20. Juli 2017 – 15:29
GfK sieht Marktverschiebung zu Gunsten der Online-Portale
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GfK-Touristik-Marktforscherin Dörte Nordbeck – Foto: GfK

Der Lobbyverband der Online-Touristik VIR und die Marktforschungsgesellschaft GfK sehen das touristische Internetgeschäft weiter auf dem Vormarsch. Nach Daten der GfK stiegen die über Reiseportale der OTAs und Veranstalter online gebuchten Sommerumsätze im Vorjahresvergleich um insgesamt neun Prozent. In den stationären Reisebüros falle das Wachstum mit drei Prozent zum Buchungsstand Ende Mai 2017 "sichtlich kleiner aus", heißt es. Insgesamt hätten die Deutschen für Sommerurlaub bislang 10,5 Milliarden Euro ausgegeben – das entspricht einem Zuwachs um fast vier Prozent im Vergleich zu 2016. Der Großteil der als Pauschalreise oder als Bausteine zusammengestellten Urlaube werde zwar nach wie vor über stationäre Reisebüros verkauft, doch der Online-Vertrieb habe stärker zulegen können, sagt Dörte Nordbeck, Head of Travel & Logistics GfK Deutschland. Sie glaubt, dass die Portale ihren Wachstumsvorsprung gegenüber dem stationären Vertrieb in den nächsten Wochen noch ausbauen, könne, da das Online-Geschäft im Kurzfristbereich traditionell stark sei. Gerade die Buchungen für einfach buchbare, typische Pauschalreiseziele wanderten zunehmend ins Internet, analysiert Nordbeck.

Grundlage für die Aussage sind die Daten des Vertriebspanel der GfK. Es erfasst die Buchungsdaten von rund 1.500 Reisebüros. Im Onlinebereich werden die Buchungsdaten der Reiseportale und der Reiseveranstalter ausgewertet und auf den Gesamtmarkt hochgerechnet. Die Aussagen im Text beziehen sich laut GfK auf den Buchungsstand Ende Mai 2017 für die Sommersaison 2017.