21. Februar 2017 – 14:51
Aida baut erstes Erdgasschiff für über 5.000 Passagiere
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Die neue Aida-Helios-Klasse wird noch größer und bietet Platz für über 5.000 Passagiere. Foto: Aida Cruises

Premiere für umweltfreundlichen Antrieb auf dem Meer: Aida Cruises lässt auf der Meyer-Werft das erste Kreuzfahrtschiff der Welt bauen, dass nur mit Flüssiggas fährt – und noch größer wird.

Aida will mit dem Konzept „Green Cruising“ Vorreiter sein. Dazu gehört der Antrieb mit flüssigem Erdgas. „Wir sind davon überzeugt, dass LNG der Treibstoff der Zukunft ist“, sagt Aida-Chef Felix Eichhorn. Werftchef Bernard Meyer pflichtet ihm bei: „Diese Entscheidung von Aida ist visionär.“ Er hoffe, dass damit der Widerstand bei vielen Reedereien gebrochen werde. Bisher hätten viele die Investition in den umweltfreundlichen Antrieb gescheut.

Tatsächlich wird die neue Aida das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das rein mit flüssigem Erdgas fährt. Meyer hat zwar schon zwei Fähren mit diesem Antrieb gebaut. Dies sei aber eine andere Dimension. Fähren seien immer nur einen Tag zwischen denselben Häfen unterwegs und könnten immer wieder auftanken. Das Aida-Schiff muss weiter kommen.

Doch nicht nur hier liegt die Herausforderung. Heute gibt es kaum Häfen mit LNG-Tankstellen. Die müssten nun nachrüsten. Meyer fordert die Häfen auf, sich schnell auf einen Standard zu einigen. „Ich habe manchmal den Eindruck, jeder Hafen will etwas Neues erfinden.

Der Neubau wird 2.500 Kabinen haben, von der Einzelkabine bis zur Penthouse-Suite. Dazu 15 Restaurants und 23 Bars. „Jeder soll auf dem Schiff seinen individuellen Urlaub machen können“, sagt Felix Eichhorn, der trotz der mittlerweile zwei Millionen deutschen Kreuzfahrer noch „ein riesiges Wachstumspotenzial“ sieht.

Das erste Schiff der Helios-Klasse soll Ende nächsten Jahres fertig sein. Die noch namenlose Aida wird ab Dezember auf den Kanarischen Inseln eingesetzt und von dort auf siebentägigen Trips Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa und Madeira anlaufen. Reisebüros können ihre Kunden schon jetzt vormerken lassen. TH