07. Dezember 2016 – 12:51
radosantonia

"Die Macht der Bilder prägt unsere Realität und auch die Tourismusindustrie", sagt RTL-Chefreporterin Antonia Rados im Gespräch mit dem "Reise vor9 Magazin". Diese Tatsache liefere auch die Begründung dafür, dass sich die touristische Nachfrage für Reisen nach Tunesien deutlich langsamer erhole als etwa für Urlaub in Ägypten. "Viele Dinge im Leben sind emotional und irrational. Die Bilder von Sousse haben gezeigt, dass dort am Strand unschuldige Menschen umgebracht wurden, in dem Moment, wo sie sorglos und entspannt waren“, erläutert die Krisengebiets-erfahrene Journalistin. Es werde "lange dauern, bis das überwunden ist“. Aus Ägypten dagegen gebe es solche Bilder nicht.

Dabei bewertet Rados die tatsächliche Lage in Tunesien deutlich positiver als im Land der Pharaonen. "In Tunesien haben wir eine relativ stabile politische Struktur. Das Land bemüht sich sehr und hat gute Chancen, die Tourismusindustrie wieder zu beleben. Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen", sagt sie. Ägypten sei dagegen "sehr instabil“. "Wir wissen nicht, wohin sich das Land entwickelt." Das komplette Interview lesen Sie im aktuellen "Reise vor9 Magazin“.

Sie kennen das "Reise vor9 Magazin" noch nicht? Hier gibt's Ihr persönliches Exemplar: www.reisevor9magazin.de

07. Dezember 2016 – 10:53
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Thorsten Dirks übernimmt zum 1. Mai die Führung bei Eurowings von Karl Ulrich Garnadt, der, wie bereits bekannt, in den Ruhestand geht. Dirks Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst drei Jahren. Aus dem Lufthansa-Aufsichtsrat heißt es, er solle "den Airline-Verbund der Eurowings-Gruppe in einer Phase des starken Wachstums mit neuen Impulsen weiterentwickeln" und den Anteil von Eurowings am Gesamtumsatz des Lufthansa-Konzerns bis 2020 "deutlich steigen"

Der neue Airline-Chef begann seine berufliche Laufbahn als Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik bei der Luftwaffe. Anschließend arbeitete er im Bereich Telekommunikation. Als Leiter des operativen Geschäfts war er für den Mobilfunkanbieter E-Plus aktiv. bei dem er 2007 die Geschäftsführung übernahm. Nach der Übernahme von E-Plus durch den Telefónica-Konzern wurde Dirks 2014 CEO von Telefónica Deutschland, besser bekannt als Anbieter der Mobilkfunkmarke O2.

06. Dezember 2016 – 14:36
antalyahafenfotowikipedia

Das ergab eine exklusive Umfrage des „Reise vor9 Magazins“, an der rund 350 Inhaber, Leiter und Mitarbeiter von Reisebüros teilnahmen. Noch schlechter sieht es im Vertrieb für Tunesien aus. Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer bieten ihren Kunden Reisen in das nordafrikanische Land nicht aktiv an. Bei Ägypten halten sich 36 Prozent der Reisebüros mit dem aktiven Verkauf zurück, zu Marokko-Reisen rät rund ein Viertel nur auf ausdrücklichen Wunsch. Dass die Zurückhaltung der Reiseprofis nicht auf generellen Bedenken gegenüber islamischen Ländern basiert, belegt eine andere Zahl: Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate verkaufen 92 Prozent ohne Vorbehalte. Weitere Ergebnisse der Exklusivumfrage lesen Sie im aktuellen „Reise vor9 Magazin“.

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06. Dezember 2016 – 12:15
hartmannsoerendertouristik

Der Aufsichtsrat des Kölner Handels- und Touristikkonzerns beruft den DER-Touristik-Chef zum 1. Juli neu in seinen Vorstand. Der 52-Jährige ist dann der erste Rewe-Vorstand, der sich vollständig auf das Touristikgeschäft konzentriert. Finanzvorstand Christian Mielsch, der aktuell auch für die Touristik zuständig ist, zieht sich aus diesem Bereich zurück. Er soll von 2019 an zusätzlich die Verantwortung für das Geschäft der Baumarktkette Toom übernehmen.

Die Nachfolge für den am Ende 2018 ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Alain Caparros übernimmt Lionel Souque, der heute für das Geschäft von Rewe und Rewe Digital zuständig ist. Insgesamt wird der Vorstand der Rewe Group ab Anfang 2019 von heute sechs auf vier Mitglieder verkleinert.

06. Dezember 2016 – 11:09
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In einem Agenturschreiben kündigt das Unternehmen die Streichung des bislang aufpreisfreien Zug-zum-Flug-Tickets bei Buchungen über den Tui Ticket Shop an. Die neue Regelung gelte für alle Flugbuchungen ab dem 1. Dezember mit Abreise vom 1. April an. Kurios mutet die Begründung an: "Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage für das bei Tui Ticket Shop Baustein kostenfrei hinzubuchbare Zug-zum-Flug-Ticket stark abgenommen hat", heißt es da. "Wir kommen hiermit dem vielfachen Wunsch unserer gemeinsamen Kunden nach, nur noch Leistungen anzubieten, die auch in Anspruch genommen werden." Immerhin: Ein kostenpflichtiges Hinzubuchen sei künftig "zu attraktiven Konditionen möglich". 

Damit nicht genug. "Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Neuerung ein noch attraktiveres Tui Ticket Shop Baustein Produkt anbieten zu können", teilt Tui  abschließend in dem Schreiben mit. In den Vertriebsforen der sozialen Netzwerke sorgt der Schritt, ebenso wie seine kommunikative Verpackung, für eine Mischung aus Unverständnis, Empörung und Heiterkeit. Nicht ganz einig sind sich die Vertriebsprofis darin, welche Reaktion auf die Ankündigung angemessen ist. Während einige Agenturen damit drohen, ihre Flugbuchungen künftig bei anderen Partnern zu platzieren, setzen andere noch darauf, den Tui Ticket Shop mit Protest-Mails und -Anrufen zu überhäufen. Denn dessen Mitarbeiter seien über die Aktivitäten ihres Arbeitgebers selbst schockiert, berichten Reisebüromitarbeiter, die in der Angelegenheit telefonischen Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen hatten.

05. Dezember 2016 – 12:47
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Für 300 Millionen Euro übernimmt Airberlin-Gesellschafter Etihad Airways die Anteile der Fluggesellschaft an der österreichischen Niki. Der Airberlin-Anteil an Niki liegt knapp unter der 50-Prozent-Marke, bei 49,8 Prozent. CEO Stefan Pichler, dem der Deal dringend benötigtes Geld in die leeren Kassen spült, bezeichnet die Transaktion als "entscheidenden Schritt in Richtung unserer neuen strategischen Ausrichtung". Dabei soll sich Airberlin auf Geschäftsreisen in Deutschland, Italien, den Nordischen Ländern und Osteuropa konzentrieren. Die touristischen Slots für Südeuropa mit Ausnahme Italiens, sowie für Nordafrika und die Türkei gehen an Niki. Sie sollen, ebenso wie 14 Flugzeuge von Tuifly, die Airberlin derzeit im Wetlease fliegt, in eine neue, gemeinsame touristische Airline von Tui und Etihad eingebracht werden. Die Pläne, denen der Tui-Aufsichtsrat bereits zugestimmt hat, sehen vor, dass die neue Fluggesellschaft mit rund 60 Flugzeugen zu 25 Prozent Etihad gehört. Tui käme dann auf 24,8 Prozent der Anteile. Die Mehrheit von 50,2 Prozent soll die österreichische Niki-Privatstiftung halten.

05. Dezember 2016 – 11:18
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Der 56-Jährige kehrt in den Chefsessel der Tourismusbehörde mit Sitz in Madrid zurück. Butler leitet derzeit das Berliner Büro der spanischen Tourismuswerber. 2012 war der promovierte Schiffbau-Ingenieur schon einmal zum Leiter der Behörde ernannt worden. Jedoch trat er bereits im Folgejahr von dem Posten zurück und arbeitete als Berater des Staatssekretärs für Infrastruktur im spanischen Verkehrsministerium. 2014 übernahm er erneut die Leitung des Büros in Berlin, das er bereits von 2007 bis 2012 geführt hatte. Davor war Butler für das spanische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt, Miami und London tätig. Außerdem war er zwischenzeitlich als Verkaufschef der Husa-Hotels in der Privatwirtschaft aktiv.

Zur Nachfolge in der deutschen Dependance von Turespaña liegen noch keine Informationen vor.

02. Dezember 2016 – 15:55
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Das Land Hessen hat die geplanten Vergünstigungen für neue Fluggesellschaften am Frankfurter Flughafen laut Verkehrsminister Tarek Al-Wazir gekippt. Der ursprünglich beantragte Sonderrabatt, von dem faktisch ausschließlich neue oder am Standort kaum präsente Fluggesellschaften hätten profitieren können, sei vom Tisch, sagte der Minister. Der größte Kunde am Frankfurter Flughafen, Lufthansa, sieht das allerdings ganz anders. Lufthansa sei von den neuen Plänen enttäuscht und weiterhin benachteiligt. Die vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Landesentwicklung genehmigte neue Entgeltordnung sehe nicht nur eine "unangemessene Erhöhung der Entgelte" um 1,9 Prozent vor, sondern weiterhin auch niedrigere Gebühren für Fluggesellschaften vor, die neu ab Frankfurt fliegen.

Für etablierte Airlines werde "nur besonders großes Wachstum gefördert", sagt Vorstand Harry Hohmeister. Daher sei die Regelung aus Sicht von Lufthansa, die die Erhöhung an ihrem Hauptstandort schon besonders stark treffe, auch noch "zusätzlich diskriminierend". Lufthansa prüfe "alle Optionen mit Blick auf diese Entscheidung". Es könne "nicht sein, dass zwei Airlines, die dieselbe Strecke fliegen, unterschiedliche Gebühren bezahlen“, erklärt der Lufthansa-Vorstand. Seine Airline nehme im kommenden Sommer mit Santiago de Compostela, Shannon, Bordeaux, Heringsdorf und Paderborn gleich fünf neue Ziele ab Frankfurt in ihr Programm. Zudem sorge sie "für eine nachhaltige hohe Auslastung der Kapazitäten". Trotzdem sei ihr "nicht die gleiche Förderung zugängig wie sie für neue Fluggesellschaften gewährt wird" und es gebe auch keine Großkundenkonditionen wie in anderen Märkten.

Anders als ursprünglich geplant enthält die jetzt genehmigt  Gebührenordnung des Frankfurter Flughafens für 2017 keinen Sonderrabatt für neue Fluggesellschaften wie Ryanair. Fraport habe den Antrag für eine Entgeltordnung geändert, nachdem das hessische Verkehrsministerium gegenüber dem Flughafenbetreiber auf rechtliche Probleme hingewiesen habe, sagt Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Viel diskutiertes Kernelement der neuen Entgeltordnung sind die Anreize, mehr Passagiere zu befördern. Bei Kontinentalverbindungen gibt es nun Rabatte für Steigerungen der Passagierzahl. Sie betragen im ersten Jahr bei einer Steigerung der Passagierzahl um mindestens drei Prozent zwei Euro pro Flugast. Maximal können Airlines ein Incentive von 14 Euro pro Passagier erreichen, wenn sie mindestens 20 Prozent mehr Fluggäste auf einer Kontinentalstrecke befördern als zuvor. Das Incentive verringert sich im zweiten Jahr im Vergleich zum ersten Jahr um 20 Prozent und im dritten Jahr im Vergleich zum zweiten Jahr um weitere 40 Prozent. Danach ist die Begünstigung beendet. Innerdeutsche Flüge sind von der Rabattierung ausgenommen.

„Natürlich können von diesem Rabatt-Programm neue Fluggesellschaften einfacher profitieren als Airlines, die bereits Verkehr ab Frankfurt abwickeln“, räumt Al-Wazir ein. Er rechtfertigt dies damit, dass neue Fluggesellschaften in den ersten Jahren an einem neuen Standort zusätzliche Kosten und Risiken hätten. Entsprechende Nachlässe in den Entgelten seien daher in Ordnung.

Lärmabhängige Komponenten

Die neue Gebührenordnung sieht zudem eine Anhebung der lärmabhängigen Start- und Landeentgelte um durchschnittlich 15 Prozent vor. Gleichzeitig gibt es Nachlässe für aktive Schallschutzmaßnahmen. So soll die Nachrüstung von Flugzeugen der A320-Familie mit so genannten Wirbelgeneratoren für die Fluggesellschaften finanziell attraktiver werden. Die Wirbelgeneratoren reduzieren Pfeifgeräusche und reduzieren den Gesamtschallpegel des Flugzeugs, insbesondere bei der Landung. Maximal könnten sich die Entgelte bei Einsatz der Technologie um bis zu 40 Prozent reduzieren. Davon profitierten auch die Großkunden Lufthansa und Condor, unterstreicht Al-Wazir. Zudem will die neue Entgeltordnung finanzielle Anreize für den Einsatz von Flugzeugen setzen, die mit dem satellitengestützten Anflugverfahren „Ground Based Argumentation System“ (GBAS) ausgestattet sind und dieses aktiviert haben. Mit GBAS können Anflüge am Frankfurter Flughafen mit einem höheren Gleitwinkel durchgeführt und langfristig auch Siedlungsschwerpunkte umflogen werden.

02. Dezember 2016 – 13:16
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Der Leipziger Veranstalter LMX Touristik hat das Team und die Produkte des insolventen Asien-Spezialisten Suntrips übernommen und will nun mit einem fünfköpfigen Team am Suntrips-Standort in Berlin durchstarten. Die Marke Suntrips bleibt erhalten. Im Impressum der Website ist der Veranstalter bereits als Unternehmen von LMX Touristik ausgewiesen, auch die AGB stammen von LMX. Das Suntrips-Portfolio soll sich weiterhin auf Asien-Kombinationen konzentrieren. Ehemalige Suntrips-Reisebüropartner haben nun automatisch Zugriff auf das LMX-Portfolio, während Büros mit LMX-Agenturvertrag auf die Suntrips-Palette zugreifen können. Damit habe man die Umsatzchancen für Agenturpartner beider Marken verbessert, merkt LMX-Chef Mario Krug an.

Nach der Pleite von Suntrips im August hatte LMX Touristik die Abwicklung gebuchter Reisen des Asien-Spezialisten übernommen. Unternehmenschef Krug hatte damals bereits sein Interesse an einer Übernahme bekundet.

02. Dezember 2016 – 11:33
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Unternehmenschef Miguel Fluxá hat angekündigt, die mallorquinische Hotelkette werde ihren bislang zwölf Häusern auf der Karibikinsel ein Dutzend weitere hinzufügen. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der kubanischen Regierung unterzeichnet worden. Details zu den Standorten und konkreten Projekten wurden noch nicht bekannt.

Im Januar soll die Eröffnung des Fünf-Sterne-Hotels Riviera in der kubanischen Hauptstadt erfolgen. Das bekannte Hotel am Malecon wurde von Iberostar renoviert und wird mit 352 Zimmern als zweites Haus der Kette in Havanna betrieben. Ebenfalls in den ersten Monaten des nächsten Jahres ist die Eröffnung des Iberostar Bella Vista im Badeort Varadero geplant. Der Fünf-Sterne-Neubau hat 827 Zimmer. Auf der Insel Cayo Largo ist zudem die Übernahme von zwei Anlagen vorgesehen.  

Trumps Kuba-Politik könnte europäischen Hotelketten Zeitgewinn bringen

Damit, dass die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten Einfluss auf ihre Geschäfte auf Kuba hat, rechnen die spanischen Hoteliers offenbar nicht. Unter den Marken der mallorquinischen Ketten wird fast die Hälfte der rund 58.000 Hotelzimmer auf der Insel betrieben. Marktführer Sol Meliá will 2018 drei neue Hotels auf Kuba eröffnen und kommt dann auf insgesamt 30 Anlagen. Möglicherweise würde eine stärker gegen die kubanische Regierung gerichtete Politik Trumps zwar die Nachfrage der US-Amerikaner nach Kuba-Reisen verringern. Gleichzeitig könnte sie den europäischen Hoteliers aber auch Zeit bringen, um ihre Vormachtstellung auf der Zuckerrohrinsel auszubauen, weil US-Investoren sich weiter zurückhalten müssten. Iberostar-Chef Fluxà glaubt ohnehin, dass ein klarer Kurs der Kuba-Politik Trumps noch nicht absehbar sei. Die "Mallorca Zeitung" zitiert ihn mit den Worten: "Vor nicht mehr als sechs Monaten verhandelte Trump noch selber, um Hotels auf Kuba zu besitzen. Wir wissen nicht, welche Auswirkungen dieser Herr haben wird, der noch vor kurzem eine 3.000 Kilometer lange Mauer bauen wollte und es jetzt nicht mehr will."