28. Juli 2017 – 15:37
IT-Panne kostet British Airways 65 Millionen Euro
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Willie Walsh – Foto: IAG

Noch immer seien nicht alle der rund 75.000 betroffenen Passagiere für das Chaos im Mai entschädigt worden, räumte IAG-Chef Walsh am Freitag in einem Interview mit der BBC ein. Das Ereignis, das die Fluggesellschaft laut Walsh 65 Millionen Euro kostete und durch einen Angestellten verursacht wurde, der die Stromversorgung unterbrach, sei "ein einmaliges Vorkommnis", hofft der Chef der Holding von British Airways und Iberia. Mit der Untersuchung der Panne, die beim Wiederhochfahren der Energiezufuhr auftrat und deren Ursachen offenbar noch nicht abschließend geklärt sind, wurde ein externes Unternehmen beauftragt. "Wir tun alles, um die Sache wiedergutzumachen", so Walsh.

Unterdessen schlägt sich British Airways in wirtschaftlicher Hinsicht durchaus erfolgreich. IAG meldete am Freitag für das zweite Quartal ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 5,95 Milliarden Euro. Deutlich stärker stieg mit einem Plus von rund 25 Prozent auf 540 Millionen Euro der Gewinn. Dies sei vor allem der Fokussierung von British Airways und ihrer Schwester Iberia auf das Langstreckengeschäft zu verdanken, erklärte Walsh. Auf der Kurz- und Mittelstrecke würden die Kostenreduzierungen, die sich aus den niedrigen Kerosinpreisen ergeben hätten, dagegen durch die Preiskämpfe mit den Low-Cost-Airlines aufgefressen.

Christian Schmicke