09. März 2017 – 16:26
Hochseekreuzfahrten knacken die Zwei-Millionen-Grenze

Das entspricht nach Auskunft der Kreuzfahrtstudie der Verbände Clia und DRV gegenüber 2015 einem Zuwachs um elf Prozent. Gleichzeitig stiegen auch der Reiseumsatz und die Anzahl der Übernachtungen im zweistelligen Prozentbereich. Das Wachstum fiel deutlich stärker aus als in den Jahren zuvor. Gut für die Branche: Der Anstieg des Buchungsvolumens wurde offenbar nicht durch niedrigere Preise erkauft. Der durchschnittliche Reisepreis pro Buchung stieg um sechs Prozent auf 1.675 Euro, die durchschnittliche Tagesrate um knapp drei Prozent auf 187 Euro pro Person. Der Gesamtumsatz kletterte um 18 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro

Drei Viertel der Kreuzfahrer waren 2016 in europäischen Fahrtgebieten unterwegs, jede dritte Reise führte durch Nord-West-Europa, zu den Britischen Inseln oder durch die Ostsee. Der Anteil der Mittelmeerregion ging um drei Prozentpunkte auf 28 Prozent zurück. Die Atlantikküste sowie die Kanarischen Inseln oder Nordamerika und die Karibik kommen jeweils auf Marktanteile um elf Prozent.

Bei den Flusskreuzfahrten wuchs das Passagieraufkommen um 2,8 Prozent auf 435.000 Gäste. Allerdings ist der Markt damit noch ein gutes Stück vom Spitzenjahr 2011 entfernt, in dem die Marke um rund 30.000 Kunden höher lag. Der durchschnittliche Tagespreis ging um vier Prozent auf 149 Euro nach oben. Weil die Reisen im Schnitt etwas kürzer waren als 2015, blieb der durchschnittliche Reisepreis mit 1.030 Euro lediglich auf stabilem Niveau.