17. Februar 2017 – 13:10
Reisebüros können Einzelleistungen weiter zusammen abrechnen
billengerd
Gerd Billen – Foto: Frank Nürnberger

Ganz so schlimm wie befürchtet kommt es bei der Umsetzung der neuen Pauschalreiserichtlinie für Reisebüros nun offenbar doch nicht. Wie der DRV mitteilt, ist die Europäische Kommission damit einverstanden, dass Reisebüros auch künftig mehrere unterschiedliche Reisebausteine, die sie ihren Kunden vermitteln, am Ende zu einem Gesamtbetrag zusammenfassen und gemeinsam bezahlen lassen können. Damit sind die getrennten Bezahlvorgänge für Einzelleistungen, wie sie der Gesetzentwurf bisher vorsah, vom Tisch.

Der zuständige Staatssekretär Gerd Billen hatte sich bei der EU-Kommission für die Verringerung der bürokratischen Hürden für die Reisebüros beim Verkauf der so genannten "verbundenen Leistungen" erfolgreich eingesetzt. DRV-Präsident Norbert Fiebig lobt Billens Engagement und sagt, er sei nun zuversichtlich, "dass die Reisebüros ihr Geschäftsmodell im Großen und Ganzen so weiterführen können wie bisher". Als nächstes soll ein Formulierungsvorschlag des Justizministeriums eingebracht werden, der dann im Gesetzestext verankert werden kann. Die Verabschiedung des Gesetzes wird für April erwartet.