26. September 2017 – 16:52
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Die kleine Schwester von Air France verspricht nicht weniger als ein neues Reiseerlebnis weit über das Fliegen hinaus. „Joon“ versteht darunter zum Beispiel eine Bar an Bord mit Bio-Naschereien, Smoothies und Bio-Kaffee. Unterhaltung serviert Joon auf dem mitgebrachten Tablet oder Smartphone. Kostenlos streamen Passagiere TV-Serien und Trickfilme.

Über Partner wie Airbnb lassen sich Erlebnisse am Reiseziel buchen, zum Beispiel mit Köchen oder Wanderfreunden. Sofort ins Auge fallen die ganz untypisch gekleideten Flugbegleiter. Ihre Uniform besteht aus Zigarettenhosen, Sneakers, Seemanns-Shirt und ärmelloser Daunenjacke, die zum großen Teil aus wiederverwerteten Plastikflaschen besteht.

Am Ende ist Joon natürlich auch eine Airline. Mit überschaubarem Team und wenigen Airbus 320 startet der Newcomer ab 1. Dezember von Paris Charles de Gaulle nach Berlin, Barcelona, Lissabon und Porto. Joon ersetzt alle Air-France-Flüge in die deutsche Hauptstadt. Die Preise für ein Oneway-Ticket beginnen bei 39 Euro.

Nächstes Jahr soll das hippe Feeling auch auf Langstrecke gehen – mit VR-Brillen in der Business Class. Mahe auf den Seychellen und Fortaleza in Brasilien sind die beiden Ziele, die von Paris aus angeflogen werden. Umsteiger können als Zubringer auch Air France nutzen. Bis 2020 soll Joon auf 28 Flugzeuge wachsen, davon zehn Langstreckenjets.

 

26. September 2017 – 14:20
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Schneller von „Irma“ erholt: Die Aufräumarbeiten auf den Florida Keys nach dem Hurrikan kommen offenbar besser voran als erwartet. Die Behörden haben das „Reopening Date“ der Inselkette für Besucher vom 20. auf den 1. Oktober vorgezogen. Die Brücken wurden auf Schäden untersucht und für sicher befunden. Strom-, Wasser- und Telefonversorgung sind von Key Largo bis Marathon wieder hergestellt. Auch Handyempfang ist dort möglich. Das gilt auch für Key West.

Allerdings sind auf den Florida Keys noch nicht alle Hotels und Freizeiteinrichtungen wieder in Betrieb. In einigen Resorts sind Helfer und Bewohner untergebracht, deren Häuser zerstört sind. Besonders bei Marathon und auf den Lower Keys hat Hurrikan „Irma“ große Schäden angerichtet. Dort sind die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte vorsichtig fahren.

Der Flughafen ist schon seit ein paar Tagen wieder offen und das erste Kreuzfahrtschiff hat auch schon wieder in Key West angelegt. Updates zur aktuellen Situation auf den Websites Floridas Keys und Keys Recovery.

 

26. September 2017 – 08:43
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Zurück zu den Wurzeln: Aldiana wird wieder Teil von Thomas Cook. Der Reisekonzern übernimmt von der Schweizer Investmentgesellschaft LMEY 42 Prozent des Clubanbieters und macht Aldiana zu seiner siebten eigenen Hotelmarke. Aldiana betreibt derzeit acht Clubanlagen in Spanien, Griechenland, Zypern, Tunesien und Österreich und plant in den kommenden zwei Jahren die Eröffnung von vier weiteren Resorts.

„Thomas Cook und Aldiana verbindet eine lange und erfolgreiche Vergangenheit“, sagt Cook-Hotelchef Ingo Burmester. „Daher liegt uns Aldiana ganz besonders am Herzen, und wir freuen uns sehr, gemeinsam mit unserem Partner LMEY die schnelle Entwicklung von Aldiana voranzutreiben.“ Bereits in diesem Jahr habe man die Gästezufriedenheit durch Renovierungen deutlich steigern können.

Aldiana wurde 1973 vom Thomas-Cook-Vorläufer NUR Touristic gegründet. 2005 trennte sich der Konzern von der Clubmarke, die seitdem immer wieder verkauft wurde und immer mehr Anlagen aufgab. Vor eineinhalb Jahren kaufte LMEY Aldiana.

25. September 2017 – 18:22
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Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft steht vor ihrer Auflösung. Der Aufsichtsrat von Airberlin hat gestern weitere Übernahmeverhandlungen nur mit Lufthansa und Easyjet bestätigt. Demnach soll Lufthansa die österreichische Tochter Niki, die Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW) mit ihren 20 Regionalflugzeugen sowie weitere Jets von Airberlin bekommen. Easyjet erhält ebenfalls Teile der Airberlin-Flotte.

Langstrecke wird komplett eingestellt

Gleichzeitig kündigten Management und Insolvenzverwalter von Airberlin das Ende aller Langstrecken an. Bereits gestern wurde die Strecke Düsseldorf – Los Angeles eingestellt. Bis zum 15. Oktober folgen die restlichen Verbindungen, weil die Leasinggesellschaften bis dahin auch die verbliebenen Airbus 330 zurückziehen.

Auch im Europa-Flugplan sollen Flüge gestrichen werden. Unter anderem fallen von nächster Woche an die Strecken Hamburg – München und Köln – München weg. Weitere „Anpassungen“ sollen folgen.

Geld für Gläubiger hat Priorität

Unternehmer Hans-Rudolf Wöhrl, Niki Lauda, Condor, der Luftfahrtkonzern IAG und ein chinesischer Bieter gehen bei der Zerschlagung von Airberlin leer aus. Die Unterlegenen im Bieterkampf und Wettwerber Ryanair meldeten sich teilweise lautstark zu Wort und unterstellten ein abgekartetes Spiel und eine Einflussnahme der Bundesregierung bei der Auswahl der Bieter.

Sachwalter Lucas Flöther hält dies für völlig abwegig. „Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen. Dieser einfache Satz, der sich aus §1 der Insolvenzordnung ergibt, beschreibt präzise, welches Ziel wir mit allem verfolgen, was wir in diesem Insolvenzverfahren tun.“ Der Zuschlag gehe an denjenigen mit dem besten Angebot.

Ohne Kredit der Bundesregierung längst am Boden

Über Höhe der Offerten von Lufthansa und Easyjet wurde Stillschweigen vereinbart. „Wenn die Abschlüsse wie geplant finalisiert werden, besteht eine gute Chance, den KfW-Kredit zurückzuzahlen“, betont Airberlin in einer Pressemitteilung. „Den heute präsentierten Verhandlungsstand konnten wir nur mit der schnellen Überbrückungshilfe der Bundesregierung erreichen“, sagt CEO Thomas Winkelmann. „Andernfalls hätten wir am Wochenende 12./13. August 2017 die Flotte grounden müssen.“

Winkelmann sieht für 80 Prozent der Airberlin-Belegschaft gute Chancen, bei den Bietern Lufthansa und Easyjet einen neuen Job zu finden. Generalbevollmächtigter Frank Kebekus mahnt allerdings, man sei noch nicht am Ziel. „Ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg. Alles andere gefährdet die Verhandlungen."

 

25. September 2017 – 15:46

 

Urlaub auf Puerto Rico ist derzeit nicht zu empfehlen: Hurrikan „Maria“ hat quer durch die Karibikinsel eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Vergangenen Mittwoch fegte der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern über das US-Außengebiet. Seitdem ist nichts mehr wie vorher.  

3,4 Millionen Menschen waren ohne Strom. Es werde vier bis sechs Monate dauern, bis alle Haushalte wieder am Netz seien, so die Elektrizitätsgesellschaft. Es fehlt an Wasser und Treibstoff, die Gasversorgung ist ebenfalls unterbrochen. Wo der Hurrikan wütete, sind neun von zehn Häusern zerstört. Prominente wie Jennifer Lopez, die eine Million Dollar spendete, rufen zur Hilfe und Solidarität auf.

 

 

Viele Hotels nehmen keine Buchungen an

Der Tourismus ist zum Erliegen gekommen. Sieben Hotels sind komplett geschlossen, darunter das Ritz-Carlton Reserve Dorado Beach und das Gran Melia. Rund 30 Häuser haben zwar geöffnet, nehmen aber derzeit keine neuen Reservierungen an. Die meisten Hotels lassen Buchungen erst wieder für die Zeit nach dem 22. Oktober zu.

Der internationale Airport von San Juan ist geöffnet, der Flugplan aber noch eingeschränkt. Zuletzt gab es zehn Flüge pro Tag aus den USA, zu denen Puerto Rico gehört. Internationale Flüge sollten gestern wieder aufgenommen werden.

Kreuzfahrtreedereien routen um

Unter die rund 2,7 Millionen Touristen auf Puerto Rico mischen sich jedes Jahr auch knapp 5.000 Deutsche. Dazu kommen viele Kreuzfahrer überwiegend aus den USA. Doch Hurrikan „Maria“ hat auch den Hafen erwischt. Das Kreuzfahrtterminal von Carnival Cruises ist beschädigt und für Monate nicht benutzbar. Entsprechend haben Carnival wie auch Royal Caribbean ihre Schiffe umgeroutet.

Aktuelle Informationen zur Lage vor Ort gibt es auf Puerto Rico Now.

 

25. September 2017 – 12:30

Von wegen Reisekataloge sind "out": Fast drei Viertel der Countermitarbeiter in deutschen Reisebüros finden gedruckte Urlaubsprospekte für Beratung und Verkauf nach wie vor wichtig. Das ergab eine exklusive Umfrage für die Oktober-Ausgabe des „Reise vor9 Magazins“, an der mehr als 500 Reisebüros teilnahmen.

Vor allem bei Rundreisen sind gedruckte Kataloge für Kunden und Reisebüros unentbehrlich. Aber auch bei hochwertigem Badeurlaub möchten viele für ihre Entscheidungsfindung etwas in den Händen halten und blättern, berichten Umfrageteilnehmer in ihren Kommentaren. Über 70 Prozent der Reisebüros geben an, dass die meisten ihrer Kunden nach Reisekatalogen fragen.

Über den eigenen Umgang mit den Prospekten im Verkaufsgespräch sagen 31 Prozent der Reisebüros, dass sie überwiegend anhand der Kataloge beraten. 56 Prozent schauen hin und wieder rein. Nur 13 Prozent nehmen Kataloge fast nie oder nie zur Hand.

Allerdings gibt es durchaus eine nennenswerte Minderheit, die Kataloge angesichts der umfangreichen Möglichkeiten der Beratung mit Hilfe elektronischer Informationsquellen auf dem absteigenden Ast sieht. So hält ein Viertel die Printkataloge für eher unwichtig. Knapp 30 Prozent berichten, dass sich nur noch eine Minderheit ihrer Kunden für Kataloge interessiert und die Mehrheit das Internet bevorzuge.

Diejenigen Reisebüros, die mit Katalogen arbeiten, nutzen sie vor allem für Hotel- und Zielgebietsinformationen. Die Preisteile hingegen brauchen weniger als ein Viertel. Viele der Reisebüros mahnen bei den Veranstaltern Verbesserungen in den Katalogen an. So wünschen sich zwei Drittel detailliertere Hotelinfos. 58 Prozent hätten gerne genauere Angaben zu den Zielgebieten und 44 Prozent würden sich über eine großzügigere Bebilderung freuen. 30 Prozent wünschen sich bessere Preisteile, deutlich mehr als ein Drittel hält diese aber mittlerweile für überflüssig.

Hier können Sie das Reise vor9 Magazin kostenlos bestellen.

25. September 2017 – 08:36
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Zwei Wochen nach dem verheerenden Hurrikan „Irma“ herrscht auf den Florida Keys noch immer Ausnahmezustand. Der Sturm hat erhebliche Schäden hinterlassen. Die Inselkette ganz im Süden der USA ist offiziell geschlossen. Für den Tourismus wurde der 20. Oktober als „Reopening Date“ festgelegt.

Die rund 160 Kilometer lange Brückenstraße zwischen Key Largo und Key West ist zwar geräumt und unbeschädigt. Allerdings ist es nur Bewohnern und Geschäftsleuten erlaubt, auf die Florida Keys zu fahren. Besucher werden gebeten, bis auf weiteres nicht zu kommen. Bestehende Reservierungen sollten umgebucht werden.

Viel Spaß am Nachtleben hätten Touristen derzeit ohnehin nicht. Denn es gelten Ausgangsverbote: Zwischen Key Largo und Marathon sowie in der Stadt Key West zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens, zwischen Marathon und Key West sogar schon ab 10 Uhr abends. Vereinzelt gibt es zudem noch Stromausfälle.

Dennoch ist gestern das erste Kreuzfahrtschiff nach Irma Key West angelaufen. Die „Empress of the Seas“ brachte 878 Passagiere für einen Landgang zur Südspitze der USA, nachdem der Ort Key West selbst offenbar nur wenige Schäden zu beklagen hat. Auch der Flughafen Key West ist wieder geöffnet, der Flugverkehr aber noch eingeschränkt. Einige Hotels empfangen ebenfalls schon wieder Gäste.

Aktuelle Informationen über die Situation und den Stand der Aufräumarbeiten gibt es auf der offiziellen Website der Florida Keys und unter Keys Recovery.

24. September 2017 – 22:00
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Eigentlich wollte Airberlin heute nach seiner Sitzung des Board of Directors Einzelheiten zum Stand des Bieterverfahrens für die insolvente Fluggesellschaft vorstellen. Doch seit am Donnerstag die Gläubigerausschüsse getagt haben, sickern immer mehr Details über die Zukunft von Airberlin durch. Was davon wahr und was Spekulation ist, wird sich heute zeigen.

Überraschend berichteten Medien mit Verweis auf Insider übereinstimmend, dass nur noch zwei Bieter im Rennen sein sollen: Lufthansa und Easyjet. Mit beiden soll bis zum 12. Oktober weiter verhandelt werden.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte am Mittwoch erklärt, dass er neben den bereits 38 übernommenen Airberlin-Maschinen an bis zu 40 weiteren Mittelstreckenjets Interesse habe und sich freue, bald 3.000 neue Mitarbeiter begrüßen zu können. Dazu passt, wenn die „Wirtschaftswoche“ meldet, dass Lufthansa den Ferienflieger Niki übernehmen soll. Für Langstreckengeschäft hat Lufthansa laut Spohr nicht geboten.

Lufthansa will angeblich 300 Millionen zahlen

Kommt Lufthansa entsprechend ihres Angebots für insgesamt 78 Maschinen der A320-Familie zum Zug, bleiben noch 15 weitere für Easyjet. Die 14 Boeing 737 der Airberlin-Flotte sind von Tuifly gemietet und dürften nun an den Touristikkonzern zurückfallen. Die 20 Propellerflugzeuge von Typ Bombardier Q400 sind für Lufthansa wie Easyjet uninteressant.

Bleiben die 17 Langstreckenjets vom Typ A330. Doch davon hat die Leasinggesellschaft Aer-Cap bereits zehn Maschinen so schnell wie möglich zurückbeordert, was auch eine Erklärung für die kurzfristig gestrichenen Langstreckenflüge in die Karibik wäre. Die sieben verbliebenen Maschinen dürften nun an die Leasinggesellschaft folgen.

Lufthansa will nach einer Meldung von „Bild am Sonntag“ 200 Millionen für die Airberlin-Maschinen bezahlen und den Betrieb in der Übergangszeit finanzieren, wofür weitere 100 Millionen veranschlagt seien. Der Notkredit der Bundesregierung über 150 Millionen Euro könnte somit auf jeden Fall zurückgezahlt werden.

Thomas Hartung

 

21. September 2017 – 17:42

Das ging noch einmal gut: Der Hurrikan „Maria“ brachte zwar viel Wind und Regen in die karibischen Urlaubsorte, doch die schweren Zerstörungen wie in Puerto Rico und Dominica blieben in der Dominikanischen Republik aus. Das Auge des Sturms zog weit draußen vor der Küste vorbei.

Dennoch rechnen die Behörden mit Überschwemmungen und Erdrutschen in den Bergregionen. Deshalb wurde für 22 der 33 Provinzen die Alarmstufe rot ausgerufen. Im Ferienort Las Terrenas auf der Halbinsel Samaná wurde die Küstenstraße teilweise weggespült, berichtet das Dom Rep Portal. Generell sollten Urlauber die Strände meiden.

Gestern fielen die meisten Flüge in Punta Cana und Puerto Plata aus. Auch aus Deutschland hatten die Airlines ihre Flüge in die Dominikanische Republik wegen des Hurrikans verschoben.

Sturm „Maria“ dreht derzeit weiter Richtung Norden und bedroht nun die Turks- und Caicos-Insel, auf die er heute trifft.

21. September 2017 – 15:00
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In einer exklusiven Online-Umfrage von Reise vor9 und Gloobi.de, an der rund 650 Reiseprofis teilnahmen, sprachen sich 87 Prozent dafür aus, eine verpflichtende Insolvenzschutzversicherung für Fluggesellschaften einzuführen. Etwa zehn Prozent der Befragten, von denen gut zwei Drittel im Reisebüro und etwa 20 Prozent bei Veranstaltern aktiv sind, würden eine solche Absicherungspflicht für die Kundengelder nur dann befürworten, wenn eine weltweite Lösung dafür gefunden würde und deutsche oder europäische Airlines keine Wettbewerbsnachteile wegen höherer Kosten zu befürchten hätten.

Dass die Pleite von Airberlin in der Branche tiefe Spuren hinterlässt, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Mehr als ein Viertel der Umfrageteilnehmer gibt an, dass ihr Unternehmen dadurch einen unmittelbaren wirtschaftlichen Schaden erlitten hat, weil es für bereits bezahlte Tickets geradestehen muss. Und eine deutliche Mehrheit von mehr als 60 Prozent ist damit beschäftigt, für betroffene Kunden alternative Beförderungsmöglichkeiten für gestrichene Airberlin-Verbindungen zu finden. Etwa ebenso viele geben an, dass die Airberlin-Pleite ihrem Unternehmen eine Menge zusätzlicher Arbeit bereitet, von der ein erheblicher Teil an Wochenenden und außerhalb der normalen Arbeitszeiten geleistet werden muss.

In Kommentaren äußern viele Touristiker ihr Unverständnis darüber, dass Reiseveranstalter schon lange und vom nächsten Juli an im Zuge der neuen Pauschalreisegesetzgebung auch Reisebüros ihre Einnahmen gegen Insolvenz absichern müssen, während Airlines nicht dazu verpflichtet sind. Die sei insbesondere deshalb absurd, weil die Fluggesellschaften von ihrer Kundschaft stets 100 Prozent Vorkasse verlangten, während Veranstalter Anzahlungsforderungen von mehr als 20 Prozent explizit begründen und die bei der Buchung entstehenden eigenen Kosten nachweisen müssten. Nun seien sie unverschuldet Leidtragende der Versäumnisse des Gesetzgebers.

Christian Schmicke