08. Februar 2017 – 16:35
New-York-Werber gehen gegen Trump in die Offensive
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Blick auf Manhattan – Foto NYC & Company

Der Chef der Marketingorganisation NYC & Company Today, Fred Dixon, ist besorgt, dass Donald Trumps restriktive Einreisepolitik das Image der US-Metropole als weltoffene, tolerante Stadt zerstören könnte. Auf Facebook postete die Organisation Ende vergangener Woche. "Wir wollen zwei großartige Eigenschaften New Yorks hervorheben: Toleranz und Vielfalt. Diese Qualitäten sind Teil unseres Einwanderer-Vermächtnisses. Sie spiegeln sich in unseren Straßen, den verschiedenen ethnischen Gemeinschaften in den Vierteln unserer Stadt und in den historischen Hallen auf Ellis Island. Wir werden immer Menschen verschiedenster Herkunft herzlich umarmen, um die Überzeugung, auf der New York gegründet ist, zu verdeutlichen: Alle sind willkommen."

"Wir haben über viele Jahre so hart daran gearbeitet, zu zeigen, dass die Vereinigten Staaten ein gastfreundliches Land sind", wird Dixon im Fachmagazin "Travel Weekly" zitiert. "Wir haben dabei große Fortschritte erzielt und sind nun sehr besorgt, dass alle Mühe vergeblich gewesen sein könnte."  Zwar existierten noch keine Zahlen zu einem Nachfrageschwund  aufgrund der von Trump verhängten Einreiseverbote, doch es gebe erste Indikatoren. So habe New York bei der Bewerbung zur Austragung einer Tagung des Weltverbandes der Reiseleiterorganisationen im Jahr 2019 wegen der Einreisepolitik  nicht den Zuschlag erhalten. Zudem habe ein deutsches Lifestyle-Magazin aus demselben Grund entschieden, in diesem Jahr keine USA-Features zu bringen, so Dixon. Und im kanadischen "Toronto Star" sei die Aufforderung zu lesen gewesen, USA-Reisen zu boykottieren.

Die New-York-Werber haben nun ihre Marketing-Kampagne abgeändert und wollen sie auf die Botschaft "Alle sind willkommen" konzentrieren. Das sei keineswegs so geplant gewesen, sagt Dixon, "aber uns bleibt keine andere Wahl". Alle Ressourcen müssten nun darauf ausgerichtet werden, den Folgen der Abschottungspolitik entgegenzusteuern.