17. Februar 2017 – 14:18
athenparthenonfotosteveswayne

Die griechische Hauptstadt, ihr Flughafen und die Fluggesellschaft Aegean machen gemeinsame Sache, um Athen europaweit als Städtedestination zu bewerben. Mit der Zusammenarbeit des öffentlichen und des privaten Sektors soll die Stadt als "modernes kulturelles Zentrum" in den Vordergrund gerückt werden, heißt es. Die Kampagne mit dem Titel "Eine Stadt, unendliche Geschichten" werde in den nächsten Monaten sowohl über digitale und Printmedien als auch über Videos und soziale Netzwerke für Aufmerksamkeit sorgen, kündigen die Organisatoren an.

Athen profitiert bereits vom aktuellen Nachfrageschub für Griechenland-Reisen insgesamt; allerdings besucht ein großer Teil der Touristen die Metropole in erster Linie als Durchgangsstation zu den griechischen Badezielen. Mit Hilfe verstärkter Werbeaktivitäten will die Stadt nun zu den Top-Zielen aufschließen, die auch als Einzeldestinationen viele Besucher anziehen.

www.thisisathens.org

17. Februar 2017 – 13:40
schulzezurwieschstefanie

Die langjährige Tui-Managerin wird CEO bei der Ferienhaus-Tochter Atraveo in Düsseldorf. Zum 1. März übernimmt Schulze zur Wiesch, derzeit noch Strategie-Chefin bei Tui-Deutschland, den Job von Geschäftsführer Dirk Froelje, der das Unternehmen verlässt - "auf eigenen Wunsch und in bestem Einvernehmen", wie es von Tui heißt. Schulze zur Wiesch soll die Geschäfte gemeinsam mit CFO Matthias Gieschen führen, der die kaufmännische Leitung seit Anfang Februar in einer Doppelrolle für Atraveo und Tui Wolters ausübt. Sie erhält nun die Gesamtverantwortung für das Ferienhaussegment und wird damit auch Vorgesetzte von Tui-Wolters-Chef Thies Rheinsberg.

Tui-Deutschland-Chef Sebastian Ebel will die Personalie als Ausdruck ambitionierter Pläne im Ferienhausgeschäft verstanden wissen. Er sehe dafür "nicht nur hierzulande, sondern auch in unseren anderen europäischen Quellmärkten große Wachstumspotenziale", sagt er. Nach dem Launch des Online-Portals Tuivillas.com, das sich "hervorragend für eine internationale Expansion" eigne, solle Schulze zur Wiesch die Ferienhaus-Offensiv "als strategischer und operativer Kopf führen". Die  gebürtige Aachenerin erledigte bei Tui schon ein breites Aufgabenspektrum, von der Referentin für Qualitätssicherung und Assistentin der Geschäftsführung über die Leitung des Produktmanagements von Robinson und Magic Life bis hin zur Verantwortung für den damals neu geschaffenen Bereich Konzepthotels. Sie sei im Konzern "exzellent vernetzt und habe "in den vergangenen Jahren in verschiedenen Rollen bewiesen, dass sie eine durchsetzungsstarke Persönlichkeit mit strategischem Weitblick" sei, lobt Ebel.

17. Februar 2017 – 13:10
billengerd

Ganz so schlimm wie befürchtet kommt es bei der Umsetzung der neuen Pauschalreiserichtlinie für Reisebüros nun offenbar doch nicht. Wie der DRV mitteilt, ist die Europäische Kommission damit einverstanden, dass Reisebüros auch künftig mehrere unterschiedliche Reisebausteine, die sie ihren Kunden vermitteln, am Ende zu einem Gesamtbetrag zusammenfassen und gemeinsam bezahlen lassen können. Damit sind die getrennten Bezahlvorgänge für Einzelleistungen, wie sie der Gesetzentwurf bisher vorsah, vom Tisch.

Der zuständige Staatssekretär Gerd Billen hatte sich bei der EU-Kommission für die Verringerung der bürokratischen Hürden für die Reisebüros beim Verkauf der so genannten "verbundenen Leistungen" erfolgreich eingesetzt. DRV-Präsident Norbert Fiebig lobt Billens Engagement und sagt, er sei nun zuversichtlich, "dass die Reisebüros ihr Geschäftsmodell im Großen und Ganzen so weiterführen können wie bisher". Als nächstes soll ein Formulierungsvorschlag des Justizministeriums eingebracht werden, der dann im Gesetzestext verankert werden kann. Die Verabschiedung des Gesetzes wird für April erwartet.

17. Februar 2017 – 12:10
spohrcarstenfotolufthansa

Die Strategie von Carsten Spohr ist in vielerlei Hinsicht eine Gratwanderung. Zum einen zwischen dem Anspruch, im Bereich der Kosten wettbewerbsfähig zu bleiben, beziehungsweise zu werden, und den Sorgen und streikbewehrten Forderungen des Personals. Zum anderen aber auch mehr denn je zwischen immer härterem Wettbewerb und der Notwendigkeit, Allianzen zu schließen. Besonders auffällig wird dieser Spagat im Umgang mit dem Golftstaaten-Carrier Etihad Airways, mit dem sich Lufthansa nach langjähriger erbitterter Fehde mittlerweile auf Codeshare-Abkommen und Zusammenarbeit bei Catering und Wartung verständigt hat.

Gegenüber dem "Manager Magazin" ließ der Lufthansa-Chef nun wieder die Abteilung Attacke voranpreschen. Er betonte, an seiner Kritik der Subventionspolitik ihrer Länder, von der die Fluggesellschaften aus den Emiraten profitierten, habe sich nichts geändert. Auch im Luftverkehr müssten die Maßstäbe der Welthandelsorganisation WTO angelegt werden. Gleichwohl preist Spohr den neuen Partner Etihad als Wettbewerber der "im Unterschied zu anderen Golf-Carriern nicht auf blindes Wachstum" setze, sondern "auf eine Partnerstrategie und adäquate Kapazitäten". Eine Beteiligung von Etihad oder dem Staatsfonds Abu Dhabis an Lufthansa oder umgekehrt sei in den aktuellen Gesprächen aber kein Thema, stellt er klar.

Für die Kranich-Airline war der Zeitpunkt, um eine Partnerschaft mit dem Herausforderer einzugehen, vor allem deshalb günstig, weil Etihad längst nicht mehr aus einer Position reiner Stärke heraus agiert. Kostspielige Beteiligungen wie die an Airberlin und Alitalia setzten dem Unternehmen so sehr zu, dass die Finanziers aus Abu Dhabi die Geduld mit CEO James Hogan verloren und ihn demnächst austauschen. Und in Europa setzt die Begrenzung von Start- und Landerechten dem Wachstum Grenzen, was wiederum zu dem verlustreichen Beteiligungs-Sammelsurium im Etihad-Portfolio führte. Der Lufthansa-Chef glaubt ohnehin, dass die besten Zeiten für die Konkurrenz aus den Emiraten vorbei sind. Laut "Manager Magazin" ist er skeptisch, dass die Golf-Carrier genügend Passagiere für die zahlreich bestellten Flugzeuge finden werden. "Nach dem, was ich an Verkehrsprognosen und Auslastungszahlen kenne", so der Airline-Manager, "kann ich mir das nicht vorstellen."

16. Februar 2017 – 17:34

Ein deutlicher Indikator ist dafür der so genannte RevPar – das ist der Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität. Nach Zahlen der weltweiten Hoteldatenbank des Dienstleisters STR ging der RevPar in Istanbul 2016 um 37 Prozent, in Brüssel um 18 Prozent und in Paris um 13 Prozent zurück. Zahlreiche andere europäische Metropolen legten hingegen zweistellig zu. So stieg der Wert in Dublin und Kopenhagen um 16 und in St. Petersburg um 15 Prozent. In Bukarest verbesserte er sich aus der Sicht der Hoteliers um zwölf, in Warschau um elf, in Barcelona und Belgrad um zehn Prozent. Eine deutliche Erholung verzeichnete der RevPar in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dort legten die Einkünfte nach dem von Krisen und Konflikten geprägten Jahr 2015 wieder um 36 Prozent zu. London dagegen büßte auf hohem Niveau ein Prozent ein.

16. Februar 2017 – 14:14

Die Nachhaltigkeitsinitiative Futouris und der Reisebüro-Kooperationsverbund QTA wollen ägyptischen Köchen in Sachen gesunde und ökologisch korrekte Ernährung auf die Sprünge helfen. Das Projekt "The Sustainable Kitchen" sieht vor, Köche und Service-Mitarbeiter zu Themen wie dem Bezug lokaler und saisonaler Bio-Lebensmittel, einer verfeinerten Zubereitung, der Vermeidung von Essensabfällen und nicht zuletzt der Kommunikation des nachhaltigen Angebotes an die Gäste zu schulen.

Eine vorgelagerte Befragung von Ausbildern und Chefköchen ägyptischer Hotels sei zu dem Ergebnis gelangt, dass im ägyptischen Ausbildungssystem keine bis sehr wenige Kenntnisse über den Umgang mit nachhaltigen Lebensmitteln an die Köche und F&B-Mitarbeiter vermittelt würden, sagt Futouris-Vorstand und LCC-Geschäftsführer Hasso von Düring. Auch in der touristisch starken Region Hurghada sei das Wissen der Hotelmitarbeiter zu Nachhaltigkeitsaspekten und nachhaltiger Ernährung bisher nur sehr gering ausgeprägt. Weil ein entsprechendes Angebot heute von immer mehr Urlaubern gewünscht werde, sei das neu lancierte Qualifizierungsangebot für Ägypten "nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch relevant", so von Düring.

In diesem Jahr sollen in einem ersten Trainingsdurchlauf 30 ägyptische Hotelmitarbeiter darin geschult werden, ein nachhaltiges Verpflegungsangebot für ihre Gäste zu gewährleisten. Ziel sei die Entwicklung eines Schulungskonzepts, das fest in die Ausbildung von Köchen und Servicepersonal integriert wird, so die Initiatoren. Operativ wird das Projekt gemeinsam mit den lokalen Partnern der Egyptian Chefs Association, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, der Orascom Hotel Management Group und dem Lebensmittel-Datenanalyse-Spezialisten Food Tracks umgesetzt.

15. Februar 2017 – 15:34
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Bei dem früheren Versicherungsmakler, der nun als MDT Travel Underwriting GmbH firmiert, folgt Stefan Winiarski als Geschäftsführer Vertrieb auf Ralph Michaelsen, der bereits im Oktober aus dem Unternehmen ausgeschieden war. Der Versicherungskaufmann und Personalbetriebswirt arbeitete zuvor als Bereichsdirektor in der Beratungs- und Vertriebs-AG der Ergo Versicherungsgruppe.

Als neue Verkaufsleiterin im Außendienst für die Region Nord steigt Heike Schatten bei MDT ein. Die gelernte Reiseverkehrskauffrau war unter anderem bei der heutigen DER Touristik als Produktmanagerin für Versicherungen verantwortlich und arbeitete zuletzt als Unternehmensberaterin.

15. Februar 2017 – 13:05
lufthansapilotengregor-schlager

Die Piloten erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2016 zwei Prozent und zum 1. Januar 2017 2,3 Prozent mehr Gehalt. 2018 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,4 und 2019 erneut um zwei Prozent. Zusätzlich zahlt Lufthansa je 5.000 bis 6.000 Euro einmal an die Piloten aus. Insgesamt ergibt sich so eine Vergütungserhöhung um 8,7 Prozent in vier Stufen. Gefordert hatten die Piloten eine Lohnerhöhung um mehr als 20 Prozent, die rückwirkend in fünf Schritten erfolgen sollte.

Mit der Annahme der Empfehlung des Schlichters Gunter Pleuger ist ein Punkt des langjährigen Konflikts zwischen Lufthansa und ihren Piloten vom Tisch. Andere Themen hingegen dürften dadurch eher noch brisanter werden. So kündigte Personalvorstand Bettina Volkens sogleich an,  Lufthansa werde die 85 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten pro Jahr, die aus den Gehaltserhöhungen für die 5.400 Piloten resultieren, dadurch kompensieren, dass "abweichend von der bisherigen Flottenplanung 40 zugehende Flugzeuge außerhalb des Konzerntarifvertrages bereedert werden". Details zur Ausgestaltung einer alternativen Plattform für den Betrieb dieser Maschinen sollen in den nächsten Wochen vorgestellt werden.

Das bedeutet: Die nun erzielte Einigung dient ausschließlich der Besitzstandswahrung der aktuell vom Konzerntarifvertrag erfassten Piloten, während die Fluggesellschaft gleichzeitig ihre Anstrengungen, Mitarbeiter in andere Gesellschaften mit niedrigeren Vergütungen auszulagern, verstärkt. Dieser Punkt ist ebenfalls ein zentraler Zankapfel zwischen Lufthansa und ihren Angestellten. Weil er aber nicht Bestandteil von Tarifverhandlungen ist, konnte er im Zuge der Schlichtung auch nicht mitverhandelt werden.

Ohenhin steht die abschließende Zustimmung der Piloten zum Ergebnis der Schlichtung noch aus. Zwar bestätigt die Gewerkschaft Cockpit, dass ihre Tarifkommission der Empfehlung zugestimmt hat, aber: "Das letzte Wort liegt jetzt bei den Mitgliedern, die im Rahmen einer Urabstimmung über die endgültige Annahme des Schlichterspruches entscheiden werden“, schränkt Cockpit-Sprecher Markus Wahl ein. Die Urabstimmung werde "zeitnah eingeleitet", mit einem Ergebnis sei Ende März zu rechnen.

15. Februar 2017 – 11:44

Für die ausgefallenen und verspäteten Flüge im Zuge der massenhaften Krankmeldungen im vergangenen Herbst muss Tuifly nun den ersten zwei Klägern Entschädigungen zahlen. Richterin Catharina Erps sprach am Mittwoch im Amtsgericht Hannover einem Rentnerpaar aus Bergisch Gladbach 800 Euro Entschädigung zu, weil ihr Rückflug von Kos nach Deutschland fast vier Stunden Verspätung hatte. Neben Zinsen muss die Fluggesellschaft auch die Kosten des Rechtsstreits übernehmen. Eine fünfköpfige Familie aus Celle erhält 2.000 Euro. Die Familie hatte 4.000 Euro Schadensersatz gefordert. Weil die Reise komplett abgesagt wurde, könne sie sich nur beschränkt auf die EU-Fluggastrechteverordnung berufen, urteilte die Richterin. Allerdings hat die Familie auch gegen den Reiseveranstalter Tui geklagt und könnte damit auch den Restbetrag noch vor Gericht erstreiten.

Tuifly lehnt eine Entschädigung der betroffenen Urlauber bislang ab. Die Tui-Airline erstattete Kunden lediglich den Reisepreis und berief sich hinsichtlich der massenhaften Erkrankungen des Kabinenpersonals Anfang Oktober auf höhere Gewalt, weil es sich um einen wilden Streik gehandelt habe. Die Richterin urteilte in den vorliegenden Fällen hingegen, dies sei nicht hinlänglich bewiesen. Tui will nun prüfen, ob Berufung gegen die ersten Urteile zu den insgesamt vermutlich rund 1.000 anhängigen Verfahren eingelegt werden soll.

14. Februar 2017 – 14:45
spanienbenidormfotodiegodelsowikicommons

Massenblätter wie der "Express" und der "Daily Mirror" zitieren eine angebliche Warnung in einem Bericht der spanischen Regierung, nach der die Terrororganisation IS seit dem vergangenen Sommer eine Kampagne zur Anwerbung spanischsprachiger Übersetzer lanciert habe und die Zahl der Propaganda-Videos mit spanischen Untertiteln stark gestiegen sei. Dies lege nahe, dass Spanien stärker ins Visier der Islamisten geraten sei. Zudem wird vermutet, dass sich die Terrorgruppe für die Verhaftung zahlreicher Islamisten, denen Anschlagspläne vorgeworfen werden, rächen wolle.

Unterdessen hat die spanische Polizei am Dienstag auf der Kanareninsel Gran Canaria einen 33-jährigen Marokkaner verhaftet, der zur IS-Unterstützerszene gezählt wird und dem die Planung eines Anschlages vorgeworfen wird.