20. September 2016 – 14:58
Spektakuläre Rettung vom australischen Wahrzeichen Uluru
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Tausende besteigen trotz Appell der Aborigines den Uluru. Drei Australiern wurde er nun fast zum Verhängnis. Sie hingen 16 Stunden in einer Felsspalte fest. Foto Thomas Hartung

"Please don't climb Uluru", bitten die Ureinwohner Touristen des Roten Zentrums Australiens. Doch tausende Besucher klettern trotzdem auf den 348 Meter hohen Berg. So wie drei junge Männer, die am Montag 16 Stunden in einer mehrere hundert Meter tiefen Felsspalte festsaßen.

Die Australier hatten den offiziellen Pfad verlassen, der mit weißen Strichen deutlich markiert ist, und stiegen zu einem Wasserfall hinab. Auf dem glatten Stein schafften sie es dann nicht wieder nach oben. Ein siebenköpfiges Rettungsteam samt Hubschrauber brauchte 16 Stunden, um die drei 22-Jährigen zu befreien und zu bergen. Die Jungs blieben unverletzt. Ob die leichtsinnigen Kletterer die Rettung bezahlen müssen, ist noch nicht klar.

Der Uluru, früher Ayers Rock, ist ein Wahrzeichen Australiens und ein Heiligtum der Ureinwohner. Es gibt geführte Touren um den Monolithen herum, immerhin zehn Kilometer. Der Aufstieg ist nicht verboten, die Aborigines appellieren jedoch an Besucher, aus Respekt darauf zu verzichten. Doch das hält viele nicht davon ab.

Die Klettertour ist allerdings gefährlich, der Fels steil und glatt gewaschen. Nur ein Weg führt nach oben, nur an wenigen Stellen mit Ketten zum Festhalten. Viele Kletterer unterschätzen zudem die Anstrengung oder die Gefahr der Dehydrierung. Mehr als 35 Menschen kostete der Aufstieg bereits das Leben.