17. Oktober 2017 – 09:53

Eigentlich wollte Insolvenzverwalter Stephan Thiemann am Montag verkünden, wie es mit gebuchten Reisen ab dem 1. November bei dem Berliner Veranstalter weitergehen soll. Dazu hatte seine Kanzlei am Freitag eigens eine Pressemitteilung herausgegeben. Doch nun scheinen sich die Gespräche um eine Absicherung der Reisen in die Länge zu ziehen. Nach aktuellem Stand soll am heutigen Dienstag eine Lösung präsentiert werden. Unterdessen halten die Berichte an, nach denen Kunden von JT Touristik von Hoteliers in den Zielgebieten nach ihrer Anreise ein weiteres Mal zur Kasse gebeten werden, obwohl sich der Insolvenzabsicherer Generali für alle Reisen bis Ende Oktober verpflichtet hat, nicht geleistete Zahlungen auszugleichen.

 

16. Oktober 2017 – 16:49

Die Lufthansa Group habe ihr Interesse zum Aufbau einer "NewAlitalia“ am Montag mit der Einreichung eines Angebots bekundet, heißt es in einer Mitteilung. Dabei habe man sich "gegen die Abgabe eines Angebots für die gesamte Airline entschieden“. Lufthansa sei lediglich an „Teilen des weltweiten Netzverkehrs und des europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehrs“ interessiert. Das Angebotsschreiben enthalte ein Konzept für eine neu strukturierte Alitalia, die "mit einem fokussierten Geschäftsmodell eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive entwickeln könnte“, teilt die Fluggesellschaft mit. Über die Details des Angebots sei mit den zuständigen Kommissaren Stillschweigen vereinbart worden.

 

16. Oktober 2017 – 15:44
birgit-bohle

Zum Fahrplanwechsel hebt die Deutsche Bahn mal wieder die Tarife an. Die so genannten Flexpreise, also die Kosten für Tickets ohne Zugbindung, steigen in der zweiten Klasse um durchschnittlich 1,9 Prozent, in der 1. Klasse um durchschnittlich 2,9 Prozent. Preiserhöhungen erfolgen auch bei den Streckenzeitkarten und der BahnCard 100, die um durchschnittlich 1,9 Prozent teurer werden. Insgesamt beziffert DB-Fernverkehrschefin Birgit Bohle den Preisanstieg auf durchschnittlich 0,9 Prozent.

Je nach Strecke und Reisetag klettert der Flexpreis in der zweiten Klasse um bis zu 3,5 Prozent. Eine Ausnahme bildet die neue ICE-Strecke zwischen München und Berlin, auf der 150 Euro im Flextarif berechnet werden. Das sind 18 Euro oder 13,6 Prozent mehr als bisher, allerdings verkürzt sich dafür die Fahrzeit von bisher sechs auf viereinhalb Stunden; und mit dem "Sprinter", der ohne Zwischenstopp unterwegs ist, sind es nur noch knapp vier Stunden. Von den Erhöhungen ausgenommen bleiben die am stärksten genutzten Strecken über die Verbindung Karlsruhe – Basel, zum Beispiel Frankfurt – Basel. Grund dafür sind nach Auskunft der Bahn die jüngsten Einschränkungen während der Rheintalbahn-Sperrung. Die neuen Preise gelten ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember. Wer bis zum 9. Dezember seine Reise bucht, fährt noch zu den alten Preisen. Zuletzt hatte die Bahn die Preise vor einem Jahr erhöht – damals um 14 Prozent.

 

16. Oktober 2017 – 13:42
joy-jibrilu-director-general-of-tourismfotobahamas

Irma und Maria haben den deutlichen Wachstumskurs der Region in den vergangenen Wochen erheblich gestört. Nach Angaben von Joy Jibrilu, der Vorsitzenden der Caribbean Tourism Organisation, lagen die Ankünfte in den karibischen Mitgliedsstaaten Ende Juni mit 16,6 Millionen noch um 5,2 Prozent über dem ersten Halbjahr 2016. Aus Europa betrug  das Wachstum sogar knapp acht Prozent. Der Kreuzfahrtmarkt bewegte sich mit 15,3 Millionen Ankünften um vier Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Dieses Wachstum dürfte nun angesichts der Hurrikan-Schäden bis zum Jahresende auf ein bis zwei Prozent reduzieren, vermutet Jibrilu. Bei einer Konferenz auf Grenada rief sie die Mitgliedsstaaten dazu auf, gemeinsam an einer Strategie zur Wiederherstellung des touristischen Aufschwungs zu arbeiten. Neben den notwendigen Arbeiten an der touristischen und allgemeinen Infrastruktur gehe es dabei auch um die richtige Kommunikation, betonte Jibrilu.“Wir müssen die Welt daran erinnern, dass die Entfernung zwischen Barbados und Belize sechs Mal so groß ist wie zwischen Toronto und Montreal, dass es von New York nach Chicago nur halb so weit ist, wie von den Bahamas nach Granada, und von Guyana nach Kuba doppelt so weit wie von London nach Rom“, sagte sie. Insgesamt gelte es, den betroffenen Inseln schnell zu helfen und im übrigen dafür zu sorgen, dass die Welt im Hinblick auf den überwiegenden Teil der Region erfahre: „Wir haben geöffnet.“

 

16. Oktober 2017 – 12:57
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Kreuzfahrten durch das Mittelmeer sind nach Zahlen des Kreuzfahrtverbandes Clia unter Europäern nach wie vor am beliebtesten: 50 Prozent der europäischen Kreuzfahrtgäste, also insgesamt 3,4 Millionen unternahmen 2016 eine Kreuzfahrt im Mittelmeer oder zu den europäischen Inseln im Atlantik. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 2,3 Prozent. Im Quellmarkt Deutschland ist das Mittelmeer zwar ebenfalls die beliebteste Kreuzfahrtregion. Allerdings machen die Touren durch mediterrane Gefilde lediglich 28 Prozent der Kreuzfahrten deutscher Gäste aus. Zum Vergleich: Bei den Griechen führen 91 Prozent der reisen durchs Mittelmeer, bei den Italienern 74 und bei den Spaniern 70 sind es 70 Prozent. Aus Frankreich reisen 59 Prozent der Gäste mit dem Schiff durchs Mittelmeer.

Mehr als ein Fünftel der europäischen Kreuzfahrer unternahm 2016 eine Reise durch Nordeuropa und die Ostsee. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Unter den norwegischen Passagieren ist Nordeuropa mit einem Marktanteil von 59 Prozent die Top-Destination. Nur jeder fünfte norwegische Passagier, der 2016 eine Kreuzfahrt buchte, reiste durchs Mittelmeer. Bei den Deutschen machen die Nordland-Fahrten 14,3 Prozent aller Kreuzfahrten aus. Besonders selten reisen Griechen (4%) und Italiener (8%) auf diesen Routen. Die Karibik steht bei den Deutschen mit einem Anteil von 11,7 Prozent auf Platz drei. Deutlich höher ist der Anteil karibischer Ziele bei Finnen (36%) und Schweden (32%). Auch die Iren führt immerhin jede vierte Kreuzfahrt in die Karibik.   

Insgesamt wuchs der Kreuzfahrtsektor in den europäischen Quellmärkten im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 6,7 Millionen Gäste. Deutschland bleibt mit einem Marktanteil von 30 Prozent und 2,018 Millionen Passagieren der größte Markt für Hochseekreuzfahrten in Europa. Großbritannien und Irland legten im selben Zeitraum um 5,6 Prozent auf 1,889 Millionen Passagiere zu. Das entspricht einem Marktanteil von 28 Prozent. Auf Platz drei ist Italien mit 751.000 Passagieren (-7,1%) und einem Marktanteil von elf Prozent.

 

13. Oktober 2017 – 17:02
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Der vorläufige Insolvenzverwalter von JT Touristik, Stephan Thiemann, glaubt offenbar, dass auch die Reisen von Kunden, die für die Zeit nach dem 1. November gebucht haben, durchgeführt werden können. In einem Statement vom Freitag erklärt er: „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten verlaufen die Gespräche äußerst erfolgreich. Ich bin optimistisch, dass wir nun zeitnah mit einem ersten Verhandlungserfolg rechnen können. Vor allem für die Kunden, die Reisen ab dem 1. November bis zum 31. Dezember gebucht haben, werden wir dann auch eine Lösung präsentieren können." Der Jurist rechnet mit einem ersten Ergebnis am Montag und verspricht, die Öffentlichkeit dann auch umgehend zu informieren.
 
Bei Reisebüros und Kunden, die Reisen mit JT Touristik gebucht haben, wuchs in den vergangenen Tagen die Verunsicherung, wie sie mit ihren Buchungen umgehen sollten. In Social-Media-Kanälen wenden sich zahlreiche Reiseprofis an Kollegen, weil JT Touristik zwar weiterhin Zahlungsaufforderungen an sie richtet, aber noch keine gesicherten Informationen zur Durchführung der Reisen liefern kann. Bisher sind lediglich Reisen mit Antritt bis zum 31. Oktober durch den Insolvenzversicherer Generali, der sich anschließend aus diesem Geschäft zurückzieht, abgesichert. JT Touristik verweise bei Wünschen, vom Reisevertrag zurückzutreten, nach wie vor auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen und die entsprechenden Stornostaffeln, berichten sie. Viele Kunden hätten zudem bereits eine Anzahlung geleistet, die nun verloren sein könnte. Auch um die eigene Provision sind viele Agenturen besorgt.

Christian Schmicke

 

13. Oktober 2017 – 16:06
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Der Marktführer strukturiert das Touristik-Ressort von COO Stefan Baumert neu. Die Bereiche Produktmanagement und Trading, die Baumert vor seinem Aufstieg in die Geschäftsführung zusammen leitete, werden nun wieder getrennt geführt und unter neue Leitung gestellt. Nach dem Wechsel von Baumert in die Geschäftsführung im Zuge des Abgangs des vorherigen Touristik-Chefs Oliver Dörschuck waren einige Positionen vakant. Ziel der Neuausrichtung sei aber nicht nur die Nachbesetzung offener Stellen, betont Baumer., sondern vor allem die "Einführung der Paketperspektive im Trading". Preise und Nachfrage sollen künftig zusammen für Flug und Hotel betrachtet werden. Dies werde in der neuen Struktur auch organisatorisch abgebildet.

Neue Verantwortlichkeiten bei Badezielen. Die Verantwortung für das Produktmanagement Sun & Beach übernimmt Patrick Hogrefe, zuletzt Leiter Produktmanagement Türkei & Bulgarien. Der Bereich umfasst sämtliche Produktmanagements der Mittelstrecke sowie unter anderem das Sun-&-Beach-Produktmanagement Fernstrecke, das weiterhin von Katharina Schirmbeck geführt wird, die Hotelkonzepte und das Qualitätsmanagement. Auf der Mittelstrecke werden Leitungsfunktionen für das westliche und das östliche Mittelmeer eingeführt. Die Leitung für das Produktmanagement Westliche Mittelstrecke übernimmt Beate Einhäuser, die zuvor für das Produktmanagement Kanaren verantwortlich war. Nun kommen der Rest von Spanien sowie Portugal und die Kapverden hinzu. Die Besetzung der Leitungsfunktion für die Östliche Mittelstrecke steht laut Tui noch aus.  

Preisgestaltung auf Paketebene. Den neu formierten Trading-Bereich leitet Anika Birkholz. Sie leitete zuletzt das kurzfristige Flugpricing. Um flexibler in der Preisgestaltung zu sein, sollen die Preise bei Pauschalreisen künftig nicht mehr getrennt nach Flug und Hotel gesetzt, sondern direkt auf Paketebene gesteuert werden. Als weitere Neuerung für die Mittelstrecke kündigt COO Baumert die Unterscheidung in das „Early Trading“ direkt nach der Buchungsfreigabe und das „Late Trading“ an.  

Nicole Sohnrey, Leiterin des Bereiches Modular, in dem Auto-, Städte - und Bausteinreisen und Dynamische Produktion gebündelt sind, zeichnet künftig zusätzlich für die Vertriebssysteme verantwortlich. Constanze Köhler bislang zuständig für Wellness, Österreich und Osteuropa, wechselt zu Tui Wolters und Atraveo, die in Kürze fusionieren sollen. Dort übernimmt sie die Geschäftsbereichsleitung Ferienhaus. Ihre Nachfolge tritt Sven Görrissen an, der bislang für das Mittelstrecken-Zugpferd Spanien verantwortlich war.  

Olaf Petersenn übernimmt zusätzlich zu seiner Position als Leiter Commercial Aviation die Verantwortung für Mietwagen, Versicherungen, Kundenkarten und den wachsenden Sektor Ancillaries. 

 

13. Oktober 2017 – 15:22
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Um den Mitarbeiterbedarf ihrer Mitglieder zu decken, testet die FTI-Reisebürokette TVG ein neues Quereinsteiger-Programm. Dabei arbeitet die Kette mit der Münchener Fortbildungseinrichtung „Didact“ zusammen, die ihr Standardprogramm um eine eigene Komponente für die TVG ergänzt hat. Schon das erste Schulungsmodul arbeitet mit Software und Programmen, die auch die Franchisenehmer der Kette nutzen. Anschließend lernen die Umschüler im Rahmen eines Praktikums zunächst die TVG-Zentrale kennen. Darauf  folgen Stationen bei den Veranstaltern der FTI Goup. Dann nehmen die Uschüler an einer dreitägigen Verkaufsschulung teil. Die letzten zwei Wochen des Praktikums führen in das spätere Reisebüro.

Unterstützung durch Bundesagentur. Im Rahmen des Projektes kooperiert TVG-Chefin Birgit Aust mit der Agentur für Arbeit in München, dem Jobcenter München, dem Münchner Sozialreferat „Amt für Wohnen und Migration“ sowie dem Landratsamt München zusammen. In Abstimmung mit den Behörden qualifizierten sich für das Pilotprojekt  zehn Kandidaten, die zum Bewerbertag Ende September in die TVG-Zentrale eingeladen wurden. Es habe sich um eine bunt gemischte Gruppe mit Nationalitäten aus Peru, Armenien, Montenegro und der Ukraine, im Alter von Mitte 20 bis Anfang 50 gehandelt, beschreibt Aust.

Bundesweite Aktion in Planung. Drei Kandidaten seien bereits von Reisebüroinhabern ausgewählt worden und hätten die Zusage für eine feste Beschäftigung erhalten, berichtet die TVG-Chefin. Der Unterricht soll Ende November beginnen, und Mitte März sollen die Quereinsteiger bereits in ihren neuen Job starten. Die Kosten der Umschulung trägt die Agentur für Arbeit, außerdem erhalten die künftigen Arbeitgeber Zuschüsse. Ab der Festanstellung zahlt der Arbeitgeber für maximal ein Jahr nur einen Teil des vollen Gehalts. Der Lohn wird mit einem Eingliederungszuschuss unterstützt – je nach individuellem Fall können das bis zu 50 Prozent sein. Mittelfristig will Aust das Konzept auf Bundesebene ausdehnen.

 

12. Oktober 2017 – 17:17
spohrcarstenfotolufthansa

Die Lufthansa übernimmt große Teile der insolventen Fluggesellschaft. Beide Unternehmen unterzeichneten am Donnerstag einen entsprechenden Kaufvertrag. Spohr hatte gegenüber der "Rheinischen Post“ erklärt, Lufthansa werde vermutlich 81 Flugzeuge, die bis dahin von Airberlin betrieben wurden, übernehmen, 3.000 Mitarbeiter einstellen und insgesamt 1,5 Milliarden Euro in den Seal investieren. Teil des Deals ist die Übernahme der Ferienfluggesellschaft Niki und der Airberlin-Tochter LG Walter. Beide sind nicht insolvent.

Kartellrechtliche Fragen. Die nahezu komplette Übernahme durch Lufthansa wirft nach den Worten von Kartellamtspräsident Andreas Mundt wettbewerbsrechtliche Fragen auf. "Die kartellrechtliche Prüfung steht noch aus. Die Europäische Kommission wird sich das sehr genau ansehen", sagte Mundt der "Rheinischen Post“. Er kündigte an, das Bundeskartellamt werde "das dortige Verfahren begleiten", kündigte der Präsident des Bundeskartellamts an. Dabei dürfte es vor allem um die Frage gehen, ob durch die Übernahme auf einzelnen Flugstrecken eine unzulässige marktbeherrschende Stellung entsteht.

Auch andere Experten rechnen mit kartellrechtlichen Hürden für den Handel. So hatte Spohr am Donnerstag erklärt, auf bestimmten Strecken werde es eine konzerninterne Konkurrenz zwischen Lufthansa und Eurowings geben. Das halten viele Beobachter für Augenwischerei. "Konzerne werden aus kartellrechtlicher Sicht als ein Unternehmen angesehen", sagte der Düsseldorfer Kartellrechtler Martin Gramsch von der Kanzlei Simmons & Simmons gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Prüfung dauert mehrere Monate. Lufthansa-Chef Spohr selbst rechnet ebenfalls damit, dass es bis zur Absegnung der Übernahme noch eine Weile dauert. Er rechne damit, dass die EU bis zu drei Monate brauche, um den Kauf kartellrechtlich zu überprüfen, heißt es in der rheinischen Post. Insgesamt könne es aber bis zu einem Jahr dauern, bis die Integration vollständig umgesetzt ist. Schließlich müsse seine Airline dutzende bisher geleaste Jets kaufen und neu lackieren, und auch die Einstellung der zahlreichen neuen Mitarbeiter funktioniere "nicht von heute auf morgen“. Grundlegende Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Übernahme hat er aber nicht. "Im Falle eines Groundings von Air Berlin hätten uns nach dem EU-Verteilungsverfahren für die Vergabe von Start- und Landerechten ähnlich viele Slots zugestanden", argumentiert er.

Der Lufthansa-Chef kündigte zugleich ein Angebot an, „um im Ausland gestrandeten Passagieren der Air Berlin die Heimreise zu einem fairen Preis anzubieten, sofern wir die Kapazitäten dafür haben“. Am 15. Oktober werden alle Langstreckenflüge von Airberlin einstellt, für die Kurz- und Mittelstreckenverbindungen kommt spätestens am 28. Oktober das Aus.

Piloten müssen sich in Österreich bewerben. Die Piloten, die künftig für Lufthansa aktiv sein wollen, müssen sich übrigens bei Eurowings in Österreich bewerben. Dies ist offenbar auf einen Konflikt mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit zurückzuführen, die Lufthansa in einem Tarifvertrag bislang lediglich erlaubt, bis zu 23 Airbus-Jets bei Eurowings Deutschland fliegen zu lassen. Deshalb werden weitere Piloten bei Eurowings in Wien untergebracht. Allerding erklärt Eurowings, auf diese Crews den deutschen Tarifvertrag anwenden zu wollen und die Piloten ab Deutschland einzusetzen. Um die wechselnden Piloten schnell einstellen zu können, besorgt sich Eurowings von ihnen die schriftliche Erlaubnis, ihre Personalakten bei Air Berlin anzufordern.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit geht nach dem Deal sogleich zum Angriff über. "Es kann nicht sein, dass sich Piloten nach der Übernahme auf ihre eigenen Arbeitsplätze bewerben und dann auch noch Gehaltsabschläge von bis zu 40 Prozent hinnehmen müssen – so wie es Lufthansa im Moment von den Piloten fordert. Das hat mit sozialer Verantwortung nichts zu tun und zeigt erneut, dass es hier anscheinend nur darum gehen soll, die Arbeitnehmer zu maximal günstigen Konditionen zu übernehmen.“, so Sprecher Markus Wahl.

Christian Schmicke

 

12. Oktober 2017 – 15:06
royalcaribbeanfamiliensuide

Im Mai soll die "Symphony of the Seas" in Dienst gestellt werden. Das Schwesterschiff der "Harmony oft he Seas“, mit 2.774 Kabinen und einer Kapazität von 5.500 Passagieren aktuell das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, setzt die Jagd der Reederei nach Superlativen nahtlos fort. Zu den Neuerungen zählen unter anderem unter anderem ein umgestalteter Boardwalk-Bereich, neue Familien-Suiten, zwei neue Restaurants und ein in weiten Teilen neues Show-Programm.

Mit der "Ultimate Family Suite“ präsentiert die Reederei ein echtes Novum. Auf zwei Ebenen bietet die 125-Quadratmeter-Suite Platz für bis zu acht Passagiere und zwei Schlafzimmer. Sie ist mit einem Air-Hockey-Tisch, einer raumhohen Lego-Wand, einem 3D-Fernsehzimmer, Popcornmaschine, Videospielen und einem Lounge-Bereich ausgestattet. Vom Kinderzimmer auf der ersten Etage führt eine Rutsche in den Wohnbereich. Im knapp 20 Quadratmeter großen Außenbereich befindet sich ein Billardtisch, eine Kletterwand und ein Whirlpool. Außerdem werden die Gäste in den "Ultimate Family Suites“, wie alle Kunden in den Top-Kabinenklassen, von einem so genannten "Royal Genie“, einer Art Butlerservice, gepampert.

Das 25. Schiff der Royal-Caribbean-Flotte soll von April an zu Touren im Mittelmeer starten und Barcelona, Palma de Mallorca, die französische Provence sowie Florenz, Pisa, Rom und Neapel in Italien anlaufen. Von Ende November fährt das Schiff vom Heimathafen Miami für ein Jahr durch die Karibik. Von neuen Terminal A in Port Miami aus geht es auf Sieben-Nächte-Touren durch die Ost- und Westkaribik.