24. März 2017 – 20:00
Touristiker stehen nicht auf Pauschalreisen
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Ha-Long-Bucht in Vietnam: Asien steht bei Reiseprofis hoch im Kurs, aber nicht pauschal. Foto: Flickr/Guido da Rozze

Pauschalreisen sind ihr Brot- und Buttergeschäft, aber nicht, wenn es um den eigenen Urlaub geht. Nur knapp ein Viertel der rund 1.100 Reiseprofis, die bei der Gloobi-Umfrage zu ihren Reiseplänen in diesem Jahr teilnahmen, bucht eine Pauschalreise. Mit einem Anteil von rund zwei Dritteln sind individuelle Urlaubsarrangements der häufigste Weg, auf dem Touristiker ihre Urlaubswünsche umsetzen. Bausteinreisen spielen mit einem Anteil von zehn Prozent eher eine Nebenrolle.

Viele buchen direkt. Bei den Buchungswegen spielt der direkte Kontakt mit dem Leistungsträger mit einem Anteil von 37 Prozent die größte Rolle. 32 Prozent buchen im Reisebüro, knapp ein Viertel über Online-Portale und bei ebenso vielen läuft die Buchung über den eigenen Arbeitgeber. 18 Prozent nehmen die Dienste von Pep-Veranstaltern in Anspruch, neun Prozent nutzen Sharing-Plattformen wie Airbnb. Und jeder Zehnte gibt an, ohne Buchung einfach drauflos zu reisen. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen zugelassen.

Zeit bleibt ein knappes Gut. Doch etwa jeder vierte Touristiker gönnt sich im Haupturlaub eine Auszeit, die länger als zwei Wochen dauert. Am häufigsten verreisen die Touristikprofis aber zwischen einer und zwei Wochen, 36 Prozent geben diese Reisedauer an. 22 Prozent verreisen genau für zwei Wochen, 17 Prozent nur für eine Woche oder noch kürzer.

Spanien macht das Rennen. Die Reiseziele der Touristiker sind erwartungsgemäß über die ganze Welt verteilt. Wie bei den Endkunden auch spielt Spanien eine Hauptrolle. Anders als bei den Endkunden überflügelt die Iberische Halbinsel mit ihren Inseln auch Deutschland, das Platz zwei unter den beliebtesten Destinationen einnimmt. Griechenland, der diesjährige Shooting Star unter den Zielgebieten, ist bei den Touristikern ebenfalls beliebt und landet auf Rang drei. Die Türkei schwächelt hingegen auch bei den Profis. Viele der Reiseexperten zieht es in die Ferne. Zusammen kommen die Fernreiseziele auf einen Anteil von rund 30 Prozent, ganz vorne liegt Südostasien.

Christian Schmicke