24. März 2017 – 13:13
DER Touristik verpasst sich eine neue Konzernstruktur
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CEO Sören Hartmann baut DER Touristik um. Foto: DER Touristik

Rewe sortiert ihre Reisesparte neu: Mit der Gründung der DER Touristik Group GmbH werden alle Töchter und Beteiligungen unter der neuen Holding gebündelt. Die Gruppe besteht derzeit aus 131 Unternehmen in 14 europäischen Quellmärkten und 56 Urlaubsdestinationen. Chef der DER Touristik Group ist Sören Hartmann, der bisher schon den Reisekonzern leitete.

"Durch viele Zukäufe und Gründungen sind wir zu einem führenden europäischen Reiseanbieter geworden", begründet Hartmann den Umbau. "Als Teil der Rewe Group setzen wir auf klare Strukturen, enge Zusammenarbeit und schnelle Entscheidungen. Dafür schaffen wir jetzt die passende Struktur für unsere sieben Millionen Gäste, unsere Mitarbeiter und für unsere Geschäftspartner."

Köln und Frankfurt werden eins

Unter der DER Touristik Group werden vier Divisions angesiedelt: Central Europe, Eastern Europe, Northern Europe sowie Zielgebietsagenturen und Hotels. Central Europe ist die größte Division und vereint die Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Auch sie bekommt einen neuen Firmenmantel, die DER Touristik Central Europe GmbH mit René Herzog an der Spitze.

In Deutschland ist die formale Trennung von DER Köln und DER Frankfurt Geschichte. Die Mitarbeiter und die sechs Veranstaltermarken (Dertour, Meier's, ADAC, ITS, Jahn und Travelix) gehören künftig einem Unternehmen an, der DER Touristik Deutschland GmbH. Die Standorte Köln und Frankfurt sollen ebenso erhalten bleiben wie Salzburg, Wien und Zürich.

Ein Jahr Zeit für den Umbau

"Unsere bisherigen Gesellschaftsstrukturen passen nicht mehr zur Art, wie wir längst zusammen arbeiten", sagt Herzog. "Es ist höchste Zeit, dass wir mit geballter Kraft arbeiten und uns am Markt positionieren." Dazu sei es wichtig, zusammengehörige Aufgaben bestmöglich in den einzelnen Gesellschaften zusammenzufassen. "Wir verändern uns, wo und wann es Sinn macht; unabhängig von der neuen Gruppenstruktur."

Für die Mitarbeiter sollen sich aus der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation keine Nachteile ergeben, verspricht Herzog. Welche Konsequenzen der Umbau im Management bringt, ist noch nicht absehbar. Dafür nimmt man sich Zeit. Die neue Struktur soll bis April nächsten Jahres umgesetzt sein.

Thomas Hartung