13. April 2017 – 08:00
Dominikanische Republik erhöht Eintrittspreise für Nationalparks
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Salto de Limón auf der Halbinsel Samaná – Foto: Francisco Becerro – Flickr

Das Umweltministerium der Dominikanischen Republik erhöht die Preise für den Besuch der Nationalparks und Naturschutzgebiete des Landes. Künftig sind pro Besucher umgerechnet zwei bis zehn Euro fällig. Nach Angaben des Ministeriums sollen die höheren Eintrittspreise in die Erhaltung der ökologisch sensiblen Zonen fließen. Bei einigen Attraktionen, wie etwa der Isla Saona an der Südostspitze der Dominikanischen Republik, sei auch die Begrenzung der Besucherzahl eine Zielsetzung der höheren Preise, heißt es. Die vom Ferienort Bayahibe in nur 15 Minuten erreichbare Insel mit 300 Einwohnern wird jährlich von rund 600.000 Touristen heimgesucht. Auch in der Region um den höchsten Berg des Landes, den 3.100 Meter hohen Pico Duarte, und am populären Wasserfall Salto de Limón auf der Halbinsel Samaná soll die Preisanhebung einen weiteren Anstieg der Besucherzahl verhindern.

Widerstand gegen die Tariferhöhungen, über deren genauen Einführungstermin das Ministerium keine Angaben macht, regt sich nicht ganz unerwartet seitens der Anbieter von Exkursionen und Ausflügen. Deren Verbände Opetur und Asoture protestieren gegen die Maßnahme, die zu einem deutlichen Preisanstieg für ihre Leistungen führe. Am Dienstag demonstrierten lokale Guides im Ferienort Bayahibe gegen die "drastische Erhöhung der Eintrittspreise". Interessanterweise wendet sich auch der Verband der touristischen Presse des Landes, Adompretur, gegen die Regierungspläne. Die Lähmung der Nachfrage durch Preiserhöhungen konterkariere das Ziel, den Tourismus durch naturnahe Aktivprogramme zu diversifizieren, argumentiert er.

Christian Schmicke