24. Oktober 2017 – 13:19
Ryanair verschiebt Verschärfung der Handgepäckregeln
ryanair-gepaeckregeln
Foto. Ryanair

Dass es bei Ryanair im Gebälk knirscht, zeigten zuletzt die massenhaften Flugstreichungen der Airline für die nächsten Monate. Nun verschiebt der Billigflieger seine angekündigte Verschärfung der Handgepäckregeln. Sie sollte eigentlich von Anfang November an dafür sorgen, dass Passagiere ohne aufpreispflichtige "Priority-Boarding“-Buchung nur noch ein kleines Handgepäckstück mit  in die Kabine nehmen dürfen, während ein weiteres Handgepäckstück ohne Aufpreis im Frachtraum transportiert wird und zuvor am Gate aufgegeben werden muss. Nun kündigt die Fluggesellschaft an, dass die neue Regelung erst am 15. Januar in Kraft treten soll.

Offiziell erklärt Ryanair die Planänderung zur kundenfreundlichen Geste. Marketing-Chef Kenny Jacobs begründet die Verschiebung damit, dass man Kunden mehr Zeit lassen wolle, "mit den neuen Richtlinien vertraut zu werden“. Dabei war diese ursprünglich als Schritt zur Reduzierung der Zahl von Verspätungen deklariert worden. Durch weniger Handgepäckstücke solle der Boarding-Prozess der Flüge beschleunigt und der Flugbetrieb damit stabilisiert werden. Doch offenbar erweist sich die Umstellung des dafür erforderlichen Handgepäck-Checks am Gate, mit dem auch das Einsammeln von Handgepäckstücken und deren Transport ins Gepäckabteil des Fliegers verbunden werden muss, als schwieriger als erwartet.