08. November 2016 – 10:00
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In diesem Jahr ist das Gerangel um Hotelbetten auf den kanarischen Inseln besonders groß. Für den Winter sollen die Flugkapazitäten deutlich größer sein als das Unterkunftsangebot. Wie kommt man als mittelständischer Veranstalter damit zurecht?

Markus Zahn: Olimar ist auf den Kanarischen Inseln ja kein Neuling. Wir haben  zu zahlreichen Hotels gute Kontakte und die Hoteliers wissen uns als zuverlässige Partner zu schätzen. Das zahlt sich aus. Aber natürlich haben wir nicht jedes Kanaren-Hotel im Programm. Häuser, in denen die Großveranstalter dominieren, müssen wir nicht unbedingt auch noch verkaufen. Unser Hotelangebot zeichnet sich durch Individualität aus.

Was tun Sie konkret, um sich ausreichende Kapazitäten zu sichern?

Ein großer Teil unseres Angebotes setzt sich aus Boutique Hotels, charmanten Apartmenthäusern und Landunterkünften zusammen, von denen viele abseits der großen touristischen Zentren liegen. Diese Unterkünfte stehen nicht im Fokus der Großveranstalter. Aber unsere Gäste suchen genau solche Häuser mit besonderem Flair.

Auch für Portugal ist die Nachfrage in diesem Jahr stark. Wie erleben Sie die Situation dort?

In unserem Stammland, in dem wir seit fast 45 Jahren aktiv sind, basiert unser Erfolg auf vielen langfristig gewachsenen Verbindungen. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir dort 25 Prozent Zuwachs erreicht. Portugal ist kein klassisches Massenziel und hat längst nicht so große Hotelkapazitäten wie etwa Spanien. Das begrenzt natürlich die Wachstumsmöglichkeiten, vor allem an der Algarve. Dem tragen wir mit einer immer größeren Angebotsvielfalt Rechnung. Vor allem in Nord- und Mittelportugal  sowie im Alentejo haben wir das Angebot kräftig ausgebaut.

Wie wollen Sie verhindern, dass die Großanbieter auch in Portugal die Oberhand  gewinnen?

Wie gesagt, man kennt uns in Portugal. In wichtigen Destinationen gehen wir auch durchaus ins wirtschaftliche Risiko. So verkaufen wir 18 Hotels im deutschen Markt exklusiv und bieten zum Beispiel Nonstop-Charter von Frankfurt und Düsseldorf auf die Badeferieninsel Porto Santo.

Seit einigen Tagen liegen die Olimar-Kataloge für 2017 in den Reisebüros. In Portugal hat der Veranstalter 60 neue Hotels im Programm. Auf die kleine Nachbarinsel Madeiras, Porto Santo, bietet das Unternehmen zweimal pro Woche zusätzlich zum bestehenden Charter ab Düsseldorf einen Charter ab Frankfurt. In Spanien sind im nächsten Jahr 40 Hotels neu im Programm, davon zehn auf Mallorca und acht auf den Kanaren. In Italien tauchen 108  Hotels erstmals bei Olimar auf, in Kroatien sind es 30.

07. November 2016 – 16:40
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Im Gespräch am Rande der Vertriebsveranstaltung "Thomas Cook Travel Connexion" in Frankfurt stellte Kontinentaleuropa-Chefin Stefanie Berk klar, dass die veranstalterübergreifende Regelung zur Weitergabe von Handynummern der Kunden für Notfälle, an der beim DRV gearbeitet wrd, dringend erforderlich sei. Sie werde eingeführt – notfalls auch ohne Tui, die die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung im Zusammenhang mit der Initiative nicht unterzeichnet hat. Das Projekt SMS-Assist sieht vor, dass Reisebüros den Veranstaltern die Handynummern ihrer Kunden weiterleiten, damit sie diese in Notfällen kontaktieren können. Mit der Selbstverpflichtung erklären die Veranstalter, dass sie die Daten nicht für andere Zwecke nutzen. Berk erklärte, dass den Veranstaltern die Handynummern der Kunden im Notfall zur Verfügung stehen müssten, um sie so schnell wie möglich zu informieren. Dies sei vor allem bei Städtereisen wichtig, bei denen meist keine Reiseleitung vor Ort sei. Doch daran hapere es noch. So habe man nach dem Anschlag auf Touristen in Istanbul nur 30 Prozent der Gäste auf diesem Weg erreichen können. "Dass Reisebüros für diese Notwendigkeit kein offenes Ohr haben, entzieht sich meinem Verständnis," sagt die Cook-Chefin.

Die Befürchtung, die Veranstalter könnten die Handynummern zu Marketingzwecken nutzen, sei in diesem Zusammenhang kein Argument. Denn: „Wir dürfen die Daten schon aus rechtlichen Gründen nicht benutzen und wir tun es auch nicht“. Als zusätzliche vertrauensbildende Maßnahme habe man die Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet, die Sorgen der Reisebüros seien völlig unbegründet. Berk plädiert zudem dafür, die aktuelle Regelung, nach der ein Häkchen gesetzt werden muss, um die Notfallnummer einzugeben, umzukehren. Dann müsste der Kunde darüber aufgeklärt werden, dass er im Notfall nicht informiert werden kann, wenn seine Nummer nicht an den Veranstalter weitergeleitet wird. Immerhin: Laut Vertriebschef Carsten Seeliger steigt die Zahl der in den Systemen hinterlegten Nummern. Das beweise, dass Kunden und Reisebüros die Notwendigkeit erkennen. Dass Krisen zum Dauerthema geworden seien, trage wohl zu dieser Erkenntnis bei, vermutet Seeliger.

06. November 2016 – 17:25

Zum Sommer rückt der Veranstalter ein Reiseziel wieder stärker in den Fokus, das in den vergangenen Jahren mangels Flugkapazitäten aus Deutschland und wegen der Dominanz des russischen Marktes hierzulande in den Hintergrund geraten ist. Mit einem Teilcharter von acht deutschen Airports und aus Basel bindet FTI den Flughafen Larnaca enger an den deutschen Markt an. Partner ist die Airline Small Planet, das Flugprogramm startet mit dem Beginn der Osterferien am 7. April.

Für Ägypten hat der Anbieter die Flugkapazitäten verdoppelt und 10.000 Risikoplätze pro Woche eingekauft. Wie bereits bekannt, tauchen drei Anlagen, die von der Gesellschaft des FTI-Gesellschafters Samih Sawiris, Orascom, übernommen wurden, im Portfolio der FTI-Hotelkette Labranda in Makadi Bay auf. Sharm el-Sheikh wird im Sommer von fünf deutschen Flughäfen aus angeflogen.

In der Türkei werden zwei weitere Hotels in Bodrum im nächsten Sommer unter der Marke Labranda geführt. In Spanien nimmt sich FTI mit der Übernahme des Großkomplexes Stella Canaris Resort auf Fuerteventura einiges vor. Sieben bis acht Hotels sollen dort nach Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro im Juli als Labranda World den Betrieb aufnehmen. Außerdem hat sich FTI angesichts der erwarteten starken Nachfrage für den nächsten Sommer für sieben Häuser der Eigenmarke auf den Kanaren Exklusivität gesichert. Üblicherweise übernimmt der Veranstalter die Vermarktung der Labranda-Häuser nicht alleine. Auf bescheidenerem Niveau ist FTI auf Mallorca für zwei Anlagen in Cala Ratjada exklusiver Vertriebspartner.

Beim Angebot für die Fernstrecke spendiert der Anbieter den USA und Kanada je einen eigenen Jahreskatalog. Außerdem gibt es weiterhin einen separaten Katalog für Hawaii.

06. November 2016 – 16:58
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Das Unternehmen hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 2,75 Milliarden Euro gesteigert. Das entspricht zwar einem deutlich geringeren Zuwachs als in den Vorjahren, aber es ist durchaus bemerkenswert in einem Jahr, in dem sich selbst der langjährige Überflieger Schauinsland mit stagnierenden Umsätzen und schrumpfenden Gewinnen auseinandersetzen muss.

In der Bilanz enthalten sind allerdings nicht nur die Umsätze des Veranstalters, sondern die Einkünfte sämtlicher Tochtergesellschaften der FTI Group – also auch die der international rasch expandierenden Incoming-Agentur Meeting Point. Sie spielt für das Unternehmen eine immer wichtigere Rolle; zum einen, weil sie Hotelkapazitäten aus den Destinationen über zahlreiche Quellmärkte hinweg vermarktet, und zum anderen, weil sie für Betrieb und Vermarktung der rasch wachsenden FTI-Hotelmarke Labranda zuständig ist. Der Umsatzzuwachs dürfte daher nicht allein aus dem Veranstaltergeschäft, sondern auch aus der Ausweitung der Aktivitäten im Incomingbereich und in der Hotellerie resultieren.

Türkei-Buchunge nur knapp unter Vorjahr.

Mindestens ebenso bemerkenswert wie die Umsatzentwicklung insgesamt ist die Bilanz, die FTI-Chef Dietmar Gunz für die Türkei zieht. Während die Konkurrenz mit Blick auf die Nachfrage für das Land Einbußen von mehr als 30 Prozent nennt, spricht Gunz von einem Rückgang der Gästezahl um gerade einmal drei Prozent. Zwar liegt das Umsatzminus wegen des Preisverfalls bei Türkei-Reisen wohl höher, dennoch bleibt die Differenz zu Gesamtmarkt beträchtlich.

Nach den Gründen gefragt, äußert sich der FTI-Chef eher vage. FTI ziehe aus Entwicklungen eigene Schlüsse und schwimme dabei nicht immer mit dem Mainstream, sagt er. Das ist bekannt, erklärt aber wenig. Eher schon die Aussage, dass man an Kapazitäten noch festgehalten habe, als andere bereits die Verlagerung in westlichere Destinationen vorantrieben. Dies gelte für die Türkei ebenso wie für Ägypten, sagt Gunz. Beide Länder hätten im Last-Minute-Geschäft ein hohes Buchungsaufkommen generiert. Für beide Ziele gelte allerdings auch, dass sich die Nachfrage vor allem bei Familien auf die sehr kurzfristigen Buchungen konzentriere. Länger im Voraus würden vor allem Türkei-Reisen derzeit kaum gebucht. Und angesichts der aktuellen Situation werde sich dieser Trend vermutlich erst einmal fortsetzen. Bei der Türkei seien die Reaktionen der Kunden auf Anschläge, Terror und ähnliche Ereignisse ebenso heftig wie kurzfristig, ergänzt Vertriebsgeschäftsführer Ralph Schiller. "Direkt nach einem Ereignis rauschen die Buchungszahlen massiv in den Keller, und nach zehn bis 16 Tagen bewegen sie sich wieder auf Normalniveau", erzählt er. Das sei bei keinem anderen Zielgebiet so.

Für die übrigen Destinationen lief die Geschäftsentwicklung bei FTI weitgehend marktkonform. Gegen den Markttrend zählt Marokko bei den Münchenern zu den Gewinnern, positiv hätten sich auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman entwickelt, berichtet Schiller. Ansonsten sind unter den Top-Zielen die "üblichen Verdächtigen" wie Spanien Portugal, Griechenland, Deutschland, Kroatien und die Fernstrecke, allen voran die Karibik.

03. November 2016 – 16:36
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Die Fluggesellschaft, für die bislang noch kein Name bekannt ist, soll gegen die Airlines aus den Golfstaaten positioniert werden und laut Air-France-KLM-Chef Jean-Marc Janaillac auf Strecken mit hartem Wettbewerb verlorenes Terrain zurückerobern. Dabei hat Janaillac sowohl Routen im Auge, die derzeit keine Gewinne abwerfen, als auch solche, die aus diesem Grund bereits aufgegeben wurden. Bei dem neuen Carrier werde es sich nicht um eine Low-Cost-Fluglinie handeln, betont Janaillac, sondern um eine mit "vergleichbaren Standards wie Air France". Bis 2020 will die Fluggesellschaft mit zehn Maschinen sowohl Urlaubs- als auch Geschäftsreisedestinationen bedienen. Rund ein Drittel der Verbindungen soll gegenüber dem aktuellen Air-France-KLM-Fernstreckennetz neu hinzukommen. Die übrigen werden bestehende Air-France-KLM-Routen ersetzen.

Neue Gesellschaft, neue Verträge, geringere Kosten.

Wie die Konzentration auf wettbewerbsintensive Routen bereits nahe legt, besteht die Hauptintention, die Janaillac mit der Neugründung verbindet, in einer Senkung der Kosten. So heißt es denn auch, die neue Airline wolle mit Air-France-Piloten arbeiten die "auf freiwilliger Basis" neue Verträge erhalten, deren Konditionen "der wettbewerbsorientierten Positionierung angepasst" seien. Auch für die Kabinencrews soll ein "eigener Karriereweg" entwickelt werden, der sich von den Konditionen der Air-France-KLM-Mitarbeiter deutlich unterscheiden dürfte.

Ohne Sprengstoff ist diese Strategie nicht. Denn in der Vergangenheit hatten Bestrebungen, die Konzernstrukturen zu straffen und in starkem Maße Aktivitäten zu den Billigtöchtern Hop und Transavia zu verlagern, bereits für wiederholte, abwechselnde Streiks von Piloten und Flugbegleitern gesorgt – bei einer Gelegenheit Ende 2015 war es sogar zu Handgreiflichkeiten gekomen. Anfang September hatte Janaillac als damals frisch gekürter neuer Airline-Chef daher versöhnlichere Töne angeschlagen und versprach, die Arbeitnehmervertreter besser in den künftigen Kurs einzubinden.

Die Marken Air France und KLM sollen sich künftig auf Aktivitäten von den Hubs in Paris und Amsterdam aus konzentrieren. Für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in den heimischen Märkten ist vornehmlich die Billigtochter Transavia zuständig. Weitere Dienste auf der Nah- und Mittelstrecke übernimmt der Air-France-Ableger Hop.

02. November 2016 – 11:42
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Die irische Billig-Airline eröffnet im März eine neue Basis in Frankfurt. Dort sollen zunächst zwei Flugzeuge stationiert werden. Sie bedienen vier Strecken – die neuen Verbindungen führen täglich nach Alicante, Faro, Malaga und Palma de Mallorca. Erklärtes Ziel ist es, im ersten Jahr 400.000 Kunden vom Flughafen Frankfurt aus zu befördern. Ryanairs Chief Commercial Officer David O’Brien spricht angesichts der beiden Maschinen, die in Frankfurt stationiert werden, von "Investitionen in Höhe von 180 Millionen Euro" und Flughafen-Chef Stefan Schulte erklärt, der frisch unterzeichnete Deal trage "der auch in der Region stark wachsenden Nachfrage im Low-Cost-Segment Rechnung".

Wirklich überraschend ist der Zuzug von Ryanair am Frankfurter Flughafen nicht. Bereits im Frühjahr hatte Schulte angekündigt, dass er den Flughafen für Billigflieger attraktiver machen wolle. Schließlich muss er für Wachstum sorgen, um den teuren Ausbau zu rechtfertigen. Und das findet derzeit fast ausschließlich im Low-Cost-Segment statt. In Frankfurt kommen Billig-Airlines derzeit auf einen Anteil von rund vier Prozent. An anderen Drehkreuzen liegt der Anteil bereits bei 20 bis 30 Prozent.

Ryanair soll von niedrigeren Gebühren profitieren.

Als Lockmittel will Flughafenbetreiber Fraport Ryanair günstigere Konditionen gewähren als den etablierten Airlines. Dafür hat die Fraport AG bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eine neue Entgeltordnung ab dem 1. Januar beantragt, die für Gesellschaften, die neu ab Frankfurt fliegen wollen, Entgeltvergünstigungen von rund 40 Prozent vorsieht. Flughafenchef Schulte ist überzeugt, dass die hessische Landesregierung den Plan genehmigt. Fluggesellschaften, die bereits heute in Frankfurt aktiv sind, sollen hingegen von diesen Vergünstigungen ausgeschlossen werden. Michael Engel, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), kritisiert diesen Ansatz scharf: "Es kann nicht sein, dass Wettbewerbern mit ungleichen Vorzugsbedingungen der rote Teppich ausgerollt wird, und diejenigen die Zeche für Herrn O‘Leary zahlen sollen, die seit vielen Jahren mit hohen Entgelten den Infrastrukturausbau in Frankfurt finanzieren.“ Condor-Chef Ralf Teckentrup prangert an, dass sich Ryanair in Frankfurt durch ein "wettbewerbsverzerrendes Subventionsmodell" einen 15- bis 20-prozentigen Preisvorteil auf Jahre sichere. Und Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigt an, seine Airline werde auf den Ryanair-Angriff "adäquat" reagieren, notfalls Eurowings nach Frankfurt bringen und "nicht mehr zahlen als Ryanair". Er könne sich nicht vorstellen, dass das hessische Verkehrsministerium als Aufsicht unterschiedliche Gebühren genehmigen werde. Und so werde auch Lufthansa als mit Abstand größter Kunde in Frankfurt von geringeren Gebühren profitieren.

Schwere Zeiten für Lufthansa und Condor.

Die Airlines aus Deutschland trifft der Ryanair-Einstieg in Frankfurt empfindlich. Denn sie tun sich schwer damit, zu wachsen, während etwa Ryanair unverändert im zweistelligen Prozentbereich zulegt. Lufthansa räumte am Mittwoch ein, dass man mit geringerem Kapazitätswachstum als ursprünglich angekündigt ins nächste Jahr gehen werde. An ihrem zweiten Hub in München muss sich die Fluggesellschaft bereits heute mit starker Billigkonkurrenz von Easyjet und Transavia auseinandersetzen. Und Condor hat in der jüngsten Vergangenheit einiges dafür getan, den Qualitätsvorsprung gegenüber Ryanair zu verringern. Der bislang letzte Schritt: Seit dem 1. November gibt es, ebenso wie bei Tuifly, auf der Nah- und Mittelstrecke in den günstigen Buchungsklassen weder Snacks noch Wasser ohne Aufpreis. Alles, was an Bord konsumiert wird, soll jene Zusatzerlöse bringen, an die die Ferienflieger klassischer Prägung hohe Erwartungen knüpfen. Damit reduziert sich der Unterschied zu echten Low-Costern bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im Kern darauf, dass Condor & Co. an ihre Passagiere vor dem Boarding – noch – feste Sitzplätze vergeben.

31. Oktober 2016 – 20:17

Bei der Lufthansa-Tochter wird diese Woche nicht gestreikt. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat vorgeschlagen, den früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck zum Leiter eines Schlichtungsverfahrens zu berufen. Wörtlich heißt es in einer Stellungnahme: "Wir bieten daher dem Konzernvorstand an, unter der Leitung von Matthias Platzeck mit den Verantwortlichen eine Einigung zur weiteren Vorgehensweise zu versuchen. Solch ein Versuch kann unseres Erachtens ernsthaft gelingen, da die zuvor für diese Woche angekündigten Streiks jetzt nicht stattfinden werden." Platzeck hatte zuvor bereits Schlichtungsverhandlungen bei Lufthansa erfolgreich geführt. Darauf verweist Ufo und betont, bei Lufthansa habe man "mit Abschluss der Schlichtung unter Matthias Platzeck mehrere Verträge zur neuen Sozialpartnerschaft und zu einem anderen Umgang miteinander unterschrieben". Außerdem sei er der "Schirmherr" des gesamten Verfahrens gewesen, zu dem auch Eurowings formal noch immer gehöre .Zuvor hatte Jörg Beißel, Geschäftsführer Personal der Eurowings, Ufo vorgeworfen, sie verfolge "offenbar ganz andere, gewerkschaftspolitisch motivierte Ziele, die mit den offenen Tarifvertragsthemen nichts zu tun haben". Gemeint ist damit, dass Eurowings ihre Wachstumsstrategie vornehmlich außerhalb Deutschlands, in Wien und auf Mallorca, verfolgt. Dort sind unter anderem die Gehälter geringer. Da dieser Punkt nicht in den Geltungsbereich der Tarifverträge in Deutschland fällt, dürfen die Flugbegleiter deswegen nicht streiken. Die Eurwowings-Geschäftsführung will über diesen Punkt mit ihren deutschen Angestellten nicht diskutieren Es ist aber naheliegend, dass er in der Auseinandersetzung eine zentrale Role spielt.

28. Oktober 2016 – 13:00
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Die SHA-Wellness-Clinic bei Alicante hat ihre Menüs für eine holistische Ernährung in ein interessantes Buch gepackt: "Die Rezepte von SHA für ein längeres und gesünderes Leben". Die Menüs sollen das Wohlbefinden und die entschlackende und selbstheilenden Fähigkeiten des Körpers steigern und den Alterungsprozess verlangsamen. Das Buch in Englisch ist opulent bebildert und für 26,50 Euro bei Amazon erhältlich.

Makrele mit Zwiebeln und Teriyaki-Sauce

Zutaten: 4 große Makrelen; für die Teriyaki-Sauce 200ml Mirin Reiswein, 220g Agave-Sirup, 180ml Shoyu-Sojasoße, 100g Zitronengras, 100g Ingwer, 400g Limetten; für die Zwiebeln 600g Zwiebeln, 2 Frühlingszwiebeln, 8 Französische Zwiebeln, grobes Salz, Olivenöl; außerdem Johannisbeeren und 100ml Extra Virgin Olivenöl.

Zubereitung: Die Makrelen ausnehmen und filetieren; die Filets halbieren und zur Seite legen.

Für die Teriyaki-Sauce den Ingwer mit viel Wasser waschen, zerkleinern und im Thermomix mischen und in einem Küchenhandtuch auswringen, so dass Ingwersaft übrigbleibt. Das Zitronengras zerkleinern, alles in einen Topf geben und fünf Minuten kochen. Die Limetten mit einem Kartoffelmesser schälen und die Schale in den Topf geben; nach fünf Minuten vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen. Dann den Mirin-Reiswein, den Agave-Sirup und die Shoyu-Sojasoße dazugeben. Wenn es einfacher und schneller gehen soll, die Soße im Asia-Laden kaufen.

Die Zwiebeln schälen, in der Mitte auseinanderschneiden und in dickere Streifen schneiden (a la Julienne), mit einem Löffel Olivenöl und Salz in einem Topf geben. Bei kleiner Hitze gelegentlich umrühren, bis die Zwiebeln karamellisiert sind. Die grünen Stiele von den Frühlingszwiebeln entfernen und die Zwiebeln längs vierteln. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl leicht anbraten. Die Französischen Zwiebeln schälen und in einen kleinen Topf geben. Teriyaki-Sauce darüber geben und weichkochen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Makrele darin von beiden Seiten anbraten. Teriyaki-Sauce dazugeben und die Makrele öfter wenden, ohne dass sie auseinanderfallen. Sobald die Soße karamellisiert, die Pfanne vom Herd nehmen.

Die gekochten Zwiebeln auf dem Teller anrichten, die Makrele darauf platzieren, dazu die Frühlingszwiebeln und die Französischen Zwiebeln. Zuletzt mit Johannisbeeren verziehren und die Soße, in der die Makrelen gebraten wurden, auf dem Teller verteilen.

Guten Appetit!

27. Oktober 2016 – 15:44

Die deutschen Reiseveranstalter und Reisebüros haben in diesem Jahr erstmals seit langem Geschäft eingebüßt. Nach einer Hochrechnung des Deutschen Reiseverbandes (DRV) ging der Umsatz der Veranstalter um drei bis vier Prozent auf 26,3 Milliarden Euro zurück. Das bedeutet Einbußen von rund einer Milliarde Euro. Auch in den Reisebüros seien die Umsätze rückläufig. Hier spricht der DRV von einem Minus zwischen zwei und drei Prozent auf 22,9 Milliarden Euro.

Schuld an dem Minus ist laut DRV-Präsident Norbert Fiebig in erster Linie der Absturz wichtiger Ziele wie der Türkei, Ägypten und Tunesien um 40 bis 60 Prozent. Der habe eine Urlauberwanderung Richtung Westen ausgelöst, doch die anderen Destinationen hätten den Rückgang nicht kompensieren können. Deutlich im Plus lagen Spanien, Portugal, Griechenland und Bulgarien sowie Fernreisen.

Fiebig sagt allerdings auch, dass der gesamte Reisemarkt weiter gewachsen ist. Das bedeutet, von der Branche organisierte Reisen haben Marktanteile verloren. Den wichtigsten Grund hierfür sieht der DRV-Präsident in der starken Zunahme erdgebundener Reisen. Die würden aber häufig ohne Veranstalter und Reisebüros gebucht. Zunehmende Direktbuchungen auf Hotel- und Flugportalen spielten aber auch eine Rolle, räumt Fiebig ein.

Für den kommenden Winter sind die Vorzeichen nicht besser. Die Buchungen liegen bislang unter dem Vorjahresniveau.

27. Oktober 2016 – 08:00
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Eine ganze Reihe wichtiger Reiseziele wurde in den vergangenen Monaten durch terroristische Anschläge und andere Gewaltakte erschüttert. Wie wirkt sich diese Entwicklung auf den Arbeitsalltag im Reisebüro aus? Brauchen die Kunden nun eine eigene Beratung in Sachen Sicherheit? Bieten Sie Ihren Kunden Reisen in Länder mit schwierigen Rahmenbedingungen derzeit aktiv an? Zu diesen Themen startet das Reise vor9 Magazin heute eine große Umfrage unter Vertriebsprofis. Die Teilnahme dauert nur wenige Minuten. Machen Sie mit! Hier geht's zur Umfrage