29. November 2017 – 07:53

Bali-Urlauber brauchen Geduld: Die Behörden haben heute angeordnet, dass der internationale Flughafen der indonesischen Ferieninsel in Denpasar den dritten Tag in Folge geschlossen bleibt. Wie gestern, gilt die Anordnung wieder nur für einen Tag, bis Donnerstag, 7 Uhr Ortszeit. Dann wird die Lage neu beurteilt. Durchaus denkbar, dass dies noch eine Weile so weitergeht. So lange kommen die fast 60.000 gestrandeten Touristen nicht nach Hause.

Unter den auf Bali festsitzenden Urlaubern sind auch mehr als 5.000 Deutsche, so der Deutsche Reiseverband. Wer bei einem Reiseveranstalter gebucht hat, kann mit Betreuung vor Ort und Übernahme der zusätzlichen Kosten rechnen.

Veranstalter bringen Gäste in Hotels unter und übernehmen die Kosten

„Gäste, die vor Ort von der Schließung des Flughafens betroffen sind, werden von ihrer Airline oder von unserer Reiseleitung betreut und in einem Hotel untergebracht“, heißt es bei Thomas Cook. „Bis Flugalternativen gefunden werden, bringen wir alle gestrandeten Bali-Pauschalreisegäste in einem Auffanghotel in der Nähe des Internationalen Flughafens Denpasar unter“, so das Statement von DER Touristik. „Sollten Airlines keine Übernachtungshotels stellen, so übernehmen wir die Mehrkosten für Zwangsverlängerungen für unsere Pauschalgäste.“

Für anstehende Bali-Reisen haben die Reiseveranstalter unterschiedliche Regelungen. Tui und jetzt auch Thomas Cook lassen bei Abreisen bis zum 4. Dezember kostenlose Umbuchungen und Stornierungen zu. Für DER Touristik mit seinen Veranstaltermarken Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen gilt dies zunächst bis 1. Dezember, auch für die Nachbarinsel Lombok.

28. November 2017 – 12:53
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Verstärkung in Düsseldorf: Zum 1. Dezember wird Michael Kalt weiterer Geschäftsführer von Alltours Flugreisen. Der 53-Jährige wird IT, E-Commerce, Organisation und den kaufmännischen Bereich verantworten. Die Position des kaufmännischen Geschäftsführers ist seit dem Ausscheiden von Stefan Arntz Mitte des Jahres vakant.

Kalt ist von Hause aus Informatiker und war Mitgründer der Buchungsplattform Traveltainment. Bei Alltours soll er insbesondere die Digitalisierung der Prozesse und das Online-Geschäft vorantreiben. "Wir wollen den digitalen Wandel im Markt und im Kundenverhalten nutzen, um unseren Wachstumskurs weiterhin erfolgreich zu beschreiten", sagt Alltours-Inhaber Willi Verhuven. Vorsitzender der Geschäftsführung bleibt Markus Daldrup.

Auch auf der zweiten Ebene dreht sich bei Alltours das Personalkarussell. So wird Mike Hennig, der als Prokurist die Bereiche Marketing und Vertrieb leitet, Ende März das Unternehmen verlassen. Er hatte den Job erst vor einem Jahr angetreten.

28. November 2017 – 08:05

Wegen der gefährlichen Vulkanasche des Mount Agung bleibt der internationale Flughafen Denpasar auf der indonesischen Ferieninsel Bali geschlossen. Diese Verfügung der Behörden gilt bis 29. November, 7 Uhr Ortszeit. Alle Starts und Landungen wurden bis auf weiteres abgesagt, heißt es in der Bekanntmachung des Flughafens. Damit sitzen an die 60.000 Urlauber weiter auf Bali fest, darunter wahrscheinlich auch mehrere tausend Deutsche. Bereits gestern waren wegen des drohenden Vulkanausbruchs mehr als 400 Flüge gestrichen worden.

27. November 2017 – 19:03
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Unter den rund 60.000 Urlaubern, die derzeit auf Bali festsitzen, sind auch viele Deutsche. TUI hat derzeit rund 250 Gäste auf der indonesischen Ferieninsel, DER Touristik spricht von einer dreistelligen Zahl auf Bali. FTI und Thomas Cook nennen keine Zahlen. Bali ist allerdings auch eine Spielwiese der Spezialveranstalter für Asien und viele Urlauber sind nur mit einem Flugticket dort auf eigene Faust unterwegs. Daher dürften betroffener deutscher Reisende im vierstelligen Bereich liegen.

TUI ist bei Stornos und Umbuchungen am kulantesten

Die vier großen Anbieter reagieren auf die Flughafensperrung und den drohenden Vulkanausbruch unterschiedlich. TUI lässt für Abreisen bis einschließlich 4. Dezember kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen zu. DER Touristik zeigte sich zunächst nur bis heute kulant, will aber am Vormittag entscheiden, wie mit Buchungen ab 30. November verfahren werden soll. Bei Thomas Cook sind kostenlose Umbuchung oder Stornierung nur noch für heutige Anreisen möglich. Bei FTI sieht man dazu keine Notwendigkeit.

Keine Einschränkungen in Hotels auf Bali

„Die Stimmung der FTI-Gäste auf Bali ist entspannt“, heißt es aus der Münchener Zentrale des Reiseveranstalters. Bei TUI können die Kunden „ohne Einschränkungen in ihren Hotels verbleiben“. Zwei Ausflüge, darunter eine Trekkingtour am Mount Agung, wurden aus dem Programm genommen. „Beeinträchtigungen außerhalb der Sperrzone bestehen aktuell nicht“, so lautet das Statement von Thomas Cook. Urlaubshotels seien nicht betroffen.

DER Touristik übernimmt Mehrkosten auch für Bausteingäste

DER Touristik bringt gestrandete Bali-Pauschalreisegäste, die nach Hause fliegen sollen, in einem Auffanghotel in der Nähe des Flughafens Denpasar unter. „Die Rezeption wird im Bedarfsfall rund um die Uhr mit unserer Zielgebietsmanagerin in Verbindung stehen“, verspricht DER Touristik. „Sollten Airlines keine Übernachtungshotels stellen, so übernehmen wir die Mehrkosten für Zwangsverlängerungen für unsere Pauschalgäste. Gestrandete Bausteingäste können ebenfalls in das Hotel ziehen.“ Gäste vor Ort werden per SMS und Aushang über den Sicherheitshinweis informiert.

Fast 500 Flüge wegen Gefahr durch Asche gestrichen

Auf Bali droht der Vulkan Mount Agung auszubrechen. Die rund 6.000 Meter hohe Aschewolke als Vorbote ist eine Gefahr für Flugzeuge. Deshalb ist seit dem frühen Morgen Ortszeit der internationale Flughafen Balis in Denpasar ebenso gesperrt wie der auf der nahen Nachbarinsel Lombok. An die 500 Flüge wurden bislang gestrichen.

27. November 2017 – 15:59
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Die STA Travel Group bekommt einen neuen Chef. Reinhard Kotzaurek übernimmt am 1. Januar die Geschäftsführung des weltgrößten Anbieters für junges Reisen mit Sitz in London. Der 52-Jährige leitete seit 2014 als Managing Director Central Europe die STA-Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kotzaurek folgt auf den Briten John Constable, der STA verlässt. Kotzaurek bringt langjährige Erfahrungen im Tourismus mit. Vor seiner Tätigkeit bei STA Travel war er unter anderem Vorstand von Thomas Cook Austria und Country Manager bei Ltur Österreich.

STA Travel gehört zur Schweizer Diethelm Keller Group und hat einen geschätzten Reiseumsatz von gut einer Milliarde Euro. STA Travel zählt knapp 2.000 Mitarbeiter in über 200 Reisebüros in 60 Ländern daran. 70 STA Travel Shops befinden sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

26. November 2017 – 19:22

Das weltgrößte Bewertungsportal Tripadvisor dementiert, dass Kommentare mit Hinweisen auf sexuelle Übergriffe in Hotels gelöscht würden. Entsprechende Vorwürfe hatte die Tageszeitung USA Today erhoben. In einem langen Artikel griff das Blatt verschiedene Fälle auf, in denen offensichtlich Kommentare auf Tripadvisor gelöscht wurden. Mal ging es um die Vergewaltigung einer Frau in ihrem Hotel an der Riviera Maya, den Tod von jungen Leuten oder gepanschten Alkohol. Nach dem Bericht meldeten sich weitere User und berichteten ebenfalls vom Verschwinden ihrer Posts von Übergriffen.

Wenn Löschungen vorgenommen würden, dann nur, weil sie gegen die Richtlinien verstießen, rechtfertigt eine Tripadvisor-Sprecherin das Vorgehen gegenüber Gloobi. Dort heißt es: „Um ein sicheres, familienfreundliches Umfeld zu gewährleisten, sind obszöne und vulgäre Ausdrücke in Bewertungen untersagt.“ Kommerzielle Gründe, wie sie von einigen Betroffenen kolportiert wurden, weist Tripadvisor von sich.

„Wir ermöglichen es Reisenden, detaillierte Bewertungen zu veröffentlichen, in denen sie ihre Erfahrungen mit einem Betrieb beschreiben – das beinhaltet auch Erfahrungsberichte mit Beschreibungen von Angriffen, Verletzungen oder anderen Sicherheitsproblemen. Leider haben wir tausende von Erwähnungen dieser Art in den Bewertungen auf Tripadvisor“, bedauert das Portal. Auch diese Inhalte würden veröffentlicht, wenn sie mit den Richtlinien in Einklang stünden.

Unabhängig davon hat Tripadvisor nun sogenannte „Benachrichtigung-Hinweise“ eingeführt, deren Inhalt eher nichtssagend ist. Der rote Warnhinweis werde dann eingeblendet, wenn „glaubwürdigen Medienquellen über ein Problem in Bezug auf dieses Unternehmen berichten – wie zum Beispiels bei Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken bzw. Diskriminierungsvorwürfen.“ Ziel sei es, Reisende auf Probleme aufmerksam zu machen, denen sie durch zusätzliche Recherchen außerhalb von Tripadvisor nachgehen sollten.

24. November 2017 – 12:31
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Die Ein-Marken-Strategie des Tui-Konzerns und die Ankündigung, 1-2-Fly im kommenden Jahr in die Tui-Kataloge zu integrieren, haben in Reisebüros auch Zweifel am Fortbestand der Luxusmarke Airtours geweckt. Doch Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak beruhigt. "Eine Änderung bei Airtours steht aber nicht zur Debatte", sagt er auf Nachfrage von Gloobi.

"Airtours war die erste Marke, die wir uns angeschaut haben", sagt Andryszak. "Wir sehen hier ein komplett anderes Kundenverhalten als bei 1-2-Fly. Airtours-Kunden buchen deutlich stärker nur Hotels." Durch Integration von 1-2-Fly soll deren jüngeres Publikum mit der Marke Tui vertraut gemacht werden.

Auch bei anderen deutschen Tui-Marken wie etwa Ltur gebe es derzeit keine weiteren Pläne, sie zu integrieren. "Wir werden in den nächsten 12 bis 24 Monaten keine weiteren Schritte machen", sagt Andryszak. Der Prozess der Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen.

 

23. November 2017 – 17:56
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Ab 2019 läuft die „Mein-Schiff“-Flotte die Inselgruppe wegen der dortigen Walfang-Aktivitäten nicht mehr an. Stattdessen soll im Zuge eines neuen Routings auf den Island-Fahrten entweder ein zusätzlicher Seetag eingebaut mit Stavanger in Norwegen oder Invergordon in Schottland ein alternatives Ziel angesteuert werden.

Lustigerweise machte die Entscheidung nicht wie üblich via Pressemitteilung die Runde, sondern über Altrocker Udo Lindenberg, der sie auf seiner Facebook-Seite postete. Dafür sammelte er binnen kurzer Zeit eine vierstellige Zahl von "Likes“ ein und das "Hamburger Abendblatt“ titelte: "Udo Lindenberg und Tui beschließen Färöer-Bann“. Die Publicity konnte Lindenberg gut gebrauchen, denn er hatte sich erst im August einen veritablen Shitstorm eingehandelt, als er für den "Rockliner 5“ warb, mit dem er im September zusammen mit 2.500 Fans in See stach. Daraufhin hatte Lindenberg versprochen, sich dafür einzusetzen, dass die Reederei die Inselgruppe künftig meide.

Tierschützer hatten kritisiert, dass Tui Cruises immer noch die Färöer Inseln anlaufe und damit die dortigen "Walmassaker“ ignoriere. Die Inselbewohner jagen seit Jahrhunderten die Grindelwale und werden dafür seit Langem kritisiert. Tui Cruises hat sich bereits vor Jahren vom Walfang distanziert und bittet Kunden ausdrücklich, kein Walfleisch zu essen oder zu erwerben, da das Angebot und die die Erlöse aus dem Walfang "hauptsächlich von der touristischen Nachfrage bestimmt“ würden. Einen Boykott lehnte das Unternehmen jedoch bislang ab weil man im Direkten Dialog mit den Partnern vor Ort bleiben wolle.

"Wir waren – und sind es auch weiterhin – der Meinung, dass ein Boykott der Färöer-Inseln, nicht dazu beitragen wird, dass dort mit der blutigen, jahrhundertealten Tradition des Walfangs gebrochen wird" erklärt das Unternehmen nun auf Nachfrage." Dafür sei "eine Aufklärung der Bevölkerung vor Ort viel entscheidender". Daher will Tui Cruises die Entscheidung, Routen von der Inselgruppe weg zu verlagern, auch nicht als Boykott verstanden wissen: "Mit dem Sommerfahrplan 2019 kommen wir bei den Island-Fahrten den Wünschen unserer Gäste nach mehr Vielfalt nach", heißt es vielmehr.

23. November 2017 – 16:48

Der Luftfahrtverband Iata hat seine Pläne konkretisiert, die Billing and Settlement Plans (BSP), über die Iata-Flugtickets abgerechnet werden, komplett zu erneuern. „New Gen ISS“, wie die Entwicklung im Iata-Jargon heißt, sei die umfassendste und ambitionierteste Erneuerung des BSP, seit es 1971 eingeführt wurde, sagt Aleks Popovich, der die Finanz- und Distributions-Services des Verbandes verantwortet. Im vergangenen Jahr rechneten Iata-Reisebüros Flugtickets im Wert von 219 Milliarden US-Dollar über BSP ab.

Der Iata-Manager kündigt an, dass Agenturen künftig mehr Optionen für ihre Arbeit und zusätzliche Flexibilität erhalten sollen. Gleichzeitig werde die Sicherheit der finanziellen Transaktionen für die Airlines verbessert. Um letzteres zu gewährleisten, wird ein wird ein Risiko-Management eingeführt, das die Gefahr von Zahlungsausfällen für die Airlines kalkuliert. Für die meisten Iata-Reisebüros werden dabei die drei höchsten Quartalsumsätze der vergangenen zwölf Monate angesetzt und verdoppelt, kündigt der Verband an. Erreicht das aus den Kennzahlen der Iata geschätzte Risiko einen kritischen Wert, soll den Büros Unterstützung an die Seite gestellt werden, um ihre Bonität zu verbessern.

Bereits im vergangenen Jahr beschlossen wurde eine „Easy-Pay“- Funktion, über die laut verband auf freiwilliger Basis Umsätze  per Sofortabrechnung zu niedrigeren Transaktionskosten abgerechnet werden. Für die Absicherung der Umsätze bietet Iata künftig eine eigene Versicherung an, die günstiger sein soll als Bankgarantien und andere Absicherungsformen. Und last but not least solll ein dreistufiges Bindungsmodell eingeführt werden, über dessen Inhalte sich der Airline-Verband noch bedeckt hält. Die einzelnen Levels orientierten sich am Geschäftsmodell der Agenten und ein Wechsel zwischen den Stufen ist jederzeit möglich, heißt es lediglich etwas nebulös.

 

22. November 2017 – 20:06
santo-domingowikipedia

Im Kolonialviertel der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, vor allem in der beliebten Straße El Conde, kassierten Dienstleister von Touristen zum Teil astronomische Summen, erklärte die Vorsitzende des „Büros zur Verteidigung der Bürger“, Zoila Martínez Guante, in einem Hilfegesuch an Tourismusminister Francisco Javier Garcia. Dienstleister wie Nagelstudios oder Schönheitssalons tricksten die Besucher dabei aus, indem sie den Preis erst nach erbrachter Dienstleistung anführen würden, erklärt Martínez Guante. Von Touristen unangemessen hohe Preise einzufordern, stelle eine Diskriminierung dar und schade dem Ansehen des Landes, erklären die Verfasser in ihrem Schreiben. Statt über die Schönheit des Landes und die Warmherzigkeit seiner Bewohner würden die Zurückgekehrten Freunden, Familie und Bekannten dann über den erlittenen Betrug berichten.