13. September 2017 – 12:48
Umsatzplus in den Reisebüros schrumpft auf ein Prozent
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Fozto. Wikipedia/Avij

Eine alte Touristikregel bewahrheitet sich auch in diesem Jahr mal wieder: Wenn die Buchungen in der Frühbucherphase besonders gut laufen, relativiert sich der vermeintliche Zuwachs im Laufe des übrigen Geschäftsjahres. So ist es offenbar auch in diesem Jahr. Jedenfalls weist das Tourismus-Vertriebspanel der GfK für den Buchungsmonat August, wie schon im Vormonat Juli, ein Umsatzminus gegenüber dem Vorjahr aus. Die Umsätze liegen um drei Prozent darunter. Die Rückgänge betreffen die noch laufende Sommersaison 2017 (-8%) ebenso wie die anstehende Wintersaison 2017/18 (-4%). Damit steht die aktuelle Sommersaison Ende August kumuliert noch bei einem dünnen Umsatzplus von einem Prozent. Im Vergleich zum Vormonat hat sie damit erneut einen Prozentpunkt eingebüßt. Die Sommersaison 2017 wie auch das Touristikjahr insgesamt steuern auf ein Endergebnis in etwa auf dem Vorjahresniveau zu.

Rund 45 Prozent des Monatsumsatzes entfielen im August noch auf Urlaubsreisen in den Sommer- und Herbstmonaten bis Oktober. Knapp 42 Prozent des Buchungsvolumens betreffen Reisen in der Wintersaison. Die frühen Buchungsumsätze mit Reisen im Sommer 2018 machten damit gut 13 Prozent des Monatsumsatzes aus. Trotz des Umsatzrückgangs im August steht die Wintersaison kumuliert derzeit noch bei einem Plus in Höhe von vier Prozent. Vor genau einem Jahr wies die letztjährige Wintersaison zu diesem Zeitpunkt ein Minus von acht Prozent auf. Das Volumen des Winters 2015/16 ist also noch nicht wieder erreicht. Als besonders wachstumsstark (+10,5%) erweisen sich derzeit Urlaubsreisen über die Feiertage im Dezember. Der Reisemonat Januar liegt dagegen noch unter Vorjahr (-2,4%), der Februar wiederum darüber (+6,1%). Da die Osterferien im kommenden Jahr bereits im März liegen, kommt es wieder zu der typischen Umsatzverschiebung zwischen den Reisemonaten März und April. Allerdings fällt das März-Wachstum mit 18,8 Prozent deutlich schwächer aus als die Verluste im April, die 27,5 Prozent betragen. Osterurlaub ist demnach aktuell deutlich schwächer gebucht als im Vorjahr.