03. Mai 2017 – 16:33

Nach Informationen des Fremdenverkehrsamtes werden die geplanten Preiserhöhungen für den Einritt in Nationalparks und Naturschutzgebiete nicht umgesetzt. Obwohl das Preisniveau mit dann zwei bis zehn Euro pro Person auch bei angehobenen Preisen immer noch moderat ausfiele, hatte sich gegen die Pläne des Umweltministeriums starker Widerstand seitens der Anbieter von Exkursionen und Ausflügen geregt. Deren Verbände Opetur und Asoture protestierten gegen die Maßnahme, weil sie eine Schwächung der Nachfrage befürchteten.

03. Mai 2017 – 16:04
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Terror und Naturkatastrophen prägen die Nachrichten und Medien, und die Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht: Fast drei Viertel der Business Traveller sagen, das Risiko auf Geschäftsreisen sei gestiegen. Das hat der Dienstleister International SOS in einer Umfrage unter 1.000 Geschäftsreisenden aus 75 Unternehmen herausgefunden. Tatsächlich aber ist die Welt nicht unsicherer geworden, sagt Martin Bauer, der regionale Sicherheitsmanager. Nur die Wahrnehmung der Menschen habe sich verändert. 

80 Prozent haben Reisepläne geändert

Vor allem die Furcht vor Terroranschlägen, Unruhen und Wetterkatastrophen treibt Geschäftsreisende um. 80 Prozent haben deshalb schon einmal ihre Reisepläne geändert. Überrascht hat Sicherheitsexperte Bauer die Ansicht, dass Europa gefährlicher geworden sei als die arabische Welt und Südasien. Das sei unrealistisch. "Es gibt keine grundlegende Änderung bei den Risiken", so Bauer. "Länder, die vorher sicher waren, sind es immer noch. Länder, die unsicher waren, ebenso." Natürlich gebe es hier und da Veränderungen. So hat International SOS das Sicherheitsrisiko für die Türkei von "low" auf "medium" angehoben.

Dies zeigt auch die Travel Risk Map, die jährlich von International SOS herausgegeben wird. Die Weltkarte, auf der die einzelnen Länder je nach Risiko eingefärbt sind, kann von jedermann eingesehen werden. Dabei unterscheidet International SOS nach Reisegefahren, medizinischer Situation und Verkehrssicherheit.

Gesundheitsprobleme überwiegen

Denn Verkehrsunfälle und Krankheit bereiteten immer noch die meisten Probleme auf Geschäftsreisen. Dabei seien es keineswegs überwiegend lokale Gesundheitsgefahren, sondern vielmehr Herz- und Kreislauferkrankungen, unter denen Geschäftsreisende am meisten litten, sagt der ärztliche Leiter von International SOS, Dr. Stefan Eßer. Das werde sich durch die demografische Entwicklung noch verschärfen. Immer öfter gingen auch 80-Jährige noch auf Geschäftsreisen.

Thomas Hartung

03. Mai 2017 – 14:18
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Eigentlich hatte die Nachricht mit Touristik nichts zu tun, aber dennoch ließ sie aufhorchen: Die chinesische HNA Group ist mit fast zehn Prozent der Aktien zum größten Gesellschafter der deutschen Bank aufgestiegen. Mit der jüngsten Aufstockung ist das Aktienpaket rund 3,4 Milliarden Euro schwer und damit größer als das des Investmentriesen Blackrock und der Herrscherfamilie al-Thani aus Katar. HNAs jüngste schlagzeilenträchtige Aktion in Deutschland, der Kauf des Flughafens Hahn, nimmt sich mit einem geschätzten Volumen von 17 bis 18 Millionen Euro im Vergleich dazu geradezu bescheiden aus.

Zeitgleich machen in den Vereinigten Staaten Spekulationen die Runde, nach denen das chinesische Konglomerat eine große US-Kreuzfahrtreederei kaufen will. Das wäre durchaus folgerichtig, denn den Kuchen des wachsenden chinesischen Kreuzfahrtmarktes teilen derzeit die großen internationalen Reedereien unter sich auf. Geld für solche Investitionen aufzubringen, scheint für die HNA Group ohnehin kein Problem zu sein. Erst vergangene Woche stieg sie mit knapp 17 Prozent beim Schweizer Duty-Free-Händler Dufry ein und beteiligte sich am Flughafen von Rio de Janeiro.

Einkaufstour ohne Ende. Im vergangenen Jahr sorgten große Hotel-Investments für Aufmerksamkeit. Prominentester Deal war die 25-Prozent-Beteiligung an Hilton Worldwide. Seit Ende April 2016 gehören HNA zudem die Carlson Hotels inklusive der Mehrheitsbeteiligung an der Rezidor Hotel Group. Auch an der spanischen Gruppe NH Hotels sind die Chinesen mit rund 30 Prozent beteiligt. Und in der Sharing Economy mischt HNA ebenfalls mit. Im Herbst 2015 investierte die Gruppe in das "chinesische Airbnb" Zhubaijia.com.

Sowohl das Firmengeflecht, das hinter der HNA Group steht, als auch die Beteiligungen werden immer unübersichtlicher. Nach eigener Darstellung managte die Gruppe Ende vergangenen Jahres 13 Flughäfen in China. Neben der Fluggesellschaft Hainan Airlines gehören zum Portfolio die chinesischen Carrier Tianjin Airlines, Capital Airlines, Deer Jet, Lucky Air, West Air, Fuzhou Airlines, Urumqi Air, Beibu Gulf Airlines, Yangtze River Airlines, Guilin Airlines, Chang’an Airlines sowie Africa World Airlines aus Ghana und die französische Aigle Azur. Insgesamt betreibt der Mischkonzern damit 1.250 Flugzeuge. Auch an der portugiesischen Tap ist die HNA Group seit dem vergangenen Jahr beteiligt.

Einige Ungereimtheiten. Das enorme Volumen der Auslandsinvestitionen des chinesischen Mischkonzerns wirft Fragen auf. Denn eigentlich hatte sich Chinas Zentralregierung Ende vergangenen Jahres entschlossen, das Ausmaß der Auslandsinvestitionen zu limitieren, um die hohen Kapitalabflüsse aus dem Land einzudämmen. Viele Unternehmen aus dem Reich der Mitte mussten ihre Shopping-Touren danach stoppen, HNA dagegen kauft unvermindert weiter hinzu. Vor rund zwei Wochen fragten sich nach Informationen der in Hongkong erscheinenden "South China Morning Post" auch Medien vom chinesischen Festland, aus welchen Quellen die horrenden Summen für die Expansion stammen könnten und wer eigentlich genau hinter dem Emporkömmling von der Tropeninsel Hainan steckt. Das gefiel der chinesischen Zensurbehörde offenbar nicht. Jedenfalls verschwanden Meldungen, nach denen sich die Investitionen aus Bankkrediten im Wert von umgerechnet gut 80 Milliarden Euro speisen sollten, innerhalb kürzester Zeit wieder von den Websites der chinesischen Zeitungen.

Christian Schmicke

02. Mai 2017 – 14:40
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Die Reisebürokette will die Zahl ihrer Franchise-Nehmer erhöhen und legt eine auf bis zu drei Jahre angelegte Aktion zur Gewinnung neuer Partner auf. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die neue Website www.derpart-partner.com, die interessierte Reisebüros über die Vorteile des Derpart-Systems informieren will. Eine Bannerkampagne in B2B-Newslettern soll potenzielle Partner auf die Website locken, wo sie Infomaterial, Interviews, Videosequenzen und Case-Studies zu der Organisation finden.

Derpart-Geschäftsführer Aquilin Schömig hat vor allem mittelgroße bis große Agenturen ab zwei bis 2,5 Millionen Euro Jahresumsatz als neue Partner im Visier. Bevorzugt sollten diese sowohl im Freizeit- als auch im Geschäftsreisesegment aktiv sein, aber auch reine Touristikbüros mit entsprechenden Umsätzen kommen in Frage. Fünf bis 15 Büros pro Jahr will er akquirieren. Dass sie dazu dicke Bretter bohren müssen, ist Schömig und seinem Co-Geschäftsführer Andreas Neumann klar. Denn nahezu alle größeren Büros sind heute bereits Mitglied einer Reisebüroorganisation: Punkten wollen die Derpart-Chefs bei potenziellen Neuzugängen nicht zuletzt mit der genossenschaftlichen Struktur ihrer Organisation und dem unternehmerischen Freiraum, den sie ihren Mitgliedern trotz der Anbindung an die DER Touristik gewähren. Unter den Franchise-Organisationen sei Derpart diejenige, die die größten Spielräume biete, ist Schömig überzeugt.

Wechselwillige Inhaber würden "in allen Phasen des Übergangs von der Derpart-Geschäftsführung persönlich betreut", wirbt er. Zur Erleichterung biete man Umsteigern ein "praxiserprobtes Paket" mit Elementen wie Training, Systemintegration und Marketing an. Auch bei der Suche nach einer Nachfolgeregelung bietet die Kette Unterstützung an – unter anderem mit eigenen Consulting-Mitarbeitern, aber bisweilen auch, indem sie die entsprechenden Büros selbst kauft. So übernahm Derpart im vergangenen Jahr zehn Agenturen, deren Inhaber aus Altersgründen nicht mehr weitermachen wollten.

Die Reisebürokette betreibt 50 eigene Büros und hat rund 400 Franchisenehmer. 2015 generierten die Derpart-Agenturen zusammen 1,57 Milliarden Euro Umsatz.

Christian Schmicke

02. Mai 2017 – 13:48

Bei dem Unfall, der sich am Montag ereignete, wurden zwei deutsche Touristen getötet. Außerdem wurden zwei Fahrgäste sowie der Reiseleiter und der Fahrer des Busses schwer verletzt, elf kamen mit leichten Verletzungen davon und drei blieben unversehrt. Der Unfall ereignete sich auf der Straße zwischen Schiras und Saadat Shahr, bei der Ruinenstadt Persepolis. Bei den Insassen handelte es sich um Gäste und Mitarbeiter des Trekkingreise-Spezialisten Wikinger Reisen mit Sitz in Hagen. Nachrichtenagenturen berichten unter Verweis auf einen örtlichen Polizeisprecher, der Fahrer des Minibusses sei auf einer glatten Straße zu schnell gefahren und habe das Auto in einer Kurve nicht mehr kontrollieren können.

Der Veranstalter erklärt, er stehe in engem Kontakt zur Agentur vor Ort und dem Auswärtigen Amt. "Wir sind sehr betroffen und in Gedanken bei den Angehörigen. Es ist ein tragisches Unglück", so Geschäftsführer Daniel Kraus. Die Verletzten befänden sich in guter medizinischer Versorgung, teilt der Veranstalter mit. Sie seien auf mehrere Krankenhäuser verteilt und würden derzeit behandelt. Zwei von ihnen will Wikinger Reisen laut Kraus gegebenenfalls mit Spezialflügen nach Deutschland holen. Die übrigen könnten kurzfristig die Kliniken verlassen und den Rückflug antreten.

Zurzeit sind zwei weitere Reisegruppen des Veranstalters im Iran unterwegs. Eine ist seit dem 29. April dort, die andere ist am 1. Mai gestartet. Die vom Unfall betroffene Gruppe reist seit Mitte April durch das Land.

02. Mai 2017 – 12:33
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Nach einem Bericht der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora" wollen immer mehr Betreiber von All-inclusive-Anlagen auf der Baleareninsel die Zahl ihrer britischen Gäste für die Saison 2018 reduzieren. Dies hätten sie britischen Reiseveranstaltern im Rahmen der Verhandlungen für das kommende Jahr mitgeteilt, schreibt die Zeitung. Die Präsidentin der Hoteliersvereinigung Fehm, Inmaculada Benito, wird mit der Bemerkung zitiert, die Abwendung der Hoteliers von den Briten und die Hinwendung zu anderen Märkten sei eine "logische unternehmerische Strategie".

Hintergrund des ungewöhnlichen Verhaltens ist laut "Ultima Hora" die massive Zunahme falscher Beschwerden britischer Gäste, die meist wegen angeblicher Magen-Darm-Erkrankungen aufgrund schlechter oder verunreinigter Nahrungsmittel Schadenersatzansprüche an die Hoteliers richten. Dabei spielen britische Anwälte, die die Urlauber zur Stellung von Schadenersatzforderungen animieren, eine zentrale Rolle. (Mehr zur Vorgehensweise der "Juristen" lesen Sie hier.) Diese Praxis hat in der jüngsten Vergangenheit in Spanien massiv zugenommen. Der mallorquinische Hotelverband schätzt, dass sie seine Mitglieder allein in der vergangenen Saison mehr als 50 Millionen Euro kostete. Damit bleibe der Hotellerie im Hinblick auf die nächste Saison nur die Wahl, die Verträge zu ändern, um die britischen Veranstalter an den Kosten zu beteiligen, oder auf andere Quellmärkte auszuweichen. Konkret nennt die Zeitung Frankreich, die Niederlande und die Schweiz als mögliche Alternativen.

28. April 2017 – 16:19
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Dieses Urteil wird auch für die Reisebranche relevant: Wenn ein Vergleichsportal nicht alle Anbieter auflistet, sondern nur diejenigen, von denen es eine Provision erhält, muss es seine Kunden künftig darüber aufklären. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf eine Klage des Bundesverbands der Bestatter hin. Diese Information sei für den Verbraucher von erheblichem Interesse, so die Richter. Denn die Verbraucher dächten meist, sie erhielten einen wirklichen Vergleich von nahezu allen Anbietern.

Zwar klärt das Urteil die Frage streng genommen nur für das Bestattungsportal. Doch die Richter haben in ihrer Begründung keinerlei Einschränkungen vorgenommen. Die Regeln, die sie aufstellten, gelten also auch für Vergleichsportale anderer Branchen, wie etwa die für Reisen, Flüge oder Hotels. Bilden sie aus irgendeinem Grund nicht die gesamte Bandbreite des Marktes ab, müssen sie dies transparent machen.

28. April 2017 – 15:34

Angebot und Nachfrage entwickeln sich weiterhin auf hohem Niveau, so das Ergebnis des Meeting- & Eventbarometers 2016/2017 der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren (EVVC) und des German Convention Bureau (GCB). Doch die Zeiten größerer Zuwächse sind offenbar vorbei. 2016 haben drei Millionen Veranstaltungen mit 394 Millionen Teilnehmern stattgefunden. Das bedeutet gegenüber 2015 eine minimale Zunahme der Teilnehmer um 0,4 Prozent bei einem leichten Rückgang der Veranstaltungen um 1,5 Prozent. Auf der Angebotsseite stehen 7.313 Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations mit jeweils mindestens 100 Sitzplätzen im größten Saal – dies entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber 2016.

Wachstum bei Kongressen, Tagungen und Seminaren. Dagegen wächst der Anteil von Kongressen, Tagungen und Seminaren an der Gesamtheit der Veranstaltungen. Er stieg um knapp sechs Prozentpunkte auf 58 Prozent. Die wachsende Bedeutung dieser Veranstaltungen bestätigt auch der Blick auf die Geschäftsreisezahlen aus Europa im Jahr 2016: Während sich ihr Volumen insgesamt mit rund 13 Millionen nahezu auf dem Vorjahresniveau bewegte, konnte das Segment der Kongresse und Konferenzen deutlich hinzugewinnen.

Verschiebung hin zu großen Veranstaltungen. Bei den Kongressen, Tagungen und Seminaren gab es eine Verschiebung zu großen Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern. Sie verzeichneten Zuwächse von rund zwei Prozent, während die kleineren Veranstaltungen leichte Rückgänge hinnehmen mussten. Joachim König, Präsident des EVVC: "Im Segment der kleineren Meetings gibt es zunehmend Hinweise auf eine Verschiebung in Richtung IT-gestützter alternativer Formen des Austausches."

Michael Noe

28. April 2017 – 13:30
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Die Kooperationen AER und TSS lösen zum Ende des Geschäftsjahres ihren Zusammenschluss in der Kooperations-Allianz TMCV auf. Anlass der Trennung ist, dass sich die AER-Kooperation dem DER-Touristik-Verbund DTPS anschließt, zu dem Organisationen wie Pro Tours, RCE, der Deutsche Reisering oder die Kooperation Tourcontact gehören. Der neue Verbund biete dem AER "zahlreiche Mehrwerte", sagt Vorstand Pedro Turbany, der den touristischen Bereich der Kooperation verantwortet. Zugleich wolle er auch in der neuen Konstellation "die bereits bestehenden engen und erfolgreichen Beziehungen zu allen in unserem Touristikportfolio gelisteten Partnern weiter festigen und ausbauen". Die Trennung von der TSS erfolge "freundschaftlich", so der AER-Chef. Um die eigenen Stärken jeweils besser ausbauen zu können, ohne dabei Rücksicht aufeinander nehmen zu müssen, sei eine Trennung "der nächstliegende Schritt".

Der Zusammenschluss von AER und TSS innerhalb der TMCV war 2002 erfolgt, um gemeinsam eine stärkere Positionen in den Provisionsverhandlungen mit den Veranstaltern zu erreichen. Anfangs gehörte außerdem die FTI-Vertriebsorganisation TVG dazu, die sich aber bereits 2003 von der TMCV trennte. Der TSS-Kooperation sind derzeit rund 3.350, dem AER etwa 1.000 Büros angeschlossen.

TSS-Chef Manuel Molina erklärt, für die TSS-Mitglieder werde sich nichts ändern. Seine Organisation werde unabhängig bleiben und sei auch ohne Partner stark genug aufgestellt.

Christian Schmicke

28. April 2017 – 12:38
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Die mallorquinische Gemeinde will das touristische Treiben mit neuen Regeln und Strafen bändigen. Damit folgt sie der Nachbargemeinde Palma, die bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen hat. Ziel der Regeln sei es, "Lärm und Belästigungen durch Menschenansammlungen“ zu unterbinden, heißt es. Der östliche Bereich der als Playa de Palma bekannten Partymeile gehört zur Gemeinde Llucmajor, während der westliche Teil zur Gemeinde Palma zählt.

Je nach Schwere sollen Vergehen künftig in drei Gruppen unterteilt und mit entsprechenden Bußgeldern belegt werden. „Geringe Verstöße“ wie laute Musik und Geschrei kosten dann 50 bis 750 Euro, „schwere Verstöße“ wie Sachbeschädigung oder die Belästigung anderer Menschen im öffentlichen Raum werden mit 750 bis 1.500 Euro bestraft. Für „sehr schwere Verstöße“, zu denen beispielsweise öffentlicher Sex, Exhibitionismus oder Straßenprostitution gezählt werden, rufen die Ordnungshüter 1.500 bis 3.000 Euro auf.

Zwischen Mitternacht und acht Uhr morgens soll zudem der Verkauf von Alkohol verboten sein. Davon ausgenommen sind Restaurants und Hotels, die für den Konsum innerhalb der eigenen Räume ausschenken.