19. Juli 2017 – 14:40
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Die 28-Jährige muss die Summe, die gut 28.000 Euro entspricht, nach Angaben des britischen Boulevard-Blatts "Daily Mail" bis zum 6. Oktober an den Reisekonzern überweisen. Sie hatte 2011 einen elftägigen Urlaub im Fünf-Sterne-Resort Iberotel Palace im ägyptischen Sharm el-Sheikh verbracht. Zwei Jahre später, im Juli 2013, machte sie über eine walisische Anwaltskanzlei Schadenersatzansprüche gegen die Tui-Marke Thomson wegen einer Magen-Darm-Erkrankung in Folge verdorbenen Essens in dem Hotel geltend. Bei einer Gerichtsverhandlung im vergangenen Oktober ließ sie die Klage ohne Angabe von Gründen plötzlich fallen.

Nun war es allerdings das Touristikunternehmen, das die Sache nicht auf sich beruhen lassen wollte. Die Anwälte von Thomson argumentierten, es gebe Beweise dafür, dass die Frau entgegen ihrer eigenen Angaben lediglich einige Male im Hotel gefrühstückt und ansonsten anderswo gegessen habe. Das Unternehmen wollte sich die Kosten für seine Verteidigung sowie die Gerichtskosten von der Klägerin zurückholen und bekam Recht. Nachdem das Gericht ihren Aussagen eine "fundamentale Unehrlichkeit" bescheingte, wurde sie verurteilt, Tui den entstandenen Schaden zu ersetzen.

Ein Manager des Konzerns erklärte, das Urteil sende ein "klares Signal" an Kunden, die auf betrügerische Weise Entschädigungsforderungen stellten, und kündigte an, eine Reihe ähnlicher Fälle zu verfolgen.

18. Juli 2017 – 20:02
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Nach der Verhaftung von sechs Menschenrechtsaktivisten in der Türkei hat die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen das Auswärtige Amt aufgefordert, eine Reisewarnung für das Land auszusprechen. "Mit der Verhaftung des Deutschen Peter Steudtner und weiterer Menschenrechtsaktivisten in der Türkei agiert der türkische Präsident unverhohlen als Geiselnehmer. Die Beschwichtigungspolitik der Bundesregierung in Sachen Türkei ist endgültig gescheitert und stellt eine Gefahr für deutsche Staatsbürger dar, weil jeder Deutsche in der Türkei als Geisel genommen werden könnte. Das Auswärtige Amt muss jetzt eine Reisewarnung für die Türkei aussprechen“, erklärt die Sprecherin der Fraktion für internationale Beziehungen. Unter den Festgenommenen sind neben dem Berliner Steudtner ein schwedischer Kollege von ihm und die türkische Direktorin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Idil Eser. Ein türkisches Gericht hatte Untersuchungshaft angeordnet, weil die Betroffenen "Terror unterstützt" haben sollen.

Die Grünen forderten im Zusammenhang mit der Türkei bislang keine Reisewarnung, aber auch sie erwarten angesichts der steigenden Zahl von Festnahmen deutscher Staatsbürger einen härteren Kurs der Bundesregierung. "Es ist ein unerträglicher Zustand, dass die Türkei nach Journalisten nun auch Menschenrechtsaktivisten willkürlich festnimmt", erklärte Spitzenkandidat Cem Özdemir. "Da stellt sich die Frage, wer als nächstes dran ist: Wirtschaftsvertreter, Touristen?"

Die Bundesregierung verurteilte die Festnahme der sechs Aktivisten ebenfalls. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bezeichnete Steudtner, der zusammen mit den anderen bei einem Workshop zum Thema Menschenrechte in Istanbul festgenommen worden war, als "einen Streiter und Sprecher für die Menschenrechte und Demokratie". Ihn in die Nähe von Unterstützern des Terrorismus zu stellen, sei abwegig. Seit dem gescheiterten Putsch vor einem Jahr wurden 22 Deutsche in der Türkei festgenommen. Neun von ihnen sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes noch im Gefängnis.

Christian Schmicke

18. Juli 2017 – 17:25
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Als Grund für die Trennung nennt Thomas Cook "strukturelle Veränderungen". Der Konzern, der sein Veranstalterprogramm in ein Kernprodukt mit den eigenen Hotelmarken und weiteren wichtigen Hotelpartnern sowie ein Longtail-Angebot, das über Bettenbanken eingekauft und weitgehend automatisiert produziert werden soll, einteilt, integriert nun auch das Luxus- und Langstreckensegment in diese beiden Sparten. Das so genannte "Specialist Product", das bislang als eigene Kategorie geführt wurde, soll nun auf die beiden anderen Bereiche aufgeteilt werden. Die daraus resultierende Änderung der Struktur habe Feld-Türkis veranlasst, den Konzern zu verlassen und sich neuen Aufgaben zu widmen, heißt es. Dazu gehöre unter anderem ihre selbstständige Beratungstätigkeit, die sie 2014  nach dem Weggang von der Tui-Luxusmarke Airtours gestartet hatte.

Die 54-Jährige langjährige Tui- und Airtours-Managerin war Mitte  2015 zum Thomas Cook gekommen, um das Luxussegment gruppenweit aufzupolieren. Konzernchef Peter Fankhauser hatte sie damit beauftragt, die Marke Signature als Premium-Brand über alle  Quellmärkte zu verbreiten. Zugleich sollte sie das Profil der zuvor unter Thomas Cook firmierenden Premium-Veranstaltermarke schärfen. Dazu musste vor allem das Hotelangebot, das bis dato mit dem der Marke Neckermann fast identisch war, entstaubt werden. Signature laufe "bereits ein Jahr nach dem Start sehr erfolgreich", lobt Cook-Deutschland-Chefin Stefanie Berk die scheidende Luxus-Expertin. Konkrete Angaben zur Geschäftsentwicklung der Marke macht der Konzern allerdings wie gewohnt nicht.

18. Juli 2017 – 14:39
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Wovon Reiseveranstalter noch träumen, das ist in der Luftfahrt längst Alltag. Bis zu 46 Prozent ihrer Umsätze erwirtschaften Fluggesellschaften nach der jüngsten Erhebung der Technologieplattform Car Trawler jenseits des reinen Verkaufs von Flugtickets. In absoluten Zahlen verkauft United Airlines mit 6,2 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz die meisten so genannten Ancillaries. Dahinter folgen mit Delta (5,2 Milliarden), American (4,9 Milliarden)  und Southwest (2,8 Milliarden) drei weitere US-Fluggesellschaften. In Europa verdienen Air France/KLM (2,1 Milliarden) am meisten mit Zusatzverkäufen, vor Ryanair mit knapp zwei Milliarden und Easyjet mit 1,4 Milliarden Dollar. Annähernd so viel wie Easyjet erlöst auch Lufthansa auf diese Weise.

Den größten Umsatzanteil machen die Ancillaries bei Billigfliegern aus. Auch hier liegen mit Spirit, die 46 Prozent iher Umsätze auf diese Weise einfährt, Frontier (42%) und Allegiant (40%)  drei Airlines aus den Vereinigten Staaten vorn. Ryanair erwirtschaftet knapp 27 Prozent der Umsätze damit. Bei allen Carriern ist der Anteil der Zusatzverkäufe am Gesamtgeschäft in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen.

Interessant ist ein Blick darauf, womit die Fluggesellschaften ihre Ancillary-Einnahmen generieren. Klassische Netzwerkcarrier erlösen rund die Hälfte davon mit mit hren Vielfliegerprogrammen. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Meilen an Partner wie Banken, mit denen sie gemeinsame Kreditkarten auflegen. Beim US-Billigflieger Southwest bilden die Einnahmen aus dem Frequent-Flyer-Programm sogar 80 Prozent der Zusatzerlöse, während Ryanair und Easyjet 2016 keine derartigen Programme betrieben. Deshalb stammen bei ihnen sämtliche Ancillary-Umsätze aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, Gepäckgebühren, Sitzplatzreservierungen, sonstigen aufpreispflichtigen Angeboten und dem Vertrieb von Reisen, Hotels oder Mietwagen über die Website.

Christian Schmicke

18. Juli 2017 – 14:37
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"Die momentane Zurückhaltung der Travel Manager ist gerechtfertigt", sagt Professor Tobias Ehlen von der Hochschule Worms. Doch für ihn ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Airbnb, Uber und andere Sharing-Economy-Dienste auch in Deutschland auf Business-Trips durchsetzen, sagte er auf dem BME-Kongress Travel, Mice & More. Die Anbieter würden ihre Services den rechtlichen Erfordernissen weiter anpassen und deutsche Unternehmen die Nutzung zunehmend in ihren Reiserichtlinien gestatten, glaubt Ehlen.

Zurzeit sollten Travel Manager aber noch vorsichtig mit Sharing-Diensten sein. Denn Unternehmen hätten eine Fürsorgepflicht bei Geschäftsreisen von Mitarbeitern ins Ausland. „Arbeitgeber müssen vor, während und nach der Geschäftsreise alle möglichen und verhältnismäßigen Maßnahmen treffen, um die Sicherheit der reisenden Arbeitnehmer zu gewährleisten“, so Ehlen in seinem BME-Vortrag.

Konkret bedeute dies, dass Unternehmen vor der Nutzung von Airbnb drei Dinge prüfen sollten:

• Ist die Nutzung des Zimmervermittlers im Zielland überhaupt rechtmäßig? Wenn nicht, sollten Unternehmen die Finger davon lassen und die Nutzung untersagen. Meist bekämen zwar nur die Zimmeranbieter Ärger, unter Umständen könnten aber auch die Geschäftsreisenden belangt werden.

• Firmen müssten sich zudem fragen, ob mit Airbnb ein vergleichbarer Sicherheitsstandard wie bei herkömmlichen Unterbringungsarten gewährleistet ist. Hierzu empfiehlt Ehlen eine Risikobeurteilung für jede einzelne Destination.

• Schließlich sollten Reiserichtlinien existieren, die die Nutzung von Airbnb für Mitarbeiter regeln. „Aus Haftungsgründen darf die Nutzung von Airbnb nicht in das Belieben der Geschäftsreisenden gestellt werden“, sagt Ehlen.

Trotz all dieser Unsicherheiten übernachten und fahren viele Geschäftsreisende bereits mit der Sharing Economy. So sagen zwei Drittel der britischen und der französischen Geschäftsreisenden, dass sie im Ausland Airbnb und Uber nutzen. Da sind die Deutschen deutlich zurückhaltender. Das könnte sich mit der Freigabe in den Reiserichtlinien ändern. Travel Management Companies wie BCD, CWT und Amex GBT stehen bereit und haben Airbnb & Co. bereits im Sortiment und auch das Controlling funktioniert.

Thomas Hartung

18. Juli 2017 – 13:11
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Es  handele sich lediglich um einen Versuch, heißt es aus der Zentrale von RCL Cruises in Miami. Unter US-amerikanischen Reisebüros und ihren Kunden hat die Aktion allerdings schon für einige Aufregung gesorgt. Die Reederei wendet auf einigen Kreuzfahrten mit der "Harmony of the Seas" , die zwischen Ende September und Mitte November stattfinden, eine neue Systematik beim Verkauf von Getränkepaketen an. Das so genannte Deluxe-Paket, das neben Soft Drinks auch die meisten alkoholischen Getränke beinhaltet und 55 US-Dollar pro Person und Tag kostet, konnte bislang von jedem Passagier ab 21 Jahren gebucht werden. Im Rahmen des Pilotprojekts werden erwachsene Mitreisende, die in derselben Kabine übernachten, automatisch ebenfalls zum Kauf des Pakets gezwungen, wenn ihr Kabinenpartner ein solches Paket bucht.

Offenbar mutmaßt die Reederei, dass Kunden, die ein Deluxe-Paket erwerben, ihre Mitreisenden in vielen Fällen gleich mitversorgen. Durch den kabinenweisen Verkauf will sie dem entgegensteuern. Bei der Kundschaft sorgt der Schritt allerdings  bereits für helle Aufregung. Das sei "Abzocke", man werde sich nicht zum Kauf von Getränkepaketen zwingen lassen, zitiert das US-Fachblatt "Travel Agent Central" eine Leserin. Eine andere sagt, ihr Mann trinke zwar Alkohol, sie selbst jedoch nicht. Wieder andere sind allerdings der Auffassung, die Kunden hätten sich diese Maßnahme durch den Missbrauch der Pakete selbst zuzuschreiben. Bei anderen Reedereien sei die Variante, Getränkepakete ausschließlich kabinenweise anzubieten, längst gängige Praxis.

RCL Cruises erklärt beschwichtigend, das neue System komme in der Testphase nur bei einigen wenigen Kreuzfahrten zur Anwendung. "Wir planen nicht, es auf andere Kreuzfahrten oder Schiffe auszuweiten", so das offizielle Statement. Zu welchem Zweck das neue Verkaufsmuster dann überhaupt getestet wird, dieses Rätsel löst das offizielle Statement freilich nicht.

Christian Schmicke

18. Juli 2017 – 10:21
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Reisebüros mit Einzelagenturverträgen, die im Juni die nächsthöhere der drei vorhandenen Grundprovisionsstaffeln erreicht haben, erhalten im Juli rückwirkend auf alle gebuchten Vorgänge die höhere Grundprovision nachgezahlt. Weitere Neubuchungen werden bis zum Jahresende mit der höheren Grundprovision abgerechnet. Das Einzelagenturmodell von LMX Torusitik sieht eigentlich vor, die erreichte Provisionsdifferenz erst nach dem Ende des Geschäftsjahres zahlen. LMX-Chef Mario Krug bezeichnet die vorzeitige Ausschüttung als "Belohnung für die starke Unterstützung durch den stationären Vertrieb".

Im nächsten Geschäftsjahr lässt der Veranstalter sein Modell unverändert. Er zahlt bis 10.000 Euro Umsatz acht, ab 10.000 Euro zehn und ab 20.000 Euro elf Prozent Provision. Dabei werden die Umsätze der LMX-Produkte und der Reisen des Asien-Spezialisten Marke Sun Trips kumuliert.

17. Juli 2017 – 17:34
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Die Nachfrage nach Reisen durch Kuba und den Iran habe nach den stetig steigenden Gästezahlen der vergangenen Jahre "etwas nachgelassen" berichtet der Studienreiseveranstalter. Zumindest für die Karibik-Insel  hatte sich dieser Trend in den vergangenen Monaten auch bei anderen Veranstaltern angedeutet. Jedenfalls kündigten sie Preissenkungen für Reisen ins Land des "socialismo tropical" an. Rückläufig seien nach positivem Jahresstart auch die Buchungszahlen für die USA, teilt der Studienreisespezialist mit. Dies erklärt er mit der politischen Entwicklung und dem "Trump-Effekt". Auch für 2018 ist der Veranstalter in Hinblick auf die USA eher skeptisch – neben der Politik gebe es nämlich eine weitere Hürde. Sie liege in Preissteigerungen von rund sechs Prozent aufgrund veränderter Flugtarife.

Stark sei die Nachfrage dagegen für Südostasien und Zentralasien. Dort bewegten sich die Teilnehmerzahlen "aktuell deutlich über dem Vorjahr", heißt es aus München. Deshalb liege auf diesen Zielen ein Schwerpunkt des Programmausbaus für das nächste Jahr. Dies gelte auch für China und den indischen Subkontinent. Und auch Nepal sei nach dem Erdbeben 2015 wieder im Aufwärtstrend. Israel bleibe weiterhin "stark nachgefragt" und die meisten Länder im Nahen Osten hätten "die Talsohle durchschritten". Neben dem südlichen Afrika als stärkstem Studiosus-Fernziel seien auch der Westen und Osten des Kontinents für die Kundschaft zunehmend interessant. Neue Reisen in den beiden gerade erschienenen Fernreisekatalogen für 2018 führen nach Nubien und in den Sudan, zu den Gorillas in Uganda und sowie nach Benin, Togo und Ghana in Westafrika.

Im südlichen Afrika hat Studiosus das Angebot bereits für die laufende Saison stark erweitert. Während die Preise im vergangenen Jahr dank vorteilhafter Wechselkurse deutlich gesenkt worden seien, werden die Reisen 2018 allerdings erheblich teurer. Aufgrund steigender Inlandspreise und nachteiliger Wechselkurse steigen sie in Südafrika um 12 Prozent und in Namibia um 16 Prozent.

17. Juli 2017 – 16:27
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An verschiedenen Grenzübergängen und auf Bangkoks Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang mussten Besucher, die mit einem Touristenvisum unterwegs waren, in den vergangenen Tagen bei der Einreise 20.000 Baht in bar, umgerechnet gut 500 Euro, vorzeigen. Nach Informationen der Nachrichtenplattform "Thaivisa" existiert zwar kein Gesetz, das Inhabern von Touristenvisa vorschreibt, eine entsprechende Geldmenge mit sich zu führen. Dennoch greift die Praxis offenbar um sich. Der Online-Dienst berichtet von einem Fall, in dem ein Reiseder sowohl Hotelbuchungen als auch ein Weiterflugticket sowie sein Bankguthaben vorweisen konnte und dennoch an der Grenze aufgehalten wurde.

Den thailändischen Behörden geht es offenbar darum, die Zuwanderung illegaler Arbeitskräfte zu verhindern. Dies betrifft in erster Linie die unmittelbaren Nachbarländer. Allerdings wurde laut "Thaivisa" auch ein Brite, der Thailand bereits mehrfach mit einem Touristenvisum besucht hatte, intensiv danach befragt, ob er im Land seinen Lebensunterhalt bestreiten könne. Ein Grenzbeamter bestätigte gegenüber dem Dienst, dass es Aufgabe der Immigrationsbehörde sei, zu überprüfen, ob ein Reisender seinen Aufenthalt im Land aus eigenen Mitteln bestreiten könne. Zu konkreten Vorgängen machte er allerdings keine Angaben.

17. Juli 2017 – 15:03
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Der Gouverneur des Roten Meeres, Ahmed Abdallah, hat Hoteliers nach der Messerattacke auf mehrere Besucherinnen aus Europa untersagt, externe Gäste in ihre Anlagen und an ihre Strände zu lassen. Die Zutrittsverweigerung wird von offizieller Seite als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme etikettiert. Sowohl der ägyptische Angreifer als auch die beiden deutschen Frauen, die ihm zum Opfer fielen, waren keine Gäste des Hotels Zahabia Beach, an dessen Strand sich der Angriff ereignete. Der Täter hatte nach Berichten ägyptischer Medien ein Tagesticket für die Strandnutzung erworben.  

Unterdessen sind Vertreter der ägyptischen Tourismusbranche bemüht, die Tat als Einzelfall darzustellen. in einem Statement erklärt Kamel Abou Ali, Chairman der Red Sea Tourism Investment Association, Hurghada: "Wir gehen nach dem momentanen Stand der Ermittlungen davon aus, daß der Angriff als Einzeltat einzustufen ist. Das Rote Meer rund um Hurghada ist eine Region, die nie betroffen war von Unruhen in anderen Landesteilen und in der sich Touristen immer sicher gefühlt haben. Wir werden alles dafür tun, damit dies so bleibt." Im übrigen, so Abou Ali, hätten Anschlägen beispielsweise in London, Manchester, Berlin, auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund, in Stockholm oder Brüssel gezeigt, dass "kein Ort auf dieser Welt vor Gewalt gegen unschuldige Zivilisten gefeit" sei. Eine groß angelegte PR-, Werbe- und Marketingkampagne für das Rote Meer, die in den nächsten Tagen anlaufen soll, werde wie geplant umgesetzt, heißt es.