06. November 2017 – 17:37
Bridge-IT soll Lufthansa City Centers Vorteile beim Buchen verschaffen
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Nach fast 20 Jahren als Geschäftsführer verabschiedete sich Klaus Henschel in Slowenien von den LCC’lern und überließ seinem Nachfolger Andi-Julian Leta die Bühne. Foto: LCC/Sebastian Gabsch

 

Auf der Jahrestagung der Lufthansa City Center im slowenischen Portoroz lüftete die Zentrale ein bisschen den Vorhang für die neue hauseigene Content-Software: Bridge-IT nimmt Gestalt an. Erste Schnittstellen sind gebaut und LCC präsentierte Screenshots vom künftigen Frontend der LCC-Büros. Die Optik ist an die gelernte Amadeus-Maske angelehnt, doch im Hintergrund liefert Bridge-IT Daten aus den unterschiedlichsten Quellen.

Ziel ist es, den zersplitterten Content wieder zusammenzuführen. Das heißt zum Beispiel, Lufthansa über Direct-Connect anzubinden und so den Kunden die GDS-Gebühr zu sparen. Oder alle Eurowings-Tarife im System abzubilden. Beim Aufrufen von Flugverbindungen werden die Tarife aus unterschiedlichen Kanälen in einer Liste angezeigt und können direkt gebucht werden. Genauso soll es dann mit den IAG-Carriern British Airways und Iberia sowie mit Air France funktionieren.

Die erste Version von Bridge-IT soll im Frühjahr in die Lufthansa City Center kommen. Damit werden neben Flügen auch Hotels und Mietwagen buchbar sein. Bei den Hotels wird Bridge-IT zu einer Art Metasearcher, zeigt zum gewünschten Hotel Preise und Provision aus den unterschiedlichsten Quellen an, ebenso eventuell verhandelte Nettoraten.

Weitere Partner sollen nach und nach in Bridge-IT integriert werden, zum Beispiel Flixbus oder Get Your Guide. Die Einbindung neuer Leistungsträger kostet Zeit. Denn es geht nicht alleine um das Frontend und die Buchbarkeit. Die Daten sollen schließlich auch in die Mid- und Backoffice-Systeme fließen, und sie müssen mit den vorhandenen Kundenprofilen verknüpft werden können.