21. Juli 2017 – 13:23
DER Touristik Frankfurt plant Direktinkasso
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Foto: DER Touristik

Veranstalter, die mit dem stationären Vertrieb über Reisebüroinkasso zusammenarbeiten, waren deswegen über lange Jahre beliebt. Denn während beim mittlerweile von den meisten Anbietern praktizierten Direktinkasso nur die Provision auf die Konten der Reisebüros fließt, landet beim Reisebüroinkasso zunächst der gesamte Reisepreis dort. Am Ende ist die Summe, die den Vertriebspartnern bleibt zwar dieselbe, aber von den Banken wird die Bonität von Unternehmen, über deren Konten mehr Geld bewegt wird, höher angesiedelt als bei denjenigen mit geringeren Zu- und Abflüssen.

Doch die Sichtweise des stationären Vertriebs ändert sich mit Inkrafttreten der neuen Pauschalreisegesetzgebung im Juli 2018. Denn dann sind Reisebüros verpflichtet, das Geld, das ihnen von ihren Kunden ausgezahlt wird, gegen die eigene Insolvenz zu versichern, um die Verbraucher vor wirtschaftlichen Schäden im Fall einer Pleite abzusichern. Dabei gilt: Je höher die Beträge, die die Büros von ihren Kunden erhalten, desto teurer wird der Insolvenzschutz.

Von den großen Veranstaltern sind es vor allem die Marken der Frankfurter DER Touristik, Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen, die noch via Reisebüroinkasso abrechnen. Das soll sich demnächst allerdings ändern. Wie DER Touristik auf Anfrage bestätigt, will das Unternehmen Reisebüros künftig alternativ die Möglichkeit einräumen, den Bezahlvorgang via Direktinkasso abzuwickeln. Wann genau die neue Regelung umgesetzt werden soll, dazu hält man sich in Frankfurt noch bedeckt. Es werde aber sichergestellt, dass die Vertriebspartner rechtzeitig über mögliche Umstellungen informiert würden, heißt es.