02. Juni 2017 – 14:03
Betrug mit Lebensmittelvergiftung: Hotelier schlägt zurück
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Atlantica Sensatori Resort – Foto: Atlantica Hotels

Die mutmaßlichen Betrugsfälle, in denen britische Touristen Hoteliers wegen angeblicher Lebensmittelvergiftungen aufgrund verdorbenen Essens Schadenersatz abknöpfen wollen, sind in Spanien und Großbritannien seit Monaten ein Thema. Mittlerweile zieht die Betrugsmasche, an der britische Anwaltskanzleien kräftig mitverdienen, auch in anderen Ländern rund um das Mittelmeer ihre Kreise.

Doch nun reichte es offenbar einem Hotelier und er schlug zurück. Das Atlantica Sensatori Resort auf Kreta reagierte nach einem Bericht des Boulevard-Blattes "Daily Mail" mit einer Gegenklage auf ein britisches Ehepaar, das von dem Fünf-Stern-Haus 12.000 Euro Entschädigung haben wollte. Es fordert nun 210.000 Euro von den Klägern – wegen übler Nachrede. Auf der Basis mehrerer Facebook-Posts könne man nachweisen, dass die Eheleute ihren einwöchigen Aufenthalt, der im Oktober 2013 stattfand, in vollen Zügen genossen hätten. Zudem seien während des Urlaubs keinerlei Beschwerden des Paares eingegangen. Dieses hat mittlerweile einen Rückzieher gemacht und behauptet nun, einer betrügerischen Anwaltsfirma auf den Leim gegangen zu sein. Sie sei selbst schockiert, als sie die Gerichtsakte gesehen habe, wird die Ehefrau zitiert. Diese Beschuldigen habe sie nie vorgebracht. Das Paar habe Angst, sein Haus zu verlieren, schreibt die Zeitung. Es wolle seine Klage zurückziehen und hoffe, dass das Hotel dasselbe tue.

Christian Schmicke