16. Oktober 2017 – 13:42
Hurrikans stoppen touristisches Wachstum in der Karibik
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Joy Jibrilu – Foto. Bahamas Press

Irma und Maria haben den deutlichen Wachstumskurs der Region in den vergangenen Wochen erheblich gestört. Nach Angaben von Joy Jibrilu, der Vorsitzenden der Caribbean Tourism Organisation, lagen die Ankünfte in den karibischen Mitgliedsstaaten Ende Juni mit 16,6 Millionen noch um 5,2 Prozent über dem ersten Halbjahr 2016. Aus Europa betrug  das Wachstum sogar knapp acht Prozent. Der Kreuzfahrtmarkt bewegte sich mit 15,3 Millionen Ankünften um vier Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Dieses Wachstum dürfte nun angesichts der Hurrikan-Schäden bis zum Jahresende auf ein bis zwei Prozent reduzieren, vermutet Jibrilu. Bei einer Konferenz auf Grenada rief sie die Mitgliedsstaaten dazu auf, gemeinsam an einer Strategie zur Wiederherstellung des touristischen Aufschwungs zu arbeiten. Neben den notwendigen Arbeiten an der touristischen und allgemeinen Infrastruktur gehe es dabei auch um die richtige Kommunikation, betonte Jibrilu.“Wir müssen die Welt daran erinnern, dass die Entfernung zwischen Barbados und Belize sechs Mal so groß ist wie zwischen Toronto und Montreal, dass es von New York nach Chicago nur halb so weit ist, wie von den Bahamas nach Granada, und von Guyana nach Kuba doppelt so weit wie von London nach Rom“, sagte sie. Insgesamt gelte es, den betroffenen Inseln schnell zu helfen und im übrigen dafür zu sorgen, dass die Welt im Hinblick auf den überwiegenden Teil der Region erfahre: „Wir haben geöffnet.“