06. Februar 2017 – 13:50
Sorge vor antiamerikanischer Stimmung hält US-Bürger von Mexiko-Reisen ab
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Cancun: Die Nachfrage aus den USA ist deutlich zurückgegangen – Foto: Wikipedia/dronepicr

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko nach der Amtsübernahme durch Donald Trump haben bereits Folgen für den Tourismus im südlichen Nachbarland der Vereinigten Staaten. Wie die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" berichtet, sind die Buchungen aus den USA bei den balearischen Hotelketten, die in Mexiko Anlagen betreiben, dort gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zurückgegangen. Dies betreffe vor allem populäre Ziele wie Cancun, die Riviera Maya und die Riviera Nayarit. Ketten wie Meliá, Barceló, Iberostar, Riu, Palladium, Bahía Príncipe und Viva Hotels sind dort stark vertreten.

Die Zeitung zitiert Vertreter der Unternehmen mit der Vermutung, dass die Sorge vor einer antiamerikanischen Stimmung in Mexiko nach den Ankündigungen Trumps, zwischen beiden Staaten eine Mauer zu bauen, alle illegal in den USA lebenden Mexikaner auszuweisen und den Handel zu erschweren, US-Bürger von Reisen nach Mexiko abhält. Trump hatte bereits im Wahlkampf scharf gegen die Mexikaner polemisiert und mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger, Mörder und Verbrecher verunglimpft. Es habe nach seiner Wahl zahlreiche Stornierungen zuvor gebuchter Reisen gegeben, berichten die spanischen Hotelketten. Davon profitierten andere Karibik-Ziele wie Aruba, Jamaika und die Dominikanische Republik.