12. Mai 2017 – 14:37
ama-magna

Die US-amerikanische Flussschiffreederei AMA Waterways will das größte Flusskreuzfahrtschiff der Welt bauen, um es auf der Donau einzusetzen. Der Neubau, der von 2019 an zu Einsatz kommen soll, ist für 194 Passagiere ausgelegt und soll mit 22 Metern doppelt so breit sein wie die heute üblichen Schiffe. Das Schiff werde mit rund 28 Quadratmeter großen Kabinen mehreren Restaurants und einem großen Pool sowie Whirlpool und einer Bar auf dem Sonnendeck ausgestattet sein, kündigt das Unternehmen an. Der Fitness-Raum werde groß genug sein, um darin Kurse für kleinere Gruppen durchzuführen. Als Antrieb ist ein Hybrid aus Diesel- und Elektromotoren vorgesehen.

Bereits im März hatte auch Jörg Eichler, Geschäftsführer des Flusskreuzfahrtenveranstalters Arosa, den Bau eines größeren Schiffes angekündigt, das deutlich mehr Komfort bieten soll als herkömmliche Modelle. Details dazu gibt die Reederei allerdings noch nicht bekannt. Auf Nachfrage erklärte das Unternehmen, dass es seine Pläne im Laufe des Sommers genauer erläutern wolle.

Anders als bei der Hochseekreuzfahrt stellen größere Schiffe auf den Flüssen die Reedereien vor erhebliche Herausforderungen und schränken die Bandbreite der möglichen Fahrtgebiete deutlich ein. Hindernisse sind etwa der geringere Tiefgang, der maximal möglich ist, sowie die Anlegestellen, Schleusen und Brücken auf Europas Flüssen.

AMA Waterways betreibt derzeit 20 Schiffe in Europa, Afrika und Asien. Bis 2019 sollen fünf weitere hinzukommen. Die Reederei arbeitet in der Vermarktung mit der Disney-Pauschalreisemarke „Adventures by Disney“ zusammen.

Christian Schmicke

12. Mai 2017 – 09:43

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Verbraucherpreise im April gegenüber dem Vorjahresmonat um zwei Prozent gestiegen. Neben einem deutlichen Anstieg der Energiepreise habe dazu auch die Teuerungsrate von Pauschalreisen beigetragen. Die Preise seien um 10,5 Prozent höher gewesen als im April 2016. Immerhin weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass es sich bei diesem Inflationsheben um einen reinen Kalendereffekt handelt. Denn in diesem Jahr lagen die Osterferien, anders als 2016, im April. Gegenüber dem Vormonat März sanken die Durchschnittspreise übrigens um 9,1 Prozent. Auch dieser Effekt sagt wenig über die reale Preisentwicklung aus. Denn erfahrungsgemäß ist der Anteil von Fernreisen am Gesamtumsatz im Winter deutlich höher als in den Frühlingsmonaten.

11. Mai 2017 – 22:02
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Gordon „Butch“ Stewart denkt über einen Verkauf seines Unternehmens nach. Der All-inclusive-Pionier prüfe Optionen, um das Wachstum der Kette langfristig zu beschleunigen, erklärt Sandals in einem Statement zu einem Bericht der Nachrichtenagentur "Reuters“. Darin heißt es, zu den strategischen Alternativen, die die Resort-Kette erwäge, zähle auch ein Verkauf. Die Deutsche Bank sei damit beauftragt worden, entsprechende Möglichkeiten auszuloten.

Sandals Resorts International startete 1981 mit einer einzigen Anlage in Montego Bau auf Jamaika, dem heutigen Sandals Montego Bay. Mittlerweile betreibt das Unternehmen in der Karibik 15 Sandals Resorts, drei Anlagen unter der Marke Beaches, ein Grand Pineapple Resort die Privatinsel Fowl Cay auf den Bahamas und vier Villen auf Jamaika.

11. Mai 2017 – 13:07
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Wer haftet, wenn ein Flugreisender, der seinen Flug im Reisebüro gebucht hat, zu spät über einen Flugausfall informiert wird? Die Fluggesellschaft oder auch das Reisebüro? Ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofes unterstreicht zwar den Anspruch eines Fluggastes auf Entschädigung, beantwortet diese Frage aber nicht. In dem konkreten Fall hatte ein Niederländer, der über sein Reisebüro einen Flug gebucht hatte, erst zehn Tage vor seinem geplanten Abflugtermin vom Reisebüro erfahren, dass sein Flug gestrichen wurde. Daraufhin forderte er von der Airline 600 Euro Entschädigung. Diese weigerte sich, die Entschädigung zu zahlen. Dagegen klagte der Kunde vor einem niederländischen Bezirksgericht. Dieses wiederum wandte sich an den EuGH mit der Bitte, die EU-Verordnung, die Ausgleichsleistungen für Fluggäste im Fall der Annullierung von Flügen regelt, im Hinblick auf den vorliegenden Fall auszulegen.

Das Gericht stellte nun fest: Flugreisende haben einen Anspruch auf Entschädigung, wenn sie von ihrer Fluggesellschaft nicht rechtzeitig über die Streichung ihrer Flugverbindung informiert werden. Nach dem am Donnerstag gefällten Urteil muss die Fluggesellschaft Kunden spätestens zwei Wochen vor dem geplanten Abflug über die Flugstreichung informieren. Dabei sei es für den Entschädigungsanspruch des Kunden unerheblich, ob der Reisende bei der Airline oder bei einem Reisebüro gebucht habe, erklärten die Richter.

Die Airline hatte in dem Verfahren argumentiert, dass sie den Reisevermittler des Kunden rechtzeitig über die Flugstreichung informiert habe. Die Richter entschieden, dass dies nicht die Haftungspflicht gegenüber dem Kunden einschränke. Allerdings wiesen sie zugleich darauf hin, dass die Fluggesellschaft versuchen könne, sich das Geld von dem Reisevermittler zurückzuholen, der die Nachricht über den annullierten Flug erst mit Verspätung weitergeleitet hatte.

Christian Schmicke

10. Mai 2017 – 19:17
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CEO Anja Keckeisen, seit vier Jahren für das Reise- und Bewertungsportal aktiv, verlässt Holidaycheck. Zum 1. Juli wird Christoph Ludmann ihr Nachfolger. Der 35-Jährige ist seit über zehn Jahren an Bord und derzeit Director Online-Marketing.

Ludmann hat Politik und Verwaltung studiert und kennt Holidaycheck „von der Pieke auf“, heißt es in einer Mitteilung. Er soll das Portal nun „zum urlauberfreundlichsten Unternehmen der Welt“ weiterentwickeln.

Keckeisen geht „auf eigenen Wunsch“, heißt es in der Mitteilung. „Sie zieht es aus familiären Gründen wieder zurück nach Süddeutschland.“

10. Mai 2017 – 13:58
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Geschäftsführer Phillip Schmidt verlässt Aldiana nach Angaben des Unternehmens auf eigenen Wunsch,, um sich "eigenen Projekten" zu widmen. Co-Geschäftsführer Max-Peter Droll übernimmt die Leitung der Clubmarke dann alleine.

Schmidt war über die CTI Cleo Touristik International, der Aldiana von 2014 bis Anfang 2016 gehörte, zu dem Clubanbieter gekommen. Er begleitete anschließend den Übergang der Anteile an den Investor LMEY Investments AG. Laut Marc Zuidhof, Präsident des Verwaltungsrats des Aldiana-Gesellschafters, soll sich Droll nun "neben der Markenführung vor allem auf die geplante Expansion in Deutschland, Italien, der Dominikanischen Republik sowie weiteren Regionen konzentrieren“.

10. Mai 2017 – 13:31
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Am Dienstagabend ging der Anruf mit einer Bombendrohung am Flughafen Reina Sofía im Süden der Insel ein. Nach Informationen spanischer Medien bezweifelte die Polizei bald die Ernsthaftigkeit der Drohung, weil die Beamten den Eindruck hatten, der Anrufer sei betrunken. Dennoch seien am Flughafen die für solche Fälle vorgesehenen Maßnahmen getroffen worden, heißt es. Der Urheber konnte schnell zurückverfolgt werden, er wurde identifiziert und festgenommen. Er habe tatsächlich unter erheblichem Alkoholeinfluss gestanden, meldet die Zeitung „Diario de Avisos“.

09. Mai 2017 – 15:05
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Am 15 Mai veröffentlicht Tui Zahlen zur ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 . Den Börsenkurs des Unternehmens will Vorstandschef Fritz Joussen aber schon vorher pflegen, indem er der chinesischen Schwestermesse der ITB in Schanghai einen Besuch abstattet und dort den Eröffnungsvortrag hält. Dort werde er über Wachstum und Innovation auf dem globalen Reisemarkt sprechen und erläutern, wie China und Europa sich in diesem Segment annäherten, kündigt Tui an. Doch im Kern wird es ihm darum gehen, die Wachstumsambitionen des Konzerns im chinesischen Markt medien- und börsenwirksam zu untermauern.

Eine erste Ankündigung zu diesem Thema verbreitete der Tui-Chef bereits Mitte Februar, als er erklärte, das Unternehmen wolle binnen fünf Jahren eine Million neue Kunden erreichen und mit ihnen eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz generieren. Dazu müssen neue Quellmärkte erschlossen werden; und was läge da näher, als den rasch wachsenden Reisemarkt des chinesischen Milliardenvolkes ins Visier zu nehmen. "Die Entwicklung unserer Präsenz in China bietet enorme Chancen für unseren Konzern“, weiß Joussen, denn nach Prognosen der chinesischen Regierung werden chinesische Touristen in den kommenden fünf Jahren 700 Millionen Auslandsreisen antreten. China sei "nicht nur der größte, sondern zugleich auch der dynamischste Tourismusmarkt der Welt".

Nächster Anlauf. Nicht dass die Bestrebungen, von dem Riesenkuchen ein größeres Stück abzubekommen, neu wären. Schon seit fast anderthalb Jahrzehnten ist Tui in China präsent. Eine große Wachstumsstory wurde aus Tui China, einem Joint Venture mit dem chinesischen Touristikkonzern China Travel Service (CTS), aber bislang nicht. Nun also ein weiterer Versuch. Er soll, wie Joussen ebenfalls bereits im Februar erklärte, viel stärker technikgetrieben erfolgen als bisher. Im Zentrum der Strategie stehe "die starke internationale Dachmarke Tui und modernste Software-Technologie", heißt es. Und so soll Tui China, auf der Basis einer „weltweit skalierbaren einheitlichen Software-Architektur“ wachsen, die auf der Player-Hubtechnologie von Peakwork basiert und in den Quellmärkten Spanien und Portugal bereits im Einsatz ist. Hier liege das eigentliche Erfolgspotenzial, denn der chinesische Reisemarkt, in dem CTS mit rund 350 Agenturen das größte Reisebüronetz betreibe, sei "im Vergleich zum deutschen Markt wesentlich stärker digital getrieben".

Dabei wolle er auch auf Kooperationen wie die Partnerschaft mit der Reiseplattform Fliggy, einer Tochtergesellschaft des chinesischen Amazon Pendants Alibaba, setzen, kündigt Joussen an. Ziel sei es, "chinesische Reisende zu inspirieren, Tui-Reisen in die ganze Welt mit besonderem Fokus auf Südostasien sowie die neuen Konzern-Hotels auf den Malediven, in Thailand oder Vietnam zu buchen."

Christian Schmicke

08. Mai 2017 – 17:19
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Fünf Wochen, nachdem der traditionsreiche Fernbusanbieter in die Insolvenz schlitterte, laufen der Busbetrieb und die Buchungen laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Miguel Grosser wieder normal. Die Deutsche Touring sei "voll handlungsfähig“, sagt Grosser. Die Mitarbeiter hätten die ersten Insolvenzgeldzahlungen für den Monat April pünktlich erhalten. Für insgesamt drei Monate springt die Arbeitsagentur bei der Zahlung der Gehälter ein, deshalb drängt die Zeit. Grosser will als nächstes ein Konzept für die Fortführung des Unternehmens erstellen, um anschließend potenzielle Investoren anzusprechen.

Die Deutsche Touring hatte Anfang April, nur wenige Wochen nach der Ankündigung einer Kooperation mit dem Fernbusanbieter Dein Bus, Insolvenzantrag gestellt. Zusammen sind beide hinter dem übermächtigen Marktführer Flixbus, der gemessen an den angebotenen Kilometern mehr als 90 Prozent des Marktes beherrscht, die Nummer zwei im Markt. Die ehemalige Bahn-Tochter, die heute zu 83 Prozent dem spanischen Betreiber Ibero Eurosur und darüber hinaus der Europäischen Reiseversicherung gehört, betreibt nach eigenen Angaben 260 Linien und Zubringerstrecken in 34 europäischen Ländern. Sie beschäftigt aktuell 114 Mitarbeiter und setzte inklusive ihrer drei Auslandstöchter im vergangenen Jahr knapp 43 Millionen Euro um. Die Tochtergesellschaften in Kroatien, Serbien und Tschechien mit weiteren 112 Mitarbeitern sind nicht von der Insolvenz betroffen.

08. Mai 2017 – 14:48

Bei der Hauptversammlung seiner Aktionäre am vergangenen Freitag konnte sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr über breite Zustimmung zu seinem Kurs freuen. Heftiger Gegenwind kommt jetzt allerdings von der österreichischen Verkehrsgewerkschaft Vida. Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt, kritisiert, die Hauptversammlung habe "wieder keine Antworten darauf bekommen, was das Unternehmen mit seiner Billiglinie Eurowings vorhat". Es sei "unerträglich, dass auch nach drei Jahren nicht klar ist, wo es mit dem Billigcarrier hingehen soll". Eurowings-Chef Thorsten Dirks fordert Schwarcz auf, "seine Pläne auf den Tisch zu legen und mit uns so schnell wie möglich Gespräche zu beginnen". Die Mitarbeiter von Eurowings Europe, dem österreichischen Ableger der Low-Cost-Linie mit Sitz in Wien, seien immer noch ohne gültigen Tarifvertrag und befänden sich im "sozialen Leerraum", so Schwarcz.

Die Geduld der Gewerkschaft sei langsam zu Ende, erklärt der Vida-Mann und droht mit Streik: "Sollte die Lufthansa-Konzernspitze weiter verzögern und darauf setzen, wie in Deutschland auch in Österreich die Sozialpartnerschaft einfach zu umfliegen, dann werden wir derartige Pläne mit gewerkschaftlichen Maßnahmen durchkreuzen."

Bereits seit der Gründung des Wiener Eurowings-Ablegers prangert die Gewerkschaft die deutlich niedrigeren Löhne der Mitarbeiter im Vergleich zu ihren Kollegen in Deutschland an. Man werde so zur konzerninternen Billigkonkurrenz, die die Führung nutzen könne, um Druck auf die Mitarbeiter anderer Lufthansa-Gesellschaften auszuüben argumentieren die Arbeitnehmervertreter.