler hätten dagegen mehrheitlich keine schweren wettbewerblichen Bedenken geltend gemacht, heißt es in einer Mitteilung des Kartellamts.
Andere Teile der laufenden Restrukturierung von Airberlin – etwa das geplante Joint Venture zwischen Tui, Etihad und Niki – seien nicht Gegenstand des beim Bundeskartellamt angemeldeten Vorhabens und der fusionskontrollrechtlichen Prüfung gewesen.

22. Januar 2017 – 19:38

Der Spezialist für Kleingruppen erleichtert Buchungen von Reisebüros. Die weltweiten Reisen können ab sofort über das Reservierungssystem Toma von Amadeus gebucht. Die 2.000 Agenturen sind laut SKR maßgeblich für das Wachstum des Veranstalters verantwortlich. Aktuell liege der Umsatz über Reisebüros 60 Prozent über Vorjahr. Über einen Web-Link haben Reisebüros außerdem Zugriff auf rund 20.000 Bewertungen von SKR-Gästen, die Expedienten bei der Kundenberatung helfen sollen.

19. Januar 2017 – 14:14
schiller-ralphalias-alexander-spaethundercover-bossfoto-rtl

Hätten Sie ihn erkannt? Das oben ist Ralph Schiller, in der Branche allseits bekannter FTI-Geschäftsführer. In dieser Aufmachung wären sicher viele auf einer DRV-Tagung an ihm vorbeigelaufen. Die Verkleidung war allerdings auch nicht für einen Branchenkongress gedacht, sondern für die RTL-Doku-Soap "Undercover Boss".

Verkleidet als arbeitssuchender Ex-Gastronom Alexander Späth verdingte sich Schiller eine Woche lang als Praktikant im Ferienresort El Gouna am Roten Meer. Statt Sonnenbaden, Kitesurfen oder Reiten stand für den FTI-Boss harte Arbeit auf dem Programm. Er versuchte sich als Animateur, Gästebetreuer, Qualitätsmanager und als Helfer in der Tauchstation. Die Touristenstadt El Gouna gehört dem Ägypter Samih Sawiris, der auch an FTI beteiligt ist.

Über seine Erfahrungen verrät Schiller noch nicht viel. "Die Teilnahme bei Undercover Boss war in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd", hält er sich bedeckt. Wohl auch, um Neugier auf die Sendung zu wecken. Dafür ist aber noch Geduld erforderlich, denn die Folge strahlt RTL erst am 13. Februar um 21:15 Uhr aus.

Schiller ist nicht der erste Touristiker, der undercover im eigenen Unternehmen anheuert. Zuletzt erlebte Nicko-Chef Guido Laukamp wie es ist, als Matrose auf einem Flussschiff zu arbeiten. Flixbus-Gründer André Schwämmlein schleppte Koffer und Domero-Managerin Manuela Halm putzte Zimmer in ihren Hotels.

18. Januar 2017 – 16:06
froebel-andreastic-geschaeftsfuehrerinfoto-travel-industry-club

Andrea Fröbel leitet künftig die Geschäftsstelle des Travel Industry Clubs in Frankfurt. Die 35-Jährige kommt von der DRV Service GmbH, wo sie sich noch bis Ende März um die Organisation von Tagungen und Seminaren kümmert. Ihren neuen Job als TIC-Geschäftsführerin tritt sich am 1. April an. Fröbel hat nach einer Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau bei TUI Event-Management studiert. Sie ersetzt Tom Fecke, der zum Kreuzfahrtverband CLIA nach Brüssel wechselte.

Der Travel Industry Club wurde vor zwölf Jahren gegründet und setzte vor allem durch seine Branchen-Events neue Maßstäbe in der Reiseindustrie. Der unabhängige Wirtschaftsclub hat rund 800 persönliche Mitglieder.

17. Januar 2017 – 13:27
eurowingsa320fotoeurowings

Eurowings geht im Ticket-Vertrieb neue Wege: Ab Anfang Februar testet die Lufthansa-Tochter den Verkauf von Zehnerkarten, bestätigt eine Sprecherin auf Anfrage von Gloobi. Ob und wie Reisebüros in den Verkauf eingebunden werden, konnte sie nicht sagen. Wer Interesse hat, kann sich auf einer Website vormerken lassen. Der sogenannte Flightpass berechtigt für zehn Oneway-Flüge und wird für drei verschiedene Zielgruppen angeboten: Pendler, Business Traveller und Studenten.

Student-Pass: Studenten bis 26 Jahre zahlen für zehn ausgewählte innerdeutsche und europäische Strecken 499 Euro. Sie müssen beim Online-Kauf eine gültige Immatrikulationsbescheinigung hochladen und ihr Alter nachweisen. Die Vorausbuchungsfrist liegt bei 21 Tagen.

City-Pass: Diese Zehnerkarte ist hauptsächlich für Pendler gedacht und gilt auf einer innerdeutschen Strecke. Zehnmal fliegen kostet 699 Euro. Die Termine müssen spätestens 21 Tage vorab gebucht werden.

Business-Pass: Hier stehen alle innerdeutschen Strecken zur Wahl. Für 1.499 Euro sind die Strecken bis sechs Stunden vor Abflug buchbar.

Alle drei Zehnerkarten müssen innerhalb von sechs Monaten abgeflogen sein. Und es gilt die Tarifklasse "Basic", also ohne Gepäck und Service an Bord. Meilen werden allerdings gutgeschrieben.

Eurowings hat für das Projekt Flightpass eine gleichnamige Website eingerichtet. Dort werden die Zehnerkarten nicht nur verkauft, sondern die einzelnen Flüge später auch gebucht. Umbuchungen oder Stornierungen sind nur beim Business-Pass möglich, ansonsten verfallen einmal gebuchte, ungenutzte Flüge. Das gilt auch für das Restguthaben, wenn das halbe Jahr vorbei ist.

 

16. Januar 2017 – 18:17

Der Heißluftballon hat bei seinem Flug über die Wüste offenbar den Boden berührt und ist dann abgestürzt. Bei dem Absturz wurden die fünf Passagiere und der Pilot teilweise schwer verletzt. Die Polizei in Sharjah meldet, dass die Insassen ins Krankenhaus gebracht wurden. Bei den Touristen soll es sich um Europäer und Asiaten handeln.

Der Unfall passierte bereits am Samstag, wurde aber erst gestern bekannt. Der Absturzort liegt bei dem Dorf Al-Madam etwa 60 Kilometer von Dubai entfernt.

12. Januar 2017 – 16:40
knoblochchristophgeschaeftsfuehrer-ctsfoto-cts

Christoph Knobloch verstärkt zum 1. Februar die Geschäftsführung des auf Klassenfahrten, Gruppen- und Paketreisen spezialisierten Veranstalters. Der 39-Jährige kommt von DFDS Seaways und soll sich bei CTS um Produkt, Marketing und Vertrieb kümmern. Er leitet das Unternehmen dann zusammen mit den Inhabern Oliver und Ingo Dobbert.

CTS mit Sitz in Lemgo gehört mit 180.000 Teilnehmern zu den großen Anbieter in diesem Bereich. Der Veranstalter wächst stark. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 58,1 Millionen Euro.

12. Januar 2017 – 15:58

Ungarn will angeblich alle eigenständigen, internationalen Tourismusämter schließen. Einzige Ausnahmen sind die Vertretungen in Moskau und Peking. Das zumindest meldet das österreichische Fachportal "Tip Online". 

Ob auch das Verkehrsbüro in Berlin davon betroffen ist, war bisher nicht zu erfahren. Die deutschen Ungarn-Veranstalter bestätigen Gerüchte, dass es auch hierzulande zur Schließung kommen könnte. Es hat offenbar Gespräche zwischen der Berliner Chefin Csilla Mezösi und der Zentrale in Budapest gegeben. Wie diese ausgegangen sind, ist allerdings nicht bekannt. Der Leiter der Behörde in Österreich, Balázs Kovács, ist laut "Tip Online" bereits freigestellt.

Hintergrund ist eine Umstrukturierung in Ungarn, in der das Staatssekretariat für Tourismus und das Ungarische Tourismusamt zur Ungarischen Tourismusagentur verschmolzen werden.

11. Januar 2017 – 17:38
flixbusberlin-brandenburger-tor-2foto-flixbus

Ende eines Hypes: Die zweistelligen Zuwachsraten im Fernbusmarkt sind vorbei. 2016 setzten sich 25,3 Millionen Deutsche in einen Fernbus. Das waren laut dem Portal Fernbusse.de zwar immer noch 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Davor wurde die Branche allerdings mit Wachstumsraten von fast 50 Prozent verwöhnt.

Innerhalb Deutschlands wuchs der Markt kaum noch. Mit 16,6 Millionen Fahrgästen erreichten die Linienbusunternehmen gerade mal ein Plus von vier Prozent. Grenzüberschreitend waren 8,7 Millionen Passagiere unterwegs, immerhin 20 Prozent mehr als 2015. Kein Wunder also, dass sich Marktführer Flixbus nach dem Ausstechen der Konkurrenz in Deutschland nun auf die Expansion ins europäische Ausland stürzt.

Flixbus hatte Postbus und Megabus übernommen, die Deutsche Bahn verabschiedete sich aus dem Geschäft. Wenig verwunderlich, dass diese Konzentration in Deutschland zu höheren Preisen führte. Der durchschnittliche Ticketpreis stieg nach Berechnungen von Fernbusse.de nur auf 23 Euro. Vor der Preisschlacht Anfang 2015 erlösten die Busgesellschaften noch über 24 Euro pro Ticket.

Große Änderungen sind nicht zu erwarten. Fernbusse.de rechnet für dieses Jahr bei Inlandsfahrten mit einer Stagnation und sieht auch bei Auslandstickets nur ein Wachstum von sieben Prozent.

Die ganze Markteinschätzung auf Fernbusse.de