02. November 2017 – 15:14
Virgin-Voyages-Chef Richard Branson kündigt Adults-only-Schiff an
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Abb.: Virgin Voyages
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Meerjungfrau als Bugfigur – Grafik: Virgin Voyages

Von Extravaganz und Show versteht der Gründer der Virgin Group, Richard Branson, einiges. Und so ließ er sich bei der Kiellegung für das erste Schiff in der Fincantieri-Werft in Genua gemeinsam mit seinem CEO für die geplante Kreuzfahrtmarke Virgin Voyages, Tom McAlpin, von einem 200 Fuß hohen Kran auf die Bühne herunter befördern. Anschließend erläuterten sie erste Details des jachtähnlichen Schiffes für 2.700 Passagiere, das von 2020 an von Miami aus durch die Karibik kreuzen soll. Die größte Aufmerksamkeit erntete dabei die Tatsache, dass der Kreuzer Passagieren über 18 Jahren vorbehalten bleibt. Mit dem Adults-Only-Konzept  traut es sich Virgin Voyages im massiv expandierenden Kreuzfahrtgeschäft als erste Reederei konsequent zu, die Kabinen komplett ohne die wichtige Zielgruppe der Familien zu füllen. 

Wichtig ist dem exzentrischen Branson vor allem, dass sich der Neubau „von den anderen Schiffen auf den sieben Meeren abhebt und ein unwiderstehliches Segelerlebnis bietet“, wie er in Genua verkündete. Dazu solle er eine "von Super-Jachten inspirierte Handwerkskunst und Materialität reflektieren", so der Virgin-Chef. 86 Prozent aller Kabinen verfügen über eine Meeresterrasse und 93 Prozent bieten Meerblick. Inhaltlich verspricht Branson seinem künftigen Publikum einen "verjüngenden Tagesablauf mit aufregendem Nachtleben" – was auch immer das heißen mag.

Und weil der Unternehmer weiß, dass ein Angebot auch dadurch attraktiv werden kann, dass Kunden den Eindruck haben, es sei ein knappes Gut, versucht er diesen Eindruck  bereits jetzt zu schaffen. Auf der Website können zukünftige Kreuzfahrer und Partner ab sofort eine Anzahlung von 500 US-Dollar leisten. Damit erhalten sie Zugang zu einem "exklusiven Vorverkauf", bevor Virgin Voyages mit dem allgemeinen Verkauf beginnt, verspricht der Chef. Wann dieser startet und wann überhaupt das Schiff erstmals zu welchen konkreten Zielen ausläuft, sei noch nicht festgelegt, heißt es. Die Anzahlung, die im Falle einer Buchung auf den Reisepreis angerechnet werden soll, werde den Kunden auf Wunsch aber auch rückerstattet.

Virgin Voyages hat bislang den Bau von drei Schiffen in Auftrag gegeben, die in der Fincantieri-Werft im italienischen Genua entstehen sollen.