19. April 2017 – 15:20
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Paukenschlag auf dem deutschen Geschäftsreisemarkt: DER Touristik beendet nach elf Jahren die Partnerschaft mit dem internationalen Netzwerk FCM Travel Solutions und kooperiert künftig mit American Express Global Business Travel. DER Touristik und Amex haben eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Der Wechsel soll zum 1. Januar 2018 vollzogen werden. "American Express Global Business Travel ist für uns erste Wahl, um allen Kunden künftig einen noch umfassenderen Service mit modernsten IT-Systemen anbieten zu können", betont Christoph Führer, Geschäftsführer der Geschäftsreisesparte von DER Touristik. DER und Amex wollen eng zusammenarbeiten und weltweit agierende Geschäftskunden gemeinsam betreuen.

Zurück zur Marke DER Business Travel

Mit dem Partnerwechsel ändert sich auch der Name. Künftig firmiert die Geschäftsreisesparte wieder unter ihrem alten Namen DER Business Travel. "Der künftige Markenname ist ein klares Bekenntnis zu unserer organisatorischen, emotionalen und historischen Heimat DER Touristik. Damit verdeutlichen wir Kunden und Leistungsträgern unsere Zugehörigkeit zu einer soliden und traditionsreichen Geschäftseinheit der REWE Group", begründet Führer den Schwenk. Der Bereich Geschäftsreise steht bei DER Touristik inklusive Derpart für rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz.

Was macht FCM in Deutschland?

Spannend wird die Frage, wie sich FCM künftig auf dem deutschen Markt aufstellt. Das DER ist Franchisenehmer des aus Australien stammenden Business-Travel-Netzwerks. Die FCM-Mutter Flight Centre fährt selbst einen globalen Expansionskurs und engagiert sich zunehmend selbst in bislang von Franchisepartnern bearbeiteten Märkten. Gerade erst hat sich Flight Centre an einem argentinischen Reisebüro beteiligt und davor die Geschäftsreisesparte von Opodo gekauft. Womöglich gibt es auch schon eigene Pläne für Deutschland.

Thomas Hartung

19. April 2017 – 13:37
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Das fordert zumindest die rechtspopulistische Katter's Partei und hat damit in dem australischen Sunshine State eine öffentliche Diskussion ausgelöst. Die Zahl der Krokodile sei in den vergangenen Jahren explodiert, und sie stellten eine Gefahr für Einheimische und Besucher dar, berichtet die australische Seite "News". Das schade auch dem Tourismus. "Die Leute kommen nach Queensland, um Sonne und Strand zu genießen, aber was sie zu sehen bekommen, sind Krokodil-Attacken und Warnschilder", sagt Parteisprecher Shane Knuth.

Knuth hat nun die Initiative ergriffen, um die Krokodil-Population in Queensland einzudämmen. Ein Teil seines Plans sind Krokodil-Safaris für Touristen, bei der die Reptilien zum Abschuss freigegeben werden. Dazu müssten jedoch einige Gesetze geändert werden, denn frei lebende Krokodile stehen in Australien unter Schutz.

19. April 2017 – 12:00

Für viele Reisebüroinhaber scheint das Thema Betriebsübergabe schlimmer zu sein als ein Zahnarztbesuch. Deshalb wird es, ganz ähnlich wie dieser, gerne auf die lange Bank geschoben, zeigten die Recherchen des "Reise vor9 Magazins". Doch es hilft alles nichts – irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem die Frage der Nachfolge auf der Agenda steht.

Mit dieser Thematik werden sich in nächster Zeit viele Reisebüroinhaber auseinandersetzen müssen. Aquilin Schömig, Geschäftsführer der Reisebürokette Derpart, schätzt, dass in den kommenden Jahren allein altersbedingt 1.500 Büros vor dem Verkauf oder der Schließung stehen. Andere Experten gehen von noch höheren Zahlen aus. Auf bis zu 3.000 Agenturen, die in den Verkauf gelangen könnten, reicht die Bandbreite der Schätzungen. Denn die Gründergeneration der 80er und frühen 90er Jahre kommt in die Jahre.

Reisebüroketten und -kooperationen haben den Handlungsbedarf auf diesem Gebiet erkannt und bieten ihren Mitgliedern Hilfestellung an. Das geschieht nicht ganz uneigennützig. Schließlich gilt es, zu verhindern, dass ein Mitglied im Zuge eines Inhaberwechsels oder durch Geschäftsaufgabe verloren geht oder gar zu einer anderen Organisation wechselt.

Ein heikles Thema ist die Wertermittlung. Schließlich ist der Verkaufspreis, den der Inhaber für sein Büro erzielt, in der Regel ein Teil seiner Altersversorgung. Entsprechend hoch ist oft die Erwartungshaltung. Klassische Kennzahlen seien etwa Umsatz und Ertragsstärke der vergangenen drei Jahre, der Stammkundenanteil, die Kostenstrukturen und die Mitarbeiterproduktivität sowie die Qualität der Einrichtung und die Attraktivität des Standortes, sagt Albin Loidl, Chef der Kooperation Neckermann Reisen Partner.

Eine – sehr grobe – Richtschnur für den Verkaufswert können laut Experten drei bis fünf Prozent des vermittelten Umsatzes oder rund 50 Prozent der Provisionseinnahmen eines Jahres sein. Andere nehmen den Vorsteuergewinn als wesentliche Kennzahl. Der Wert des Büros wird dann so angesetzt, dass der Käufer den Preis inklusive Zins nach sechs bis acht Jahren wieder eingefahren hat.

Eine Herausforderung für den Käufer liegt darin, dass der Schlüssel für den Geschäftserfolg oft im Wissen, den Kundenkontakten und den Aktivitäten des Inhabers in seinem lokalen Umfeld liegt. Anders als Büroausstattung und Technik sind solche Werte nicht einfach übertragbar. In solchen Fällen sei nur eine sehr langfristig angelegte Übergabe erfolgversprechend, bei der der Nachfolger Schritt für Schritt an den Kundenstamm herangeführt werde, sagt Thomas Bösl, Chef der Kooperation RTK und der Kette Reiseland.

Christian Schmicke

Die vollständige Story lesen Sie im neuen "Reise vor9 Magazin", das gerade erschienen ist.

18. April 2017 – 16:56

Ohne den Kreuzfahrt-Boom der vergangenen Jahre sähe es im stationären Vertrieb düster aus. Das Geschäft mit dem Urlaub auf dem Meer sichert aber nicht nur Umsatz, sondern ist obendrein gewinnträchtig. Die Rentabilität von Kreuzfahrten im Reisebüro liegt im Durchschnitt bei über elf Prozent – und das seit vielen Jahren, zeigen die Zahlen des Backoffice-Anbieters Travel Agency Accounting (TAA).

"Kreuzfahrten bleiben für viele Touristik-Reisebüros ein äußerst lukratives Geschäft", fasst TAA-Geschäftsführer Adrian Brehm die Entwicklung zusammen. "Angesichts des zunehmenden Angebotes auf dem Markt mit immer mehr und größeren Schiffen setzen die Reedereien ganz offensichtlich nach wie vor auf ihre stationären Vertriebspartner und bieten ihnen weiterhin attraktive Verkaufskonditionen." Das zeige auch der aktuelle Buchungsstand, der in den ersten Monaten 20 Prozent über dem Vorjahr liege.

Die Zahlen von TAA beruhen auf mehr als 1.300 angeschlossenen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 4,5 Milliarden Euro.

18. April 2017 – 13:18
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Der Marktführer für Studienreisen beruft Philip Edel zum Chief Financial Officer. Er wird künftig den kaufmännischen Bereich von Studiosus verantworten und damit Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch entlasten. Der gebürtige Schwabe arbeitet seit 1999 für Studiosus und leitet seit 2011 die Abteilungen Finanzen & Controlling sowie die Rechnungsprüfung. Neben Kubsch und Edel gehören Guido Wiegand (Marketing) sowie Peter Strub und Dieter Lohneis (beide Operations) zur Unternehmensleitung von Studiosus.

17. April 2017 – 16:37

Der türkische Präsident hat sein Verfassungsreferendum durchgesetzt und die Volksabstimmung gewonnen. Doch das Land ist gespalten, denn das Votum fiel mit 51,4 Prozent Ja-Stimmen denkbar knapp aus. Dabei zeigte sich, dass die touristischen Regionen klar gegen den Machtzuwachs für Erdogan sind. Vielleicht, weil sie unter den Provokationen Erdogans und den Spannungen mit Europa wirtschaftlich am meisten leiden.

Die touristische Hochburg Antalya und die Nachbarorte wie Kemer oder Alanya an der türkischen Riviera etwa lehnten das neue Präsidialsystem zu 59 Prozent ab. In der Provinz Mugla mit Bodrum und Marmaris sagten sogar 69 Prozent Nein beim Referendum. So zieht sich das an der Küste entlang bis nach Istanbul, wo 51 Prozent die neue Verfassung ablehnten. Die Abstimmungsergebnisse nach Regionen hat CNN Turk veröffentlicht.

Welche Folgen der Ausgang des Referendums auf den Tourismus hat, ist nicht absehbar. Möglicherweise hält sich Erdogan nach gewonnener Abstimmung nun mit Beschimpfungen und Aktionen gegen Deutsche zurück. Dann könnte das von den Veranstaltern ersehnte Last-Minute-Geschäft doch noch wahr werden.

Thomas Hartung

13. April 2017 – 13:48
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Lediglich vier Prozent der Hotelübernachtungen in Deutschland werden über Veranstalter oder Reisebüros vertrieben. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Hotelverband Deutschland (IHA) in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis, an der sich über 1.400 Hotels in Deutschland beteiligt haben. Demnach ist der Anteil der klassischen Touristik am Hotelvertrieb nicht nur schwach, sondern mittelfristig auch rückläufig. 2013 wurden noch 5,5 Prozent der Übernachtungen über Veranstalter und Reisebüros gebucht. Immerhin: Gegenüber 2015 legte der Vertriebsanteil um 0,2 Prozent zu.

Insgesamt dominiert in der deutschen Hotellerie nach wie vor der Direktvertrieb. Buchungen über Telefon, Fax, E-Mail oder die hoteleigene Website machen zusammen 53 Prozent aus. Allerdings ist auch ihr Marktanteil insgesamt rückläufig. Profiteure dieser Entwicklung sind die großen OTAs, die ihren Anteil von 21 Prozent im Jahr 2013 auf 25 Prozent im vergangenen Jahr verbessern konnten. In der Individualhotellerie ist er mit 27 Prozent höher als in der Kettenhotellerie mit 23 Prozent. 95 Prozent des Marktes teilen dabei die drei Großen, Booking, Expedia und HRS, unter sich auf. Während Booking innerhalb von drei Jahren von 42 auf 54 Prozent zulegte, büßten die HRS-Portale mit nur noch 30 Prozent elf Prozentpunkte ein. 

Christian Schmicke

13. April 2017 – 11:27

Nach ihrem jüngsten Update enthält die Tui-Software Iris plus eine Anbindung an die Beratungssoftware Paxlounge der Firma Paxconnect. Die Schnittstelle, die nach Angaben des Veranstalters bis Anfang Mai freigeschaltet werden soll, bietet Expedienten die Möglichkeit, Angebote aus dem Urlaubsmatcher in die Paxlounge zu übertragen. Dort können sie diese bearbeiten und sie dem Kunden beispielsweise über eine persönliche Website zur Verfügung stellen. Will der Kunde eines der Angebote buchen, füllt er ein Online-Formular aus und das Reisebüro erhält eine Mail. Der Buchungsauftrag läuft zunächst in der Paxlounge auf und wird von dort in Iris plus übertragen, um die Buchung abzuschließen. Mit der Anbindung an die Paxlounge erfülle man einen „Wunsch aus dem Vertrieb“, erklärt Tui.

Neben der neuen Schnittstelle und einer neuen, farblich reduzierten Optik will die Version 12.0 mit dem Paketreisen-Urlaubsmatcher punkten, der eine direkte Abfrage der Hotel- und Flugvakanz ermöglicht Zudem seien in den Angebotslisten zusätzliche Informationen zu den Tui-Hotelmarken und -konzepten hinterlegt, die beim Verweilen mit der Maus auf dem jeweiligen Logo der Marke automatisch erscheinen, kündigt der Marktführer an.

13. April 2017 – 08:00
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Das Umweltministerium der Dominikanischen Republik erhöht die Preise für den Besuch der Nationalparks und Naturschutzgebiete des Landes. Künftig sind pro Besucher umgerechnet zwei bis zehn Euro fällig. Nach Angaben des Ministeriums sollen die höheren Eintrittspreise in die Erhaltung der ökologisch sensiblen Zonen fließen. Bei einigen Attraktionen, wie etwa der Isla Saona an der Südostspitze der Dominikanischen Republik, sei auch die Begrenzung der Besucherzahl eine Zielsetzung der höheren Preise, heißt es. Die vom Ferienort Bayahibe in nur 15 Minuten erreichbare Insel mit 300 Einwohnern wird jährlich von rund 600.000 Touristen heimgesucht. Auch in der Region um den höchsten Berg des Landes, den 3.100 Meter hohen Pico Duarte, und am populären Wasserfall Salto de Limón auf der Halbinsel Samaná soll die Preisanhebung einen weiteren Anstieg der Besucherzahl verhindern.

Widerstand gegen die Tariferhöhungen, über deren genauen Einführungstermin das Ministerium keine Angaben macht, regt sich nicht ganz unerwartet seitens der Anbieter von Exkursionen und Ausflügen. Deren Verbände Opetur und Asoture protestieren gegen die Maßnahme, die zu einem deutlichen Preisanstieg für ihre Leistungen führe. Am Dienstag demonstrierten lokale Guides im Ferienort Bayahibe gegen die "drastische Erhöhung der Eintrittspreise". Interessanterweise wendet sich auch der Verband der touristischen Presse des Landes, Adompretur, gegen die Regierungspläne. Die Lähmung der Nachfrage durch Preiserhöhungen konterkariere das Ziel, den Tourismus durch naturnahe Aktivprogramme zu diversifizieren, argumentiert er.

Christian Schmicke

13. April 2017 – 08:00

Der Fauxpas unterlief dem Marktführer diese Woche bei einer Gutschein-Aktion. Eigentlich sollten nach Angaben des Veranstalters nur 400 Online-Kunden im Großraum Hannover, die in den letzten eineinhalb Jahren eine Reise in einen Magic Life Club gebucht hatten, auf ihre nächste Tui-Reise gelockt werden. Doch für das Mailing "100 Euro Reisegutschein als Dankeschön!" wurde wohl versehentlich der gesamte Tui-Deutschland-Verteiler ausgewählt. Der Versand sei sofort nach Bemerken des Fehlers gestoppt worden, erklärt Tui nun in einem Entschuldigungsschreiben an die Agenturen. Doch da sei die Mail an die Hälfte des Verteilers schon verschickt gewesen.

"In der Ansprache waren dadurch auch Reisebürokunden, die dieses Mailing nicht erhalten sollten", räumt der Veranstalter ein. Immerhin zeigt sich der Marktführer um Wiedergutmachung bemüht. Die Aktion sei gestoppt worden und auch eine darin enthaltene Befragung, für die Telefon und E-Mail eines Tui-Mitarbeiters als Kontaktadresse angegeben waren, werde nicht durchgeführt. "Kunden, die sich bereits zu dem Austausch angemeldet haben, erhalten eine Absage sowie einen Tui-Gutschein über 100 Euro, den sie als Reisebürokunde, ausschließlich in dem Reisebüro einlösen können, in dem die letzte Buchung getätigt wurde", teilt das Unternehmen den Reisebüros mit. "Wir hoffen mit dieser Vorgehensweise den unnötigen Fehler im Sinne unserer partnerschaftlichen Zusammenarbeit ausgeräumt zu haben und bedanken uns für Ihr Verständnis."

Christian Schmicke