18. September 2017 – 16:16
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Matthias Lange wird zum 1. Januar Geschäftsführer der DER Touristik Online. Er kommt von der Bahn und ersetzt Jomique de Vries, der zu Pepxpress gewechselt ist. Lange wird für den gesamten Online-Vertrieb von DER Touristik verantwortlich. Dazu gehören neben DER.com auch die Websites der einzelnen Veranstaltermarken sowie die Portale der Direktveranstalter Rewe-Reisen und Penny-Reisen.

Der 43-Jährige hat bei Atlas Reisen ganz klassisch Reiseverkehrskaufmann gelernt und danach Betriebswirtschaft studiert. Derzeit ist Lange bei der Bahn Bereichsleiter Online- und Mobile-Vertrieb und digitales Marketing. 

 

18. September 2017 – 15:40
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Der Ferienflieger Small Planet Airlines nutzt das Chaos bei Airberlin für einen großen Wachstumsschritt in Deutschland. Die erst im vergangenen Jahr gestartete will im nächsten Jahr mit zehn Airbus 320 an den Start rollen, doppelt so viele wie in diesem Jahr. Small Planet baut dabei auf die großen Reiseveranstalter. Nun haben die vier größten Reisekonzerne die deutsche Tochter der baltischen Small Planet Airlines Group unter Vertrag.

Im Sommer chartert nun auch DER Touristik zwei Flugzeuge komplett, um für die Konzernmarken Urlauber in den Süden zu fliegen. Überwiegend von Düsseldorf heben die Jets nach Korfu, Kreta, Rhodos, Madeira, Fuerteventura, Teneriffa und Hurghada ab. Zusammen sind dies 125.000 Flugplätze. Für Tui stationiert Small Planet im Sommer eine weitere Maschine in Leipzig und startet von dort nach Kreta, Kos, Rhodos und Kanarische Inseln.

Bereits im Winter fliegt Small Planet für FTI zusätzlich zum bestehenden Flugprogramm mit einem Airbus von Hannover nach Ägypten und Malta. Eine weitere Maschine wird Hurghada sowie Marsa Alam mit diversen deutschen Airports verbinden. Geplant sind Verbindungen von Frankfurt, Düsseldorf, Leipzig, Berlin-Schönefeld, Weeze, Stuttgart, München und Hamburg.

Die A320 von Small Planet haben 180 Plätzen. Buchbar sind kostenpflichtige XL-Sitzreihen mit mehr Beinfreiheit.

 

18. September 2017 – 08:03
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Keine zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm „Irma“ droht in der Karibik das nächste Desaster. Hurrikan „Maria“ hat sich über dem Atlantik aufgeladen und Kurs auf die Kleinen Antillen genommen. Der Wirbelsturm soll heute Abend die Inseln der Kleinen Antillen erreichen. Es gibt bereits eine Hurrikan-Warnung für Guadeloupe, Martinique, Dominica, St. Kitts, Montserrat.

Maria erreicht derzeit in seinem Auge derzeit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern und wird daher als Hurrikan der Stufe 1 eingeordnet. Das National Hurricane Center der USA geht davon aus, dass Maria noch stärker wird.

17. September 2017 – 15:25
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Weil nur noch vier von fünf Flügen pünktlich sind, dünnt Ryanair sechs Wochen lang ihren Flugplan aus. Bis Ende Oktober fallen bei dem Billigflieger rund 50 Verbindungen pro Tag weg. Gebuchte Passagiere erhalten ihr Geld zurück oder können auf andere Flüge umbuchen, so Ryanair.

Ryanair verkauft die Flugstreichungen als Pünktlichkeitsoffensive. Die On-Time-Performance sei von 90 auf unter 80 Prozent gefallen. Ein Wert, der für Ryanair und ihre Kunden nicht akzeptabel sei. Durch die gestrichenen Flüge würden Maschinen frei, die als Stand-by-Jets Verspätungen auffangen könnten.

Schuld an den Annullierungen sind äußere Einflüsse und hausgemachte Probleme. Ryanair macht vor allem Engpässe bei der Flugsicherung, Streiks und schlechtes Wetter verantwortlich. Allerdings hat Ryanair auch Engpässe bei Piloten und Crews. Denn die müssen nach den Rekordmonaten Juli und August nun Urlaub nehmen. Ryanair spielt die Aktion herunter. Es würden schließlich nur zwei Prozent der täglich 2.500 Flüge geopfert.

Das Fluggastportal Airhelp weist darauf hin, dass Ryanair-Passagiere ein Recht auf Entschädigung haben, wenn die Frist für die Annullierung nicht eingehalten wurde. Dies ist dann der Fall, wenn zwischen Information und Abflug weniger als zwei Wochen liegen.

15. September 2017 – 15:42

Tui nutzt die aktuelle Aufmerksamkeit für Krisensituationen wie im Fall des Hurrikans „Irma“, um Reisebüros noch eindringlicher als bisher dazu aufzufordern, dem Veranstalter die Handynummern ihrer Kunden mitzuteilen. Mit der Freischaltung der neuen Iris-Plus-Version 12.2 werden Expedienten bei jeder Buchung aktiv aufgefordert, deren Mobilnummern in das Feld „SMS-Assistent“ einzugeben.

„Im Notfall ist es für unsere Gäste ein riesiger Vorteil, wenn wir sie auch außerhalb ihres Hotels schnell und unbürokratisch informieren können“, sagt Ulrich Heuer, Leiter Krisenmanagement bei TUI Deutschland. Die Erfahrung aus vergangenen Ereignissen hätten gezeigt, dass Urlauber „sehr dankbar“ reagierten, wenn sie per SMS relevante Informationen zu Flugstreichungen, Naturkatastrophen oder Anschlägen erhielten oder wenn Tui sich mit einem Anruf überzeuge, dass sie wohlauf sind. Dies gelte insbesondere bei Städtezielen wie Barcelona, wo es keine Reiseleitung vor Ort gebe.

Damit Expedienten ihre Kunden zu diesem zusätzlichen und kostenlosen Service umfassend beraten können, informiert Tui sie in Iris Plus darüber, zu welchen Zwecken die Handynummer genutzt wird. So ist neben der Kontaktmöglichkeit im Krisenfall in ausgewählten Zielen auch die Übermittlung der Transferzeiten per SMS möglich. Die Nummern würden weder für Werbezwecke genutzt noch an Dritte weitergegeben, versichert der Konzern. Für den Fall, dass Urlauber ohne Handy verreisten oder sich bewusst gegen den SMS-Service entschieden, können Expedienten das Eingabefeld künftig aktiv abwählen.

Unter den Reisebüros ist die Weitergabe der Handydaten ihrer Kunden an die Veranstalter umstritten. Sie befürchten, dass die Veranstalter die Nummern für Zwecke nutzen, die weit über die Information in Krisenfällen und Transferinfos hinausgehen.

 

15. September 2017 – 15:10
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58 Prozent sind überzeugt, dass der Sorglos-Urlaub total im Trend liegt, und 28 Prozent sehen das immerhin tendenziell so. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Fast die Hälfte der Deutschen hält All-inclusive-Urlaub demnach nicht nur für trendy, sondern findet ihn auch persönlich attraktiv. 46 Prozent haben ein solches Rundum-Sorglos-Paket in den letzten 5 Jahren mindestens einmal gebucht, 48 Prozent halten große Stücke auf diese Art des Urlaubs.

 Auf dem zweiten Platz unter den vermuteten Urlaubstrends landen Wellnessreisen, die 53 Prozent für sehr und 33 Prozent der Deutschen für eher trendverdächtig halten, dicht gefolgt von den Hochseekreuzfahrten: Die Hälfte hält die Reise mit dem Schiff über die Meere für absolut und 27 Prozent für tendenziell im Kommen. Die persönliche Haltung der Deutschen zu Kreuzfahrten ist allerdings gespalten. So finden nur 25 Prozent der Befragten, die ab und an verreisen, Urlaub auf dem Meer. besonders attraktiv. Unter denjenigen, die schon auf Kreuzfahrt waren, schwärmen allerdings 60 Prozent für diese Reiseform. Auch beim Thema Wellness gibt es Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Jeder dritte kann sich für diese Art des Urlaubs begeistern, in die Tat umgesetzt hat sie in den letzten fünf Jahren aber nur etwa jeder Vierte.

 

14. September 2017 – 20:52
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Wieder mal überschlagen sich die Meldungen und Spekulationen zur Zukunft von Airberlin, beziehungsweise dem, was davon übrig bleiben könnte. Spruchreif ist offenbar, dass zumindest die Verkündung der Entscheidung darüber, wer welche Teile der insolventen Fluggesellschaft erhält, auf den Tag nach der Bundestagswahl, Montag, den 25. September, verschoben wird. "Der Plan ist, am 25. September die endgültigen Entscheidungen zu treffen", erklärte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters tagt an diesem Termin auch der Aufsichtsrat des Unternehmens. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt unter Berufung auf Branchenkreise, die Vorverhandlungen verliefen extrem schwierig und würden dadurch erschwert, dass Bieter weiteren Kapitalbedarf bei Air Berlin in der Übergangsphase erwarten.

Spiel mit Summen. Unterdessen geistern immer wieder neue Bieter und Angaben zur Höhe von Geboten durch die Medienlandschaft. Nachdem gestern der chinesische Investor Jonathan Pang seinen Hut in den Ring warf und Niki-Gründer Niki Lauda erklärte, er werde gemeinsam mit der Thomas-Cook-Airline Condor für Airberlin bieten, konkretisierte heute der frühere EnBW-Chef Utz Claasen sein Angebot. Er werde 100 Millionen Euro zahlen und weitere 600 Millionen Euro für die Liquidität der Fluggesellschaft zur Verfügung stellen, berichtet das "Handelsblatt“. Lauda hatte gegenüber österreichischen Medien erklärt, er und Condor wollten für die Übernahme von 38 Flugzeugen und Streckenrechten "um die 100 Millionen Euro“ bieten. Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hatte die Summe von einer halben Milliarde Euro ins Spiel gebracht, für den chinesischen Investor Pang wird ohne Bestätigung ein Gebot von einer Milliarde Euro kolportiert.

Reicht der Überbrückungskredit? Zugleich mehren sich Vermutungen, nach denen der Überbrückungskredit der Bundesregierung nicht reicht, um Airberlin bis zum Abschluss des Übergangsverfahrens in der Luft zu halten. Das dürfte die Verhandlungen nicht leichter machen, schließlich gehen Schätzungen für Airberlin von aktuellen Verlusten von drei bis vier Millionen Euro pro Tag aus. Außerdem ist unklar, wofür die Interessenten eigentlich zahlen wollen. Seit Mitte vergangenen Jahres besitzt Airberlin kein einziges Flugzeug mehr. Also geht es um die eigentlich nicht verkäuflichen Slots. Doch auch deren Gesamtwert ist kaum ermittelbar, zumal die Aufgabe vieler Langstreckenverbindungen Ende September die Frage aufwirft, ob diese Streckenrechte überhaupt noch in die Verhandlungsmasse einfließen.

Schlüsselfaktor Personalkosten. Ein weiteres Hindernis für die Verhandlungen stellt die Tatsache dar, dass wohl keiner der potenziellen Investoren das Airberlin-Personal zu dessen aktuellen Vertragsbedingungen übernehmen will. Insofern sind die Vermutungen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, dass ein Betriebsübergang für die Angestellten nicht geplant ist, vermutlich richtig. Den Piloten sei am 11. September mitgeteilt worden, "dass das Airberlin-Management zwar mit potenziellen Partnern über Flugzeuge und Streckenrechte verhandeln wird, aber eine tarifliche Lösung zur Weiterbeschäftigung für die Mitarbeiter derzeit nicht angedacht sei“, erklärt die Gewerkschaft.

Christian Schmicke

 

 

14. September 2017 – 10:12

Nach den zahlreichen Flugausfällen der vergangenen beiden Tage läuft der Flugbetrieb bei Airberlin am Donnerstag wieder weitgehend normal. Zwar kommt es noch zu vereinzelten Flugausfällen, doch sind diese nach Auskunft der Airline nicht wie in den Vortagen auf vermeintlich kranke Piloten zurückzuführen. Die meisten Flugzeuglenker hätten ihren Krankenstand beendet, heißt es. Gestrichen wurden für heute Flüge von Düsseldorf nach Fort Myers, wo der Flugbetrieb nach dem Hurrikan "Irma" noch nicht wieder in vollem Umfang angelaufen ist, sowie nach Boston. In Berlin-Tegel fällt der Flug nach Abu Dhabi aus. Zudem wurde eine Verbindung zwischen Tegel und Stuttgart, ebenso wie der Flug in umgekehrter Richtung, gestrichen.

 

13. September 2017 – 16:52
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Jeanette Buller verstärkt als Vertriebschefin für Zentraleuropa das Deutschland-Team von des Erlebnisreiseanbieters. Die 45-Jährige soll die Vertriebsaktivitäten im deutschsprachigen Markt vorantreiben und die Bekanntheit der Marke ausbauen. Die gelernte Hotelfachfrau und studierte Betriebswirtin leitete zuletzt sieben Jahre den Bereich Sales und Marketing bei JT Touristik. Zuvor war sie rund 13 Jahre beim Mietwagen-Broker Holiday Autos als Vertriebschefin tätig.

13. September 2017 – 15:02
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Fluggesellschaften müssen bei Verspätungen oder Annullierungen ihrer Subunternehmer Passagiere selbst entschädigen. Der Bundesgerichtshof (BGH) stellt in einer Grundsatzentscheidung klar, dass diejenige Airline die Ausgleichszahlungen leisten muss, bei der der Flug gebucht wurde. Das gilt auch dann, wenn die Fluggesellschaft Maschine und Besatzung im Wetlease-Verfahren bei einem Subunternehmen gemietet hat.

Anlass der Entscheidung war ein Rechtsstreit über eine Flugreise von Düsseldorf nach Marokko im Juli 2014. Die Passagiere hatten bei der Royal Air Maroc gebucht. Die marokkanische Airline hatte ihrerseits bei der spanischen Fluggesellschaft Swiftair Fluggerät und Besatzung gemietet und die Maschine landete mit mehr als sieben Stunden Verspätung. Royal Air Maroc weigerte sich, die fällige Entschädigung zu zahlen und verwies darauf, dass Swiftair das ausführende Unternehmen gewesen sei.

Das Amts- und das Landgericht Düsseldorf gaben der marokkanischen Fluglinie Recht und wiesen die Klage der Passagiere auf Ausgleichszahlungen von Royal Air Maroc ab, weil die Kunden die falsche Gesellschaft verklagt hätten. Sie hätten die ausführende spanische Airline in Anspruch nehmen müssen, urteilten die Vorinstanzen. Der BGH hob diese Urteile nun in letzter Instanz auf und verurteilte Royal Air Maroc zur Zahlung von jeweils 400 Euro an die Fluggäste. Die Kunden hätten unter dem IATA-Code von Royal Air Maroc gebucht, deshalb gelte die Airline auch als ausführendes Luftfahrtunternehmen – unabhängig davon, ob der Flug mit einem eigenen Flugzeug, mit einem gemieteten oder in sonstiger Form durchgeführt werde, heißt es in dem Urteil.

Das Urteil hat auch Auswirkungen auf aktuelle Fälle. So sind im Moment viele Kunden der Lufthansa-Tochter Eurowings mit von Airberlin geleasten Maschinen inklusive Crews unterwegs. Aktuell fallen bekanntlich zahlreiche Eurowings-Flüge wegen angeblicher Erkrankungen der Airberlin-Piloten aus. Das BHG-Urteil klärt nun, dass Eurowings in diesen Fällen zur Entschädigung der Passagiere verpflichtet ist.