17. Juli 2017 – 14:00
Großbritannien: Erster Prozess wegen angeblicher Lebensmittelvergiftungen
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Foto: Ashotel

In Großbritannien ist der erste Betrugsprozess gegen Urlauber angelaufen, die Schadenersatzforderungen wegen angeblicher Lebensmittelvergiftungen geltend gemacht haben. Vor einem Liverpooler Gericht landeten dabei Kunden von Thomas Cook, die nach einem Spanien-Urlaub eine Entschädigung im Umfang von umgerechnet fast 60.000 Euro verlangt haben sollen. Eine 53-jährige Britin und ihr 43-jähriger Lebensgefährte forderten die die hohe Summe demnach für sich und ihre beiden Kinder mit dem Argument, sie seien an einer Lebensmittelvergiftung durch schlechtes Hotelessen erkrankt. Eine weitere Tochter der Frau und deren Tochter hätten dasselbe getan, berichtet das britische Boulevard-Blatt "Daily Mail".

Die Angeklagten erklärten, sie seien unschuldig. Der Richter kündigte bereits an, den Fall an den britischen Strafgerichtshof zu verweisen. Am 10. August soll es zu einer Anhörung kommen, bis dahin wurde die Verhandlung vertagt. Im Falle einer Verurteilung drohen den britischen Urlaubern zwischen 18 Monaten und sechs Jahren Haft.