19. Dezember 2017 – 15:04
Ponant lässt neuen Luxus-Öko-Eisbrecher bauen
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Abb.: Stirling Design International

Die französische Reederei Ponant hat die norwegische Vard-Werft, eine Tochtergesellschaft der italienischen Fincantieri-Werft, mit dem Bau eines Eisbrechers beauftragt, der von 2021 an in See stechen soll. Der "Ponant Icebreaker", so der Projektname, wird mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet und kann so mit umweltfreundlichem LNG als Treibstoff betrieben werden. Zusätzlich erhält das Schiff Akkus, um kürzere Strecken emissionsfrei mit Elektroantrieb zu überwinden. Auch Energiemanagement und Wasseraufbereitung sollen sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden.

Der Expeditions-Eisbrecher soll 135 Kabinen bieten, bei einer Länge von 150 Metern bei 10 Metern Tiefgang. An Bord gibt es drei Restaurants. Um die Mobilität in polaren Gefilden zu optimieren, sollen neben 16 Zodiacs auch zwei Helikopter mitgeführt werden. Die Besatzungsstärke ist auf 187 Personen angesetzt. Der Rumpf des Schiffes soll Polarklasse 2 entsprechen. Diese zweithöchste Polarklasse bedeutet, dass das Schiff mit mittlerem, mehrjährigem Treibeis in den Extremzonen der südlichen und nördlichen Hemisphäre zurechtkommt.

Nicolas Dubreuil, Expeditionsleiter der Reederei Ponant, wirbt schon im Vorfeld euphorisch für die Möglichkeiten der neuen Schiffsklasse: "Der Icebreaker wird es uns ermöglichen, Orte zu besuchen, die bisher aufgrund Ihrer extremen Abgeschiedenheit unzugänglich waren. Ich habe mir bereits Expeditionskreuzfahrten durch das Packeis vor Nunavut und Grönland vorgestellt, auf denen man den Inuit Siedlungen besonders nah kommen kann. Unsere Gäste werden die Möglichkeit haben vom Schiff zu gehen, das Eis zu betreten und in das Leben dieses ursprünglichen Volkes einzutauchen. In der Antarktis hingegen werden wir die Kaiserpinguine auf dem Packeis hautnah erleben. Und auch eine Expedition zum Nordpol muss nicht mehr länger ein unerfüllter Traum bleiben."