16. August 2017 – 17:19
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Das exklusive Segment der Expeditionskreuzfahrten erhält erneut Zuwachs. Nach Informationen des Fachportals "Cruise Industry News" will die Reederei Nordic Cruise Company den Bau von vier Schiffen für jeweils 220 Passagiere vorantreiben. Das erste soll im Mai 2020 ausgeliefert werden und drei weitere in zehnmonatigen Intervallen folgen.

Die Expeditionsschiffe, die laut Nordic-Chef Ulf Henrick Wynnsdale "im Design einer Superyacht" gebaut werden, sollen in Sachen Komfort Maßstäbe setzen. Sämtliche Kabinen sind mindestens Suiten und mit bis zum Boden verglasten "Infinity-style"-Balkonen versehen, und auch in puncto Technik sollen die Nordic-Schiffe ganz vorne mitschwimmen. So plant Wynnsdale die Ausstattung mit einem Flüssiggasantrieb, der für durchgehende Fahrten von bis zu 36 geeignet sein soll, ebenso wie den Einbau von Wasserstoff-Brennstoffzellen. Gebaut werden die Schiffe in der MetalShips & Docks -Werft in Vigo an der nordwestlichen Atlantikküste der spanischen Halbinsel.

16. August 2017 – 16:13
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Die Inselregierung nimmt nach der Neuregelung der Vermietung von Ferienwohnungen nun die Hotellerie ins Visier. Unter anderem sollen die Kriterien zur Vergabe von Hotelsternen überarbeitet werden. Unter den rund 360 vorgesehenen Kategorien sollen künftig auch solche sein, die das Wohl der Mitarbeiter im Auge haben. So ist geplant, dass es für die Anzahl der Angestellten pro Gast, angemessene Arbeitszeiten und Gehälter sowie Maßnahmen zur Gleichstellung männlicher und weiblicher Angestellter Pluspunkte gibt. Das berichtet die Tageszeitung "Ultima Hora". Einige Kriterien, wie etwa der tägliche Wechsel von Handtüchern auf Wunsch oder die Bereitstellung frischer Bettwäsche mindestens einmal pro Woche, sollen verbindlich sein, um eine bestimmte Anzahl von Sternen zu erhalten. Andere, wie zum Beispiel ein beheizter Pool oder eine Sauna, tragen durch zusätzliche Punkte dazu bei, zur angestrebten Auszeichnung zu gelangen.

16. August 2017 – 14:28
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Nach dem Insolvenzantrag der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft und einem Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro ist der Flugbetrieb voraussichtlich für etwa drei Monate gesichert. Allerdings hat Konkurrent Ryanair gegen eine mögliche Übernahme von Airberlin-Anteilen durch Lufthansa und gegen den Hilfskredit beim deutschen Bundeskartellamt sowie bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingelegt. Es handele sich um einen "offensichtlichen Komplott zwischen der deutschen Regierung, Lufthansa und Airberlin", argumentiert die irische Fluggesellschaft. Dabei würden "die Airberlin-Anteile unter Ausschluss der größten Wettbewerber zerstückelt und sowohl die Wettbewerbsregeln der EU als auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen ignoriert". Zwar hat die Bundesregierung bereits erklärt, eine Übernahme von Airberlin insgesamt durch eine einzige Airline komme nicht in Betracht. Zudem rechtfertigte sie die Kreditvergabe mit der Hauptreisezeit und dem Ansinnen, möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Sollten aber die EU-Behörden der Argumentation von Ryanair im Hinblick auf den Kredit folgen, sähe es für den Weiterbetrieb der Flotte schlecht aus.

Was passiert mit gekauften und bereits bezahlten Tickets?
So lange der Flugbetrieb weiter läuft, ändert sich nichts. Bereits gebuchte und bezahlte Flüge zu stornieren, lohnt sich nach Auffassung von Rechtsexperten nicht. Laut Reiserechtler Ernst Führich haben Kunden zwar rechtlich Anspruch auf einen Rücktritt vom Vertrag mit Rückerstattung des vollen Ticketpreises. Praktisch sei man dann aber ein Gläubiger des nunmehr insolventen Vertragspartners wie andere normale Forderungsinhaber auch. Kunden müssten damit rechnen, als nicht "bevorrechtigter" Gläubiger gar kein Geld oder nur eine geringe Quote zurück zu bekommen.

Wie ist die Situation bei Buchungen über Veranstalter?
In diesem Fall sind Reisende abgesichert. Vertragspartner ist nicht die insolvente Airline, sondern der Reiseveranstalter. Dieser muss sich um einen Ersatzflug kümmern, falls der Flug als Teil der Pauschalreise ausfällt. Viele Veranstalter stellen auch für Nur-Flug-Buchungen Sicherungsscheine aus. Auch in diesen Fällen ist das Geld der Kunden abgesichert.

Gelten Entschädigungsansprüche nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung weiter?
Nur in der Theorie. Wenn der Flugbetrieb fortgeführt wird, kann jeder Passagier weiterhin seine Fluggastrechte wie Betreuung, Umbuchung, Rücktritt und Ausgleichszahlungen bei Verspätungen ab drei Stunden oder bei Annullierungen des Fluges geltend machen. Geldansprüche gelten laut Führich allerdings lediglich als normale Forderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter. Dass es zu einer Auszahlung kommt, ist unwahrscheinlich.

Was passiert mit Bonusmeilen und Gutscheinen?
Airberlin-Kunden sollten ihre gesammelte Bonusmeilen nach Meinung des Reiserechtlers Paul Degott möglichst bald einlösen. Es sei zwar denkbar, dass ein anderes Unternehmen bei der Übernahme von Airberlin auch das Kundenbindungsprogramm übernehme. Dafür gebe es aber keine Garantie. Erschwerend kommt in diesem Fall hinzu, dass Airberlin das Kundenbindungsprogramm "Topbonus" 2012 als eigenes Unternehmen ausgegliedert und 70 Prozent davon an den Gesellschafter Etihad Airways verkauft hat.
Gutscheine dürfen Unternehmen die sich in Insolvenz befinden, nicht mehr einlösen. Darauf macht der Reiserechtler Ronald Schmid aufmerksam. Kunden hätten dafür zwar im Prinzip einen Ersatzanspruch, diesen müssten Sie aber ebenfalls im Konkursverfahren anmelden.

Was wird aus Niki?
Das österreichische Tochterunternehmen, das die touristischen Verbindungen von Airberlin übernommen hat, ist formal nicht von der Insolvenz betroffen. Allerdings ist die Zukunft unklar. Eigentlich wollte Etihad Airways Niki von Airberlin übernehmen und überwies dafür bereits 300 Millionen Euro nach Berlin. Jedoch ist der Deal von den Behörden bislang nicht genehmigt und damit nicht rechtskräftig. Ob und wenn ja welches Interesse Etihad weiterhin an Niki hat, ist unsicher.

Ist es jetzt noch ratsam, Airberlin-Flüge zu buchen?
Bei kurzfristigen Buchungen halten Experten das Risiko, Geld zu verlieren, für überschaubar. Doch gebe es keine Sicherheit, dass tatsächlich alle Verbindungen aufrecht erhalten oder von einem Nachfolge-Carrier übernommen würden. Bei längerfristigen Buchungen gegen Vorkasse wird hingegen zur Vorsicht geraten. Wenn dennoch gebucht werden soll, dann sind Reisebüros und Kunden bei Veranstalterbuchungen im Rahmen von Pauschalreisen am besten abgesichert.

Christian Schmicke

15. August 2017 – 13:27
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Die hochverschuldete Airberlin hat heute beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Auslöser sei die Mitteilung des Großaktionärs Etihad Airways gewesen, dass „sie nicht mehr beabsichtigt, Airberlin finanziell zu unterstützen“.

Durch einen Brückenkredit der Bundesregierung werde der Flugbetrieb aufrechterhalten, teilt Airberlin mit. Sie gewährt der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft 150 Millionen Euro Kredit, der von der KfW bereitgestellt wird und durch eine Bundesbürgschaft abgesichert ist.

"Wir befinden uns in einer Zeit, in der sich mehrere zehntausend Reisende sowie Urlauberinnen und Urlauber an verschiedenen internationalen Urlaubsorten und Destinationen aufhalten. Der Rückflug dieser Reisenden nach Deutschland mit Air Berlin wäre andernfalls nicht möglich gewesen", rechtfertigt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Finanzhilfe.

Airberlin versichert indes: „Alle Flüge von Airberlin und Niki finden weiterhin statt. Die Flugpläne bleiben gültig. Gebuchte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Alle Flüge sind weiterhin buchbar." Das Geld der Bundesregierung dürfte allerdings nur drei Monate reichen.

Die Verhandlungen mit Lufthansa und weiteren Partnern zum Verkauf einzelner Betriebsteilen seien weit fortgeschritten und verliefen erfolgversprechend, so Thomas Winkelmann, CEO Airberlin. „Wir arbeiten unermüdlich daran, in dieser Situation das Beste für das Unternehmen, für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu erreichen.“ In einem Fernsehinterview ließ er aber auch durchblicken, dass die Insolvenz wohl das Ende der Marke Airberlin bedeute.

Update: Die "Wirtschaftswoche" meldet, dass die Düsseldorfer Juristen Frank Kebekus als Generalbevollmächtigter und Lucas Flöther als Sachwalter die Insolvenz überwachen sollen. Flöther war zuletzt als Insolvenzverwalter des Portalbetreibers Unister in der Reisebranche aktiv.

14. August 2017 – 17:58

Was erwarten die Bundesbürger von ihrem Urlaub? Die Antwort ist ziemlich trivial. Auf der einen Seite stehen Entspannung und Erholung hoch im Kurs - 28 Prozent der Befragten möchten im Urlaub einfach nur abschalten. Ebenso viele möchten dagegen neue Orte und Dinge kennenlernen und 24 Prozent wollen die lokale Kultur und das Essen im Urlaubsland erleben. Das hat die "Consumer Life Studie" der Marktforschungsgesellschaft GfK ermittelt. Ein weiterer Trend, der der Reisebranche Auftrieb verleihen müsste: Fast 40 Prozent der Befragten sagen, Erfahrungen seien ihnen wichtiger als Besitz. Dabei gehe es nicht allein um Nervenkitzel und Spannung, sondern auch darum, "Produkte und Dinge mit allen Sinnen zu erleben und um gemeinsame Erfahrungen, die man mit Freunden und Familie teilen kann", so die Marktforscher.

Abenteuer versus Kulturerlebnis. Bezogen auf das Reiseverhalten gibt es, wenig verwunderlich, deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Zielgruppen: dabei spielen vor allem das Alter der Reisenden und die Tatsache, ob Kinder im Haushalt leben, eine Rolle. Die jungen Gruppen der "iBrains" (15 – 19 Jahre) und Millennials (20 – 34 Jahre) zeigten ein deutlich höheres Interesse daran, neue Orte zu entdecken und Abenteuer zu erleben als die ältere Generation X oder die Babyboomer. "Individualität und Authentizität sind dabei wichtige persönliche Werte, was sicherlich auch den wachsenden Erfolg von Anbietern wie Airbnb erklärt", folgert die GfK. Ältere Menschen hätten dagegen ein größeres Bedürfnis nach Erholung und dem Kennenlernen anderer Kulturen. So sei bei denjenigen die 65 Jahre und älter sind, ein klassisches Vier-Sterne-Hotel nach wie vor die beliebteste Unterkunftsart neben der Unterbringung bei Freunden oder der Familie. Immerhin zwölf Prozent dieser Zielgruppe unternahmen Kreuzfahrten.

Die anderen sind abenteuerlustiger. Im Vergleich mit anderen Nationen seien die Schwerpunkte im Urlaub ähnlich, so die "Consumer Life Studie. Das Kennenlernen anderer Kulturen und erholung stehen acuh international im Mittelpunkt. Interessant sei allerdings, dass der Wunsch, im Urlaub seine Hobbies auszuüben, die Begeisterung für vorausgeplante Touren oder auch die Suche nach Abenteuer in anderen Nationen deutlich ausgeprägter sind als in Deutschland – und dies für alle Altersgruppen.

14. August 2017 – 16:28
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Im September wird Boris Raoul CEO der Invia Group Germany, unter deren Dach das Reise-, Flug- und Veranstaltergeschäft des insolventen Portalbetreibers Unister Travel gebündelt sind. Unister Travel hatte nach dem Tod von Firmengründer und Hauptgesellschafter Thomas Wagner durch einen Flugzeugabsturz im Juli 2016 Insolvenz angemeldet. Im April hatte der Investor Rockaway Capital die touristische Sparte mit den Portalen Ab-in-den-Urlaub.de und Fluege.de gekauft und in die Invia Group integriert.

Neben seiner Rolle in Deutschland soll Raoul als Chief Operating Officer der Invia Group fungieren und "das Geschäft der Gruppe im deutschsprachigen Raum und das in der Invia.cz gebündelte Osteuropa-Geschäft enger miteinander verbinden und auf den paneuropäischen Wachstums-Kurs ausrichten", heißt es in einer Mitteilung. Bei Invia Germany ergänzt er die derzeitige Geschäftsführung, bestehend aus Stephan Wiese als Chief Operating Officer, Tobias Walther-Merkwitz als Chief Financial Officer und Nikolaus Pauseback als Chief Commercial Officer.

Raoul hat Unister Travel bereits von 2014 an zwei Jahre lang geleitet und das Unternehmen, das wegen seiner bisweilen juristisch grenzwertigen Geschäftspraktiken umstritten war, näher an die Touristik herangeführt. Er schied Ende März 2016 aus und war anschließend als Unternehmensberater, Investor und Business Angel aktiv. Die längste Zeit, insgesamt zwölf Jahre, arbeitete er für die FTI Group, zuletzt als Chief Operating Officer.

 

14. August 2017 – 13:51
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Das ergab eine einwöchige Überprüfung von Walbeobachtungsausflügen durch Beamte der spanischen Guardia Civil. Wie das auf den Kanarischen Inseln erscheinende "Wochenblatt" berichtet, hätten die Kontrollen zu dem Ergebnis geführt, dass die Ausflugsboote den vorgeschriebenen Mindestabstand zu den Tieren, der 60 Meter beträgt, "in den seltensten Fällen einhalten". Außerdem schalteten sie nicht, wie vorgeschrieben, die Motoren aus, wenn sie sich in der Nähe der Tiere befänden. Die Beamten hätten bei ihren Stichproben zehn Unternehmen unter die Lupe genommen, von denen sechs mindestens gegen eine Vorschrift der Regulierung verstießen, erklärte ein Mitglied der Guardia Civil gegenüber der Presse. Außerdem seien bei Inspektionen von 28 Booten insgesamt 32 Anzeigen wegen Verstößen erstattet worden. Auch die Zahl der Boote, die ohne Erlaubnis Walbeobachtungen anbieten, steige immer weiter, heißt es. Außerdem hätten manchen Bootsführern gültige Bootsscheine oder andere erforderliche Papiere gefehlt.

Mit 27 verschiedenen Wal- und Delfinarten sind die Gewässer der Kanarischen Inseln ein besonders artenreiches Gebiet. Das Zusammenwirken verschiedener Meeresströmungen führt dazu, dass sich um die Kanaren sowohl Meeressäuger aus kalten Gewässern als auch Bewohner gemäßigter und warmer Regionen aufhalten. Die Beobachtung der Wale ist nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern auch ein einträgliches Geschäft. Besonders der Süden Teneriffas ist eine Hochburg der Anbieter von Walbeobachtungstouren. Denn zwischen Teneriffa und der Nachbarinsel La Gomera tummeln sich neben denjenigen Walarten, die nur auf der Durchreise sind, auch andere, wie etwa Grindwale, die ständig dort leben.

14. August 2017 – 07:00
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Zwei große Pools, sechs Infinity-Whirlpools entlang der Reeling und zwei Wasserrutschen, darunter eine 100 Meter lange Tandem-Rutsche: Die "Norwegian Bliss", der nächste Neubau der Norwegian Cruise Line, soll seine Gäste vor allem mit Superlativen an Bord locken. Zu den Besonderheiten an Bord der "Bliss", die im Frühjahr 2018 ausgeliefert werden soll und ab Juni 2018 nach Alaska und in die Karibik sowie auf Routen entlang der mexikanischen Riviera unterwegs ist, zählt außerdem eine zweigeschossige, rund 300 Meter lange E-Kart-Rennstrecke. Vier Geschwindigkeitseinstellungen können für Anfänger, Fortgeschrittene und erfahrene Fahrer angepasst werden; ein spezieller "Turbo-Boost", der einmal pro Runde angeschaltet werden kann, soll außerdem für Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern sorgen. Der Kurs sei anspruchsvoll, heißt es. Eine solche Kart-Bahn gibt es allerdings bereits: Auf dem Schwesterschiff "Joy", das ausschließlich für den chinesischen Markt konzipiert ist. Nun will Norwegian Cruise Line das Spektakel auch westlichen Gästen schmackhaft machen.

Dazu passt auch eine Freiluft-Arena für Laser-Tag, in der Freunde von Ballerspielen mit Hilfe von Laserpistolen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen können. Das Areal sei als verlassene Raumstation gestaltet und könne rund um die Uhr genutzt werden, kündigt die Reederei an.

Von Tex-Mex bis Teppanyaki. Jede Menge Auswahl gibt es auch in puncto Gastronomie. Etwa das "Texas Smokehouse Q" mit Texas-Barbecue, das Restaurant "Los Lobos" mit gehobener mexikanischer Küche, "Cagney's Steakhouse", die "The A-List Bar" mit Cocktails, Weinen und Spirituosen oder das Dessert-Restaurant "Coco's, in dem ein großer Schokoladenbrunnen den Eingang ziert. Außerdem ein französisches, ein italienisches, ein Meeresfrüchte-, ein internationales und ein japanisches Teppanyaki-Restaurant. Bierfreunde finden im "The District Brew House" bei 24 Biersorten vom Fass und mehr als 50 Sorten Flaschenbier ihren Platz, Weinliebhaber eher im "The Cellars", einer Weinbar der US-Weindynastie Mondavi.

Die "Bliss" mit einer Kapazität für 4.000 Gäste, wird derzeit in der Meyer-Werft in Papenburg gebaut.

13. August 2017 – 20:30
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„Der Kunde ist komisch geworden“, sagt Georg Welbers. Die „digitalen Dosen“, wie der Omnichannel-Direktor von Thomas Cook Smartphones nennt, sind immer dabei. „Der Daumen kann alles, aber er ist unglaublich nervös und hat keine Geduld.“ Und er sucht nach Urlaub. „90 Prozent der Leute, die im Reisebüro buchen, waren vorher online.“ Doch sie bleiben weder hier noch dort. „Der Kunde springt zwischen den Kanälen hin und her“, sagt Welbers.

Genau deshalb sei Omnichannel die Lösung, nämlich die komplette Vernetzung und Nutzung aller Kanäle. Allerdings: „Von der Vision Omnichannel sind alle noch Lichtjahre entfernt“, gibt Welbers zu. Doch immerhin habe Thomas Cook einen Anfang gemacht und es funktioniere. Tests mit eigenen und Franchise-Büros seien erfolgreich verlaufen, weshalb Welbers nun Agenturen als Omnichannel-Partner gewinnen will.

Doch was steckt hinter dem Omnichannel-Partner konkret?

Merkzettel auf Thomascook.de mit Übergabe ans Reisebüro: Wer auf der Website des Konzerns sucht, kann seine Anfrage an ein Reisebüro in seiner Nähe weiterleiten. Ein entsprechender Button ist prominent im Sichtfeld platziert. Alle Omnichannel-Partner sind im dahinter liegenden Reisebürofinder gelistet. Die Agentur kann die Anfrage bearbeiten, buchen und bekommt dafür die volle Provision.

E-Mail-Marketing im Namen des Reisebüros: Bis zu fünfmal meldet sich Thomas Cook per Mail. Direkt nach der Buchung als Dankeschön mit Infos zur Reise, Land und Zahlungsinfos sowie Download-Link der Kundendokumente. E-Mail 2 bietet Up- und Cross-Selling-Angebote wie Mietwagen oder Ausflüge. Ein separates Mailing kommt später bei Condor-Flügen mit Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierung oder Menüwahl. Für Verkäufe gibt’s Provision. Ein Gute-Reise-Wunsch mit aktuellem Wetter, Checkliste fürs Kofferpacken und Abfluginfos stärkt die Vorfreude kurz vor dem Start in den Urlaub. Und danach ein "Willkommen zurück" mit der Frage, wie es gefallen hat. Für den Kunden ist das Reisebüro Absender der E-Mails, jeweils mit individuellem Foto und Kontaktdaten.

Facebook-Postings auf der Reisebüroseite: Die Beiträge und Angebote werden zentral erstellt und dann mit Vorankündigung im Facebook-Account der Agentur platziert und teils bei den Freunden beworben. Das Reisebüro entscheidet jeweils, ob es mitmachen will oder nicht.

Einbeziehung bei Post-Mailings von Thomas Cook: Bei ausgewählten Endkunden-Aktionen wird auf die Onmichannel-Partner verwiesen.

Reisebüro im Travelguide: Kunden erhalten die App mit Foto und Kontaktdaten ihres Reisebüros.

Online-Katalogbestellung: Auf der Website können Interessenten Broschüren bestellen und bekommen im Reisebürofinder den Omnichannel-Partner in der Nähe eingeblendet.

E-Learning und Seminare: Omnichannel-Partner werden in der Digitalisierung fit gemacht, lernen Facebook, Instagram, Snapshat und Virtual Reality kennen.

Das Paket gibt es für Reisebüros bis mindestens Ende des Jahres kostenlos, sagt Welbers. Danach will er für die Leistungen monatlich 29 Euro berechnen. Er hofft, bundesweit 1.500 Agenturen als Omnichannel-Partner gewinnen zu können.

Thomas Hartung

11. August 2017 – 16:37

Laut dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich der Pauschalurlaub gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 Prozent. Diese Aussage deckt sich mit Angaben von Reiseveranstaltern, nach denen die durchschnittlichen Reisepreise in diesem Jahr gegenüber 2016 gestiegen sind. Im Vergleich zum Vormonat Juli ergab sich eine saisonübliche Teuerung in noch größerem Umfang. So waren Pauschalreisen um 14,7 Prozent teurer, Auslandsreisen kosteten 15,4 Prozent mehr, für den Deutschlandurlaub lagen die Tarife um 5,7 Prozent über denen im Juni. Für Flugtickets lag die Preissteigerung im Monatsvergleich bei 7,4 Prozent.
Insgesamt lag die Inflation, gemessen an den Verbraucherpreisen, gegenüber dem Juli 2016 bei 1,7 Prozent.