18. August 2016 – 13:58
Insolvenzverwalter bestreitet Einfluss von Neonazis bei Unister

Lucas Flöther, Insolvenzverwalter des Portalbetreibers, weist die Behauptungen der "Zeit" zurück, Unister stehe unter Einfluss rechtsextremer Kreise. Das Blatt hatte aus der Verbindung des Ex-Managers und Gesellschafters Daniel Kirchhof zu Rechtsextremisten gefolgert, Unister sei von Rechten unterwandert. "Meine Nachforschungen zu dieser Frage haben ergeben, dass nach vorliegenden Informationen bei Unister keine vorbestraften Menschen mit rechtsextremer Biografie als Berater und Teilhaber aktiv sind. Keiner der Gesellschafter von Unister war oder ist nach verbindlicher Auskunft des Unternehmens bisher vorbestraft oder durch rechtsextremes Gedankengut auffällig geworden", so Flöther in einem Statement.

Unister hat sich schon früh von rechtsradikalem Gedankengut distanziert. Das Unternehmen hatte im Frühjahr mit der bewusst im lokalen Umfeld von „Legida“ gestarteten Marketingaktion „Travel statt Trouble“ ein Zeichen für Toleranz und Völkerverständigung gesetzt. Unister beschäftigt Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen.