18. August 2017 – 15:09
Unternehmer Wöhrl gibt Gebot für Airberlin ab
woehrl
Hans Rudolf Wöhrl – Foto: Wöhrl

Passend zu seiner Autobiographie mit dem Titel "Wie meine Träume fliegen lernten“, deren Veröffentlichung am 2. Oktober geplant ist, hat der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl ein offizielles Angebt für Airberlin abgegeben. In einer Mitteilung seiner Intro Verwaltungs GmbH heißt es, das Ziel der Übernahme sei  es, Airberlin "als Ganzes zu erhalten und als unabhängige Airline fortzuführen". Dazu habe Wöhrl "Partner mit hoher Fachkompetenz" und Finanzinvestoren gewinnen können. Diese Gruppe signalisiere schon seit Jahren Interesse an einer Beteiligung an Airberlin, sei aber nicht berücksichtigt worden. Auch zu den Sondierungsgesprächen sei sie nicht eingeladen worden.

Wie viele andere kritisiert Wöhrl die Bürgschaft der Bundesregierung für die insolvente Airline in Höhe von 150 Millionen Euro. Manches deute daraufhin, "dass hier von langer Hand eine einseitige Strategie zugunsten der Lufthansa" entwickelt worden sei, sagt Wöhrl. Eine Komplettübernahme durch die Lufthansa sei aber aus kartellrechtlichen Gründen nicht möglich.

Mit der Fliegerei kennt sich Wöhrl aus. Er gründete 1975 den Nürnberger Flugdienst, einen Vorläufer von Eurowings. Insgesamt befand sich ein rundes  Dutzend Fluggesellschaften zwischen 1975 und 2015 zeitweise unter dem Dach der Wöhrlschen Firmengruppe, darunter auch die DBA und die  LTU.