13. November 2017 – 16:20
derdisneyfotouwe-stegmaier

1.400 Reisebüroprofis hatten am vergangenen Wochenende Gelegenheit, Disneyland Paris zu erkunden und nebenbei die Neuigkeiten der Veranstaltermarken von DER Touristik für den Sommer 2018 einzusammeln. Beim „Campus Summer Opening“, dem zentralen Vertriebsevent der deutschen Touristiksparte der Rewe Group, stand dementsprechend alles im Zeichen der Shows und Fantasiewelten des US-Unterhaltungskonzerns. DER-Vertriebschef Kevin Keogh, der das Event gewohnt launig moderierte, hatte für das Event eigens eine eineinhalb Jahrzehnte alte Disney-Weste aus dem Keller hervorgekramt.  

Überhaupt spielte die Historie für  die Veranstaltung eine größere Rolle. Denn als Aufhänger hatten die Partner einen Doppelgeburtstag gewählt. Die Pariser Kunstwelten feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum, das Deutsche Reisebüros wird bereits 100. Zelebriert wurde der Anlass unter anderem mit einer exklusiven Abendparty im Walt Disney Studios Park, dessen Attraktionen die Expedienten für einige Stunden ganz für sich hatten.

Auch die Liaison zwischen Euro Disney und DER Touristik hat bereits historischen Charakter. Denn seit dem Disney-Start unweit der Seine-Metropole vermarktet Dertour Pakete mit Aufenthalt in einem der Disney-Hotels und Eintrittstickets in Deutschland exklusiv. 40.000 Gäste schickte der Veranstalter im abgelaufenen Geschäftsjahr laut Geschäftsführer Matthias Rotter zu Micky & Co.

 

13. November 2017 – 14:16
pressefotourlaubssteuer

Unter dem Slogan "Nein zur Urlaubssteuer“ – haben ASR, BTW, DRV, DTV und RDA eine Kampagne lanciert, mit der sie die künftige Bundesregierung auffordern wollen, die Anwendung der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Hotelleistungen für die Reise- und Tourismusbranche zu stoppen. Dafür müsse eine korrigieren Präzisierung der Gewerbesteuergesetzgebung erfolgen, so die Initiatoren.

Diese zusätzlichen Gewerbesteuern werden von zahlreichen Finanzbehörden erhoben, wenn Reiseveranstalter Hotelzimmer anmieten oder Übernachtungskontingente einkaufen. Die Tourismusbranche hält dies für eine steuerliche Ungerechtigkeit. Es sei abstrus, angemietete Büroräume oder Lagerhallen steuerlich mit der Vermittlung von Hotelleistungen gleichzusetzen, so das Argument.

Benedikt Esser, Präsident des RDA Internationaler Bustouristik Verband sagt, die Hinzurechnung erhöhe den Preis einer klassischen Urlaubsreise um 2,3 Prozent. Zusätzlich drohten den Veranstaltern "enorme finanzielle Belastungen durch Steuernachforderungen“. Dieses Geld fehle vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen für dringend erforderliche Investitionen. Ebenso wie Esser hält DRV-Chef Norbert Fiebig die Abschaffung der Hinzurechnung für eine „Voraussetzung dafür, dass der mittelstandsgeprägte Tourismusstandort Deutschland eine Zukunft hat“. Die derzeitige Belastung sei für die Unternehmen "kaum zu bewältigen“. Denn sie betreffe vor allem mittelständische Anbieter, denen durch "Nachzahlungen und Rückstellungen in Milliardenhöhe der Ruin“ drohe.

Die Verbände wollen nun mit Flyern Kunden und Politiker über die Konsequenzen der Hinzurechnung informieren. Gleichzeitig fordern sie Urlauber auf, aktiv zu werden. Sie sollen über das Portal www.urlaubssteuer.de "an ihre Bundestagsabgeordneten zu schreiben und ihr Missfallen über die zusätzlichen Kosten damit zum Ausdruck zu bringen“.

 

12. November 2017 – 18:14
andryszak-marektui-coofoto-tui

„Mit ungefähr 40 wird man zum Tui-Kunden“, erklärt Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak den Lebenszyklus seiner Urlauber. In diesem Alter seien die Kunden beruflich und privat gesettelt und die Kinder zwei bis drei Jahre alt. „Dann bin ich 20 bis 25 Jahren regelmäßig Tui-Kunde.“ Danach ebbe die Reisetätigkeit langsam ab. Das heißt für Andryszak: „Heute sind Best Ager unser Stammklientel.“

Kein Problem für Andryszak in naher Zukunft. „Aber wir müssen uns die Frage stellen, was in 20 Jahren passiert und was ist mit denen, die unter 40 sind?“ Bei ihnen sieht Andryszak großes Wachstumspotenzial. „Darauf werden wir uns in den nächsten Jahren konzentrieren.“

Allerdings zeige die junge Generation ein gänzlich anderes Reiseverhalten. „Die jüngere Zielgruppe bucht zu 80 Prozent Kurzaufenthalte bis vier Tage- und zu 80 Prozent wird online gebucht.“ Bei jetzigen Tui-Stammkunden sei es genau umgekehrt.

Tui müsse ihre Marke für junge Kunden interessanter machen und Wege finden sie zu erreichen. Die Aufgabe von 1-2-Fly und die Integration der Produkte in das TUI-Programm sei ein Schritt dazu. 1-2-Kunden seien jünger als TUI-Kunden und durch den Übergang führe man diese Zielgruppe an die Marke TUI heran, glaubt Andryszak.

Markt für Einzelleistungen wächst stärker

Doch der TUI-Chef weiß auch, dass dies nicht ausreicht. Er sieht, dass das Wachstum weniger im klassischen Pauschalreisemarkt stattfindet, sondern im Broker-Markt, wie er ihn nennt. Darunter versteht Andryszak Hotel- oder Flug-Portale wie Booking. „Der Broker-Markt ist inzwischen größer als der Veranstaltermarkt“, sagt Andryzak. Er beziffert ihn auf 4,5 Millionen Kunden, den Veranstaltermarkt auf 4 Millionen.

Andryszak will diesen Markt nicht aufgeben und mit vielen Projekten um die junge Zielgruppe werben. Etwa über die geolokalisierte Ansprache der TUI-App-Nutzer, TUI-Deals aufs Smartphone, den verstärkten Einsatz von Coupons, Pinterest als weitere Social-Media-Plattform und nicht zuletzt über ein Warenkorbsystem, mit dem sich Kunden online ihre Reise mit wenigen Klicks selbst zusammenstellen können.

TUI will größeres Stück vom Kuchen

Mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Sommer zeigt sich der TUI-Chef sehr zufrieden, ohne genaue Zahlen zu nennen. „Trotz Hurrikan Irma und der Air Berlin-Insolvenz sind wir sehr gut durch den Sommer gekommen und verzeichnen derzeit eine starke Nachfrage für den Winter. Im zweiten Jahr in Folge wachsen wir deutlich stärker als der Markt.“ Dementsprechend sei der TUI-Marktanteil in Deutschland laut GfK um gut einen Prozentpunkt auf 23,3 Prozent gestiegen.

Mit der Vielzahl der Vertriebsprojekte, der steigenden Gästezufriedenheit und dem massiven Ausbau des Angebots hofft Andryszak, das TUI-Stück vom Reisekunden weiter zu vergrößern. In den vergangenen drei bis vier Jahren habe TUI die Produktpalette nahezu verdoppelt. Dieser Trends setze sich mit dem neuen Sommerprogramm fort. Die Saison habe „hervorragend begonnen“, mit einem starken Wintergeschäft sei TUI „aktuell gut unterwegs“, sagt Andryszak. „Die Aussichten für den Sommer 2018 sind gut.“ Die Konsumbereitschaft der Deutschen sei unverändert hoch und die Reisepreise blieben annähernd stabil.

Thomas Hartung

12. November 2017 – 12:54
maltzahnrolf-dieter

Zwei Maschinen von Small Planet Airlines sollen im nächsten Sommer ausschließlich für die Veranstaltermarken der Touristiksparte der Rewe Group unterwegs sein. Die Ziele, die sie bedienen sind diejenigen, für die Rolf-Dieter Maltzahn, Geschäftsführer der Kölner DER-Touristik-Marken ITS und Jahn Reisen, die stärkste Nachfrage erwartet: Griechenland mit insgesamt 17 Vollchartern nach Rhodos, Kos, Korfu und Kreta, Mallorca mit einem zusätzlichen Charter ab Düsseldorf, die Kanaren und Madeira mit insgesamt 15 Vollchartern und Ägypten mit sechs neuen Vollchartern. Auf der Fernstrecke soll die in diesem Winter gestartete exklusive Verbindung mit Condor auf die Halbinsel Samaná in der Dominikanischen Republik im Sommer fortgesetzt werden.

Weil der Ausbau eigener Charterketten zwar Flugkapazitäten sichert, aber auch mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden ist, baut DER Touristik parallel dazu in den wichtigsten Zielen das Hotelangebot deutlich aus. Die Zahl der Hotels, die DER Touristik im deutschen Markt exklusiv unter Vertrag nimmt, habe sich gegenüber dem Vorsommer verdreifacht, berichtet Maltzahn. Schwerpunkte sind Griechenland mit insgesamt 18 neuen Exklusivverträgen, Mallorca mit sieben neuen exklusiven Häusern, die Kanaren mit zwei neuen, ausschließlich über DER Touristik buchbaren Anlagen, Kroatien, wo der Konzern die Zusammenarbeit mit der Hotelkette Valamar ausbaut, und Ägypten mit zwei neuen Exklusivhotels.

Als Zielgebietstrends machen Maltzahn und sein Frankfurter Kollege Matthias Rotter für den nächsten Sommer eine verstärkte Nachfrage für Kroatien, Italien, Griechenland, Bulgarien, Ägypten und Tunesien aus. Auf der Fernstrecke seien vor allem Kanada, die Dominikanische Republik und Kenia gefragt. Kein Ende der Durststrecke sieht Maltzahn dagegen für die Türkei. Zwar lasse sich das Land wegen extrem günstiger Preise im Kurzfristbereich durchaus verkaufen. Eine Rückkehr in die Liste der bevorzugten Urlaubsziele, die auch mit längerem Vorlauf gerne gebucht würden, zeichne sich aber zumindest in den nächsten sechs Monaten nicht ab, sofern keine überraschenden politischen Wendungen einträten.

Christian Schmicke

 

12. November 2017 – 12:29
tui-family-life-tropical-tuerkische-aegyisfoto-tui

 

Fast 30 Prozent aller TUI-Kunden sind Familien. Kein Wunder, wenn sich die neuen Sommerprogramme des größten deutschen Reiseveranstalters besonders um sie drehen. Eltern mit Kindern haben die Wahl zwischen 12.300 Hotels mit Familienzimmern, 16.000 Anlagen bieten Kinderanimation, 5.600 haben eine Wasserrutsche. Insgesamt hat TUI das Angebot an Familienhotels noch einmal um zehn Prozent aufgestockt.

Die Best-Family-Hotels, die sich vor allem an deutschsprachige Gäste richten, melden gleich fünf neue Anlagen in Griechenland, auf Rhodos, Kos, Korfu und dem Festland. An der Costa del Sol, in Tunesien, Kroatien und an der türkischen Riviera eröffnen weitere Best-Family-Anlagen. Die internationalen Resorts Family Life melden zwei Neuzugänge an der türkischen Ägäis und auf Zypern.

Neben den Familienhotels weitet TUI die buchbaren Aktivitäten vor Ort stark aus. „Die Piratenjagd ist der absolute Renner“, sagt Touristik-Chef Stefan Baumert. Eltern gehen mit ihren Kindern einen ganzen Tag auf Schatzsuche, ein Ausflug, der in vielen Zielgebieten buchbar ist. Speziell auf Acht- bis Zehnjährige zugeschnitten sind etwa Tauchausflüge auf Zypern. In Portugal organisiert TUI sogenannte Family Days. Das gesamte Portfolio besteht jetzt aus 300 verschiedenen Familienausflügen.

Um die Familien zu frühem Buchen zu animieren, gelten noch bis Ende November in 200 ausgewählten Hotels rund ums Mittelmeer Kindesfestpreise von 149 Euro. Auch für die Hauptsaison, sagt TUI-Manager Baumert. Er kündigt weitere Preisaktionen in den kommenden Monaten an.

Damit sich die Hotels noch mehr um die Zielgruppe Familien bemühen, vergibt TUI eine neue Auszeichnung, den Family Champion. Das Siegel bekommen Hotels, für die mindestens 30 Gästefeedbacks von Familien vorliegen, die bei der Zufriedenheit insgesamt mindestens 8,4 und bei der Familienfreundlichkeit 8,7 von zehn Punkten erreichen. Das werden zu Beginn rund hundert Häuser schaffen, die online und in den Katalogen mit dem Family-Champion-Siegel gekennzeichnet werden.

 

12. November 2017 – 12:08
meiersbuchungsmaske

Die Einführung des neuen Buchungssystems Phoenix Unlimited bei den Frankfurter Marken der DER Touristik im vergangenen Jahr dürfte dem stationären Vertrieb bislang vor allem wegen zahlreicher Pannen und Hindernisse im Gedächtnis geblieben sein. Doch nun will der Fernreisespezialist des Hauses, Meiers Weltreisen, zeigen, was die neue Technik alles kann. Die jüngste Neuerung, die seit dem Wochenende freigeschaltet ist, betrifft die Buchung komplexerer Flugpauschalreisen mit Zwischenstopp in einem der Golfstaaten. "Viele Kunden, die via Dubai, Abu Dhabi, Doha oder Muscat zu den Zielen des Indischen Ozeans, auf die Malediven oder nach Südostasien weiterreisen, nutzen die Zeit für einen Stopover-Aufenthalt am Golf", weiß Geschäftsführer Matthias Rotter. Bislang mussten Reisebüros bei solchen Buchungen jeden Schritt einzeln eingeben: Flug ab Deutschland, Aufenthalt, Weiterflug, Aufenthalt am Zielort, Rückflug, möglicher weiterer Zwischenstopp und so weiter. Nun genügt es, wenn sie für den Hinflug den Abflugtag und den Tag der gewünschten Ankunftstag am endgültigen Reiseziel eingeben. Das System berechnet dann alle möglichen Flugkombinationen und stellt sie dar. Der Expedient muss im Pauschalarrangement lediglich noch das gewünschte Hotel für den Zwischenstopp hinzufügen und die Buchung ist fertig. Falls es bei der gewählten Flugkombination Hindernisse gebe, etwa wie ein Flug auf der Malediven-Hauptinsel Male zu spät ankomme, um am selben Tag noch zur gebuchten Insel weiterzufliegen, weise das System darauf hin und integriere auf Wunsch eine Zwischenübernachtung in das Paket, versichert Rotter. Die neue Systematik schaffe für Buchungen mit den Golfstaaten-Carriern eine erhebliche Erleichterung und sei branchenweit bislang einzigartig, ist der DER-Touristik-Chef überzeugt.

 

12. November 2017 – 11:34
meiersweltreisen

Mehr als dreieinhalb Jahrzehnte lang blieben sie standhaft, und weder der Beginn des 21. Jahrhunderts noch die kurz darauf erfolgte Übernahme der LTU Touristik durch Rewe, von den zahlreichen Besserwissern ganz zu schweigen, konnte daran etwas ändern. Meier’s Weltreisen behielt, allen Regeln der deutschen Grammatik zum Trotz, den Apostroph. Bis jetzt jedenfalls. Denn im Zuge einer umfassenden Auffrischung des Markenbildes inklusive des Katalog-Layouts zum Sommer 2018 fällt das im angelsächsischen Sprachraum für den Genitiv gebräuchliche, hierzulande aber vor allem sprachregelresistenten Pommesbudenbesitzern vorbehaltene Häkchen weg. Dabei hätte es dessen gar nicht mehr zwangsläufig bedurft. Denn der Duden beharrt zwar darauf, dass vor der Genitivendung normalerweise kein Apostroph gesetzt werde und es deshalb "Brechts Dramen" heißen müsse. Unter dem Eindruck der normativen Kraft des Faktischen räumen aber selbst Deutschlands oberste Sprachrichter ein: "Der Apostroph wird gelegentlich zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens gebraucht." Beispielhaft erwähnt werden dabei : "Andrea's Blumenecke (zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas)" und "Willi's Würstchenbude".

Christian Schmicke

 

09. November 2017 – 12:26
venedigkreuzfahrtschiffwikipediadalbera

Nachdem in den vergangenen Tagen der Beschluss des italienischen Verkehrsministeriums, große Kreuzfahrtschiffe aus der Innenstadt von Venedig zu verbannen, für Schlagzeilen sorgte, hat sich nun der DRV zur Frage des Schadens und Nutzens von Kreuzfahrten für die angelaufenen Zielgebiete zu Wort gemeldet. Wenig überraschend betont der Ausschussvorsitzende "Schiff" des Verbandes, Aida-Chef Felix Eichhorn, zunächst einmal die wirtschaftliche Bedeutung des Kreuzfahrttourismus für die Zielgebiete. "Mit jedem Kreuzfahrtschiff besuchen hunderte Reisende vor Ort kulturelle Sehenswürdigkeiten und Restaurants, kaufen im Einzelhandel ein und nutzen regionale Ausflugsangebote", erklärt er. Als Branche sei die Kreuzfahrtindustrie damit "auch Entwicklungsmotor in den Destinationen".

Branche erkennt Widerstände. Gleichwohl ist es der Branche nicht entgangen, dass ausgerechnet in einige besonders beliebten Destinationen diskutiert wird, inwieweit zusätzliche Kreuzfahrtreisende, die angesichts des starken Wachstums des Sektors zu erwarten sind, sie überfordern könnten. Man nehme diese Sorgen, die unter dem Stichwort "Overtourism“ diskutiert werden, ernst und forciere Lösungsoptionen, heißt es vom DRV. Als positives Beispiel wie Wachstum gestaltet werden könne, nennt der Verband die nördlich von Schottland gelegenen Orkney-Inseln, die durch eine gezielte Steuerung der Besucherströme, sowohl den Bewohnern der Insel als auch dem Thema Nachhaltigkeit gerecht würden.

Entzerrung von Saisonzeiten. Klar sei, dass für die Bevölkerung in den Reisezielen die Vorteile des Kreuzfahrttourismus die Belastungen deutlich überwiegen müssten, hat der Verband erkannt.  Zur Entlastung der Reiseziele könnten beispielsweise Schritte beitragen, die Saisonzeiten am Mittelmeer zu verlängern. Die Mittelmeerregion biete schließlich ganzjährig attraktive Wetterbedingungen. Gleichwohl sei die touristische Infrastruktur in vielen Regionen nur auf die Hauptsaison ausgelegt. Auch das staatliche Tourismus-Marketing konzentriere sich häufig allzu sehr auf diese Monate und betone die ohnehin stark frequentierten Wochenenden. Deutlich besser wäre es, die Nebensaison stärker einzubeziehen. Dann könnten Reedereien ihre Routen flexibler planen und die Destinationen profitierten von ganzjährig stabileren Tourismuseinnahmen.

Räumliche Entzerrung von Touristenströmen. Doch auch die Reedereien selbst stünden in der Pflicht, meint der DRV. Oftmals konzentriere sich das touristische Angebot für Kreuzfahrtpassagiere auf wenige Hotspots. Nachhaltig konzipierte Ausflüge müssten stärker gefördert werden. Intelligente Smartphone-Anwendungen ermöglichten es dabei, Touristen mittels personalisierter Angebote über weniger bekannte Ausflugsziele zu informieren – die Touristenströme ließen sich damit besser managen.

Zudem drängt der Verband auf den Bau neuer Häfen, um neue Regionen für Kreuzfahrten zu erschließen. Das rasche Wachstum der Industrie biete den Destinationen dazu gute Gelegenheiten, glaubt er.

 

09. November 2017 – 10:47
marc-herrgott

Die FTI-Tochter für Luxusreisen will den Vertrieb über Reisebüros intensivieren. Als Anreiz für Agenturen, die bislang kein größeres Geschäftsvolumen mit dem Veranstalter generieren, hebt die Basisprovision für Reisebüros von acht auf zehn Prozent an. Neben der Basisprovision bietet der Luxus-Reiseveranstalter zwei weitere Provisionsstufen. Ab einem Gesamtumsatz von 50.000 Euro wird der Umsatz mit elf Prozent vergütet, ab 75.000 Euro gelten zwölf Prozent. Zusatzleistungen wie beispielsweise An- und Abreisepakete werden weiterhin mit fünf Prozent angerechnet. Ergänzend zu den neuen Stufen werden die Windrose-Umsätze seit dem aktuellen touristischen Geschäftsjahr vollständig auf die Provisionsstufen der FTI Group angerechnet.

Auch am Produkt hat Windrose gearbeitet. Neben einem erweiterten Angebot an "Sun & Beach"-Produkten seien Angebote aus dem Bereich Gruppenreisen um 20 Prozent ausgebaut worden, sagt Geschäftsführer Marc Herrgott. Zudem sei die Nachfrage im individuellen FIT-Geschäft angestiegen. Die Kunden wünschten verstärkt individuelle und maßgeschneiderte Angebote. Dieser Bereich solle weiter ausgebaut werden.  

 

08. November 2017 – 18:42

Vier von fünf Reisenden aus Deutschland orientieren sich bei der Reisesuche an den Empfehluungen des stationären Vertriebs. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie des Technikdienstleisters Travelport, an der 11.000 Reisende aus 19 Ländern teilnahmen. In der repräsentativen Studie wurde untersucht, inwieweit die Befragten, die alle mindestens einen Hin- und Rückflug während der vergangenen zwölf Monate gebucht hatten, digitale Möglichkeiten bei Planung und Buchung einer Reise sowie während der Reisen selbst nutzen. Eine Erkenntnis: Reisende aus Deutschland setzten im Vergleich zu anderen Nationen verhältnismäßig wenig auf die digitalen Möglichkeiten und belegen im Länder-Ranking in dieser Hinsicht sogar den letzten Platz. Dabei  informieren sich Bundesbürger durchaus umfangreich und bei mehreren Quellen, bevor sie ihre Reiseentscheidung treffen, heißt es in der Studie. Neun von zehn Befragten nutzen dabei auch Informationen von Bewertungsportalen und anderen Websites vor der Entscheidung. Allerdings ist fast die Hälfte der Befragten skeptisch, ob sie den Bewertungen trauen kann.

Gut die Hälfte der Reisenden aus Deutschland wertet das digitale Angebot als wichtigen Faktor für die Auswahl der Airline. Während der Reise ist es für rund zwei Drittel der Deutschen wichtig, den Kontakt zu Freunden und Verwandten beziehungsweise Kollegen über soziale Medien und Messenger-Dienste aufrechtzuerhalten. Allerdings gibt jeder zweite Geschäftsreisende an, die Zeit auf dienstlichen Reisen auch als Auszeit von der Familie zu betrachten.