12. April 2018 – 14:46
Anhaltend starke Urlaubsnachfrage im März
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Doerte Nordbeck – Foto: GfK

Trotz der beginnenden Osterferien erzielt der Reisevertrieb nach Zahlen der Marktforschungsgesellschaft GfK kanalübergreifend im Buchungsmonat März ein Umsatzplus von zehn Prozent. Darin enthalten sind sieben Prozent höhere Umsätze für die anstehende Sommersaison 2018 sowie ein starkes Last-Minute- und Frühbuchergeschäft für die noch andauernde beziehungsweise kommende Wintersaison. 

Mit einem siebenprozentigen Umsatzwachstum im Buchungsmonat März steht die Sommersaison 2018 kumuliert nun bei 15 Prozent Mehrumsatz im Vorjahresvergleich. Das per Ende Januar, dem buchungsstärksten Monat des Jahres, aufgelaufene Umsatzplus von 18 Prozent schmilzt damit erwartungsgemäß ab, weist aber immer noch ein hohes Niveau auf. Das aktuelle Wachstum bei den Sommerbuchungen sei größtenteils online gebuchten Urlaubsreisen geschuldet, merkt GfK-Touristikexpertin Dierte Nordbeck an.

Der Pfingstferienmonat Mai ist der wachstumsstärkste Reisemonat der anstehenden Sommersaison 2018. Er liegt um fast 40 Prozent über dem Mai 2017 und steht für gut ein Fünftel aller bisher erzielten Urlaubsumsätze im Reisebüro und im Online-Reisevertrieb der Veranstalter und Online Travel Agencies (OTAs). Insgesamt sind 68,7 Prozent der Buchungsumsätze im März dem Sommerurlaub zwischen Mai und Oktober geschuldet. Jeweils ein Viertel des Monatsumsatzes entfällt auf Reisen im Frühsommer Mai/Juni sowie der Hauptreisezeit im Juli/August.

Mit einem Umsatzanteil von gut 17 Prozent haben viele deutsche Urlauber im März kurzfristig noch Urlaub mit Abreise im März oder April gebucht. Das Umsatzwachstum von 15 Prozent fällt aber zum Ende der Saison hin nicht mehr stark ins Gewicht: Kumuliert weist die Wintersaison 2017/18 wie im Vormonat ein Plus in Höhe von zehn Prozent auf.

Gut 14 Prozent des Monatsumsatzes waren im März Frühbuchern geschuldet, die sich jetzt schon ihre Winterreisen ab November sicherten. Sie weisen ein fast ebenso hohes Wachstum auf, doch sei das Umsatzniveau insgesamt für valide Trendaussagen noch zu klein, erklärt Nordbeck. Die Wachstumsquoten verwiesen „grundsätzlich aber auf eine anhaltend gute Urlaubsnachfrage im deutschen Markt“.