11. Dezember 2017 – 16:02
Kleine Reisebüros leben fast ausschließlich von der Touristik
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Agenturen mit weniger als zwei Vollzeitkräften generieren nach Zahlen des DRV-Reisebürobarometers gut 85 Prozent ihrer Umsätze im Bereich Touristik. Flugumsätze machen bei ihnen lediglich zehn Prozent des Geschäfts aus. Nicht viel anders präsentiert sich das Bild bei Reisebüros zwischen zwei und fünf Mitarbeitern. Diejenigen unter ihnen, die zwei bis drei Vorzeitkräfte beschäftigen, haben mit 90 Prozent sogar den höchsten Touristikanteil an ihren Umsätzen.

Mit zunehmender Betriebsgröße verändert sich das Bild deutlich. So generieren Büros ab fünf Mitarbeitern bereits 30 Prozent ihrer Umsätze aus dem Fluggeschäft, bei Agenturen mit mehr als zehn Kräften liegt der Fluganteil bei rund der Hälfte. Große Reisebüros mit mehr als 20 Mitarbeitern setzen gar 57 Prozent mit Flügen um, während sich bei ihnen der Touristikanteil auf gut ein Drittel der Umsätze reduziert.

Ähnlich wie der Umsatz entwickelt sich auch die Erlösstruktur analog zur Betriebsgröße. In Büros mit weniger als drei Vollzeitkräften sorgt die Touristik für 80 Prozent der Erlöse, bei den Büros zwischen zehn und 20 Mitarbeitern, die 43 Prozent ihrer Umsätze im Touristikgeschäft machen, liegt der Anteil der Erlöse aus diesem Segment bei 50 Prozent. Grund für die Abweichung der Anteile bei Umsatz und Ertrag sind die höheren Provisionssätze, die umsatzstarke Büros von den Veranstaltern erhalten.

Sehr abhängig von der Unternehmensgröße ist auch die Bedeutung von Serviceentgelten. Sie machen bei Büros mit unter zehn Mitarbeitern zwischen fünf und knapp 13 Prozent der Erlöse aus. Die sehr großen Büros mit mehr als 20 Angestellten, von denen viele im Firmengeschäft aktiv sind, generieren dagegen fast 43 Prozent ihrer Einnahmen über Entgelte.