30. Juni 2017 – 14:52
Spanien-Boom hält unvermindert an
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Plaza Mayor in Madrid: Die spanische Hauptstadt erlebt einen wahren Gäseansturm – Foto: Wikipedia

Allen Unkenrufen um überzogene Preise zum Trotz: Den Iberern gelang es auch in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres, die ohnehin schon starken Besucherzahlen des Vorjahres noch zu toppen. Mit fast 28 Millionen ausländischen Besuchern erreichten die spanische Halbinsel und ihre Inseln laut amtlicher Statistik einen Zuwachs von knapp elf Prozent gegenüber 2016. Aus Deutschland kamen rund vier Millionen Reisende, fast acht Prozent mehr als in den entsprechenden Vorjahresmonaten. Damit bleibt Deutschland nach Großbritannien, von wo aus es 6,4 Millionen Einwohner nach Spanien zog, zweitstärkster Quellmarkt.

Von dem Zuwachs profitierten alle touristischen Regionen. So kamen auf die Balearen neun, auf die Kanaren und nach Andalusien knapp zehn Prozent mehr Gäste. Am stärksten legten allerdings die Hauptstadt Madrid mit 19 Prozent mehr Gästen und die Region Valencia zu. Die Statistik verdeutlicht auch, wie sehr die deutsche Touristik beim Einkauf von Hotelbetten mittlerweile mit anderen Nationen zu kämpfen hat. Denn der Nachfrageanstieg ist in allen wichtigen Quellmärkten festzustellen. So stieg die Zahl der Ankünfte von Briten um elf und die der Franzosen als drittwichtigstem Quellmarkt um fünf Prozent. Die nordischen Länder, die bei den Einreisen an vierter Stelle liegen, schickten gut elf Prozent mehr Reisende ins Land. Der höchste Anstieg ist übrigens bei US-Amerikanern mit 45 Prozent mehr Besuchern festzustellen; vor den Schweizern, die in diesem Jahr um 28 Prozent häufiger nach Spanien reisten als 2016.

Christian Schmicke