04. April 2017 – 13:25
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Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat im Rahmen einer umstrittenen, groß angelegten Kabinettsumbildung auch den bisherigen Tourismusminister Derek Hanekom entlassen. Seine Nachfolge tritt die bisherige stellvertretende Tourismusministerin Tokozile Xasa an. Fehlender Erfolg kann kaum die Ursache für die Entmachtung des seit 2014 amtierenden Ministers gewesen sein. Im vergangenen Jahr erreichte Südafrika immerhin eine Rekordzahl von mehr als zehn Millionen ausländischen Besuchern. Zudem engagierte sich Hanekom erfolgreich für die Unterstützung kleinerer und mittlerer Unternehmen im Tourismus des Landes.

Südafrikanische Medien vermuten vielmehr, dass Hanekom seine Rolle bei einer Sitzung der Regierungspartei ANC im vergangenen November zum Verhängnis wurde, in der er sich für ein Misstrauensvotum gegen den als korrupt geltenden Zuma stark machte. Auf diese Weise habe sich Zuma eines profilierten innerparteilichen Gegners entledigen wollen. Unmittelbar nachdem seine Entlassung bekannt geworden war, erhielt der abgesetzte Minister via Twitter starke Unterstützung aus der Tourismusbranche seines Landes. Hanekom selbst twitterte, er habe von seiner Absetzung aus einer Pressemitteilung erfahren.

Seine Nachfolgerin bat unterdessen darum, dem neuen Kabinett eine Chance zu geben. Sie appellierte an die Öffentlichkeit und an "verunsicherte Parteimitglieder", den neuen Ministern die Möglichkeit zu gewähren, "zu liefern". Zu den politischen Umständen ihrer Amtseinführung wollte sie sich nicht äußern, berichtet die Online-Zeitung "News 24".

Eine Pressemitteilung von South African Tourism in Deutschland interpretiert den Machtwechsel im Tourismusministerium übrigens ganz anders als die Beobachter vor Ort. Darin heißt es, "die Ernennung Xasas erfolgte im Rahmen einer Umstrukturierung des südafrikanischen Kabinetts durch Präsident Jacob Zuma, der damit vor allem jüngere und mehr weibliche Minister in die Regierungsverantwortung berufen hat. Die Ernennung von Xasa soll den aktuellen Erfolg des südafrikanischen Tourismus weiter vorantreiben. Xasa will vor allem die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für junge Südafrikaner in der Branche, insbesondere Frauen, fördern."

Christian Schmicke

03. April 2017 – 14:34

Der Airline-Verband räumt Iata-Agenturen nun doch mehr Zeit ein, um sich nach dem Kreditkarten-Sicherheitsstandard PCI-DSS zertifizieren zu lassen. Ursprünglich hatte die internationale Vereinigung der Fluggesellschaften die Reisebüros Mitte Februar darüber in Kenntnis gesetzt, dass diese Zertifizierung bis zum 1. Juni vorliegen müsse. Andernfalls würden die entsprechenden Agenturen per Strafpunkteregelung sanktioniert.

Diese kurzfristige Ankündigung hatte für Unruhe bei Reisebüros und Veranstaltern gesorgt. Daraufhin hatten mehrere europäische Verbände, darunter auch der DRV, die Iata um eine Überprüfung des engen Zeitplans gebeten. Unter anderem hatten die DRV-Ausschüsse Flug und Betrugsbekämpfung über ihre Ausschussvorsitzenden Otto Schweisgut und Alexander Heil dem Verband mitgeteilt, dass die angedrohte Sanktionierung für eine Vielzahl von DRV-Mitgliedern "existenziell bedrohlich" sei.

Nun lenkte die Luftfahrtorganisation ein und will bis März 2018 keine Sanktionen aussprechen. Gleichzeitig kündigt sie an, sie wolle den betroffenen Iata-Agenturen exakte Anweisungen erteilen, welche Prozesse für die Zertifizierung zu durchlaufen und welche Dokumente einzureichen sind.

Hinter dem Kürzel PCI-DSS verbirgt sich ein Sicherheitsstandard für Kreditkartendaten, der für sämtliche Einrichtungen, die Karteninhaberdaten verarbeiten, bindend ist. Handelsunternehmen und Dienstleister, die Kreditkarten-Transaktionen speichern, übermitteln, oder abwickeln, müssen rund ein Dutzend Regelungen erfüllen, die von einer Firewall über den Einsatz von Virenschutzprogrammen bis hin zur regelmäßigen Überprüfung aller Sicherheitssysteme und -Prozesse reichen. Halten sie sich nicht daran, können Strafgebühren verhängt, Einschränkungen ausgesprochen, oder ihnen letztlich die Akzeptanz von Kreditkarten untersagt werden.

03. April 2017 – 13:01
peterfankhauserwide

Unter Berufung auf das Ergebnis einer Kundenumfrage will Peter Fankhauser deutsche und britische Gäste künftig häufiger im selben Hotel unterbringen. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" zitiert ihn mit dem Satz, die deutschen und britischen Kunden seien bereit, ihr Hotel mit Vertretern der jeweils anderen Nation zu teilen, wenn die Mischung stimme. Als unangenehm werde lediglich eine zu große Dominanz einer anderen Nation in der Ferienanlage empfunden.

Mit der neuen Regelung bricht Thomas Cook mit der über Jahrzehnte tradierten Auffassung, deutsche und britische Urlauber harmonierten an Urlaubsorten rund ums Mittelmeer nicht oder, wenn überhaupt, dann nur im absoluten Luxusbereich. Exemplarisch für diese Haltung steht der so genannte "Handtuchkrieg". Während deutsche Urlauber dazu neigen, morgens in aller Frühe die besten Liegeplätze am Pool mittels eines Handtuchs sozusagen zu reservieren, stößt diese Praxis bei den Briten auf Ablehnung und ruft schnell Empörung hervor. Umgekehrt gehen deutsche Gäste oft davon aus, dass die Urlauber von den britischen Inseln ständig betrunken seien.

Alles nur Vorurteile? Dass der Konzern diese Einschätzung nun zum "Mythos" erklärt, hängt freilich weniger mit einer Neuerfindung des Völkerverständigungsgedankens zusammen, als damit, dass die Trennung nach Nationalitäten die Auslastung von Hotelkapazitäten erschwert. Schließlich sind etwa die Ferientermine nicht immer deckungsgleich, so dass eine größere Flexibilität in der grenzübergreifenden Vermarktung die durchgehende Belegung der Bettenkapazität erleichtert.

Skandinavier als "Puffer". Allerdings scheint Fankhauser dem Friedensschluss im Handtuchkrieg selbst noch nicht so ganz über den Weg zu trauen. Deshalb sollen neben Deutschen und Briten auch skandinavische Kunden zu einem funktionierenden Gästemix beitragen. Dieser Schritt wirkt als eine Art Vorsichtsmaßnahme. Denn die Skandinaver, so heißt es, würden von Teutonen wie Angelsachsen gleichermaßen als freundlich eingeschätzt. Zudem soll die neue Weltoffenheit keineswegs in alle Feriengebiete Einzug halten. Destinationen wie Magaluf auf Mallorca, die ganz fest in britischer Hand sind, bleiben davon ausgenommen.

Übrigens hatte der heutige Thomas-Cook-Chef vor acht Jahren schon einmal eine Idee zur Beilegung des Handtuchkriegs. Damals führte er in zahlreichen Hotels die Möglichkeit ein, für rund drei Euro pro Tag Liege und Schirm vorab zu reservieren. "Das ist die schönste Innovation für den nächsten Winter", erklärte Fankhauser dazu. "Wir nehmen damit unseren Gästen den Stress am Morgen weg."

29. März 2017 – 16:06
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Die EU-Regulierung der Interbankenentgelte hat Airplus und seinen Geschäftskunden im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Seither gibt es zwischen Corporate- und privaten Kreditkarten keinen Unterschied mehr. Zudem wurde der Aufschlag für die Händlergebühr auf 0,3 Prozent gedeckelt. Weil dies nicht reicht, um die Kosten für die Kreditkarten zu decken, mussten neue Zahlungsmodelle her. Das heißt: Für Unternehmen wurden Kreditkarten teurer.

Kreditkarten für Unternehmen teurer. Airplus hat nach der Regulierung eine neue Firmenkarte eingeführt. Für die "Travel Expense Card" müssen berechnet die Lufthansa-Tochter eine Transaktionsgebühr, die im Inland zwischen 1,09 und 1,19 Prozent liegt, im Ausland zwischen 1,5 und 1,95 Prozent. Die Travel Expense Card geben zwar die Unternehmen aus, abgebucht wird jedoch vom Privatkonto des Reisenden. Der lässt sich das Geld dann über die Reisekostenabrechnung von seinem Arbeitgeber erstatten. Die Travel Expense Card wird von rund einem Viertel der Unternehmen gewählt. Beim Rest haftet die Firma und es wird direkt vom Firmenkonto abgebucht.

Die höheren Kosten für Firmenkreditkarten haben in vielen Unternehmen allerdings dazu geführt, Karten ganz einzusparen. In Summe verlor Airplus durch die Umstellung jede fünfte Karte, insgesamt 125.000 Stück. Airplus kostete die Regulierung 12 Millionen Euro. Vor allem größere Firmen nehmen die höhere Transaktionsgebühren für die Travel Expense Card aber in Kauf, weil sie so ihre internen Prozesse nicht verändern müssen. Das käme für sie oft wesentlich teurer als der Aufschlag bei den Kreditkartenkosten. Weiter im Vormarsch sind virtuelle Kreditkarten. Die einmal gültigen Nummern haben um ein Drittel zugenommen.

Flugpreise gesunken. Trotz der schlechten Vorgaben durch die EU ist Airplus im vergangenen Jahr insgesamt gewachsen – im Ausland. Die Zahl der Firmenkunden stieg um fünf Prozent auf rund 49.000, die Zahl der Transaktionen um acht Prozent auf 154 Millionen. Beim abgerechneten Umsatz macht sich dies kaum bemerkbar, der stieg nur leicht auf 14 Milliarden Euro. Airplus-Chef Patrick Diemer erklärt dies vor allem mit gesunkenen Flugtarifen. Im ersten Halbjahr seien die Ticketpreise um sechs Prozent gefallen, danach aber stabil geblieben. Weil die Abrechnung von Flugscheinen 80 Prozent des Airplus-Geschäfts ausmache, schlage eine Preissenkung direkt durch.

Thomas Hartung

 

 

29. März 2017 – 12:48
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Nach Einschätzung von Carsten Spohr wird die EU im Zuge der Brexit-Verhandlungen eine harte Gangart gegenüber Großbritannien einschlagen. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Spohr meint, Frankreichs Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel würden im Zuge des Austritts Großbritanniens aus der EU keine Sonderregelungen für die Luftfahrtbranche zulassen. "Das wird nicht passieren, da bin ich mir recht sicher, nachdem was ich höre aus Paris, Berlin und Brüssel", so Spohr. "Brexit means Brexit".

Wie "Bloomberg" unter Berufung auf "informierte Kreise" mitteilt, vertritt auch das Verkehrsministerium die Auffassung, dass mit einem Brexit das Single-European-Sky-Abkommen mit den Briten neu verhandelt werden muss. Ein Vertreter des Verkehrsministeriums habe sich in einer internen Ausschusssitzung des Parlaments entsprechend geäußert. Auch nach Einschätzung des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL dürfte der Brexit zahlreiche Abkommen und Vereinbarungen mit den Briten im Luftverkehrsbereich aushebeln. Großbritannien werde aus dem Single European Sky genauso wie aus dem Open Sky herausfallen, da das Königreich "zwangsläufig" den liberalisierten EU-Luftverkehrbinnenmarkt verlasse, erklärt der Verband. Nicht mehr anwendbar seien auch bestehende Regelungen zur Betriebsgenehmigung, Passagierrechten, Emissionshandel und Luftsicherheit.

Die britischen Airlines plädierten zwar dafür, dass an den bestehenden Regelungen unverändert festgehalten werde, meint Spohr. Die Regierungen und auch die EU-Kommission würden bei dem Versuch, so zu tun, als "sei gar nix passiert", aber nicht mitmachen. "Man wird auch in Zukunft nonstop von London nach Frankfurt fliegen können". Dies sei aber voraussichtlich nur mit "Staffelungen und Übergangsperioden" möglich. Denn es werde für die Regierungen "unmöglich" sein, innerhalb der für den Brexit vorgesehenen Zeitspanne von zwei Jahren die dafür erforderlichen neuen bilateralen Abkommen zu schließen.

Fluggesellschaften aus Großbritannien hatten bereits in den vergangenen Wochen damit geliebäugelt, ihre Zentralen und auch die Mehrheit ihrer Aktienanteile in die EU zu verlagern, um beispielsweise die Berechtigung, zwischen europäischen Flughäfen zu verkehren, nicht zu verlieren.

29. März 2017 – 12:09
australienqueenslandwhitsundays

An der Ostküste Australiens haben nach dem Durchzug des Zyklons "Debbie", der Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern erreichte, die Aufräumarbeiten begonnen. Die touristische Infrastruktur sei offenbar weniger stark in Mitleidenschaft gezogen als zu erwarten gewesen sei, teilt die touristische Vertretung des Bundesstaates in Deutschland mit. Ersten Meldungen zufolge seien viele Unterkünfte in Queensland ohne große Schäden geblieben und könnten ihren Betrieb innerhalb der nächsten Tage bereits wieder aufnehmen.

Flüge zu den Whitsundays nach Proserpine (PPP) und Hamilton Island (HTI) sind für Mittwoch, Donnerstag und teilweise für Freitag gestrichen worden. Ab Freitag sollen die Verbindungen nach Proserpine wieder funktionieren. Flüge nach Hamilton Island sollen ab Sonntag wieder stattfinden. Die Airports in Townsville, Mackay und Emerald sind geöffnet.

Auf den am stärksten betroffenen Inseln der Region Whitsundays gibt es nach Auskunft der Behörden keine Verletzten. Urlauber, Gäste und Mitarbeiter von Hotels seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, heißt es. Allerdings sei die Strom- und Wasserversorgung ausgefallen, Telefonleitungen unterbrochen, Bäume umgestürzt und einige Straßen vorübergehend wegen Überschwemmungen gesperrt worden.

Die Hotels auf Hamilton Island sollen ab Montag, 3. April, wieder geöffnet sein, das Inselresort One & Only Hayman Island ab Mittwoch, 5. April. Auch das bei deutschen Urlaubern beliebte Coral Sea Resort in Airlie Beach, dem Hauptort der Whitsundays, will ab Mitte nächster Woche wieder im Normalbetrieb arbeiten. Das Daydream Island Resort berichtet von Wasserschäden und Schäden am Dach des Spa-Gebäudes. Zudem sei der Bootsanlegesteg auf der Insel beschädigt worden, heißt es. Ausflüge zum Strand Whitehaven Beach und durch die Inselwelt der Whitsundays sollen ab Samstag dieser Woche wieder starten. Anbieter wie Ocean Rafting und Explore Whitsundays bestätigten dies, teilen die Queensland-Werber mit. Die Fährverbindungen von Cruise Whitsundays zwischen Airlie Beach und den einzelnen Inseln wie Hamilton Island sollen "schnellstmöglich" wieder aufgenommen werden.

28. März 2017 – 07:48

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde tobt der Wirbelsturm über die Küste des australischen Bundesstaates Queensland. Bevor der Sturm die Küste erreichte, traf er bereits mit voller Wucht die Whitsunday Islands, zu denen beliebte Urlauberziele wie Hamilton Island und Hayman Island gehören. Insgesamt mussten rund 25.000 Menschen ihre Häuser verlassen, 50.000 sind ohne Strom. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt. Die Polizei rechnet zudem mit starken Überflutungen. "Debbie" bewegt sich nun mit einer Geschwindigkeit von rund zehn Kilometern pro Stunde Westen in Richtung Festland. In Queensland wurden insgesamt 600 Kilometer entlang der Küste zum Gefahrengebiet erklärt. Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, ebenso der Flughafen von Townsville und mehrere Häfen. Die Regierung schickte zudem rund 2.000 zusätzliche Helfer in die Region.

27. März 2017 – 14:26
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Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erklärt Michael O’Leary, warum er während des gesamten Interviews kein einziges Mal seine Kunden beschimpft oder skurrile Vorschläge wie eine Toilettengebühr oder Sex-Suiten gegen Aufpreis gemacht hat. Das sei nie ernst gemeint gewesen, sagt er. Vielmehr habe es sich um ein Mittel gehandelt, um günstig in die Öffentlichkeit zu kommen. Jetzt wolle Ryanair "nett" zu den Kunden sein.

Gegen die Konkurrenz teilt O’Leary unterdessen unverdrossen weiter aus. In spätestens drei Jahren werde Lufthansa Airberlin gekauft haben, orakelt er. Einen Teil habe Lufthansa ja schon übernommen, obwohl die Airline behaupte, dass sie nur Flugzeuge und Personal gemietet habe. Das sei "Blödsinn" und die Ignoranz der Kartellbehörden zu diesem Thema ein "Skandal". Dies werde die Ticketpreise auf innerdeutschen Strecken um zehn bis 20 Prozent erhöhen und Airberlin bleibe "künstlich am Leben".

Außerdem unterstreicht der Ryanair-Chef seine Strategie bei der Auswahl von Flughäfen. Ryanair fliege nur, wo man Vergünstigungen erhalte: "Wenn wir keine Vergünstigungen erhalten, fliegen wir nicht", sagt er – weil es sich dann nicht lohne, "so günstige Tickets anzubieten". Dass sich Flughäfen wie München und Düsseldorf seiner Preisdrückerei verweigern, sieht der Ire als Folge des Drucks, den Lufthansa auf sie ausübe. 

Christian Schmicke

27. März 2017 – 13:32
zyklondebbieaustralien

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern und bis zu 240 Stundenkilometer starken Böen wird der Tropensturm "Debbie" in der in der Nacht zum Dienstag an der australischen Küste erwartet. Besonders heftig dürfte der Sturm nach Informationen des "Sydney Morning Herald" die Orte Ayr, Bowen, Airlie Beach und Townsville sowie die Insel Hamilton Island treffen. Rund 25.000 Menschen in tief liegenden Landstrichen der Region um die 170.000-Einwohner-Stadt Mackay wurden aus Sorge vor einer Sturmflut aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Gloobi.de hält Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem laufenden.

27. März 2017 – 10:22
horterralf

Der 57-Jährige hängt zum Monatsende seinen Job als Chief Commercial Officer (CCO) an den Nagel. Horter scheide auf eigenen Wunsch aus, um mehr Zeit für Privates zu haben, heißt es aus dem Konzern. Demnach soll er einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten. Neu besetzt wird Horters Stelle nicht. Vielmehr wird Touristikchef Marek Andryszak künftig auch die kommerzielle Verantwortung für die Tui-Aktivitäten in den deutschsprachigen Märkten tragen. Ähnlich wie beim Vorsitzenden der Geschäftsführung, Sebastian Ebel, bündelt der Konzern nun auch bei Andryszak eine immer größere Zahl von Führungspositionen. Ebel ist neben seiner Rolle bei Tui Deutschland auch Mitglied im Vorstand der Tui AG und leitet die Bereiche Hotels und Resorts sowie Destination Services. Andryszak kam erst Anfang des Jahres als Nachfolger von Oliver Dörschuck nach Hannover und führt in Personalunion auch die Geschäfte der Last-Minute-Tochter L’tur in Baden-Baden.

Mit Horters Abgang hat ein großer Teil der Hannoveraner Führungsriege, die die Aktivitäten des Konzerns in Deutschland in den vergangenen Jahren nach außen hin prägte, das Unternehmen verlassen. Neben Horter und Dörschuck schied auch Robinson-Chef Ingo Burmester aus, um zum Rivalen Thomas Cook zu gehen. Die bisherige Strategie-Chefin Stefanie Schulze zur Wiesch blieb dem Konzern zwar treu, wechselte aber im März zur Ferienhaus-Tochter Atraveo nach Düsseldorf.

Horter war insgesamt 27 Jahre für den Marktführer aktiv. Nach seinem Einstieg in die Touristik als Reiseleiter kam er 1990 zur Tui. Er leitete die Service AG in der Schweiz, verantwortete den zentralen Hoteleinkauf und führte die Geschäfte mehrerer Veranstaltermarken, darunter 1-2-Fly und Berge & Meer. Im Januar 2013 wurde er Geschäftsführer von Tui Deutschland und übernahm die CCO-Rolle.