27. November 2017 – 19:03
Viele deutsche Urlauber wegen drohenden Vulkanausbruchs auf Bali gestrandet
indonesienbalitaenzerinnenfoto-visit-indonesia
Balinesische Tänzerinnen brauchen derzeit besonders viel Charme, nachdem fast 60.000 Urlauber auf der Ferieninsel gestrandet sind. Foto: Visit Indonesia

Unter den rund 60.000 Urlaubern, die derzeit auf Bali festsitzen, sind auch viele Deutsche. TUI hat derzeit rund 250 Gäste auf der indonesischen Ferieninsel, DER Touristik spricht von einer dreistelligen Zahl auf Bali. FTI und Thomas Cook nennen keine Zahlen. Bali ist allerdings auch eine Spielwiese der Spezialveranstalter für Asien und viele Urlauber sind nur mit einem Flugticket dort auf eigene Faust unterwegs. Daher dürften betroffener deutscher Reisende im vierstelligen Bereich liegen.

TUI ist bei Stornos und Umbuchungen am kulantesten

Die vier großen Anbieter reagieren auf die Flughafensperrung und den drohenden Vulkanausbruch unterschiedlich. TUI lässt für Abreisen bis einschließlich 4. Dezember kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen zu. DER Touristik zeigte sich zunächst nur bis heute kulant, will aber am Vormittag entscheiden, wie mit Buchungen ab 30. November verfahren werden soll. Bei Thomas Cook sind kostenlose Umbuchung oder Stornierung nur noch für heutige Anreisen möglich. Bei FTI sieht man dazu keine Notwendigkeit.

Keine Einschränkungen in Hotels auf Bali

„Die Stimmung der FTI-Gäste auf Bali ist entspannt“, heißt es aus der Münchener Zentrale des Reiseveranstalters. Bei TUI können die Kunden „ohne Einschränkungen in ihren Hotels verbleiben“. Zwei Ausflüge, darunter eine Trekkingtour am Mount Agung, wurden aus dem Programm genommen. „Beeinträchtigungen außerhalb der Sperrzone bestehen aktuell nicht“, so lautet das Statement von Thomas Cook. Urlaubshotels seien nicht betroffen.

DER Touristik übernimmt Mehrkosten auch für Bausteingäste

DER Touristik bringt gestrandete Bali-Pauschalreisegäste, die nach Hause fliegen sollen, in einem Auffanghotel in der Nähe des Flughafens Denpasar unter. „Die Rezeption wird im Bedarfsfall rund um die Uhr mit unserer Zielgebietsmanagerin in Verbindung stehen“, verspricht DER Touristik. „Sollten Airlines keine Übernachtungshotels stellen, so übernehmen wir die Mehrkosten für Zwangsverlängerungen für unsere Pauschalgäste. Gestrandete Bausteingäste können ebenfalls in das Hotel ziehen.“ Gäste vor Ort werden per SMS und Aushang über den Sicherheitshinweis informiert.

Fast 500 Flüge wegen Gefahr durch Asche gestrichen

Auf Bali droht der Vulkan Mount Agung auszubrechen. Die rund 6.000 Meter hohe Aschewolke als Vorbote ist eine Gefahr für Flugzeuge. Deshalb ist seit dem frühen Morgen Ortszeit der internationale Flughafen Balis in Denpasar ebenso gesperrt wie der auf der nahen Nachbarinsel Lombok. An die 500 Flüge wurden bislang gestrichen.