02. Dezember 2016 – 11:33
Iberostar will Hotelzahl auf Kuba verdoppeln
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Iberostar Riviera in Havanna – Grafik: Iberostar

Unternehmenschef Miguel Fluxá hat angekündigt, die mallorquinische Hotelkette werde ihren bislang zwölf Häusern auf der Karibikinsel ein Dutzend weitere hinzufügen. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der kubanischen Regierung unterzeichnet worden. Details zu den Standorten und konkreten Projekten wurden noch nicht bekannt.

Im Januar soll die Eröffnung des Fünf-Sterne-Hotels Riviera in der kubanischen Hauptstadt erfolgen. Das bekannte Hotel am Malecon wurde von Iberostar renoviert und wird mit 352 Zimmern als zweites Haus der Kette in Havanna betrieben. Ebenfalls in den ersten Monaten des nächsten Jahres ist die Eröffnung des Iberostar Bella Vista im Badeort Varadero geplant. Der Fünf-Sterne-Neubau hat 827 Zimmer. Auf der Insel Cayo Largo ist zudem die Übernahme von zwei Anlagen vorgesehen.  

Trumps Kuba-Politik könnte europäischen Hotelketten Zeitgewinn bringen

Damit, dass die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten Einfluss auf ihre Geschäfte auf Kuba hat, rechnen die spanischen Hoteliers offenbar nicht. Unter den Marken der mallorquinischen Ketten wird fast die Hälfte der rund 58.000 Hotelzimmer auf der Insel betrieben. Marktführer Sol Meliá will 2018 drei neue Hotels auf Kuba eröffnen und kommt dann auf insgesamt 30 Anlagen. Möglicherweise würde eine stärker gegen die kubanische Regierung gerichtete Politik Trumps zwar die Nachfrage der US-Amerikaner nach Kuba-Reisen verringern. Gleichzeitig könnte sie den europäischen Hoteliers aber auch Zeit bringen, um ihre Vormachtstellung auf der Zuckerrohrinsel auszubauen, weil US-Investoren sich weiter zurückhalten müssten. Iberostar-Chef Fluxà glaubt ohnehin, dass ein klarer Kurs der Kuba-Politik Trumps noch nicht absehbar sei. Die "Mallorca Zeitung" zitiert ihn mit den Worten: "Vor nicht mehr als sechs Monaten verhandelte Trump noch selber, um Hotels auf Kuba zu besitzen. Wir wissen nicht, welche Auswirkungen dieser Herr haben wird, der noch vor kurzem eine 3.000 Kilometer lange Mauer bauen wollte und es jetzt nicht mehr will."