06. Oktober 2016 – 13:10
Flugausfälle bei Tuifly und Airberlin dauern an
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Foto: Tui

Zahlreiche geplante Flüge der Tui-Airline hoben auch am Donnerstag nicht ab. Als Grund gibt der Carrier nach wie vor "viele kurzfristige Krankmeldungen des Kabinen- und Cockpitpersonals" an. Kunden werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen auf der Website der Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren. Die Zahl der Flugannullierungen wächst von Tag zu Tag. Auch Airberlin-Flüge, die Tuifly im Wetlease bedient, sind betroffen. So habe Tuifly am Donnerstag keinen einzigen der Flüge für Airberlin durchgeführt, heißt es von der Airline. Mit Hilfe anderer Crews habe man 30 der 90 geplanten Flüge abwickeln können. Tuifly selbst musste am Donnerstag 47 von 110 geplanten Flügen ersatzlos streichen.

Die massiven kurzfristigen Krankmeldungen der Mitarbeiter werden im Zusammenhang mit den einschneidenden Veränderungen gesehen, die der Fluggesellschaft bevorstehen. Die Pläne der Tui sehen vor, Tuifly zusammen mit Teilen der Airberlin-Flotte in eine Holding einzubinden, die gemeinsam mit dem Airberlin-Gesellschafter Etihad Airways gegründet werden soll. Die Geschäftsführung betont, dass sie gegenüber den Mitarbeitern bereits Zugeständnisse gemacht habe. So solle Tuifly auch in einem geplanten neuen Verbund mit Airberlin als Gesellschaft erhalten bleiben. Zudem blieben bestehende Tarifverträge unberührt, versichert das Management. Auch seien Gerüchte über eine Verlagerung des Sitzes der Gesellschaft falsch. Man werde als "deutsche Gesellschaft" auch in Zukunft weiter vom Standort Hannover aus operieren. Tui Deutschland werde sich zudem verpflichten, "über mehrere Jahre Flugkapazitäten abzunehmen" und sei damit "ein wichtiger langfristiger Kunde und Partner".

Betriebsrat und Gewerkschaft distanzieren sich von Krankmeldungen als Arbeitskampfmittel

Die "extrem kurzfristigen Krankmeldungen" machten es dem Unternehmen "unmöglich, alle betroffenen Kunden frühzeitig zu informieren und ihnen alternative Reisemöglichkeiten anzubieten", kommentiert die Geschäftsführung die Krankmeldungswelle. Dies schade "Kunden und Mitarbeitern in hohem Maße." Gerade in der Herbstferienzeit seien davon viele Familien mit Kindern betroffen. Arbeitnehmervertreter hatten Widerstand gegen die Pläne des Konzerns angekündigt. Die Crew-Engpässe seien aber keine Aktion des Krisenstabs des Betriebsrates, erklärte eine Sprecherin der Arbeitnehmervertreter. Vielmehr sei die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal so groß, dass es nicht verwunderlich sei, "dass sich einige nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen". Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo distanziert sich ebenfalls von massenhaften Krankmeldungen als Arbeitskampfmaßnahme und betont, sie habe damit nichts zu tun. Ihr Vertreter Nicoley Baublies erklärte den hohen Krankenstand mit "starken psychischen Belastungen" aufgrund der schlechten Informationspolitik von Arbeitgeberseite.

Um Entschädigungs- und Schadensersatzansprüchen zu entgehen, beruft sich Tuifly im Zusammenhang mit der ersatzlosen Streichung von Flügen auf höhere Gewalt. Es handele sich bei den massenhaften äußerst kurzfristigen Krankmeldungen um einen "außergewöhnlichen und nicht vermeidbaren Umstand im Sinne von höherer Gewalt", argumentiert die Airline. Allerdings herrscht über diese Bewertung unter Juristen keineswegs ein Konsens.

Aktuelle Infos zu Tuifl-Flügen finden Sie hier

Aktuelle Infos zu Airberlin-Flügen finden Sie hier

Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

Verspätungen bei Tuifly und Air Berlin | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wirtschaft/verspaetungen-bei-tuifly-und-air-berlin-aimp-id12250953.html#plx307002768

Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

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Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

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