25. September 2017 – 15:46
Karibikinsel Puerto Rico kämpft mit Hurrikan-Zerstörungen

 

Urlaub auf Puerto Rico ist derzeit nicht zu empfehlen: Hurrikan „Maria“ hat quer durch die Karibikinsel eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Vergangenen Mittwoch fegte der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern über das US-Außengebiet. Seitdem ist nichts mehr wie vorher.  

3,4 Millionen Menschen waren ohne Strom. Es werde vier bis sechs Monate dauern, bis alle Haushalte wieder am Netz seien, so die Elektrizitätsgesellschaft. Es fehlt an Wasser und Treibstoff, die Gasversorgung ist ebenfalls unterbrochen. Wo der Hurrikan wütete, sind neun von zehn Häusern zerstört. Prominente wie Jennifer Lopez, die eine Million Dollar spendete, rufen zur Hilfe und Solidarität auf.

 

 

Viele Hotels nehmen keine Buchungen an

Der Tourismus ist zum Erliegen gekommen. Sieben Hotels sind komplett geschlossen, darunter das Ritz-Carlton Reserve Dorado Beach und das Gran Melia. Rund 30 Häuser haben zwar geöffnet, nehmen aber derzeit keine neuen Reservierungen an. Die meisten Hotels lassen Buchungen erst wieder für die Zeit nach dem 22. Oktober zu.

Der internationale Airport von San Juan ist geöffnet, der Flugplan aber noch eingeschränkt. Zuletzt gab es zehn Flüge pro Tag aus den USA, zu denen Puerto Rico gehört. Internationale Flüge sollten gestern wieder aufgenommen werden.

Kreuzfahrtreedereien routen um

Unter die rund 2,7 Millionen Touristen auf Puerto Rico mischen sich jedes Jahr auch knapp 5.000 Deutsche. Dazu kommen viele Kreuzfahrer überwiegend aus den USA. Doch Hurrikan „Maria“ hat auch den Hafen erwischt. Das Kreuzfahrtterminal von Carnival Cruises ist beschädigt und für Monate nicht benutzbar. Entsprechend haben Carnival wie auch Royal Caribbean ihre Schiffe umgeroutet.

Aktuelle Informationen zur Lage vor Ort gibt es auf Puerto Rico Now.