07. September 2017 – 12:24
Bei Entschädigung für Flugverspätungen zählt die Luftlinie
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Grafik: Wikipedia/G ambrinus

Passagiere, die Flüge mit einer Zwischenlandung absolvieren, haben nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Donnerstag keinen Anspruch auf eine höhere Verspätungsentschädigung als bei Direktflügen. Umsteige- und Direktverbindungen seien gleich zu behandeln, so die Entscheidung des Gerichts. Maßgeblich für die Höhe der Entschädigung sei die Luftlinienentfernung zwischen Start- und Zielort. Der EuGH wies damit die Klagen von drei Passagieren ab, die eine höhere Entschädigung von der Fluggesellschaft gefordert hatten. Sie argumentierten, dass die tatsächlich geflogene Strecke von Rom über Brüssel nach Hamburg mehr als 1.500 Kilometern betragen habe. Ab dieser Distanz wird eine höhere Entschädigungszahlung fällig. Die Luftlinie zwischen Rom und Hamburg liegt mit 1.173 Kilometern deutlich unterhalb dieser Marke. Die EU-Verordnung für Fluggastrechte sieht bei Verspätungen ab drei Stunden bei einer Distanz unter 1.500 Kilometern 250 Euro Entschädigung vor, ab 1.500 Kilometern sind es 400 Euro.