12. November 2017 – 12:54
DER Touristik weitet Vollcharter und Hotel-Exklusivitäten massiv aus
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Rolf-Dieter Maltzahn – Foto: DER Touristik

Zwei Maschinen von Small Planet Airlines sollen im nächsten Sommer ausschließlich für die Veranstaltermarken der Touristiksparte der Rewe Group unterwegs sein. Die Ziele, die sie bedienen sind diejenigen, für die Rolf-Dieter Maltzahn, Geschäftsführer der Kölner DER-Touristik-Marken ITS und Jahn Reisen, die stärkste Nachfrage erwartet: Griechenland mit insgesamt 17 Vollchartern nach Rhodos, Kos, Korfu und Kreta, Mallorca mit einem zusätzlichen Charter ab Düsseldorf, die Kanaren und Madeira mit insgesamt 15 Vollchartern und Ägypten mit sechs neuen Vollchartern. Auf der Fernstrecke soll die in diesem Winter gestartete exklusive Verbindung mit Condor auf die Halbinsel Samaná in der Dominikanischen Republik im Sommer fortgesetzt werden.

Weil der Ausbau eigener Charterketten zwar Flugkapazitäten sichert, aber auch mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden ist, baut DER Touristik parallel dazu in den wichtigsten Zielen das Hotelangebot deutlich aus. Die Zahl der Hotels, die DER Touristik im deutschen Markt exklusiv unter Vertrag nimmt, habe sich gegenüber dem Vorsommer verdreifacht, berichtet Maltzahn. Schwerpunkte sind Griechenland mit insgesamt 18 neuen Exklusivverträgen, Mallorca mit sieben neuen exklusiven Häusern, die Kanaren mit zwei neuen, ausschließlich über DER Touristik buchbaren Anlagen, Kroatien, wo der Konzern die Zusammenarbeit mit der Hotelkette Valamar ausbaut, und Ägypten mit zwei neuen Exklusivhotels.

Als Zielgebietstrends machen Maltzahn und sein Frankfurter Kollege Matthias Rotter für den nächsten Sommer eine verstärkte Nachfrage für Kroatien, Italien, Griechenland, Bulgarien, Ägypten und Tunesien aus. Auf der Fernstrecke seien vor allem Kanada, die Dominikanische Republik und Kenia gefragt. Kein Ende der Durststrecke sieht Maltzahn dagegen für die Türkei. Zwar lasse sich das Land wegen extrem günstiger Preise im Kurzfristbereich durchaus verkaufen. Eine Rückkehr in die Liste der bevorzugten Urlaubsziele, die auch mit längerem Vorlauf gerne gebucht würden, zeichne sich aber zumindest in den nächsten sechs Monaten nicht ab, sofern keine überraschenden politischen Wendungen einträten.

Christian Schmicke