15. Mai 2017 – 18:25
Tui treibt Entwicklung ihres Hotellerieportals voran
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Stefan Baumert – Foto: Tui

"Auf Augenhöhe mit dem Internet“ habe Tui Reisebüros durch die Weiterentwicklung ihre Online-Portals "Destimo“ gebracht, sagt Stefan Baumert, Leiter Produktmanagement und Trading. Das Portal regelt die Zusammenarbeit zwischen Hotelier, Zielgebietsagentur und Veranstalter und bindet über seine Schnittstelle zur Tui-Buchungsmaske Iris plus auch den Vertrieb mit ein. Es enthält sämtliche Informationen, von den Verträgen über Hotelinformationen und Bilder bis hin zu den Kontingenten, die die Hoteliers bis auf einige Ausnahmen selbstständig verwalten können. Zu den Ausnahmen zählt etwa die Verringerung von Kontingenten, die der Zustimmung des Veranstalters bedarf. Dasselbe gilt für Buchungsstopps. Eine Erweiterung der Kontingente ist dagegen ohne Formalitäten jederzeit möglich.

"Früher dauerte es zum Teil mehrere Tage, bis Informationen aus dem Zielgebiet im Reisebüro ankamen", so Baumert. Heute seien die Informationen verfügbar, sobald der Hotelier sie eingestellt habe. "Destimo hat die Geschwindigkeit dieses Informationsaustauschs revolutioniert“,lobt der Manager die Tui-Technologie. So könnten Reisebüros etwa für Anfragen zu freien Kapazitäten außerhalb der Kontingente direkten Kontakt zu den Hoteliers aufnehmen. Das beschleunigt den Ablauf, weil der Hotelier sofort reagieren kann. Über eine neu integrierte Funktion kann das Hotel nun zudem sofort Alternativangebote unterbreiten, wenn die angefragten Betten nicht mehr verfügbar sind. er kann etwa einen anderen Zimmertyp, eine leicht veränderten Zeitraum oder auch ein Schwesterhotel vorschlagen.

Im Prinzip werde das System mittlerweile in allen Quellmärkten verwendet, sagt Baumert. Allerdings sind die Versionen, die in den einzelnen Ländern genutzt werden, nicht genau gleich. Zudem müssen sich die Hoteliers für jeden Quellmarkt, mit dem sie über Tui zusammenarbeiten, separat einloggen, was den Gesamtüberblick über den aktuellen Stand bei Kontingenten und Preisen erschwert. Tui arbeite intensiv daran, das System in allen Quellmärkten auf einen einheitlichen Stand zu bringen und zu harmonisieren, verspricht Baumert. Doch das werde wohl noch rund drei Jahre dauern.