16. Juni 2017 – 18:44
Klimawandel nagt an Punta Canas Stränden
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Noch ist bei Punta Cana genügend Sand vorhanden – Foto: Wikipedia

Ergebnisse ei­ner Ge­mein­schaftstu­die der Uni­ver­si­tä­ten von San­to Do­min­go und Pu­er­to Ri­co über den Zu­stand der do­mi­ni­ka­ni­schen Ostküs­te lassen nach Informationen des "Dom-Rep-Magazins" Rückschlüs­se auf die Ursachen der Ero­sion, von der die Strände betroffen sind, zu. Nicht et­wa star­ker Wel­len­gang durch vor­bei zie­hen­de Hur­ri­ka­ne ver­ur­sa­che das Abtra­gen der Strän­de, son­dern durch den Kli­ma­wan­del be­ding­te Kaltfron­ten, heißt es. Da­von gebe es jedes Jahr meh­re­re, zitiert das Blatt den Kli­ma-Exper­ten Ra­fael Men­dez-Te­je­da von der Uni­ver­si­tät Pu­er­to Ri­co. Die Kaltfron­ten drü­ckten kal­te Luft auf die Was­se­ro­ber­flä­che und ver­ur­sa­chten so den Wel­len­gang. Un­ter­sucht wur­den rund 40 Ki­lo­me­ter Küs­te zwi­schen Uve­ro Alto und Jua­nil­lo. Die Re­vi­sion al­ter Fo­tos der Strän­de zwi­schen 1958 und 2016 habe be­stä­ti­gt, dass die be­lieb­ten wei­ßen Sand­strän­de lang­sam ver­sch­win­den. Dar­über hin­aus steigt der Meer­esspie­gel in der Ka­ri­bik jähr­lich zwi­schen 12 und 15 Millimeter. Zur Ret­tung der Strän­de müs­se vor al­lem auch die Be­bauung festen Regeln unterworfen wer­den. Wenn fes­te Ge­bäu­de und Mau­ern zu dicht am Ufer stünden, kön­ne der Sand nicht mehr dorthin zu­rück­flie­ßen.