14. Februar 2017 – 13:57
Tui bestätigt nach guten Quartalszahlen Ergebnisprognose

Konzernchef Friedrich Joussen hat bei der Hauptversammlung des Konzerns in Hannover die Ergebnisziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Demnach soll der Umsatz um drei und der Gewinn um zehn Prozent gesteigert werden. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres bis zum 31. Dezember hat die Tui Group den Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse um 8,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro gesteigert. Unter Einbeziehung von Wechselkurs-Effekten, die aus der Veränderung der Parität zwischen britischem Pfund und Euro resultieren, ergibt sich ein Plus von 2,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Geringerer Verlust. Den saisonüblichen Verlust konnte Tui, anders als zuletzt Mitbewerber Thomas Cook, gegenüber 2015 verringern. Auf Basis konstanter Wechselkurse wurde das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von Oktober bis Dezember um 17 Prozent auf einen Verlust von 67 Mio. verkleinert. Unter Einbeziehung von Wechselkurs-Effekten ergebe sich eine Verbesserung um 25 Prozent auf 60,3 Millionen Euro, sagt Joussen.

22 Millionen Kosten durch Tuifly-Konflikt. Während die Geschäfte in Großbritannien und Irland mit starken Buchungszahlen glänzten, verbuchte Tui in den deutschsprachigen Märkten einen Verlustanstieg. Zwar wuchs der Umsatz um knapp fünf Prozent auf 1,14 Milliarden Euro, doch laut Joussen verhagelten die massenhaften Krankmeldungen des Tuifly-Personals Anfang Oktober die Bilanz. Die Kosten dafür beziffert er auf 22 Millionen Euro. Dies habe zu einer Verdopplung des Fehlbetrags gegenüber dem Vorjahr auf 52 Millionen Euro geführt. Als Lichtblicke im deutschen Markt nennt der Tui-Chef eine Verbesserung des Marktanteils, ohne ihn zu beziffern. Positiv seien zudem gestiegene Einnahmen aus dem Direkt- und Online-Vertrieb. Deren Anteil am Gesamtgeschäft habe um jeweils zwei Prozentpunkte auf 46 Prozent beim Direkt- und 16 Prozent beim Online-Verkauf zugelegt.

Riu mit höherer Auslastung und höheren Preisen. Positive Zahlen lieferte die Sparte Hotels & Resorts, die ihr Ergebnis im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 25 auf 49 Millionen Euro nahezu verdoppelte. Insbesondere die Beteiligung Riu habe die Auslastung der eigenen Häuser um zwei Prozentpunkte verbessern und den Durchschnittspreis pro Bett um sechs Prozent steigern können, so Joussen. Robinson habe den Durchschnittspreis pro Bett um drei Prozent verbessert.

Kreuzfahrtsegment wächst weiter. Bei den Kreuzfahrten kletterte das Ergebnis von acht auf 19,1 Millionen Euro. Die Auslastung der aktuell fünf Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises gab um einen Prozentpunkt auf 100 Prozent nach, die durchschnittliche Rate pro Tag und Passagier um drei auf 143 Euro. Bei Hapag-Lloyd Cruises wurde die Auslastung dagegen um vier Prozentpunkte auf 74 Prozent gesteigert, die durchschnittliche Rate pro Tag und Passagier lag mit 549 Euro um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Beide Flotten hätten einen positiven Ergebnisbeitrag geliefert, sagt Joussen.