21. August 2016 – 11:03
Zika-Alarm für Miami Beach
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Das Auswärtige Amt warnt Schwangere vor dem Besuch von Miami Beach, nachdem sich am Strand Touristen mit dem Zika-Virus infiziert haben. Foto: Greater Miami Convention & Visitors Bureau

Das für ungeborene Kinder gefährliche Zika-Virus macht sich in immer mehr Touristenzielen breit. Nachdem sich mindestens fünf Menschen am beliebten Touristenstrand South Beach in Miami infiziert hatten, gab die US-Gesundheitsbehörde CDC eine offizielle Warnung heraus. Schwangere sollten den Strand nicht besuchen und auch nicht das Künstlerviertel Wynwood. Drei der fünf Zika-Ekrankten sind Urlauber.

Auch das Auswärtige Amt empfiehlt Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, "von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist". Die Behörde berichtet von rund 30 Zika-Fällen in Miami und Miami Beach.

Florida ist bislang der einzige US-Bundesstaat mit lokalen Infektionen. Stark betroffen ist die Karibik. Für Puerto Rico, das US-Territorium ist, meldet die CDC fast 8.000 Zika-Fälle. Das Virus hat sich über nahezu alle Länder in der Karibik und Lateinamerika ausgebreitet. Auch auf den Kapverden und in der Südsee werden Zika-Fälle gemeldet.

Das Zika-Virus kann zu Fehlbildungen bei ungeborenen Kindern führen. Mittlerweile ist auch nachgewiesen, dass sich Frauen beim Geschlechtsverkehr von infizierten Männern anstecken können. Die sollten deshalb nach Rückkehr aus einem betroffenen Gebiet mehrere Wochen Kondome benutzen, bis sicher ist, dass sie sich nicht infiziert haben.