26. September 2017 – 16:52
Air France startet mit hippem Ableger „Joon“ nach Berlin
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Blue-Man-Show beim Air-France-Ableger Joon: CEO Jean-Michel Mathieu und COO Sophie Bordmann zwischen Flugbeegleitern in ihrem Electric-Blue-Look. Foto: Susanne Freitag

Die kleine Schwester von Air France verspricht nicht weniger als ein neues Reiseerlebnis weit über das Fliegen hinaus. „Joon“ versteht darunter zum Beispiel eine Bar an Bord mit Bio-Naschereien, Smoothies und Bio-Kaffee. Unterhaltung serviert Joon auf dem mitgebrachten Tablet oder Smartphone. Kostenlos streamen Passagiere TV-Serien und Trickfilme.

Über Partner wie Airbnb lassen sich Erlebnisse am Reiseziel buchen, zum Beispiel mit Köchen oder Wanderfreunden. Sofort ins Auge fallen die ganz untypisch gekleideten Flugbegleiter. Ihre Uniform besteht aus Zigarettenhosen, Sneakers, Seemanns-Shirt und ärmelloser Daunenjacke, die zum großen Teil aus wiederverwerteten Plastikflaschen besteht.

Am Ende ist Joon natürlich auch eine Airline. Mit überschaubarem Team und wenigen Airbus 320 startet der Newcomer ab 1. Dezember von Paris Charles de Gaulle nach Berlin, Barcelona, Lissabon und Porto. Joon ersetzt alle Air-France-Flüge in die deutsche Hauptstadt. Die Preise für ein Oneway-Ticket beginnen bei 39 Euro.

Nächstes Jahr soll das hippe Feeling auch auf Langstrecke gehen – mit VR-Brillen in der Business Class. Mahe auf den Seychellen und Fortaleza in Brasilien sind die beiden Ziele, die von Paris aus angeflogen werden. Umsteiger können als Zubringer auch Air France nutzen. Bis 2020 soll Joon auf 28 Flugzeuge wachsen, davon zehn Langstreckenjets.